Schulbesuch in Al Khadr

Januar 2026: Früh morgens machen wir uns auf den Weg nach Al Khadr. Unsere Aufgabe dort als ökumenische Begleiter:innen: Den Schulweg beobachten und Vorfälle dokumentieren. Denn in Al Khadr nahe Bethlehem gibt es mehrere Schulen, an denen es immer wieder zu Vorfällen mit der israelischen Armee kommt, von einschüchternder Präsenz schwerbewaffneter Soldat:innen bis zum Einsatz von Tränengas und der Verhaftung von Minderjährigen.

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Podcast: Saba-Nur Cheema und Meron Mendel

Die ZEIT: „Sie sind das bekannteste muslimisch-jüdische Ehepaar Deutschlands. Im Podcast sprechen sie über ihre Herkunft und ihren Kampf gegen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit.“

Ein Tag, Ein-Blick

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Was ist heute Faschismus?

Ein Beitrag in der ARD Mediathek aus dem Magazin ttt.

Die Philosophin Eva von Redecker definiert und erklärt den Rechtsruck unserer Gegenwart.

Ein Rechtsruck geht um die Welt – überall gewinnen autoritäre Kräfte an Macht und Einfluss. In der Folge werden Minderheiten ausgegrenzt oder körperlich angegriffen. Aber welche Entwicklungen in der Gesellschaft begünstigen dies? Der Faschismus der Gegenwart ist nicht mit dem der Vergangenheit zu vergleichen, er hat eine neue Gestalt, die nicht leicht zu erkennen und noch schwerer zu erklären ist. Mit „Dieser Drang nach Härte“ hat die Philosophin Eva von Redecker eine Analyse des neuen Faschismus vorgelegt, der hilft, ihn zu entschlüsseln und Strategien der Gegenwehr zu entwickeln.

Screenshot aus ttt - Eva von Redecker

Ehrendoktorat für Leon Weintraub

Leon Weintraub nahm 1946 sein Medizinstudium in Göttingen auf. Zuvor hatte er mehrere Konzentrationslager überlebt. Seitdem setzt sich der Auschwitz-Überlebende für die Menschlichkeit ein. Im März 2026 erhielt er die Ehrendoktorwürde und den Friedenspreis.

NDR-Beitrag – ARD-Mediathek – ARD-Mediathek II

Überleben – und (weiter) leben

Sophie von der Tann für den Weltspiegel:

Ein Jahr nach seiner Freilassung aus der Geiselhaft der Hamas spricht Eli Sharabi aus dem Kibbutz Be’eri erstmals ausführlich über seine 491 Tage als Geisel der Hamas im Gazastreifen.

Bettina Meier, ARD Tel Aviv für die Tagesschau:

491 Tage war Eli Sharabi in Geiselhaft in Gaza – und hat darüber ein Buch geschrieben. Darin schildert der Familienvater, wie er auch in den dunkelsten Stunden durchgehalten hat, um zu überleben.

Hoffen, solange wir leben

Ein Bericht in der ARD Mediathek über Giden Lev, geboren als Peter Wolfgang Löw 1935 in Karlsbad

Gidon Lev ist Holocaustüberlebender – und eine der wohl außergewöhnlichsten Stimmen auf Social Media. Dieser Zeitzeugenbericht erzählt von seinem bewegten Leben. Gidon Lev wächst als einziges Kind seiner jüdischen Eltern im böhmischen Ort Karlsbad auf. Mit dem Münchner Abkommen von 1938 endet Gidons Kindheit …

Telephonführung „Bei Anruf Kultur“

Mehr Informationen | Oft schnell ausgebucht!

Aus der Forschung

The Jacob Robinson Institute for the History of Individual and Collective Rights (The Hebrew University of Jerusalem) and the Azrieli Center for Israel Studies (Ben-Gurion University of the Negev) invite proposals for an international conference on “Moshe Sharett – Leadership, Diplomacy, Legacy: A Reevaluation”. The event will be held at the Mount Scopus campus in (West-)Jerusalem, from Monday, 7 September to Wednesday, 9 September 2026.

Moshe Sharett (1894-1965) was among the foremost leaders of the Yishuv and the early State of Israel. A complex and thought-provoking figure, Sharett served as the country’s first Foreign Minister (1948-1956) and its second Prime Minister (1954-1955). Yet, the founder of Israel’s diplomatic service still remains to be fully leaned and studied. Marking sixty years since his death, this conference aims to bring together an interdisciplinary group of scholars for a renewed critical examination of Sharett’s leadership, diplomacy and legacy. Special attention will be given to the moral realism that characterized the statesmanship he shaped and embodied.

Weitere Informationen / Further information on H/Soz/Kult

Moshe Sharett – Leadership, Diplomacy, Legacy: A Reevaluation (05.01.2026)
https://www.hsozkult.de/event/id/event-159576.

Eva Schloss-Geiringer (1929-2026) z“l

John Mathew Smith & www.celebrity-photos.com from Laurel Maryland, USA | CC BY-SA 2.0

Eva Schloss (* 11. Mai 1929 als Eva Geiringer in Wien; † 3. Januar 2026 in London) war eine Überlebende der Shoa und wurde durch die spätere Ehe ihrer Mutter mit Otto Frank, dem Vater Anne Franks, als deren Stiefschwester benannt.

Eva Schloss wuchs unter dem Namen Eva Geiringer in einer großbürgerlichen, von ihr als glücklich-harmonisch beschriebenen Familie in Wien auf. Ihre Eltern müssen ein aufsehenerregendes Paar gewesen sein, der Vater war ein Energiebündel und Fitnessfanatiker. Die jüdische Religion spielte wie in vielen anderen Familien eine eher untergeordnete Rolle, aber der Sabbat wurde jeden Freitagabend mit dem Anzünden von Kerzen gefeiert. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme entschlossen sich die Eltern, im Süden der Niederlande eine Schuhfabrik aufzubauen; Eva und ihre Mutter flüchteten im Juni 1938. Im ersten Jahr der Flucht ging sie in Brüssel zur Schule, danach in Amsterdam. Anfangs verstand die Neunjährige kein Wort der fremden Sprache. Als die Deutschen im Mai 1940 Belgien und die Niederlande überfielen und die niederländischen Streitkräfte kapitulierten, saß die Familie plötzlich in der Falle. Die Lage wurde immer gefährlicher, Bruder Heinz hätte deportiert werden sollen, weswegen die Familie mithilfe des niederländischen Widerstandes im Sommer 1942 untertauchte. Ihr Bruder und Vater waren von Eva und ihrer Mutter getrennt versteckt. Ab und zu sahen sie sich; Eva Schloss beschreibt, wie sehr sie ihren drei Jahre älteren Bruder auch wegen seiner Feinfühligkeit und Kreativität mochte, er schrieb Gedichte, komponierte und malte Ölbilder. … (Weiterlesen | https://www.auschwitz.at)