Peace Now und Ir Amim rufen im Vorfeld der Anhörung zur weiteren Planung und Ausbau des Siedlungsprojektes am 18. OKtober 2021 zum Protest auf.

Ausführliche Information findent sich unter anderem hier.
Peace Now und Ir Amim rufen im Vorfeld der Anhörung zur weiteren Planung und Ausbau des Siedlungsprojektes am 18. OKtober 2021 zum Protest auf.

Ausführliche Information findent sich unter anderem hier.
Neu entdeckte Luftaufnahmen der deutschen Luftwaffe
Joseph Croitoru schreibt auf der Online-Plattform Qantara über neu entdeckte Luftaufnahmen der deutschen Luftwaffe, die belegen, daß sich die Militärführung im Zweiten Weltkrieg weit mehr für das von den Briten kontrollierte Palästina interessierte, als bislang bekannt war.

Alexander Estis schreibt im Neuen Deutschland über den Anspruch darüber zu entscheiden, wer Jude/Jüdin ist – deutsche Befindlichkeits- und Projektionsdebatten hören offensichtlich so schnell nicht auf.
Der Streit um den Bundestagsbeschluß zu BDS erreicht wieder einmal die Gerichte
Vor dem Berliner Verwaltungsgericht ist eine Gruppe von Palästina-Aktivist:innen mit ihrer Klage gegen den Deutschen Bundestag in der ersten Instanz gescheitert. Da das Gericht die Berufung zum Oberverwaltungsgericht zugelassen hat, und die Klagenden bereits angekündigt haben, auch zum Bundesverfassungsgericht und zum Europäischen Menschengerichtshof in Straßburg zu ziehen, ist ein langer Rechtsweg zu erwarten. Am Ende dürfte es zu einer Grundsatzentscheidung kommen, die die verfassungsrechtlichen Fragen des Falles vielleicht besser klären kann. Die politische Debatte kann aber der Rechtsweg nicht ersetzen.
Ein Film von Daniel Cohn-Bendit und Niko Apel in der ARD-Mediathek
„Ich bin Jude. Was bedeutet das?“, fragt sich Daniel Cohn-Bendit in diesem begegnungsreichen Film. Er bricht auf nach Israel und beginnt eine persönliche Suche nach seinem eigenen Judentum. Die Menschen und Orte, denen er auf seiner Reise begegnet, könnten unterschiedlicher kaum sein, und doch kreist die Diskussion immer um die zentrale Frage dieses Films: Was ist „Jüdische Identität“?
Auf seiner Reise wird er – immer wieder von Neuem – auf sein Verhältnis zum eigenen Judentum zurückgeworfen und gezwungen, es zu überprüfen. Cohn-Bendit diskutiert mit liberalen und ultrafrommen Juden, mit einer Siedlerin in der Westbank, einem Palästinenser in Ost-Jerusalem und sogar mit einem besatzungskritischen Ex-Geheimdienstchef, der zugibt: Wäre er ein Palästinenser, würde er zu den Waffen greifen.“
Und ausführlicher Artikel dazu auf der Website des Süddeutschen Zeitung von Nils Minkmar.
Der Wochenzeitung „Das Parlament“ lag in dieser Woche eine besonders gelungene Ausgabe der Beilage: Aus Politik und Zeitgeschichte (apuz) bei.
Unter dem Titel Geschichte und Erinnerung sind acht sehr lesenswerte Beiträge (Autor:innen: Mirjam Wenzel, Susan Neiman, Jonas Kreienbaum, Johanna Blokker, [Iman Attia, Olga Gerstenberger, Diane Izabiliza, Ozan Zakariya Keskinkılıç, Iris Rajanayagam, Isidora Randjelović], Cord Arendes, Astrid Erll und [Martin Bauch, Hans-Rudolf Bork, Adam Izdebski) versammelt, die auch online zugänglich sind.
„Instrumentalisieren deutsche Eliten den Holocaust, um andere historische Verbrechen auszublenden? Die mit Schärfe geführte Debatte darüber, welchen Platz die deutschen Kolonialverbrechen in der Erinnerungskultur einnehmen sollen, rührt aus einer älteren Forschungsdebatte und aus dem Sichtbarmachen kolonialer Spuren im öffentlichen Raum.
Wie können wir mit diesen Erblasten, etwa mit Denkmälern, Raubgut oder Rassismus, gesellschaftlich und politisch umgehen? Fragen der kollektiven Verarbeitung und der Erinnerungskultur stellen sich nicht nur bei historischen Verbrechen, sondern auch mit Blick auf (Natur-)Katastrophen, etwa bei Pandemien und Extremwetterereignissen, bei denen die Grenzen zwischen (Mit-)Verursacherinnen und Opfern verschwimmen.“
Online: Musik und Poesie der arabischen Halbinsel und Levante – Dienstag, 12. Oktober 2021
Teilnehmende:
Drin. Ines Weinrich – Arabistin, Musikethnologin, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Ramy Al-Asheq –Lyriker, Journalist, Kurator
Sean Prieske – Musikwissenschaftler, Moderator
Wie hängen Gesang und Musik, Poesie und Literatur miteinander zusammen? Wie beeinflußten beduinische Poesie, religiöse Rezitation, Theater aber auch zeitgenössische Poesie und Performance-Formate musikalische Praktiken? Diesen Fragen geht Moderator Sean Prieske in der zweiten Ausgabe von al musiqa auf den Grund. Mit Blick auf die arabische Halbinsel und die Levante wird die wechselseitige Beziehung von Musik und Poesie aufgezeigt. Als Gäste diskutieren die Arabistin und Musikethnologin Drin. Ines Weinrich sowie der vielfach ausgezeichnete Lyriker, Journalist und Kurator Ramy Al-Asheq.
Die Veranstaltungsreihe al musiqa wendet sich an Musiklehrer:innen, Schüler:innen und alle, die sich für Musik interessieren. Mehr Informationen zu dieser Veranstaltung und der Vortragsreihe finden Sie in der Einladung.
Die Online-Veranstaltung ist kostenlos und findet mit der Software „Zoom“ statt. Die Teilnehmer:innenzahl ist begrenzt. Die veranstaltendende DAFG bittet um Online-Registrierung bis zum 12. Oktober 2021 unter https://tinyurl.com/8wx78h7a.
Nicht nur zusammen denken – auch zusammen schmecken … Orientalische Gaumenfreunden

„Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen.“
Diese Rezeptsammlung möchte einen Einblick in die authentische ‚orientalische‘ Küche geben. Langjährige ICO (Initiative christlicher Orient) Projektpartner:innen aus Syrien, Libanon, Irak, Palästina/Israel, Türkei und Jordanien haben ihre besten Rezepte verraten.
Auch wenn sich die orientalische Küche über viele Länder erstreckt und dementsprechende Unterschiede aufweist, so hat diese immer eines gemeinsam: Orientalischkochen bedeutet, mit Leidenschaft zu kochen. Hier verbinden sich warme Gewürze und Aromen und gehen eine satte und vollmundige Harmonie ein.
Preis: 15,00 € + VK – Entweder unter www.christlicher-orient.at oder über bestellung@apohorisma.eu
17 Frauen, 17 Schicksale
Eine Wanderausstellung vom 7. bis 30. Oktober 2021 an der SRH Hochschule Heidelberg gibt Einblick in das Leben der Frauen in der Nazizeit.
Die Ausstellung „Jüdische Juristinnen und Juristinnen jüdischer Herkunft“, die vom 7. bis 30. Oktober im Foyer der SRH Hochschule Heidelberg (Ludwig-Guttmann-Str. 6) zu sehen ist, porträtiert die Geschichte von Frauen, die von den Nationalsozialisten verfolgt und an ihrer juristischen Berufstätigkeit wurden. Sie kämpften um das Recht, um ihre Ausbildung und ihren Beruf, doch verloren alles. Die Wanderausstellung macht ihre Geschichte unvergessen und erinnert auch die Studierenden – nicht nur in den juristischen Fächern – an den Wert von Rechten. Die Ausstellung wird am 7. Oktober um 19 Uhr eröffnet (3G!). .
„Insbesondere in den Rechtswissenschaften, deren Herz die Gerechtigkeit und Gleichheit aller Menschen vor dem Gesetz bildet, ist die Geschichte der jüdischen Frauen so bewegend“, sagt Prof. Dr. Julia Gokel, Studiendekanin an der Fakultät für Sozial- und Rechtswissenschaften an der SRH Hochschule Heidelberg. „Wir sind sehr dankbar, diese Ausstellung zeigen zu können. Die Auseinandersetzung mit der Geschichte ist für unsere Studierenden sehr wichtig, denn sie vermittelt eine unglaubliche Leidenschaft, mit der diese Frauen für ihr Fach und ihren Beruf kämpften – eine Leidenschaft, mit der sie auch heute noch andere Menschen anstecken können.“
Erst zwischen 1900 und 1909 war es möglich, dass Frauen an allen deutschen Universitäten studierten. Juristinnen jedoch war der Abschluss noch verwehrt. Endlich, nach dem Ersten Weltkrieg und der Revolution 1918 erhielten Frauen die grundsätzliche Gleichberechtigung, und 1922 schließlich das Recht, juristische Berufe auszuüben. Der Anteil jüdischer Frauen unter diesen ersten Juristinnen war hoch, sie machten 16 Prozent unter den Jurastudentinnen und schließlich 25 Prozent unter den Anwältinnen in Deutschland aus. Mit Hitlers Machtergreifung endete dieses hart erkämpfte Recht abrupt: Berufsverbote, Exil, Ermordungen prägten die Geschichte der jüdischen Juristinnen, und doch kamen viele der Geflüchteten nach 1945 zurück nach Deutschland.
Weitere Informationen unter Zum Programm der Ausstellungseröffnung