… Biden ist zuhause, Israel vor Neuwahlen, und Palästina?
Wir sprechen im Zoom mit Dr. Steffen Hagemann, dem Leiter des Büros der Heinrich Böll-Stifung Tel Aviv über Perspektiven – oder über keine Perspektiven…
Dienstag, 26. Juli 2022 – 18-19.00 Uhr – Anmeldung: online@diak.org
Gemeinsame Erklärung der Außenministerien Belgiens, Dänemarks, Deutschlands, Frankreichs, Irlands, Italiens, der Niederlande, Schwedens und Spaniens
„Am 22. Oktober 2021 hat Israel sechs palästinensische Zivilgesellschaftsorganisationen als terroristische Organisationen eingestuft. Terrorismusvorwürfe oder Vorwürfe, Verbindungen zu terroristischen Gruppen zu unterhalten, müssen ausnahmslos mit der größtmöglichen Ernsthaftigkeit behandelt werden. Daher war es geboten, diese Einstufungen sorgfältig und umfassend zu überprüfen. Aus Israel gingen keine wesentlichen Informationen ein, die es rechtfertigen würden, unsere Politik in Bezug auf die sechs palästinensischen zivilgesellschaftlichen Organisationen auf der Grundlage der Entscheidung Israels, diese Organisationen als „terroristische Organisationen“ einzustufen, zu widerrufen.
Sollten gegenteilige Belege zur Verfügung gestellt werden, würden wir dementsprechend handeln. Solange solche Belege nicht vorliegen, werden wir unsere Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft in den besetzten Palästinensischen Gebieten und unsere deutliche Unterstützung für sie fortführen. Eine freie und starke Zivilgesellschaft ist für die Förderung demokratischer Werte und für die Zwei-Staaten-Lösung unerlässlich.“
Pressemitteilung des Auswärtigen Amtes, Berlin, 12. Juli 2022
Ghassan Kanafani (1936-1972) – Gefeiert, verdammt, erinnert, umstritten, ein Leben wie im Brennglas der unterschiedlichen Narrationen – Zwischen Terror und Literatur – eine Ikone.
Umstrittener Literat und gefeierter Volksheld: Der palästinensische Schriftsteller Ghassan Kanafani Ein Radio-Feature im Deutschlandfunk Kultur von Anne Françoise Weber
Er gilt als einer der bedeutendsten arabischen Schriftsteller – und wurde am 8. Juli vor 50 Jahren wegen seiner politischen Aktivitäten ermordet.
Seine Novellen bewegen bis heute eine große Leserschaft, seine Äußerungen als Sprecher der linksextremistischen PFLP, der Volksfront zur Befreiung Palästinas, gingen um die Welt. Ghassan Kanafani gilt als einer der wichtigsten arabischen Schriftsteller – und zugleich verkörperte er das, was er den palästinensischen Befreiungskampf nannte. Vor 50 Jahren, am 8. Juli 1972, wurde er durch eine Autobombe in Beirut ermordet. In einer seiner berühmtesten Kurzgeschichten, „Rückkehr nach Haifa“ beschreibt Kanafani, wie palästinensische Flüchtlinge ihr früheres Haus in der israelischen Küstenstadt aufsuchen. Sie treffen dort auf polnische Einwanderer, die nicht nur das Haus übernommen, sondern auch den bei der Flucht zurückgelassenen Sohn adoptiert haben. Auch israelische Theater haben das Stück inszeniert. Doch ein Denkmal in Kanafanis Geburtsstadt Akko wurde schnell wieder abgebaut – Kritiker sehen in ihm einen Terroristen.
Yael Deckelbaum: Today I am doing an act of love, and releasing “Hayati”, with a video clip that was filmed along the wall of Bethlehem.
It is clear to me as day light that this creation needs to be released.
I feel a great privilege to strengthen the voice that sees the other side, and makes room to grieve this reality as it is now, and still holds the faith that things can change through the power of love and healing.
I have been collaborating with Meera Eilabuni for many years now, and I appreciate our friendship deeply.
During the making of this video we met Razan Munayer, who is an amazing woman, and hosted us with great generosity.
I heard true stories from real people, and I cried allot.
To this I add a blessing that the walls of fear will melt within us, and that we will learn to live in peace.
Inside me I already feel that another wall has melted.
Thank you to all the amazing people that took part in this creation, credits in the first comment
Palestinian Center for Policy and Survey Research (PSR)
„The public favors a neutral stand in the Russian war against Ukraine even as slightly more people blame Russia for starting the war; closer to home, Israel-PA “confidence building measures” are increasingly viewed favorably even as two-thirds share the view that Israel is an apartheid state; and domestically, ten months after the Israel-Hamas War, Fatah’s popularity returns to its pre-May 2021 level despite the fact that almost three quarters continue to demand the resignation of president Abbas“
Die Aufzeichnung der 17. gemeinsamen, israelisch-palästinensischen Gedenkveranstaltung
ist online verfügbar und kann angesehen werden, wer keine Möglichkeit hatte, online live dabei zu sein, oder wer es einfach noch einmal anschauen will.
Hier der Hinweis auf einen Beitrag in der taz dazu: Wir teilen den gleichen Schmerz
Fadi Quran joins host Yara Hawari to discuss the main outcomes of the recent Palestinian local elections and the historical role of municipalities in Palestine.
Trotz aller (oder wegen?) aller heiligen Zeiten, prägt wieder einmal Gewalt die Situation in Jerusalem, und nicht allein dort. Aber in Zeiten wie diesen steht alles in Frage. Ist es klug in dieser Zeit den staus quo, der bislang ein fragiles Konstrukt aufrecht erhalten hat, auch in Frage zu stellen? (Aber wer sagt, das Politik klug handelt?)
Hier eine Stimme aus Jordanien (sic), die einen kritischen Blick auf die Entwicklung wirft: Daoud Kuttab fragt in Arab News: Want quiet in Jerusalem? Respect the status quo
Zwar haben „an keinem Ort der Welt Friedensorganisationen von allein eine historische Veränderung und Transformation herbeigeführt“, wie Tamar Herman vom Israeli Democracy Institute in [West-Jerusalem mit Blick auf die Geschichte bemerkt, doch sie sind wichtiger denn je. Zochrot, Schalom Achschav, das Israelische Komitee gegen Hauszerstörung, Yesh Gvul und weitere israelische Organisationen sind seit Jahrzehnten aktiv. Sie setzen sich für eine „gemeinsame Zukunft von Palästinensern und Israelis ein“. Johannes Zang war vor Ort und berichtet von der Situation der Organisationen und deren schwierigen Tätigkeit im Alltag.