15. November 1988

Der Tag der Unabhängigkeitserklärung durch den Palästinensischen Nationalrat in Tunis

138 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen haben den Staat bislang anerkannt…, seit November 2012 besitzt Palästina den Status eines Beobachterstaates bei den VN, seit 2011 ist es Vollmitglied der UNESCO.

Nicht nur die fortdauernde Besatzung macht aus diesem Tag keinen fröhlichen Tag, auch die politische Verfaßtheit der Palästinensischen Autonomie(behörde) steht vor allergrößten Herausforderungen.

Zu einem zentralen Politikfeld, der Sicherheitspolitik, hier der Hinweis auf einen sehr kritischer Beitrag aus dem palästinensischen Policy Network al Shabaka von Dr. Alaa Tartir:

The Palestinian Security Sector: Entrenching State Repression

Erziehung zu Frieden und Mitgefühl

Judith Poppe, Korrespondentin der Tageszeitung taz für Israel und die palästinensischen Gebiete, schreibt auf Qantara über die Hope Flowers School und deren Direktor Ibrahim Issa

Sag nicht, man:frau hätte es nicht wissen können

Spannende und hilfreiche Material- und Dokumentationsplattform
[Auch mit Verlinkungen zu deutschsprachigen Beiträgen]

https://i0.wp.com/newfascismsyllabus.com/wp-content/uploads/2017/09/logo.png

The #NewFascismSyllabus is a crowd-sourced collection of writings on the history of fascist, authoritarian, and populist movements and governments during the 20th and 21st centuries. It is intended to serve as a popular entryway into the scholarly literature for those seeking deeper insights into how past societies gravitated towards and experienced varieties of right-wing authoritarianism.

The goal is to provide comparative perspectives on how everyday people, as well as cultural authorities and civil institutions, coped with and in some cases resisted these changes. Rather than equating the history of fascism, authoritarianism, and populism across time, space, and place, the project’s primary objective is to showcase movements and popular struggles from a variety of contexts, and to highlight scholarly insights into current socio-political trends.

Das Institut in Riga. Die Geschichte eines NS-Arztes und seiner „Forschung“

Mittwoch, 24. November 2021, 20.00 Uhr im Buchhändlerkeller Berlin und live auf Youtube

Uta von Arnim liest aus ihrem Buch – Einführung: Nina Krause (Verlag Nagel & Kimche), Moderation: Dorothee Nolte

Uta von Arnim zeichnet das scharfkantige Bild eines NS-Arztes und seiner Familie, eines Arztes, der der Großvater der Autorin war. Aus der Spurensuche einer Enkelin, die auch selbst Ärztin ist, entsteht eine eindringliche Darstellung, ein Ausschnitt aus der Brutalität des nationalsozialistischen Regimes.

Herbert Bernsdorff leitet von 1941-1944 das Gesundheitswesen der besetzten baltischen Staaten und sorgt dafür, daß im gesamten Baltikum Gesundheitspolitik im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie umgesetzt wurde. Im Kleistenhof, dem Gutshaus seiner Ehefrau Edda am Stadtrand von Riga, gründet er das „Forschungsinstitut“.

Deutsche Wissenschaftler und Laborantinnen arbeiten daran, Impfstoff gegen Fleckfieber herzustellen. Juden aus dem Rigaer Ghetto dienen als „Versuchskaninchen“. Zweimal täglich müssen sie mit ihrem Blut Tausende infizierte Läuse zu „füttern“, die ihnen in kleinen, unten offenen Schachteln für dreißig Minuten auf die Haut gebunden werden.

Aus Gesprächen und Interviews mit Familienmitgliedern, Photos, Archivrecherchen in Berlin und Riga, Zeitzeugenberichten und dem Studium historischer Fachliteratur werden die Geschehnisse rund um das Forschungsinstitut rekonstruiert. Zwischen die Schilderung der historischen Ereignisse setzt die Autorin subjektive Miniaturen.

Analoge Teilnahme nur mit bestätigter Anmeldung über ticket@buchhaendlerkeller-berlin.de es gilt die 2G-Regel (geimpft oder genesen).

Kostenlose Livestream-Übertragung über: https://youtu.be/e1NNjUZO6K8Bei der Teilnahme an der Übertragung bittet der Veranstalter um eine Spende auf das Konto BUCHHÄNDLERKELLER BERLIN E.V. IBAN DE63 1001 0010 0183 9411 00

Rolf Verleger (1951-2021) z”l

Am Montag, 8. November ist Rolf Verleger in Lübeck gestorben. Kind zweier Shoa-Überlebender war sein Leben als deutscher Jude geprägt vom Streben nach Gerechtigkeit und Versöhnung. Sein Engagement in der »Jüdischen Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost« war in ihrer Namensgebung programmatischer Ausdruck seines Wirkens. Sei sein Andenken gesegnet.

Börsenblatt des Deutschen Buchhandels | Junge Welt (Nachruf von Norman Paech)

Nachgang zum 9. November

Den Dingen den Namen geben

In seinem Beitrag „Don’t call it Kristallnacht“ zeigt der Historiker Adam J. Sacks, warum dieser von der Nazi-Propaganda geprägte Begriff für diesen ersten koordinierten antisemitischen Gewaltakt dem Ereignis nicht gerecht wird.

Vielmehr fügt sich die Bedrohung und Zerstörung von Leib und Leben der deutschen Juden, so zeigt Sacks, in die Reihe gezielter Kriegs- und Eroberungsvorbereitungen der Nazis und kulminierte schließlich in der Vernichtung der Juden Europas. 

The Wiener Holocaust Library – London

European Fascist Movements, 1918-1941

Ein spannendes Projekt, das auch manche Rückschlüsse auf aktuelle Entwicklungen zuläßt….

‘European Fascist Movements, 1918-1941’ is an AHRC-funded project that consolidates recent innovations in the study of right-wing extremism. It brings together an international team of specialists on fascist movements in interwar Europe to produce a collection of key resources for the teaching and research of fascist movements.

Ausstellungsankündigung der Wiener Holocaust Library | Ausstellungsseite

Schlaglicht Israel – FES Medienspiegel

Die Friedrich Eberst Stiftung (Israel-Büro) hat den neuen Medienspiegel „Schlaglicht Israel“ veröffentlicht. Darin werden Schwerpunktthemen israelischer Politik in israelischen Tageszeitungen präsentiert. 

In der aktuellen Ausgabe für die Zeit vom 16. bis 31. Oktober 2021 geht es unter anderem um die Entscheidung Minister Gantz', sechs palästinensische NGO zu 'Terrororganisationen' zu erklären.

Auch – und nicht nur auch – ihre Stimme hören

Die Auseinandersetzung um Nemi El-Hassan

In einem langen Beitrag, der in Englisch auch auf der Seite des US-amerikanischen Forward zugänglich ist, äußert sich die deutsch-palästinensische Journalistin nun selbst [- und auch dieser Beitrag wird direkt wieder zum Anlaß „wütender“ Polemiken].

„Die Reaktion des WDR zeigt exemplarisch, dass es schlecht steht um die vielfach gerühmte Debattenkultur in diesem Land. Was ich dabei vermisse, ist Ehrlichkeit.“ – so El-Hassan.

Nicht nur dieser Fall zeigt, wieweit unser Weg in Deutschland noch ist, die unterschiedlichen Narrative aller, die dieses Land ausmachen, zu hören, zu würdigen und einen Weg zu finden diese Pluralität auszuhalten und dabei weiter zu versuchen, unserer geschichtlichen Verantwortung gerecht zu bleiben – diese Aufgabe war nie einfach, aber sie darf nicht in Frage stehen.

Von Jerusalem nach München…

Erinnerungen, Einschätzungen, Hoffnungen zur Geschichte, Gegenwart und Zukunft Israels und Palästinas

Judith Bernstein und Adrian Paukstat im Gespräch mit dem Dialoggruppen-Mitbegründer Fuad Hamdan und Dr. Jochim Varchmin

Veranstaltung im Rahmen der Münchner Friedenswochen | Montag, 15. November 2021 von 19:00 bis 22:00 Uhr

Neuer Raum:
Liberales Zentrum, Bichlerstr. 72 – ehemaliger Kiosk am stadteinwärts führenden Gleis. Die S7 braucht von München-Hbf. ca. 20 Minuten bis nach Solln. Abfahrt alle 20 Minuten z.B. 17:53, 18:13, 18:33 usw.

Saal der Münchner Aidshilfe, Rückgebäude, Lindwurmstraße 71.
U3 / U6 Goetheplatz – für die Veranstaltung gelten die 3G-Regel

Judith Bernstein und Adrian Paukstat von der Jüdisch-Palästinensischen Dialoggruppe berichten an diesem Abend über ihre persönlichen Erfahrungen und politischen Einschätzungen zur Situation in Israel und Palästina, sowie den Stand der politischen Kämpfe für Frieden und Gleichheit sowohl in Deutschland als auch vor Ort. – Im Rahmen eines öffentlichen Interviews werden dabei sowohl politische als auch persönlich-biographische Themen angeschnitten.

Judith Bernstein ist als Tochter von Überlebenden der Shoah in Jerusalem geboren und aufgewachsen und später nach Deutschland emigriert. Seit vielen Jahren setzt sie sich für Frieden zwischen Palästina und Israel ein.
Adrian Paukstat ist deutscher Politikwissenschaftler, hat in Jerusalem gelebt, gearbeitet und geforscht und war dort in lokalen Friedensinitiativen aktiv.
Dr. Joachim Varchim ist ebenfalls Mitglied der Jüdisch-Palästinensischen Dialoggruppe München.
Fuad Hamdan, geboren im Flüchtlingslager Qualandia, gründete 1985 die Jüdisch-Palästinensische Dialoggruppe.