Thisisnotanulpan und 972mag (Auf Instagram)

Zum Tod des Philosophen Ernst Tugendhat
Eine Würdigung von Michael Hesse in der Berliner Zeitung (BZ)
„Ernst Tugendhat hat nicht nur philosophiert, sondern ebenso sehr politisiert, demonstriert, gestritten. Am Montag ist er im Alter von 93 Jahren in Freiburg/B. gestorben. Mit ihm verliert Deutschland einen seiner großen Denker.“
G. H. Holländer schreibt in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ)
„Das heißt nicht, dass Tugendhat jeden seiner Irrtümer erkannt hätte, aber so ausdrücklich, wie er auf ihr Vorhandensein hinweist, ermuntert er auch dazu, selbst welche zu finden. Ein solcher Irrtum könnte etwa sein, dass das Wollen der Menschen auf Zukunft gerichtet sei. Gerade für Religion und Mystik lässt sich viel eher eine Ausrichtung auf das schlechthin Vergangene beweisen.“

Und ein Beitrag auf der Schweizer Website ch-cultura.ch.
Webinar – Shrinking Spaces of Criticism of Israel in Germany – Thursday, March 16

Zoom Link:
https://us06web.zoom.us/j/82447058222
Planen und Bauen im Nationalsozialismus
Ausblick auf die Ausstellung in der Akademie der Künste – Berlin, Pariser Platz – 19.4.-16.7.2023

Die Ausstellung zeigt anhand zahlreicher Modelle, Pläne, Photographien, Filme und anderer Zeitdokumente das Planen und Bauen während der nationalsozialistischen Herrschaft von 1933 bis 1945. Sie untersucht bauliche und biographische Kontinuitäten und Brüche bis in die Gegenwart.
Dabei bezieht sie sich neben dem Deutschen Reich auch auf die besetzten Gebiete in Osteuropa und zieht Vergleiche zu anderen Staaten in dieser Zeit. Die rassistischen Inklusions- und Exklusionspraktiken, ideologisch und propagandistisch hoch aufgeladen, bestimmten, wer wie leben durfte – und wer wie sterben mußte.
Die Schau basiert auf den Ergebnissen eines Forschungsprojektes, beauftragt durch das BMWSB und betreut von der UHK und dem kuratorischen Team.
Ergänzend bietet die Akademie der Künste ein Veranstaltungsprogramm mit einer täglich laufenden Filmreihe (Dokumentar-und Künstler:innenfilme von 1961 bis 2019), Konzerten, Diskussionsrunden und Lesungen an sowie Führungen, szenische Lesungen und Angebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Der Historiker Hajo Funke ordnet die Einträge mit Kommentaren ein

Umfangreiches Feature des NDR:
Datenbank: Die gefälschten „Hitler-Tagebücher“ zum Durchsuchen
Leugnung der Shoa: Die Wahrheit hinter den „Hitler-Tagebüchern“ – 40 Jahre nach dem Skandal um die gefälschten „Hitler-Tagebücher“ im „Stern“ hat der NDR die Texte in vollem Umfang veröffentlicht. Sie offenbaren die geschichtspolitischen Motive des Fälschers und einiger seiner Helfer: die Leugnung des ‚Holocaust‘.
Neuerscheinung: Zur europäischen Textgeschichte eines Konzentrationslagers

Herausgegeben von Stephan Pabst / Band 9 der Reihe Medien und kulturelle Erinnerung / ISBN 9783110770117
Über das Buch (Besprechung erfolgt nach Möglichkeit)
Kaum ein nationalsozialistisches Konzentrationslager hat nach 1945 eine derart vielfältige Literatur hervorgebracht wie Buchenwald. Zu ihr gehören ideologisch bis heute umstrittene Bücher wie der antifaschistische Beststeller Nackt unter Wölfen, die hochkanonischen Romane wie Semprúns oder Kertész, weniger bekannte Romane wie Adlers Das Panorama oder Ferdinand Peroutkas Wolke und Walzer, eine Flut vergessener ‚grauer‘ Bericht-Literatur, frühe Versuche einer soziologischen, politischen oder psychologischen Deutung des Lagers.
Ebenso wie das Konzentrationslager Buchenwald selbst ist diese Literatur international. Buchenwald versammelte Menschen aus fast allen Ländern Europas. Viele von ihnen wurden aus politischen oder rassischen Gründen deportiert, die nationale Grenzen überschritten. Die Literatur, die aus dem Lager hervorging, entstand also einerseits in nationalliterarischen Kontexten, bezog sich aber andererseits auf ein transnationales Ereignis, das sich mit transnationalen Fragen verband.
Die Literatur des Lagers Buchenwald läßt sich daher nicht einfach nationalliterarisch einhegen. Trotzdem wies die Forschung in den letzten Jahren einen starken Zug zur nationalliterarischen Segmentierung auf, was auch dazu führte, daß sich die Wahrnehmung darüber hinaus nur auf sehr wenige kanonische Werke beschränkte.
Der vorliegende Band versammelt Beiträge über die Literaturen, die an der europäischen Textgeschichte des Konzentrationslagers Buchenwald mitgeschrieben haben.
Understanding the Pain of Others – The Holocaust, the Nakba und German Memory Culture
Podiumsdiskussion vom Donnerstag, 2. Februar 2023, 19:00 h
Auf Youtube kann die Veranstaltung nachgehört/nachgeschaut werden.
Gesprächsleitung: Susan Neiman, Potsdam
In her book Understanding the Pain of Others, the author Charlotte Wiedemann pleads for a new inclusive memory culture that promotes solidarity instead of competition among victims. Doing justice to the victims of colonial crimes and their descendants does not call into question the specificity of the Shoah. On the contrary: the importance of human rights for all is a central lesson from the Holocaust. But tragically, Holocaust memory has not brought us much closer to such universal values.
In their co-edited volume The Holocaust and the Nakba: A New Grammar of Trauma and History Amos Goldberg, Bashir Bashir, and the contributors to the volume explore the possibility of creating a shared language for discussing the memories of two entangled, but entirely different historical events: the genocide of European Jews and the displacement of Palestinians. At the center of this new language is the concept of empathic unsettlement which challenges the mutual denial of the suffering of the Other, recognizes the political asymmetries in Israel-Palestine, and gives rise to an egalitarian binationalism.
This debate was originally scheduled to take place in the Goethe Institute Tel Aviv but was cancelled due to political pressure.
Charlotte Wiedemann is a journalist and author. She has published numerous books on international topics, most recently Den Schmerz der Anderen begreifen. Holocaust und Weltgedächtnis (2022). Afflicted by silence in her own family, she has followed debates about German responsibility for National Socialism for four decades.
Bashir Bashir is associate professor of political theory at the Open University of Israel and senior research fellow at the Van Leer Jerusalem Institute. His research interests are: democratic theory, nationalism and citizenship studies, liberalism, decolonization, and reconciliation. His most recent publication is The Arab and Jewish Questions: Geographies of Engagement in Palestine and Beyond (2020).
Amos Goldberg is associate professor of Jewish History and Contemporary Jewry at the Hebrew University of Jerusalem. For decades he has researched Holocaust memory at the intersection of history, critical theory, and literature. His publications include Trauma in First Person: Diary Writing during the Holocaust (2017) and his co-edited volume Marking Evil: Holocaust Memory in the Global Age (2015).
Gerechtigkeit verjährt nicht – Deutschland 2022 – 98 min
Regie: Sabine Lamby, Cornelia Partmann, Isabel Gathof

Jahrzehnte nach Kriegsende finden derzeit die wahrscheinlich letzten Gerichtsverfahren wegen NS-Verbrechen statt. Wie kam es dazu, dass ehemalige SS-Wachleute nun als Greise vor dem Jugendgericht stehen, die bis dahin weitestgehend von Polizei und Justiz unbehelligt leben konnten? Lange konnte die deutsche Justiz nicht der historischen Tatsache gerecht werden, daß der systematische Massenmord in Konzentrationslagern nicht durch einzelne, wenige Täter, sondern nur durch die Unterstützung von tausenden Mittätern begangen werden konnte. Es galt der sogenannte Einzeltatnachweis, der insbesondere durch Zeugenaussagen der KZ-Überlebenden erbracht werden mußte. Dabei war der juristische Grundstein für einen Paradigmenwechsel längst durch den Generalstaatsanwalt Fritz Bauer gelegt, der im historischen Frankfurter Auschwitz Prozeß 1963 zum ersten Mal Angeklagte für Beihilfe zum Mord vor ein deutsches Gericht brachte. Doch schon damals kam es, trotz umfassender Erkenntnisse zum industrialisierten Massenmord, nicht zu einer Prozeßflut – im Gegenteil: die Strafverfolgung von NS-Verbrechern nahm sogar ab. Rund 60 Jahre später findet Fritz Bauers Erbe nun Anwendung.
Der Dokumentarfilm FRITZ BAUERS ERBE – GERECHTIGKEIT VERJÄHRT NICHT zeigt anhand der jüngsten NS-Prozesse zum „KZ Stutthof“ in Münster (2018/2019) und Hamburg (2020), wie sich Fritz Bauers Ansatz als neues Prinzip der Rechtsauffassung in Deutschland etablieren konnte. Mit bewegenden und aufrüttelnden Zeitzeugenberichten von Überlebenden, die in den Prozessen als Nebenklägerinnen auftreten, entfaltet der Film nicht nur eine faszinierende Geschichte darüber, wie die Gerechtigkeit ihren Weg in die deutschen Gerichte fand, sondern veranschaulicht auch die wegbereitende Bedeutung der heutigen Urteile als Mahnung für die Zukunft.
Vorführ-Termine:
Berlin, 23.02
Bochum, ab 09.02
Dresden, 12.02-14.02
Düsseldorf, 11.02, 12.02
Frankfurt, 19.02.23
Gera, 16.02
Hamburg, ab 09.02
Hannover, 18.02, 19.02, 25.02, 26.02
Hillesheim, ab 09.02
Karlsruhe, 12.02, 28.02
Kassel, 12.02
Ketsch, 16.03
Kiel, ab 09.02
Köln, ab 09.02
Lübeck, ab 09.02
Mannheim, 15.02
Marburg, 11.02, 12.02
München, 12.02, 01.03
Münster, 18.02, 22.02
Nürnberg, ab 09.02
Oldenburg, 12.02, 13.02
Pforzheim, 22.02
Speyer, 14.02
Stuttgart, 12.02
Quickborn, 09.03, 12.03
Insights from the Practice of European Holocaust Education and Exhibitions
Online Event – 7th February 2023, 3-5pm (CET) – Link zu MuRem
How can the Holocaust be exhibited and educated alongside other historical and contemporary human rights and discrimination topics? What are the similarities in the challenges and approaches in different European contexts, and how do they differ? These are the questions we will discuss based on practical experiences from our European network at the online event. Representatives of Holocaust Education institutions in Poland, France, Belgium and Norway will give insights into their practical experiences with multiperspectivity. In dialogue with Hubert Strouk (Mémorial de la Shoah), Katarzyna Kulińska (POLIN museum) will explain, how the Holocaust Education at POLIN museum touches the contemporary refugee situation. Isabelle Diependaele (Kazerne Dossin) will address the question of multiperspectivity from the exhibition perspective in dialogue with Elise Grimsrud Christensen (Norwegian Center for Holocaust and Minority Studies). They will talk about their experiences in educational offers around special exhibitions on human rights and discrimination alongside main exhibitions on the Holocaust. We then present and launch a European survey on multiperspectivity in Holocaust education. The goal of the survey is to gain an insight into different approaches to addressing the various current challenges of Holocaust remembrance and education in Europe.
The survey is also supposed to give a better idea of what multiperspectivity could mean in different contexts and whether and how this approach is implemented. The event is part of the project „Multi-Perspective Holocaust Remembrance in Contemporary Europe“ (short: MuRem), coordinated by the Berlin-based NGO Minor. The goal is to build a network and strengthen multiperspectivity and interdisciplinarity in European Holocaust Education by taking into account the diversity of memory cultures and their consequences for the present.
Please find the full program attached and online, and register here.Sally Perel z״l starb mit 97 Jahren in Israel
1925 in der niedersächsischen Stadt Peine geboren, starb er am 3. Februar in Tel Aviv.
Würdigungen (Auswahl): Deutsche Welle – Tagesspiegel

Auswahl aus den vielen Ausgaben seiner (auch verfilmten) Erinnerungen …