Der Nahostkonflikt in Neukölln und die Heilige Erde im Kleiderschrank

Eine lesenswerte Reportage aus der Berliner Zeitung (- auch wenn die redaktionellen Texte den Inhalt kontakarieren: u.a. der erstellte Comic schreibt ausdrücklich von einer Reise nach Israel und in die palästinenischen Gebiete – in der BZ wird daraus eine Reise nach Israel – BZ eben)

Warum ein Lehrer der Rütli-Schule im Unterricht „Kindermörder Israel“-Parolen diskutiert. Und mit seinen Schülern auf dem Tempelberg [sic] war. Gleich dreimal.

Antisemitismus – definitiv!?

Online-Debatte über Hintergründe und Auswirkungen verschiedener Antisemitismus-Definitionen

Teilnehmer:innen:

  • Saba-Nur Cheema (Bildungsstätte Anne Frank, Frankfurt/Main)
  • Prof. Dr. Miriam Rürup (Moses Mendelssohn Zentrum, Potsdam)
  • Prof. Dr. Michael Brenner (Ludwig-Maximilians-Universität, München)
  • Prof. Dr. José Brunner (Tel Aviv University, Tel Aviv)
  • Moderation: Jan Feddersen (taz)
Termin (Termin herunterladen) – 23. Juni 2021, von 19:00 bis 20:30

Die Online-Debatte wird per Livestream auf dem YouTube-Kanal der bpb durchgeführt.
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Die neue israelische Regierung und die drängendsten Probleme (II)

Mit Mossi Raz von der (linken) Partei Meretz sagt ein israelischer Politiker im Interview mit der taz über die neue Koalition: „Eine einzigartige Regierung“ – Und er ist optimistisch, daß das breite Parteienbündnis die Ära Netanjahu beenden werde …

Brief aus Wahat al-Salam/Neve Shalom

Samah Salaime hat die Situation, die Stimmung, die Gefühle der letzten Woche in einem ‚Brief an die Freunde und Freundinnen‚ aus der Sicht des Friedensdorfes zusammen gefaßt – andere Nachrichten!

„The recent events were emotionally challenging to us all, and they continue to present new challenges. We hid from the rocket fire, Arabs and Jews huddled together for safety.  We wept at the heavy cost, in lives, spirit and property, that we all – Palestinian citizens of Israel, Jewish Israelis and citizens of Gaza  ̶  have paid. But the conflict is not new, and our resolve to provide an example of a just, equal and peaceful society has not wavered.“

Vollfassung: Brief an die Freunde und Freundinnen

Lapid: Ich hab es geschafft und eine Koalition zusammen gebracht

Yair Lapid, Vorsitzender der Patei Yesch Atid, hat nur wenige Minuten vor Ablauf der Frist den Präsidenten des Landes, Reuven Rivlin, offiziell informiert, daß er eine Koalition zustande gebracht habe. Es ist eine Koalition von Parteien mit höchst unterschiedlichen Interessen, jedoch auch einem gemeinsamen Ziel:  eine erneute ‚Regentschaft‘ des noch amtierenden Ministerpräsidenten Netanjahu zu verhindern. Lapids Koalition besteht aus den Parteien Yesh Atid, Yamina, Kahol Lavan, New Hope, Labor, Yisrael Beiteinu, Meretz und der United Arab List.

Die neue Regierung steht noch längst nicht, aber Anshel Peffer bringt in seinem Tweet die überraschende Neuigkeit und die Bedeutung der Einigung in der Nacht kurz und hoffnungsvoll zusammen. Es ist ein historisches Photo und Ergebnis: „Whatever happens tonight and in the days left until the confidence vote if it ever takes place, this is a historic photo. A leader of an Arab-Israeli party and the leaders of a Jewish-nationalist party signing an agreement to join a government together”.

(Und hier Haaretz Live update)

In wessen Dienst steht die ‚Wahrheit‘?

Der israelisch-palästinensische Konflikt hat neben seiner physischen Dimension eine weitere, nicht weniger fatale: Immer wieder tauchten in den vergangenen Jahren offensichtliche Falschmeldungen und Lügen auf, die im Sinne des jeweiligen Narrativs vor allem eine emotionale Reaktion erzeugen sollen und damit die eigene Sache rechtfertigen wollen. Dieser Vorwurf gilt dabei sowohl israelischen Politker:innen als auch palästinensischen Aktivist:innen. Dazu ein Beitrag des ARD Faktenfinders:


A message to the true friends of the Palestinians

Andere Stimmen zu hören, hinter, vor, neben und trotz allem Kriegslärm, ist nicht nur wünschenswert und nötig, es gibt auch die Kraft, nicht aufzugeben etwas zur Transformation der Situation beizutragen, wenn es auch nur ein sehr kleines Jota sein kann.

Hier ein kleines Zitat aus einem Brief von Mohammed Altlooli, den die Jungle World auf ihre Site gestellt hat:

„Then, we see demonstrations in Europe, where people call very horrible slogans against Jews and Israel. We hear the same hatred we hear in the propaganda channels of Hamas. Anyone who is a friend of us should not talk like this! We don’t want and deserve such friends! Since a very long time so many people claim they are our friends, but in reality they just hate Israel and the Jews. This is not only wrong and against our intentions and beliefs, it also harms the just cause of the Palestinian people: We want to live in peace, dignity and self-determination, side by side with the Israelis. We want justice and freedom. We don’t want war and destruction.“

Verschwörungsmythen befeuern Geschichtsrevisionismus

Studie zur Erinnerungskultur des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld

Differenziertes Wissen zur nationalsozialistischen deutschen Vergangenheit kann dazu beitragen, Instrumentalisierung und Relativierung der Geschichte entgegenzutreten. Dies ist ein Fazit des vom Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld vorgelegten „Multidimensionalen Erinnerungsmonitors – MEMO Deutschland IV/2021“. Die jährliche Befragung wird von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) gefördert.

Hier die Pressemitteilung, die Website und im folgenden zentrale Eregbnisse als Infographiken:

Der Gewalt entgegentreten

In Anbetracht der erneuten sichtbaren Gewalt, die auch jüdisch-arabische Städte erfaßt hat, mobilisieren sich auch die Kräfte, die der Gewalt etwas entgegensetzen wollen, unter anderem ausgehend von Lehrkräften an den Yad be Yad (Hand in Hand) Schulen, die ein gemeinsames Lernen erfolgreich umsetzen. Über diese Demonstrationen zu berichten ist mindestens so wichtig wie über die Raketen und Bomben.

HIer ein Bericht in der Times of Israel.

Im Schatten des Krieges: Feste

Zwischen Id-al-Fidr, Himmelfahrt/Pfingsten und Shavuot (- was gibt es zu feiern)

Ein lesenswerter und differenzierender Beitrag zur aktuellen Lage findet sich im neuen Mailing von Ir Amim