The Sickening Triumphalism

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Ein trotziger, wütender und zugleich sehr trauriger Text aus einem traurigem Anlaß von : „The Sickening Triumphalism of Trolls Who Are Glad ‘Tel Aviv Lefties’ Got Killed“.

I still believe that at some point in some future, the Palestinians will have a state, because statehood isn’t a prize that we, the Jews, get to bestow on the Palestinians if we think they are good boys and girls. The Palestinians will have a state because political and collective self-determination are inalienable rights.

And they will have a state because it is the best solution for us, too. Israelis and Palestinians are two national collectives who covet each other’s space and do not want to share our communities. Therefore, we have to negotiate and find ways to divide the space without violating our respective national values. Quite clearly, that means that we must separate into politically workable, economically viable and socially feasible states.

But right now, I feel, above all, terribly sad. In the end, when the rage, the hurt, the political expediency, the misguided zealotry and the vicious incitement all subside, we, Israelis and Palestinians, will have to swallow hard, start over and continue to try to learn to live here, separately and together.

Der vollständige Artikel ist auf den Seiten von forward.com nachzulesen.

Jerusalem – an diesem Sonntag (5. Juni)

Auf der einen Seite feiern Menschen, und auf der anderen Seite… da lohnt es, noch einmal in den kürzlich veröffentlichten Text der Stiftung Wissenschaft und Politik (Berlin) zu werfen:

Schlussfolgerungen
(aus: SWP aktuell 27 | April 2016)

Die Zweistaatenregelung des Konflikts ist der zentrale Bezugspunkt internationaler Politik. Deutsche und europäische Politik sollte dem Schwinden ihrer Realisierungschancen und der Verfestigung einer Einstaatenrealität aktiv entgegenwirken – und damit der Festschreibung der Unrechtssituation, die unter der nunmehr seit fast 50 Jahren andauernden Besatzung herrscht.
In diesem Sinne ist es hilfreich, alternative Regelungsoptionen zu diskutieren und auszuloten, inwiefern ihre kreativen Elemente dazu beitragen könnten, Hindernisse der
Konfliktregelung zu überwinden. Dabei ist das Hauptproblem nicht die Substanz einer Zweistaatenregelung, sondern der Mangel an politischem Willen, eine wie auch immer im Detail geartete Regelung durchzusetzen.

Im Vordergrund müsste daher die Frage stehen, wie der notwendige politische Wille bei den Konfliktparteien mobilisiert werden kann, statt lediglich mantragleich auf eine Zweistaatenregelung zu verweisen. Aktuelle Ansätze wie die Idee einer internationalen Nahostkonferenz, für die Frankreich derzeit wirbt, oder ein Bericht mit Empfehlungen zur Konfliktregelung, den das Nahostquartett vorlegen will, dürften in dieser Hinsicht
erste, aber nicht ausreichende Schritte sein, um die Kosten-Nutzen-Kalküle der politischen Eliten zu verändern. Dazu sind vielmehr konkrete und verbindliche Maßnahmen notwendig:

* die Vorgabe von Parametern für eine Verhandlungsregelung durch den Sicherheitsrat,
* eine robuste Vermittlung,
* die Bereitschaft, die Umsetzung eines Abkommens durch substantielle  Sicherheitsgarantien und -präsenz zu begleiten, aber auch das
* Ausbuchstabieren konkreter Sanktionen im Falle von Nichtkooperation.

(Muriel Asseburg, Jan Busse)

Die „verräterischen“ Söhne Israels

Viele Nachrichten aus Israel und Palästina wären vor Jahren noch undenkbar gewesen. Wohin treibt die Politik, was kommt noch alles?

Die vor elf Jahren gegründete NGO „Breaking the Silence“ hat anonyme Aussagen von Veteranen der israelischen Armee gesammelt, in denen Übergriffe gegen Palästinenser dokumentiert sind. Jetzt steht die Organisation unter Druck. Darüber sprach Ylenia Gostoli mit Yehuda Shaul, einem Mitgründer der NGO.

Die israelische Veteranen-Organisation „Breaking the Silence“ soll gerichtlich gezwungen werden, die Identität ihrer Zeugen bekanntzugeben. Eine entsprechende Anordnung beantragte im letzten Februar die israelische Regierung beim Bezirksgericht Petah Tikwa. Anfang Mai hatte die Organisation unter dem Titel „Wie wir 2014 in Gaza gekämpft haben“ anonym Zeugenaussagen von mehr als 60 Offizieren und Soldaten zur Kampfoperation „Protective Edge“ im Gazastreifen im Sommer 2014 veröffentlicht. Der israelischen Armee wurden darin unter anderem systematische Verletzung des Kriegsrechts, das Deklarieren von Wohngebieten zu Kampfzonen und unethisches Verhalten vorgeworfen.

Weiterlesen in der deutschsprachigen Ausgabe von qantara.

Das englischsprachige Video mit Avner Gvaryahu von Breaking the Silence findet sich unten:

Former Israeli paratrooper Avner Gvaryahu, now an activist with Breaking The Silence explains to Green Left Weekly’s Peter Boyle how 850 former Israeli soldiers have given testimony about the gross injustices against the Palestinian people they have witnessed and made to participate in as part of Israel’s military occupation of the West Bank and Gaza. He was visiting Australia to promote the book „Our Harsh Logic.

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=RYXdoipaqnY (GreenLeftTV)

Naomi Chazan: The opportunity in Israel’s political crisis

Die politischen Verhältnisse in Israel lassen einen oft sprachlos zurück. Der nächste Ministerrücktritt – wohin treibt das politische System Israels, was wird aus dem Staat? Naomi Chazan fragt in ihrem Blog-Beitrag für die Times of Israel, ob die Krise nicht auch eine Chance bedeuten könnte.

The emerging shape of the revamped coalition has sent shock-waves throughout the Israeli political system, with reactions ranging from alarm to fury and from surprise to outright despair.

Benjamin Netanyahu’s latest political move may be yet another step in the rapid deterioration of the Israeli polity or, to the contrary, the beginning of a turning point that will halt its dive into a dark abyss. Much depends on how the ever-growing circle of concerned citizens spanning large portions of the political spectrum responds and acts in the coming days and months. The choice is theirs: they can fall into despondency and do nothing, or, alternatively, they can come together and commence the long route towards Israeli democratic revival. Opting for an exit strategy (either physical or mental) means giving up on Israel’s future; raising a common voice for a decent society and making a concerted effort to ensure its realization offers hope for significant change down the road.

Der ganze Artikel in der Times of Israel hier.

Von Naomi Chazan ist eine immer noch lesenswerte Rede bei AphorismA im Rahmen der Kleinen Texte erhältlich: http://aphorisma.de/catalog/freundschaft-mit-israel-p-7671.html

Vorstand neu gewählt

Auf der 39. Jahreshauptversammlung des diAK am 30. April 2016 in Berlin ist für die kommenden zwei Jahre der neue Vorstand mit Rainer Zimmer-Winkel an der Spitze, Bernd Asbach als seinem Stellvertreter sowie mit Dr. Steffen Hagemann, Dr. Angelika Timm, Marianne Zepp und Dr. Ulrich Luig als Beisitzer gewählt worden.

Die neuen Leitlinien werden demnächst vorgestellt.

Die neue Ausgabe von israel & palästina (01/2016): Jerusalems ‚Holy Basin‘

Die neue Ausgabe von israel & palästina widmet sich der Zukunft von Jerusalems ‚Heiliger Esplanade‘ (auch als ‚Holy Basin‘ bekannt) und das Plateau der südöstlichen Ecke der Altstadt beschreibt, das unter anderem den Tempelberg / Haram asch-Scharif umfaßt. Die International Crisis Group unternimmt in ihrer Analyse den Versuch, den ‚Holy Basin‘ als Ausgangspunkt vieler geschichtlicher, religiöser und staatlicher Konflikte in seinen unterschiedlichen Facetten und Deutungsperspektiven zu umreißen und Optionen für ein gewaltminimierendes Reglement an dieser ‚heiligen Stätte‘ anzubieten.

http://aphorisma.de/catalog/israel-palaestina-2016-i-p-9781.html

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Das Kalenderblatt im Mai: Sadaka Reut – Arab Jewish Youth Partnership

Die Ausgabe IV | 2015 von israel & palästina – Zeitschrift für Dialog ist zum neuen Jahr als Kalender erschienen. Jeden Monat stellen wir dazu das neue Kalenderblatt vor.

Sadaka-Reut ist als bi-nationale NGO seit über dreißig Jahren aktiv und konzentriert sich auf die Jugendarbeit. Die Organisation betreibt bi-nationale Bildungsarbeit mit dem Ziel, Rassismus zu bekämpfen und die jungen Teilnhemer_innen in den Möglichkeiten des sozialen und politischen Aktivismus zu schulen. Sie verstanstaltet Workshops, Freiwilligenarbeit, Leadership-Programme und Begegnungsprogramme.

Kontakt: http://www.reutsadaka.org / info@reutsadaka.org; Shivtey Israel 35 P.O.B. 8523, Jaffa, 610841, Israel; Tel./Fax: +972 3 5182336

Spenden: Israel Discount Bank, Branch 026, Jerusalem Blvd. 15, Tel Aviv-Jaffa 68022

No. 1223641, IBAN: IL190110260000001223641 / SWIFT: IDBLILITi&p_4-2015_Kalender.indd

Reuven Moskovitz in Deutschland

Reuven Moskovitz, langjähriger Friedensaktivist und Kämpfer für Gerechtigkeit im Nahen Osten, kommt im April und Mai auf Lesereise nach Deutschland. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht der Veranstaltungsorte. Für nähere Informationen bitten wir um eine kurze Meldung.

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11.4., 20 Uhr: Ahlfeld | 12.4., 20 Uhr: Gosslar | 13.4.: Einbeck-Bentierode (Friedenswerkstatt Bentierode, Bentieröder Ring 7) | 14.4., 19 Uhr: Berlin (Ökumenisches Zentrum, Wilmersdorfer Straße 163) | 15.4., 19 Uhr: Berlin (Café Emmaus, Lausitzer Platz 8a) | 18.4., 19.30 Uhr: Celle (Martin-Luther-Kirche) | 19.4., 19.30: Bielefeld (Bodelschwinghkirche) | 20.4., 17 Uhr: Bielefeld (Im Kapellenbrink) | 21.4.: Bielefeld | 22.4.: Weimar | 23.4., 17 Uhr: Weimar | 24.4., 12.30 Uhr: Weimar (Belvederer Allee 32) | 25.4., 19.30 Uhr: Viersen | 26.4., 19.30 Uhr: Tönis-Vorst | 27.4., 19.30 Uhr: Mühlheim/Ruhr | 28.4., 19.30 Uhr: Bad Honnef (Evangelisches Gemeindehaus, Königswinter-Dollendorf) | 1.5., 10 Uhr: Oldenburg (Lambertikirche)  | 2.5., 19.30 Uhr: Oldenburg (Lambertikirche) | 3.5., 19 Uhr: Berlin (Gemeindehaus Schuchardtweg 5)

Foto: privat

 

europa.israel.palästina: Neu Denken! Einladung zur diAK-Tagung, 29.4.-1.5.2016

Eine Tagung der Europäischen Akademie Berlin in Kooperation mit dem diAK e.V.

Freitag, 29. April 2016 – Sonntag, 1. Mai 2016

Tagungsleitung: Andrea Despot (EAB) / Rainer Zimmer-Winkel (diAK)

Anmeldungen werden noch kurzfristig auf den Seiten der EAB angenommen.

Das vollständige und überarbeitete Programm findet sich als PDF hier oder folgt untenstehend:

Freitag, 29. April 2016

Bis 17:30 Uhr: Anreise + Registrierung

18:00 – 19.00 Uhr: Get-together und Snack

19:00– 19.15 Uhr: Begrüßung: ANDREA DESPOT, Europäische Akademie Berlin, RAINER ZIMMER-WINKEL, Deutsch-Israelischer Arbeitskreis für Frieden im Nahen Osten (diAK)
19:15 – 21.30 Uhr: War alles umsonst? Ein Blick zurück nach vorne:
Zur Zukunft der Beziehungen Europa | Israel-Palästina

Impulsvortrag: PROF. DR. MOSHE ZUCKERMANN, Tel Aviv
Samstag, 30. April 2016

Ab 08:00 Uhr: Frühstück

09:00-10.00 Uhr: Europa-Perspektiven auf den Nahen Osten: Politik, Potenziale und Probleme
Panel (in englischer Sprache):
DR. SABINE HOFMANN, Freie Universität Berlin; RACHELA TONTA, Polnische Akademie der Wissenschaften, Warschau; RENÉ WILDANGEL, Eh. Büroleiter, Heinrich Böll Stiftung, Ramallah; Moderation: DR. ANDREA DESPOT, Stellvertretende Akademieleiterin, Europäische Akademie Berlin

10:00 – 10.15 Uhr: Kaffeepause

10:15 – 11.30 Uhr: Vom Entweder-Oder zum Sowohl-als-auch: Leben zwischen Arabern und Israelis (in englischer Sprache). Moderiertes Gespräch: ORNA AKAD, Tel Aviv, Schriftstellerin, Theaterregisseurin; Moderation: RAINER ZIMMER-WINKEL

11:30 – 13.00 Uhr: Europa, Palästina und Israel – neu denken, aber wie? Moderiertes Gespräch: JAWAD SIYAM, Direktor, Silwan Community Center, Ost-Jerusalem; Moderation: DR. ANGELIKA TIMM

13:00 – 14.00 Uhr: Mittagessen

15:00 – 18:00 Uhr: Potenziale des Dialogs: Markt der Möglichkeiten Initiativen, ehemalige Freiwillige, Aktionsbeispiele, Skype-Schaltung in die Region RAINER ZIMMER-WINKEL

18:00 – 19.00 Uhr: Abendessen

 20:00 Uhr: Autorinnenlesung (anschließendes Gespräch in englischer Sprache): ORNA AKAD, Tel Aviv, liest aus ihrem Roman „Wadi Milech“

 Außerhalb der Förderung der bpb:

 19:00 Uhr: Mitgliederversammlung des diAK

 

Sonntag, 1. Mai 2016

Ab 08:00 Uhr: Frühstück

09:00 -10.00 Uhr: Reflexionsrunde: Wie nahe ist uns der Nahe Osten (noch)? Impuls: RAINER ZIMMER-WINKEL

10:00-11.00 Uhr: Arbeits- und Diskussionsgruppen

11:00 – 11.15 Uhr: Kaffeepause

11:15-13.15Uhr: Eine europäische Agenda für den Nahen Osten? – Inhalte, Instrumente und Initiativen: Abschlussrunde

13:15-14.15 Uhr: Mittagsimbiss

Danach: Ende der Tagung

 

 

Fear and Loathing in Tel Aviv and Jerusalem

Eine lesenswerte Stimme: Hillel Schenker, Mitherausgeber des Palestine-Israel Journal.
Dear Friends,
 
This has been a very difficult week, though the Friday morning headlines don’t show it. Sometimes I think it’s best to simply bear witness to what is happening from my unique perspective of dividing my week between East Jerusalem and Tel Aviv, while making some observations and recommendations.  That’s what I did in the following article that I published last night at The Times of Israel. One additional recommendation that I have, in the spirit of the Black Lives Matter movement in the States, is that we create a sticker saying Israeli and Palestinian Lives Matter for all who support a two-state solution.
Hoping for a quiet weekend,                                                                
                                                                                                 Hillel