Frieden lernen können…

Das Bethlehem Bible College bietet Kurse im Kontext des Heiligen Landes an (Gfls. mit Creditpoints):

Home/Courses of the Bethlehem Institute of Peace and Justice/Certificate Courses

Peacemaking and Justice in the Palestinian Context (1 and 2) are asynchronous, guided, online courses that introduce key concepts in both the theory and practice of peacemaking and justice in the context of Palestine and Israel and as expressed by Palestinian Christians and other international scholars. Combined with the Summer Intensive in Bethlehem, these two courses comprise the Certificate Program in Peacemaking and Justice in the Palestinian Context. These courses are open to both undergraduate, graduate, and auditing students. These are three credit/hour courses offered in the Fall and Spring semesters and are 14 weeks in duration. The Fall semester course begins in mid-September and ends mid-December. The Spring semester course begins mid-January and ends mid-April. 

Ökumene als Aufgabe

Heute vor 20 Jahren, am 29. Juli 2002, starb der aus Engers am Rhein stammende Benediktinerabt (Dr. Dr. h.c. mult.) Laurentius Klein, viele Jahre der Dekan des «Theologische Studienjahres« der Benediktinerabtei Dormitio auf dem Zion in Jerusalem.

Laurentius Klein OSB (1928-2002)
Laurentius Klein OSB (1928-2002)

Unter Ökumene hat er immer verstanden als mehr als ’nur‘ das Gespräch unter den (christlichen) Konfessionen, er sah sie eingebunden in eine neues, zukunfsweisendes gemeinsam Unterwegs-Sein aller Zweige der abrahamitischen Familie.

Nachtrag: Inzwischen hat auch die Dormitio auf ihrer FB-Seite eine Erinnerung gepostet.


175 Jahre LPJ

Am 23. Juli 1847 verlegte der Bischof von Rom, Pius IX. p.p., den physischen Sitz des sog. Lateinischen Patriarchats ‚zurück‘ nach Jerusalem und entsandte mit Bischof G. Valerga wieder einen europäischen Kleriker in die Heilige Stadt – mit dem Anspruch eines Patriarchen.


Diese Entscheidung läßt sich nicht verstehen ohne das „neue“ Interesse Europas an der Region und das 1841 errichtete Anglikanisch-protestantische Bistum in Jerusalem … und woher stammten dann in der Folge all die guten neuen Katholik:innen?
Als ökumenisches Zeichen wäre es doch schön, wenn der lateinische (also der römisch-katholische) Bichof in der Stadt einfach nur der (Ritus-)Weihbischof des (griechisch-orthodoxen) Patriarchen wäre…

Über den Stand der Renovierungsarbeiten der Auferstehungskirche

Das Christian Media Center hat aus Anlaß einesGrabungsbesuches der Oberhäupter der Kirchen einen Filmbericht veröffentlicht, der einen kleinen Einblick in laufenden Arbeiten gibt.

Dazu ein Bericht auf der Seite der Holy Land Christian Ecumenical Foundation.

Für Frieden unterwegs

Für die einen aus der Zeit gefallen, für die anderen das Zeichen der Zeit:

Der Palästinenser Bassam Aramin und der Israeli Rami Elchanan waren vom 9. – 23. Juni 2022 in verschiedenen Orten zu Gast. Für November sind Veranstaltungen in Freiburg und der Schweiz geplant.

Bassam und Rami sind Freunde. Sie gehören beide dem Parents Circle Families Forum an, einer israelisch-palästinensischen Organisation, deren Mitglieder ein Familienmitglied durch Gewalt der „Gegenseite“ verloren haben. Beide sind auch mit den Combatants for Peace verbunden, den ehemaligen Kämpfern, die den Kampf mit der Waffe gegen friedensfördernde Aktivitäten eingetauscht haben.

Weitere Informationen

Weltwoche für Frieden in Palästina und Israel

Weltweit begangen vom 15. – 22. September 2022

Während dieser Woche, in die auch der Internationale Gebetstag für den Frieden am 21. September fällt, sind kirchliche Organisationen, Gemeinden und Gläubige zum gemeinsamen Friedenszeugnis aufgerufen, in dem sie an Gottesdiensten, Bildungsveranstaltungen teilnehmen und mit ihrem Handeln Frieden und Gerechtigkeit für Israelis und Palästinenser/innen unterstützen.

Der Ökumenische Rat der Kirchen – ÖRK/WKK (Genf) lädt Mitgliedskirchen, religiöse Gemeinschaften und zivilgesellschaftliche Organisationen aus der ganzen Welt ein, sich gemeinsam an einer Gebetswoche für einen gerechten Frieden für alle Menschen in Palästina und Israel zu beteiligen. Weltweit sollen Gemeinden und Einzelpersonen, die auf Gerechtigkeit hoffen, sich in dieser Woche zu friedlichen Aktionen zusammenschließen, um ein gemeinsames internationales Zeugnis zu geben.

Abendlicher Blick über Jerusalem Altstadt

Frauen von gestern und heute

Von den Königinnen, Prostituierten, Kriegerinnen und Heiligen der Vergangenheit bis hin zum Engagement der heutigen Frauen in der palästinensischen Zivilgesellschaft.

Frauenprojekt proTerraSanta.org

Ein ungewöhlichen und ausführlichen Beitrag findet sich aktuell auf der Seite von Pro Terra Santa. Ein kulturgeschichtlicher Durchgang bis in heutige Arebitsbereiche, beschrieben durch Carla Benelli, Leiterin des Vereins für Kulturprojekte Pro Terra Sancta. Und am Ende ein Download-Link zu einem PDF zur Arbeit.

ÖRK-Zentralausschuß: Gleiche Rechte für alle Menschen im Heiligen Land

In einer öffentlichen Erklärung zur Situation im Heiligen Land hat der ÖRK-Zentralausschuß „seine aufrichtige Solidarität mit den Mitgliedskirchen und Christinnen und Christen in der Region, die durch ihr Leben und Wirken den christlichen Glauben und das christliche Zeugnis im Heiligen Land bewahren und lebendig halten, sowie mit allen Menschen in der Region zum Ausdruck“ gebracht.

Das ÖRK-Leitungsgremium hat darüber hinaus „alle Mitgliedskirchen und ökumenischen Partner, die Angehörigen der jüdischen und muslimischen Bevölkerungsgruppen und alle Menschen guten Willens [aufgerufen], die ÖRK-Mitgliedskirchen und christlichen Gemeinschaften im Heiligen Land zu unterstützen, weil sie ein unverzichtbarer Bestandteil des vielfältigen multireligiösen und multikulturellen Wesens der Gesellschaft in der Region sind, zu der auch die christliche Präsenz in der Region zählt“.

Der Zentralausschuß begrüßte, daß der ÖRK auch weiterhin die Beziehungen zum Internationalen Jüdischen Komitee für interreligiöse Konsultationen und zum Jüdischen Weltkongress pflege und daß dadurch Gelegenheiten für Austausch und Dialog zu diesen Themen möglich gemacht werden.

Die Erklärung ruft „die Regierung Israels und die israelischen Behörden auf, sicherzustellen, daß alle Menschen, die in ihrem Zuständigkeitsbereich leben, die gleichen Rechte haben, und sicherzustellen, daß zur Rechenschaft gezogen wird, wer Palästinenserinnen und Palästinenser, ihre heiligen Orte und Kirchen, christliche Gemeinschaften, muslimische oder andere Bevölkerungsgruppen angreift oder verletzt, sowie einen freien Zugang zu ihren Gotteshäusern und heiligen Orten sicherzustellen“.

Der Zentralausschuß rief „alle Mitglieder der internationalen Staatengemeinschaft und alle ÖRK-Mitgliedskirchen und ökumenischen Partner auf, sich für geltendes Völkerrecht stark zu machen und gegen die drohenden Zwangsräumungen in Masafer Yatta und die angedrohte Vertreibung von palästinensischen Gemeinwesen in den besetzten Gebieten die Stimme zu erheben“.

Abschließend bekräftigt die Erklärung „die regelmäßige Forderung des ÖRK, die Besatzung zu beenden und gleiche Rechte für alle Menschen in der Region zu gewährleisten“.

Der Orient – Wiege des Christentums

Noch bis 11. Juli in der arte Mediathek

Notstand im Auguste-Viktoria-Krankenhaus auf dem Ölberg

Aus dem Mailing des Jerusalemsvereins in Berlin – auch auf der Gedenkveranstaltung für Reiner Bernstein am heutigen 11. Juni in München wrd um Spenden für das Krankenhaus auf der Auguste Viktoria gesammelt, so wie sein letzter Wunsch war.

Eine ARD-Reportage berichtet über die aktuelle Notlage des Auguste-Viktoria-Krankenhauses auf dem Ölberg. Viele schwerkranke Patientinnen und Patienten könnten derzeit nicht behandelt werden, weil ein EU-Kommissar Zahlungen blockiere.

Sogar die Schließung droht: Das Auguste-Viktoria-Krankenhaus auf dem Ölberg in Ost-Jerusalem ist zurzeit finanziell besonders stark angeschlagen, weil zugesagte EU-Gelder nicht ausgezahlt worden sind. Laut Recherchen der Reporter:innen hält der ungarische EU-Kommissar Olivér Várhelyi  die Mittel zurück. Seine Begründung: Palästinensische Schulbücher hätten antisemitische Tendenzen und müssten überarbeitet werden. Das Krankenhaus muss als Konsequenz die Behandlung von Krebspatientinnen und -patienten unterbrechen.