Die letzten gehen …

Auschwitz-Überlebender Mordechai Papirblat gestorben

Er überlebte rund 900 Tage im Vernichtungslager Auschwitz und erzählte später Schülerinnen und Schülern von seinen Erlebnissen.

In der Nacht auf den 27. Dezember 2022 ist Mordechai Papirblat im Alter von 99 Jahren verstorben.

Eine Würdigung auf „seiner“ Seite und auf spiegel.de.

Kurzbiographie

„Der 1923 geborene Mordechai Papirblat wurde als 17-jähriger ins KZ Auschwitz eingeliefert, zuvor war er aus dem Warschauer Ghetto geflohen. Vor dem Krieg hatte er sich viel handwerkliches Geschick durch Arbeiten, aber auch durch Beobachten angeeignet. Auch sprachlich war er sehr begabt und lernte mehrere Sprachen zu verstehen und sich darin zu verständigen. Beides kam ihm auch im Lager immer wieder zugute, so daß er bedrohlichen Situationen immer wieder entgehen konnte. Mit Humor und eisernem Willen trotzte er Willkür und Hunger. Im Januar 1945 konnte er vom Todesmarsch fliehen, und kehrte durch Schnee und Kälte in seine Heimatstadt heim. Aber von der einst großen Familie war nur er allein übrig geblieben. 1946 wanderte Mordechai Papirblat nach Palästina aus. Im Unabhängigkeitskrieg wurde er schwer verletzt, doch gleichzeitig fand er durch dieses Unglück einen kleinen Rest seiner Familie wieder.“ ….

Rund war der Ball damals auch, aber…

Über die Aufarbeitung ihrer Nazi-Vergangenheit beim 1. FC Nürnberg

Ein Bericht auf Tagessschau.de von Anja Bühling (BR).

Noch bis zum Abend des 26. Dezember

dauert in diesem Jahr das Gedenken an die Wiedereinweihung des zweiten Tempels in Jerusalem im Jahr 3597 jüdischer Zeitrechnung (164 vor Christus) … gestern Abend wurde das letzte Licht entzündet …

Christtagsbotschaft 2022 – Die Zweite

Bevor die Welt wieder zur „Normalität“ zurückkehrt – und wir mit ihr … hier die gemeinsame Botschaft der Oberhäupter aller (anerkannten) Kirchen des Heiligen Landes, in der sich die Freude über wieder kommende Pilgerinnen und Pilger mischt mit der Sorge um die Hoffnungs- und Perspektivlosigkeit der Jugend…

Ein Gang nach Bethlehem

P. David Neuhaus SJ, Jerusalem, begleitet uns in die „Stadt Davids“(Lk 2,11) und erschließt die alte Geschichte aufs Neue:

„Für Gott ist kein Ding unmöglich …“

Nicht die Augen verschließen

Und nicht den falschen Propheten folgen …

Im Podcast Weltzeit von Deutschlandfunk Kultur widmet sich Judith Poppe einem ungewöhnlichen, unbeliebten und sehr widerstänigen Thema, das nichtsdestotrotz oder gerade deswegen viel mehr Beachtung erfahren muß, auch wenn in Zeiten wie diesen es wenig aussichtsreich erscheint, die Regierungen dafür zu gewinnen:

Palästina: Das Tabuthema Holocaust

Bücher über die Shoa gibt in Palästina kaum. Wer über ihn informieren möchte, gilt schnell als einer, der die israelische Besatzung normalisiert, und muß sich auf Todesdrohungen einstellen. Einige Intellektuelle versuchen es trotzdem.

Unter anderem geht es um die Arbeit von Mohammed Dajani, der nicht zuletzt durch seine Reise mit palästinensischen Studierenden nach Auschiwtz bekannt wurde und um seine Arbeit mit und in der Nichtregierungsorganisation Wasatia.

(c) Photo: R.Zimmer-Winkel 2022

oder um den Filmemacher Mohammed Alatar, der 2022 auch mit seinen Arbeiten und Ideen auf Deutschlandreise war; von ihm stammen die Filme The Iron Wall, Jerusalem – the East Side Story, Broken und über Michel Sabbah, eh. Lat. Patriarch von Jerusalem.

Hier kann das das Audio von DLF Kulturheruntergeladen werd en.

Mehrheit – wofür?

Der Spagat – für die einen, Quadratur des Kreises den anderen -, ob Israel ein jüdischer Staat, ein demokratischer Staat oder ein jüdisch-demokratischer Staat sei, bewegt das Land seit Anbeginn. Die neue Regierung des Jahres 2023 und die sie tragende parlamentarische Mehrheit kann – und wird? – das Land umbauen.

Ein Gastbeitrag im Tagespiegel von Suzie Navot, Professorin für Verfassungsrecht und Vizepräsidentin des Israel Democracy Institute, zu diesem Thema, das uns in den nächsten Monaten sicher noch oft beschäftigen wird.

Ausriß Tagesspiegel

Auch nach 75 Jahren

… gibt es keinen „Schlußstrich“ – und darf es auch nicht geben

Die Justiz ist kein Instrument der Rache, und zugleich bleibt doch immer eine Kluft zwischen Recht(sprechung) und Gerechtigkeit. Auch die helfenden Hände, die „nur“ am Schreibtisch saßen, blieben nicht sauber.

Vielleicht kann sich die heute Verurteilte entschliessen, ihre „Bewährung“ zu einer Reflexion zu nutzen, an der auch die Gesellschaft teilhaben könnte…?

https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-1130227.html

Eine ehemalige Sekretärin im NS-Konzentrationslager Stutthof (in der von Danzig) ist am 20. Dezember 2022 vom Landgericht Itzehoe wegen Beihilfe zum Mord in mehr als 10.500 Fällen schuldig gesprochen worden: Zwei Jahre auf Bewährung, nach Jugendstrafrecht für die damals 18 bzw 19jähhrige Täterin.

Christtagsbotschaft 2022

Heute gibt es den Text des lutherischen Bischofs in Jerusalem, Sani-Ibrahim Azar, den in Deutschland ja einige kennen, weil er unterem anderem im Jerusalemsverein aktiv ist und auch in Deutschland studiert hat.

israel & palästina 3-2022

Das Heft 3 wurde heute – zusammen mit dem Kalender 2023 (Heft 4-2022) – verschickt…