Judenhaß im Rap und seine Wechselwirkung mit der Gesellschaft

Online-Vortrag organisiert vom Forum Junger Erwachsener im Deutschen Koordinierungsrat – lädt ein zum Vortrag mit Musiker Ben Salomo am Montag, 25. Januar 2021 um 19.00 Uhr.

Anmeldung zum Online-Vortrag: Mit einem Klick auf folgenden Link melden Sie sich zum Vortrag an.

Musik-Antisemitismus-Dialog: Judenhaß im Rap und seine Wechselwirkung mit der Gesellschaft

Ben Salomo gehört zu den bekannten und zugleich außergewöhnlichsten Vertretern des Deutsch-Rap. Denn der in Israel geborene Musiker ist bekennender Jude und verarbeitet seine jüdische Identität offensiv in seinen Texten – eine Ausnahme in der deutschen Hip-Hop-Szene, die immer wieder durch gewaltverherrlichende, homophobe und frauenverachtende Aussagen auffällt und zuletzt bei der Verleihung des ‚Echo 2018‘ für einen handfesten Skandal sorgte. Mit seinem klaren Bekenntnis zum Judentum tritt Ben Salomo nicht nur antisemitischen Tendenzen im Deutschrap entgegen, sondern macht auch auf den wachsenden Antisemitismus in der Gesellschaft aufmerksam.

Noch einmal: Zur Rolle der Religion im Konflikt

Online Gespräch am 28. Januar 2021Registrierung erforderlich

Tehila Friedman (MK) und Ofer Zalzberg diskutieren die Erfahrungen aus Israel, die im politischen Spektrum mit verfaßter Religion (und ihren politischen Armen) gemacht wurden/werden – ein sicher spannendes Gespräch.

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cfp – Sacred Spaces in Motion / Heilige Räume in Bewegung

RES

Das Institute of Ecumenical Research im rumänischen Sibiu (Hermannstadt) plant eine Ausgabe seiner Zeitschrift Review on Ecumenical Studies über den Wandel der Konzepte „Heiliger Orte“ – eine Frage, die in Ost und West, in „‚Orient“ und „Okzident“ aktuell sehr unterschiedliche Entwicklungen nimmt. Hier der „Call for papers“, Beiträge werden auch in deutscher Sprache angenommen.

Our contemporary world witnesses contrasting approaches to sacred spaces. While in some regions (especially in Western Europe) there is a decrease in the interest for religious buildings as places for worship due to the decline of the number of practicing believers, and they are sometimes reused as public institutions, hotels or restaurants, in other regions one can testify for a revival of an intense attention to religious architecture. This is manifested either through the large-scale construction of national churches (e.g., Church of Saint Sava, Belgrade; People’s Salvation Cathedral, Bucharest), the reconversion of former museums into places of worship (e.g., Chora or Hagia Sophia Museums), or shifts in their religious status (e.g., recent transformation of churches into mosques, as with the former Lutheran Church of Capernaum in Hamburg, Germany or the former church of Santa Maria Valverde in Venice).

These contradictory tendencies and dynamics in understanding the role of sacred buildings highlights the exploitation of sacred spaces as areas for the affirmation of religious identity and negotiation of power resorts. Buildings concentrate different values, expectations, and social projections of a religious community, and most times the physical place itself where the building is consecrated bears an importance of its own (e.g., Al-Aqsa Mosque, Dome of the Rock and proposed third Temple of Solomon in Jerusalem, Great Mosque of Mecca). The highly controversial call for a third Temple of Solomon exemplifies just how important the exact geography for worshiping God may be. But when different denominations request the same place (e.g., Temple Mount/Noble Sanctuary of Jerusalem), or the same building (e.g., the Hagia Sophia) neither immediate nor long-lasting solutions are easily found.

This unique and topical issue of RES aims to bring together papers that deal with (but will be not be limited to) questions such as:

How do sacred buildings reflect the interferences of the political with the religious?

What are the legal and theological bases for the (re)conversion of churches into mosques and of mosques into churches?

To what extent and what foreseeable consequences building, decommissioning, repurposing, or converting religious spaces represent a form of domination and exclusion?

Can one envision sacred spaces as communion places for different confessions or religions?

Can historical sacred buildings become ecumenical edifices, in which different confessions and religions could worship under the same roof?

We are also looking for contributions that discuss the complex significance that religious edifices bear in the architectural language of sacred spaces, from architects, archaeologists, art historians, historians of religions, theologians, philosophers or political scientists. Contributions are welcome on the confessional, ethical, political and aesthetical importance of historical sacred spaces in Abrahamic religions, such as the Hagia Sophia and historic Asia Minor, those in Jerusalem and the Holy Land, the Tigris-Euphrates Basin region and the wider Middle East, as well as from the Balkans.

Deadline: May 1, 2021 – Email: res@ecum.ro.

Contributions will be published in English or German and are to follow RES editorial guidelines:

Antisemitismus und Shoah – Zwischen Historisierung und Gegenwartsbezug

Vortrag und Gespräch zum 79. Jahrestag der Wannsee-Konferenz | Januar 2021

Einführung: Prof. Dr. Michael Wildt, Humboldt Universität, Beiratsvorsitzender der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz: „Volksgemeinschaft und Antisemitismus“

Deborah Hartmann im Gespräch mit Michael Wildt, Marina Chernivsky und Eva Gruberová.

Die Veranstaltung wird am 20. Januar 2021, 19:00 Uhr (MEZ) als Livestream in Deutsch mit simultaner Übersetzung ins Englische und in deutsche Gebärdensprache stattfinden. Über die Chat-Funktion können Fragen an die Teilnehmer*innen gestellt werden. Anmeldung bis zum 19. Januar 2021 per Mail: veranstaltungen[at]ghwk.de.

Wahlen, die Vierte: Episode 4

Vier Wochen noch, bis die Wahllisten für die Wahlen zur nächsten Knesset eingereicht werden müssen – und das Feld sortiert sich weiter.

Aufbau einer jüdisch-arabischen israelischen Partei / A Jewish-Arab Israeli Political Party in the Making?

Ob es eine Zukunft für eine gemeinsame jüdisch-arabische Partei gibt, geht zwar in der Bedeutung weit über die kommende Knessetwahl hinaus, spielt aber auch aktuell schon ein Rolle. Der New Israel Fund weist dazu auf eine Initiative seiner Partner-Organisation J-Link hin, zu der auch weitere sechs Coordinating committee organizations gehören: The Jewish Democratic Initiative (South Africa), J-Amlat (Latin America), J-Call (Europe), JSpaceCanada (Canada), Ameinu (USA) and The Policy Working Group (Israel).

Sinntag, 17. Januar 2021, 13:00 EST/ 19:00 CET on Zoom.

Zur Registrierung für den Zugang geht es hier.

A Jewish-Arab Israeli Political Party in

Wahlen, die Vierte: Episode 3

Vier Wochen noch, bis die Wahllisten für die Wahlen zur nächsten Knesset eingereicht werden müssen – und das Feld sortiert sich weiter.

Die Frage des Verhätnisses von Religion und Politik, die Frage eines / des religiösen Zionismus‘ hat zum Zerbrechen einer Allianz zwischen (Verteidigungsminister) Naftali Bennet, früher Jüdisches Heim, heute Vorsitzender von Hajamin HeChadasch – Jamina [„Die Neue Rechte“] und Bezalel Joel Smotrich, Vorsitzender der rechts-religiösen Partei Tkuma, geführt. Smotrich will nun allein bei den nächsten Wahlen antreten, für ihn könne es keine Zukunft für eine Kooperation mit Yair Lapid, Huldai oder Avigdor Liberman geben, wie der Siedler-Sender Arutz7 und die Times of Israel berichten.

Gedenkkultur: Neue Veröffentlichung der FES in Israel

Erinnerungskultur und Gedenkansätze in israelischen Museen und Gedenkstätten der Shoah

In der neuen Studie des Büros der Friedrich Ebert Stiftung in Israel stellt Juliette Maresté die Geschichte, die Bildungsansätze und den Kontext der israelischen Erinnerungskultur anhand von vier Museen / Institutionen dar. Gleichzeitig wird die Frage der Wege der Vermittlung von Geschichte in Verbindung zum Gedenken aufgeworfen sowie die politische Bedeutung der Shoah in der israelischen Gesellschaft geprüft. Die Veränderungen der israelischen Erinnerungskultur lassen sich an den Museen gut beobachten und geben auch Aufschluß über die Entwicklung der israelischen Gesellschaft in den vergangenen Jahrzehnten.

Hier der Link zum PDF.

Rückkehr an die Taufstelle Jesu

Der Kalender der Lateinischen Kirche feiert am heutigen Sonntag, 10. Januar das Fest der Taufe des Herrn durch Johannes den Täufer am Jordan. 2021 ist dieses Fest auch verbunden mit der Rückkehr der Franziskaner in ihr Kloster am Jordan, daß seit dem 1967er Krieg militärisches Sperrgebiet und (durch vielen Mienen gesichert) unzugänglich war. Am heutigen Tag durften zumindest ein paar erste, sozusagen symbolische Pandemie-Vertreter(innen) wieder pilgernd an den Ort zurück, wo der Custos, Francesco Patton ofm, mit dem neu-alten Konvent den liturgischen Feiern vorstand. Auf das bald wieder mehr kommen können…

Ein ausführlicher Bericht bei Radio Vatikan.

Schützt die ‚Mauer‘ auch vor Covid?

Während sich Israel in einer Mischung von Lockdown und Impfweltmeister zum Musterknaben der Pandemiebekämpung entwickelt, zeigt die Mauer einmal mehr, daß sie sie nicht nur ein Instrument der Herrschaft ist, sondern auch eine Grenzziehung zwischen der „ersten“ und der „dritten“ Welt, zwischen arm und reich ist: Wer kann sich die Impfung(en) leisten, wer hat Zugang zum Impfstoff. Palästinenser und Palästinenserinnen ziehen dabei offensichtlich wieder einmal den Kürzeren.

Hier ein ausführlicher Bericht aus dem britischen Guardian zum Thema und ein Gespräch mit Mustafa Marghouti (Palestinian Medical Relief Society) über die Situation in Palästina.

Wahlen, die Vierte: Episode 2

Fünf Wochen noch, bis die Wahllisten für die Wahlen zur nächsten Knesset eingereicht werden müssen – und das Feld sortiert sich. Die Partei des amtierenden stellv. Ministerpräsidenten Gantz muß gar um den Wiedereinzug fürchten und das Anti-Netanyahu-Lager entwickelt sich, Labour (Avoda) ist einer Fußnote der Geschichte geworden.

Hier ein aktuelle Momentaufnahme einer Umfrage von Channel 12.