A message to the true friends of the Palestinians

Andere Stimmen zu hören, hinter, vor, neben und trotz allem Kriegslärm, ist nicht nur wünschenswert und nötig, es gibt auch die Kraft, nicht aufzugeben etwas zur Transformation der Situation beizutragen, wenn es auch nur ein sehr kleines Jota sein kann.

Hier ein kleines Zitat aus einem Brief von Mohammed Altlooli, den die Jungle World auf ihre Site gestellt hat:

„Then, we see demonstrations in Europe, where people call very horrible slogans against Jews and Israel. We hear the same hatred we hear in the propaganda channels of Hamas. Anyone who is a friend of us should not talk like this! We don’t want and deserve such friends! Since a very long time so many people claim they are our friends, but in reality they just hate Israel and the Jews. This is not only wrong and against our intentions and beliefs, it also harms the just cause of the Palestinian people: We want to live in peace, dignity and self-determination, side by side with the Israelis. We want justice and freedom. We don’t want war and destruction.“

Verschwörungsmythen befeuern Geschichtsrevisionismus

Studie zur Erinnerungskultur des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld

Differenziertes Wissen zur nationalsozialistischen deutschen Vergangenheit kann dazu beitragen, Instrumentalisierung und Relativierung der Geschichte entgegenzutreten. Dies ist ein Fazit des vom Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld vorgelegten „Multidimensionalen Erinnerungsmonitors – MEMO Deutschland IV/2021“. Die jährliche Befragung wird von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) gefördert.

Hier die Pressemitteilung, die Website und im folgenden zentrale Eregbnisse als Infographiken:

Am Schabbat lernen

Es ist schwer ins Deutsche zu übersetzen: Spiritual Progressives – aber Rabbi Michael Lerner und Cat Zavis in diesem Podcast zuzuhören macht es klar: Tikkun and the Network of Spiritual Progressives (Berkeley, California)

„Now is a good time to get together to mourn the violence and suffering in Israel and Palestine, to learn the ethical vision of Torah as it applies to the contemporary world, and to celebrate the receiving of Torah on Shavuot.“

Imagine with Us

Sophie Scholl – erinnern

DIe Frauen im Wiederstand zu erinnern ist eine bleibende Aufgabe, den Widerstand nicht zu idealisieren oder zu romatisieren, auch. Aus Anlaß des heutigen 100. Geburtstages von Sophie Scholl deshalb hier eine kleine Geschichte, die an den Anfang der öffentlichen Erinnerung an diese mutige Frau (und die Weiße Rose) führt: Als Inge Aicher-Scholl die alte Truhe öffnete – Erinnerungen aus der Verlags- und Publikationsgeschichte in (West)Deutschland von Elisabeth Raabe.

Nur in Deutschland

Ein Essay von Fabian Wolff auf Zeit Online zu ‚jüdischem Leben‘ in diesem Land

Wenn wir an dieser Stelle auf einen aus unserer Sicht lesenswerten Beitrag aufmerksam machen, stellen wir oft ein Zitat heraus, das Appetit machen soll, alles zu lesen. Dieses Verfahren verbietet sich in diesem Fall. Dieser Text hat zuviele wichtige Impulse, um „nur“ einen herauszustellen. (Zugegeben, ich drücke mich damit auch vor einer Auswahl). Mich läßt der Text erst einmal beeindruckt schweigsam zurück.

Wenn wir im diAk die Formulierung zusammen denken benutzen, steht sie meist in zwei Wörtern da, aber genau so wichtig ist es, sie in einem Wort zu schreiben: zusammendenken. Was heißt es für uns, geschichtliche Erfahrung(en) für das, für unser, politisches Engagement zu reflektieren, wie halten wir die Brüche aus, die nicht vergehen, was bedeutet es, uns den Wunden stellen, ihren Schmerz nicht übertünschen oder harmonisieren zu wollen…

Den Beitrag von Fabian Wolff zu lesen. ist ein „Gewinn“, gerade weil er vieles infrage stellt. (rzw)

Hier der Link zur deutschen Fassung.

Inzwischen gibt es dankenswerterweise den Artikel auch in einer englischen Fassung online.

Musik – im Angesicht der Shoa

Out of the Whirlwind – Musical Reflections

Das im US-amerikanischen St. Monica (Kalifornien) beheimatete Milken Archive for Jewish Music hat zwei grandiose Features ins Netz gestellt, die Musik aus und über die Shoa – mit vielen Hörbeispielen – präsentiert, eine gelungene und zukunftsweisende Erinnerungsarbeit, an die heute am 8. Mai, 76 Jahre nach dem Ende Ende der Barbarei gedacht sein soll.

https://www.milkenarchive.org/articles/virtual-exhibits/view/musical-reflections-of-the-holocaust-part-1

https://www.milkenarchive.org/articles/virtual-exhibits/view/out-of-the-whirlwind-musical-reflections-of-the-holocaust-part-2

Multidirektionales Erinnern gegen Rassismus und Antisemitismus

ManyPod #9 im Gespräch mit Michael Rothberg

Memories are not owned by groups nor are groups owned by memory.

Zu Gast in dieser Folge ist der Shoa-Erinnerungsforscher Michael Rothberg. Gemeinsamen mit Sina Arnold als Co-Host sprechen sie mit ihm über das Potenzial multidirektionalen Erinnerns für solidarische Praktiken. Wie können lebendige Zeugnisse aus mehreren Jahrzehnten nicht nur von Exklusion und Verfolgung, sondern auch von den kollektiven Kämpfen um Anerkennung und Lebensweisen dem Vergessenmachen entrissen und neue gemeinsame Sprechorte geschaffen werden? Und was bedeutet die Erinnerung an die Shoa in einer postmigrantischen Gesellschaft?

**Michael Rothberg** ist Professor für Englische und vergleichende Literaturwissenschaft und Inhaber des Samuel Goetz Lehrstuhls für Holocaust Studies an der University of California Los Angeles. Sein Buch „Multidirektionale Erinnerung. Holocaustgedenken im Zeitalter der Dekolonisierung“ ist 2021 auf Deutsch erschienen.

**Sina Arnold** ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Antisemitismusforschung in Berlin sowie am Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt. Sie arbeitet u.a. zu aktuellem Antisemitismus in Deutschland und den USA und zu Erinnerungspolitik in der postmigrantischen Gesellschaft.

Hannah Arendt heute

Geisteswissenschaft im Dialog

Im Rahmenprogramm der Ausstellung des Deutschen Historischen MuseumsHannah Arendt und das 20. Jahrhundert“, die noch bis zum 16. Mai 2021 in der Bundeskunsthalle in Bonn zu sehen ist, veranstaltet „Geisteswissenschaft im Dialog“ (GiD) die vierteilige Interview-Reihe „Hanna Arendt heute“. Ziel ist es, die aktuelle gesellschaftliche Relevanz der politischen Theoretikerin und der von ihr behandelten Themen zu beleuchten. Die Interview-Reihe ist eine Kooperation der Max Weber Stiftung mit der Bundeskunsthalle sowie der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften und stellt nach „Schöne neue Welt? – Chancen und Grenzen medizinischen Fortschritts in Geschichte und Gegenwart“ aus dem Herbst 2020 bereits die zweite Umsetzung des neuen GiD-Interview-Formats dar. Alle Video-Interviews werden hier auf dem GiD-Blog sowie den Webseiten der Akademienunion und der Bundeskunsthalle veröffentlicht. Reihenstart ist der 7. Mai 2021.

Tom Segev im Webinar nachhören

Tom Segev spricht über David Ben Gurion und dessen Vorstellungen von Zionismus, Politik und Staatsgründung Israels. Im Webinar, das am Center für Israel Studies an der University of California aufgezeichnet wurde, gibt Segev im Gespräch mit dem Israelwissenschaftler Dov Waxmann aufschlußreiche Gedanken aus seinem Buch zur Rolle des ersten Ministerpräsidenten und Ma’arach-Politikers wieder.

Tom Segev: A State At Any Cost. The Life and Legacy of David Ben-Gurion

WEBINAR RECORDING, Younes and Soraya Nazarian Center for Israel Studies, University of California, Los Angeles

Solidarische Erinnerung

In eimen Beitrag für die Wochenzeitung Die Zeit (30. Määrz 2021) schreiben Jürgen Zimmerer und Michael Rothberg unter der Überschrift Enttabuisiert den Vergleich!:

…. “ eine [solche Vision] differenzierte[r] Solidarität ist notwendig für eine diverse Gesellschaft. Wissenschaftler und Aktivisten, die versuchen, an die Opfer kolonialer Gewalt zu erinnern und deutsche Städte durch die Umbenennung von Straßennamen zu dekolonisieren, wollen nicht die deutsche Verantwortung für den Holocaust verdrängen. Anstatt uns auf die Entweder-oder-Logik der Provinzialisten von Geschichte und Erinnerung zurückzuziehen, brauchen wir ein Sowohl-als-auch, basierend auf globaler Geschichte, multidirektionaler Erinnerung und rassismuskritischem Aktivismus.“ …