An diesem Shawout / Pfingsten ein Hinweis auf einen Beitrag von Rabbi Arik Ascherm auf dem Blog: Field Notes from Palestine

An diesem Shawout / Pfingsten ein Hinweis auf einen Beitrag von Rabbi Arik Ascherm auf dem Blog: Field Notes from Palestine

Michael Sappir in der Berliner Zeitung über seine Erfahrungen als ‚kritischer, linker Israeli‘ in Deutschland, aus Anlaß einer Veranstaltung auf dem Stuttgarter Katholikentag, aber auch weit darüber hinaus, was es heißt zu erleben, wie der deutsche Diskurs wieder einmal definiert, was ‚gut‘, was ‚jüdisch‘ und was ‚gut jüdisch‘ ist…
Aus dem Beitrag: “ … In der Konsequenz wird erwartet, dass wir still bleiben, während Menschen, die die israelische Realität nur aus der Ferne oder höchstens noch als Touristen kennen, realitätsfremd und idealisierend das dortige System schönreden. Und sich dafür einsetzen, dass es weiterhin die volle Unterstützung der Bundesrepublik genießt….“
Joint Action – Changed Lives – Combatants for Peace

Aus dem aktuellen Mailing der CfP:
Dear Friends,
Recently we have been discussing the consequences of turning a blind eye. What happens when society turns a blind eye to injustice? When a police force ignores crimes committed in front of them? When an army officer determines who is worthy and who isn’t. Or when a government simply disregards the rights of an entire community. Well, we are facing that reality in Area C, and witnessing first hand the spread of violence, loss of land, and erosion of human rights.
As a grassroots movement, we are on the ground in places other individuals and even other NGOs can’t reach. We have been out in force to work alongside vulnerable communities to enforce their rights, defend their sources of water, and resist the occupation in all of its harmful forms. …
Aus der Arbeit des Exzellenzcluster „Religion und Politik“ an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster/W.
Die islamische Theologin Dina El Omari legt erste umfassende feministische Koranexegese vor – „Koran ist ein Text seiner Zeit“ – Patriarchalisch geprägte Verse im historischen Kontext beleuchten – Gleichwertige statt hierarchische Schöpfung des ersten Menschenpaares – „Paradiesfrauen im Jenseits sind gleichgestellte Partnerinnen“
Der Koran zeigt nach neuen wissenschaftlichen Einschätzungen ein weit gleichberechtigteres Bild von Frauen und Männern, als traditionelle Auslegungen nahelegen. „Manche Koranverse können losgelöst von ihrem historischen Kontext frauenabwertend wirken. Die traditionelle Exegese zeigt oftmals ein solches ahistorisches Verständnis und rechtfertigt damit bis heute patriarchale Strukturen“, sagt die islamische Theologin Prof. Dr. Dina El Omari vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Uni Münster. „Eine feministische Auslegung hingegen liest den Koran im Kontext seiner Zeit und führt so zu einem zeitgemäßen Textverständnis und Frauenbild.“ Ein Beispiel sei die Schöpfungsgeschichte: „Gott erschafft das erste Menschenpaar zeitgleich, nicht den Mann vor der Frau. Auch sind die Frauen im Paradies als gleichwertige Partnerinnen zu verstehen, nicht, wie in traditioneller Auslegung, als passive Gespielinnen“, führt die Forscherin aus. Sie hat kürzlich im Herder-Verlag die erste umfassende feministische Koranexegese veröffentlicht. Die Habilitationsschrift heißt „Koranische Geschlechterrollen in Schöpfung und Eschatologie“.
„Traditionelle Strömungen legen den Koran häufig als direktes und zeitloses Wort Gottes aus, weshalb die Schrift nur wortwörtlich ausgelegt wurde“, so El Omari. „Von einem Wort Gottes geht auch die feministische Exegese aus, sie sieht den Koran aber im Kontext der arabischen Spätantike und deren patriarchalen Gesellschaftsstrukturen.“ Sie ziehe auch spätantike Texte hinzu, die sich teils im Koran widerspiegeln. „In diesem Licht lassen sich frauenabwertende Auslegungen, nach denen der Mann der Frau seit der Schöpfung überlegen sei, nicht halten.“ Vielmehr ließen sich in dieser Lesart Koranverse über die Gleichwertigkeit von Mann und Frau herausstellen, die viele konservative Strömungen lange ausgeblendet hätten. „Zweifellos ist die Sprache vieler Verse männlich geprägt. Eine geschlechtergerechte Exegese blendet dies nicht aus, sondern analysiert die historischen und literarischen Hintergründe, vor denen solche patriarchalen Färbungen entstanden. Dann zeigt sich: Islam und Feminismus sind vereinbar“, betont Dina El Omari. „Die eigentliche Textbotschaft ist aus dem patriarchalen Rahmen zu lösen, damit die göttliche Gerechtigkeit erkennbar und in der Auslegung fortgedacht wird.“
Feministische Koranexegese als Reaktion auf Islamismus
Die feministische Koranexegese kam in den 1970er Jahren als Reaktion auf islamistische Strömungen wie die der Muslimbruderschaft auf. Diese reduzieren Frauen auf die Rollen der Mutter und Ehefrau und beschneiden etwa ihr Recht auf Bildung, wie aktuell die Taliban in Afghanistan. „In der international weit verbreiteten wörtlichen Auslegung gelten traditionelle patriarchale Lesarten ungeprüft als Autoritäten. Solche Strömungen sperren sich gegen ein Textverständnis aus heutigen Lebenswelten“, sagt El Omari im Themenjahr „Tradition(en)“ am Exzellenzcluster, das den Wandel von Traditionen beleuchtet, sowie im Forschungspodcast.
Paradiesfrauen: Erst sittsam und schön, dann gleichwertige Partnerinnen
Die ersten Frauen im Koran, die bereits in den früh entstandenen Versen auftauchen, sind neben der Erschaffung der beiden Geschlechter nach den Worten von Dina El Omari die Paradiesfrauen. „Hier werden sie als schön, sittsam und weitgehend passiv beschrieben. In später entstandenen Versen sind sie hingegen gleichwertige Partnerinnen.“ So werde die Gleichwertigkeit im Koran, dessen Überlieferung an den Propheten Mohammed nach islamischem Glauben 23 Jahre dauerte, schrittweise eingeführt: „Dabei bleibt unklar, ob die Frau dem Mann im Jenseits Gesellschaft leistet oder umgekehrt. Von sexueller Verfügbarkeit ist, anders als es traditionelle Lesarten nahelegen, nicht die Rede.“
Den Wandel erklärt die Wissenschaftlerin aus dem historischen Kontext, der sich ebenfalls veränderte: „Die Ansprache von Männern zu Beginn der Überlieferung ergibt sich aus den patriarchalen Strukturen im Umfeld Mohammeds. Frauen waren anfangs sehr wahrscheinlich keine direkten Adressatinnen“, so die Forscherin. Doch in späteren Versen entfalte sich das Prinzip der Gleichwertigkeit im Motiv der Geselligkeit: „Zum Beispiel wird in der Eschatologie die Botschaft der Belohnung eines gottgefälligen Lebens nach dem Tod so vermittelt, dass die Frau den Mann im Jenseits erwartet.“ Hier werde ein bekanntes Motiv der arabischen Dichtung verkehrt, in der der verlassene Mann um seine Frau trauert. „Die Aussicht auf Gemeinschaft und gleichwertige Partnerschaft ist vor diesem Hintergrund eine schlüssige Belohnung.“
Durch Harmonie geprägte kosmische Ordnung
Die Schöpfungsgeschichte und die Eschatologie, die Fragen nach dem Jenseits behandelt, sind als elementare Themen des Koran seit jeher im Fokus der Auslegung und auch für Geschlechterfragen zentral, wie die Forscherin ausführt. „Den Vers ‚Wir haben euch aus einem Wesen erschaffen und aus ihm einen Partner‘ (4:1) deutet die traditionelle Exegese oftmals als Erschaffung von Eva aus Adam, die dem Mann daher unterlegen sei.“ Die sprachliche Analyse der insgesamt 15 Verse zur Schöpfung aber zeige: „Gott hat den Menschen und sein Partnerwesen (arab. zawǧ, grammatikalisch männlich) zeitgleich aus einem einzigen Wesen (arab. nafs, grammatikalisch weiblich) geschaffen.“ Schon der Exeget Razi (1149–1209) weise darauf hin, dass der Vers nicht „aus ihm“ meint, sondern „von der gleichen Art“, erläutert Dina El Omari. Mann und Frau seien damit gleichberechtigte Partner in der Schöpfung.
„Dass die ersten Menschen im Koran gleichzeitig entstehen und die geschlechtliche Zuordnung sprachlich unklar bleibt, zeigt das im Koran immer wiederkehrende göttliche Prinzip der Symmetrie“, erläutert die Theologin. Diese durch Harmonie geprägte kosmische Ordnung spiegle sich auch in der Geschlechtergerechtigkeit wider. „Der Koran greift hier spätantike Vorstellungen einer hierarchielosen Schöpfung auf, die auch in jüdischen Schriften vorkommt.“
Literaturhinweis:
El Omari, Dina: Koranische Geschlechterrollen in Schöpfung und Eschatologie. Versuch einer historisch-literaturwissenschaftlichen Korankommentierung. Freiburg/B. (Herder) 2021 – Die islamische Theologie im Aufbruch Bd. 2
Weitere Informationen: Podcast-Folge Dina El Omari
Quelle: idw – Informationsdienst Wissenschaft
Instagram: Soviel zur Spannung von Freiheit der Meinungsäußerung und dem Schutz vor Haß und anderem…

Es gibt auch andere Nachrichten... there is a place for you and me …
Link to all platforms: https://nanadisc.lnk.to/Hayati

Yael Deckelbaum: Today I am doing an act of love, and releasing “Hayati”, with a video clip that was filmed along the wall of Bethlehem.
It is clear to me as day light that this creation needs to be released.
I feel a great privilege to strengthen the voice that sees the other side, and makes room to grieve this reality as it is now, and still holds the faith that things can change through the power of love and healing.
I have been collaborating with Meera Eilabuni for many years now, and I appreciate our friendship deeply.
During the making of this video we met Razan Munayer, who is an amazing woman, and hosted us with great generosity.
I heard true stories from real people, and I cried allot.
To this I add a blessing that the walls of fear will melt within us, and that we will learn to live in peace.
Inside me I already feel that another wall has melted.
Thank you to all the amazing people that took part in this creation, credits in the first comment
Alexandra Senfft schreibt in der Haaretz über einen neuen Film mit Interviews mit den letzten noch lebenden Nazis …
Unrepentant Nazis, in Their Own Words
The sense of urgency is palpable. The old Nazis are dying‘: How aBritish film-maker launched a decade-long project to interview the last Nazi eyewitnesses to the Holocaust, and why Germany refused to fund him

Ende April gab es schon einen Beitrag von Alexandra Senfft zum Film in der Berliner Zeitung, allerdings hinter der Bezahlschranke.
Die Berliner Zeitung hat zur Debatte um den Tod der palästinensisch-US-amerikanischen Journalistin Shireen Abu Akleh einen lesenswerten Beitrag des Tel Aviver Wissenschaftlers Gal Hertz veröffentlicht:
„Wer hat Shireen Abu Akleh erschossen? Aus der forensischen Perspektive werden wir es womöglich nie erfahren. Aber wenn wir über die politischen Bedingungen nachzudenken und wie sie einen Raum der Gewalt formen, können wir eine Antwort finden. Shireen ist nicht das erste und wird leider auch nicht das letzte Opfer eines Konflikts sein, der so lange nicht gelöst werden kann, wie unsere politische Vorstellungskraft auf Ballistik beschränkt ist.“
– Gerade an einem Tag wie heute, der in Jerusalem Macht statt Respekt, Emotion statt Vernunft auf den Straßen sieht, nachdenkenswerte Worte.
BILDER VON PALÄSTINA – Ein Workshop mit Irit Neidhardt
Autorin, Kuratorin und Referentin
Ein Ibn Rushd Workshop – Anmeldung
Samstag 4. Juni 2022 von 10.00-17.00 Uhr in den
Interkulturanstalten, Ulmenallee 35, Berlin-Westend
Von Palästina haben alle ein Bild, sei es photographisch, filmisch, politisch, religiös oder eine ganz private Erinnerung. Bilder aus oder über Palästina sprechen viele Menschen emotional an. Wenn Palästina bei privaten oder gesellschaftlichen Zusammenkünften zur Sprache kommt, verlaufen Debatten meist hitziger als Gespräche über andere Länder.
Woher rührt der enge Bezug und was hat er mit den Bildern zu tun, die uns umgeben?
Anhand von Bildern, die hauptsächlich vor der Nakba, der Vertreibung und Flucht der Palästinenerser:innen 1948, entstanden sind, geht es in dem Workshop um die Frage, wer Palästina wann und zu welchem Zweck dargestellt hat. Es geht um christlich- religiöse Photographie ebenso wie um britisch-koloniale und zionistische Bilder sowie palästinensische Alltags- und Pressephotographie

Neue US-amerikanische Umfrage zeigt interessante Veränderungen in der Einstellung zu Israel und Palästina, hier der Bericht in der Haaretz und in der Times of Israel.