Weltwoche für Frieden in Palästina und Israel

Für die Weltwoche für Frieden in Palästina und Israel vom 16. bis 22. September 2024 hat der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) neue Materialien veröffentlicht. In dieser Woche findet am 21. September auch der Weltfriedenstag der Vereinten Nationen statt, der zum 25. Mal begangen wird.

Rabbi Michael Lerner (11. Februar 1943 – 28. August 2024) z“l

Nachruf im Forward: How Rabbi Michael Lerner merged spirituality and social justice and influenced a generation of progressives (Jay Michaelson)

Nachruf bei Tikkun / zur Person / Erinnerungen

The urgent need to conclude the present war, to turn from the pursuit of death and destruction towards the promotion of life and peace

The Patriarchs and Heads of the Churches in Jerusalem have issued a statement, released on 26 August 2024

The statement says:

Millions of refugees remain displaced, their homes inaccessible, destroyed, or beyond repair. Hundreds of innocents are weekly killed or severely wounded by indiscriminate attacks. Countless others continue to endure hunger, thirst, and infectious disease. Among these are those languishing in captivity on all sides, who additionally face the risk of ill-treatment from their captors. Still others, far from the battlefields, have suffered unchecked attacks against their villages, pastures, and farmlands.

Throughout this all, ceasefire negotiations have dragged on interminably, with the leaders of the warring parties seemingly more concerned with political considerations than bringing an end to the pursuit of death and destruction. These repeated delays, coupled with other provocative acts, have only served to heighten tensions to the point where we stand at the precipice of a full-blown regional war.

In view of these alarming developments, We, the Patriarchs and Heads of the Churches in Jerusalem, once again implore the leaders of the warring parties to heed our calls and those of the international community (UNSC Resolution 2735) to reach a rapid agreement for a ceasefire resulting in the end of the war, the release of all captives, the return of the displaced, the treatment of the sick and wounded, the relief of those who hunger and thirst, and the rebuilding of all public and private civilian structures that have been destroyed.

Just as importantly, we call upon the leaders of these peoples, in concert with the international community, to take up without delay diplomatic discussions addressing longstanding grievances between them, leading to concrete steps that promote a just and lasting peace in our region through the adoption of an internationally legitimate two-state solution.

While issuing these calls in the best interests of all who inhabit the region, we express our special concern for those Christian communities under our pastoral charge. These include those taking refuge in Gaza at St. Porphyrios Orthodox Church and Holy Family Catholic Church, as well as the courageous staff of al-Ahli Anglican Hospital and the patients under their care. We pledge to them our continued prayers and support both now and at the conclusion of the war, when we will labor together to rebuild and strengthen the Christian presence in Gaza, as well as throughout the Holy Land.

Finally, we appeal to Christians and all those of goodwill around the world to promote a vision of life and peace throughout our war-torn region, recalling Christ’s words, quoted above: “Blessed are the peacemakers, for they will be called children of God” (Matthew 5:9). During this time of extreme crisis, let us all recommit ourselves towards working and praying together in the hope that, by the grace of the Almighty, we might begin to realize this sacred vision of peace among all God’s children.

Memorial Service and Life Celebration of Marc. H Ellis

27. August 2024 | 17.00 Uhr (Berlin) – 18:00 Uhr Jerusalem

At a time when mourning seems inadequate and celebration seems impossible, let’s connect with people of conscience across the world.

A sacred song by Rabbi Yaacov Abehsira

Aus der musikalischen Tradition der Judentums in Marokko hat der israelische Künster Amit Hai Cohen zusammen mit dem Piyut Ensemble und weiteren Künstler:innen eine beeindruckende Performance geschaffen… [wer ein wenig gedanklich in West-Jerusalem unterwegs ist, wird die Brücke über die Derek Hebron/Tareek al-Khalil in Talpioth, nahe der britischen Pill-Box erkennen, über die hier u.a. getanzt wird…]

An Maria Himmelfahrt aus Jerusalem

9. August 1944

Im KZ Auschwitz-Birkenau wird die Philosophin, Frauenrechtlerin und Karmelitin Edith Stein ermordet. Die zum Katholizismus konvertierte Breslauer Jüdin (* 1891) wird heute auch als Patronin Europas verehrt.

Hier ein Brief des Mainzer Bischofs Peter Kohlgraf, der auch Präsident von Pax Christ Deutschland ist, aus diesem Anlaß und der heute auch in Oświęcim veröffentlicht wird.

Quelle: Unbekannt

Erklärung des Ökumenischen Rates der Kirchen

zur jüngsten Eskalation der Gewalt im Nahen Osten.

Und auch wenn Worte nicht mehr viel Bedeutung haben und besonders wer hört in der Region auf den ÖRK ….: Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) äußert sich tief besorgt über die jüngste Eskalation der Gewalt im Nahen Osten.

Nach dem Angriff auf die Golanhöhen, dem darauf folgenden Vergeltungsschlag der Israelis in Beirut und der Tötung des Hamas-Anführers in Teheran am 30. Juli hat sich die Situation zunehmend verschärft. Diese Angriffe haben den Konflikt nicht nur weiter eskalieren lassen, sondern ebenfalls die Souveränität mehrerer Staaten verletzt.

Der ÖRK ist der festen Überzeugung, daß ein dauerhafter Frieden und Gerechtigkeit in der Region nur auf dem Wege des politischen Dialogs und über Verhandlungen zu erreichen sein werden. Die derzeitige Gewaltspirale führt lediglich zu einer noch stärkeren Bedrohung und zu noch mehr Leid für alle Beteiligten. Wir verlangen die sofortige Einstellung aller militärischen Aktionen und fordern alle Parteien nachdrücklich zu vernünftigen Gesprächen auf, um Frieden und Stabilität wiederherzustellen.

Der Nahe Osten ist eine Region, in der es unbedingt Frieden geben muß. Alle Menschen und besonders diejenigen, die am verletzlichsten sind, verdienen ein Leben in Würde und Sicherheit. Die jungen Menschen in der Region, die für die Zukunft stehen, brauchen Hoffnung und Chancen, damit sie ihr volles Potenzial in einem stabilen, sicheren und prosperierenden Umfeld entfalten können.

Angesichts der jüngsten Ereignisse fordert der ÖRK alle beteiligten Parteien auf, folgende Maßnahmen zu ergreifen:

  1. Beendigung aller Angriffe: Sofortiges Ende aller Formen bewaffneter Aggression und militärischer Operationen.
  2. Achtung menschlichen Lebens: Der Schutz der Zivilbevölkerung muss Priorität haben. Alle Maßnahmen müssen dem humanitären Völkerrecht entsprechen. Es ist auf alle Aktionen zu verzichten, die Tod und Leid für unschuldige Menschen und besonders für Frauen, Kinder und schutzbedürftige Personen zur Folge haben.
  3. Einhaltung internationalen Rechts: Internationales Recht und internationale Übereinkommen sind zu respektieren, um die weitere Souveränitäts- und Menschenrechtsverletzungen zu verhindern. Verstöße gegen dieser Gesetze und Übereinkommen sind zu ahnden.
  4. Beginn eines Dialogs: Politischer Dialog und Verhandlungen sind als wichtigste Wege zur Lösung von Konflikten und zur Beseitigung von Mißständen anzuerkennen.

Wir appellieren an die internationale Gemeinschaft, alle Initiativen für Frieden und Gerechtigkeit in der Region zu unterstützen. Es ist zwingend erforderlich, daß alle Anspruchsgruppen gemeinsam an der Förderung eine Umfeldes arbeiten, in dem die Menschenwürde, Rechte und Gerechtigkeit respektiert werden.

Der ÖRK sieht es weiterhin als seine Pflicht an, sich für Frieden und Versöhnung einzusetzen, und ist zur Unterstützung aller Initiativen bereit, die einen Beitrag zum Erreichen dieses Ziels leisten.

Wir beten dafür, daß alle Feindseligkeiten und alle Gewalt in der Region beendet werden und daß die politischen Führungskräfte und andere Interessengruppen zum Wohle aller betroffenen Menschen ins Gespräch kommen.

Pastor Prof. Dr. Jerry Pillay
Generalsekretär – Ökumenischer Rat der Kirchen 

St. Hilarion von Gaza (* 291 † 21. Oktober 371)

Moses Mendelssohn (1729–1786)

Neuer Podcast (englisch) von Shmuel Feiner in der Reihe Jewish Lives

The “German Socrates,” Moses Mendelssohn (1729–1786) was the most influential Jewish thinker of the 18th and 19th centuries. A Berlin celebrity and a major figure in the Enlightenment, Mendelssohn suffered the indignities common to Jews of his time while formulating the philosophical foundations of a modern Judaism suited for a new age.

Hier das Titelblatt einer seiner Schriften
Jerusalem oder über religiöse Macht und Judentum

(Berlin 1783 / Sammlung Zimmer-Winkel)