Virtuelle Ausstellung

„Leben im Exil“ – so heißt es in der Digitalen Kunsthalle von ZDFkultur. Sie erzählt die bewegenden Geschichten von neun Menschen: von Irma und Hanns W. Lange, Mutter und Sohn; von den Antifaschist*innen Hubertus Prinz und Helga Prinzessin zu Löwenstein; dem Schriftsteller Walter Meckauer und seiner Familie; dem Photographen Eric Schaal und der späteren Bestsellerautorin Stefanie Zweig. Sie alle waren aufgrund ihrer jüdischen Herkunft oder politischen Haltung gezwungen, während der NS-Zeit aus Deutschland zu fliehen.

Anhand ausgesuchter Objekte und Dokumente aus dem Deutschen Exilarchiv 1933–1945 – die sich sozusagen digital ergehen lassen – zeichnet die Ausstellung ihre Lebenswege nach. Die Ausstellung ist ein gemeinschaftlich kuratiertes Projekt zwischen dem Deutschen Exilarchiv und ZDFkultur (-> soviel nur nebenbei zum Inflationsausgleich für die öffentlich-rechtlichen Programme….)

Photo: ZDF Digital, Patrick Pees

Es gibt immer Zeichen der Hoffnung

Eran Aviv wurde wegen seiner Verweigerung erneut zu 20 Tagen Haft verurteilt, aktuelle Informationen auf Refuser.org. Auf Youtube findet sich sein Statement vom Frühjahr: Es sei ihm Kraft gewünscht, seinen eingeschlagenen Weg durchzuhalten!

Freundschaft, jüdisch-palästinensisch …

in diesen Tagen | Eine Geschichte von Dina Kraft (Tel Aviv) im Forward

(Vier Artikelim Monat können frei gelesen werden)

Eichmann im Kalten Krieg

Die deutsch-deutsche Berichterstattung über den Eichmann-Prozeß

Herausgeberinnen: Judith Keilbach und Irmgard Zündorf

Online Booklet: https://absolutondemand.de/booklet/eichmann-im-kalten-krieg/

Der Prozeß gegen Adolf Eichmann, der 1961 in Jerusalem stattfand, gilt als Wende­punkt der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Holocaust. Kaum ein anderes Land berichtete ausführlicher über das Gerichtsverfahren als die BRD. Der NDR hatte zwei Korrespondenten entsandt, die in 36 Sendungen der Reihe Eine Epoche vor Gericht darüber hinaus das Land Israel vorstellten. In der DDR wurde keine eigene Sendung zum Prozeß entwickelt, aber sowohl in der Aktuellen Kamera als auch im Schwarzen Kanal wiederholt berichtet.

Die Thematisierung des Prozesses diente hier primär dazu, auf mögliche frühere NS-Täter in der Bonner Regierung zu verweisen. Das spannend zusammengestellte Material aus TV und Presse offenbart die Zuspitzung des deutsch-deutschen Konflikts und die Rhetorik des Kalten Krieges.

Bearbeiterinnen: Tabea Georges, Linda Graul, Anna Kokenge, Vivien Püschel

DVD mit Begleitbooklet: 14,90 € – 978-3-8488-2016-0 – absolut MEDIEN

Bestellbar auch über : bestellung@aphorisma.eu

Das Online Booklet: https://film.absolutmedien.de/ Eichmann im Kalten Krieg

https://absolutmedien.de/bilddatenbank/isbnbilder/2016/9783848820160.jpg

Arnold Schönberg

Aus der langen und unsäglichen Geschichte des Antisemitismus

Online-Gedenkausstellung: Arnold Schönberg und der Sommerfrischen-Antisemitismus im Salzkammergut

Kurz nach der Machtergreifung Hitlers 1933 wurde Arnold Schönberg seine Professur an der Berliner Musikhochschule aberkannt und er ging wenig später über Paris in die USA ins Exil.

Das mehr als zehn Jahre frühere sogenannte „Mattsee-Ereignis“ während Schönbergs Sommerurlaub im Salzkammergut hatte jedoch weitreichende Folgen für ihn und auch für sein Werk. Das Wiener Arnold Schönberg Center hat die im Juni vor 100 Jahren sich abspielende Begebenheit nun zum Anlaß für eine Online-Ausstellung genommen.

100 Jahre Mattsee-Ereignis
Arnold Schönberg und der Sommerfrischen-Antisemitismus im Salzkammergut
Online-Gedenkausstellung | 2. Juni 2021 – 26. Juli 2021

Über die Dauer der Ausstellung wird täglich ein neues Objekt vorgestellt.

Zur Online-Ausstellung

Der Bericht auf BR-Klassik: https://www.br.de/mediathek/podcast/embed?episode=1828861

Gewalt, Raketen und ein neuer Erzbischof

Eine Momentaufnahme zur Situation in Israel und Palästina, unter diesem Titel hat das evangelische Magazin Zeitzeichen aus Anlaß der Ergreifung des Bischöflichen Stuhls in anglikanischen Diözese von Jerusalem durch den neuen Bischof, des palästinensischen Erzbischof Hosam Elias Naoum, Reflektionen und Gedanken des ehemaligen Propstes in Jerusalem und jetzigen Nahostreferenten der Evangelischen Mission in Solidarität (EMS) und Geschäftsführers des Evangelischen Verein für die Schneller-Schulen, Pfr. Dr. Uwe Gräbe online gestellt.

Deutschland und die EU müssen handeln

Gefährliche Eskalation um Jerusalem

Unter der Rubrik SWP kurz gesagt haben Muriel Asseburg und Peter Lintl ihre Einschätzung zur aktuellen Situation veröffentlicht.

Tom Segev im Webinar nachhören

Tom Segev spricht über David Ben Gurion und dessen Vorstellungen von Zionismus, Politik und Staatsgründung Israels. Im Webinar, das am Center für Israel Studies an der University of California aufgezeichnet wurde, gibt Segev im Gespräch mit dem Israelwissenschaftler Dov Waxmann aufschlußreiche Gedanken aus seinem Buch zur Rolle des ersten Ministerpräsidenten und Ma’arach-Politikers wieder.

Tom Segev: A State At Any Cost. The Life and Legacy of David Ben-Gurion

WEBINAR RECORDING, Younes and Soraya Nazarian Center for Israel Studies, University of California, Los Angeles

Mit Blick auf den 23. Mai…

Möglicherweise öffnet an diesem Tag Israel seine / die Grenzen für Tourist:innen … wer von uns dann reisen kann, werden wir sehen… aber schon mal ein kleiner Ausblick:

Aus den Nachrichten des Holy Land Trust

Holy Land Trust

Neues aus Israel

Ob zu ThyssenKrupp und der U-Boot-Bestechungs“angelegenheit“, zur Situation während des zweiten „Lockdowns“ in Israel oder zur Frage der Beteiligung israelischer Palästinenserinnen und Palästinenser an den Protesten gegen Ministerpräsidenten Netanjahu –  soziale Zustände analytisch hinterfragend, politisch kritisch und gesellschaftlich breit aufgestellt und treffend wie bisher, so ist auch der aktuelle Newsletter des Tel Aviver Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung wieder mehr als lesenswert.

Damit wird auch der neue Leiter des Büros, Markus Bickel eingeführt und vorgestellt:

„Tsafrirs Schreibtisch am Rothschild-Boulevard in Tel Aviv übernimmt mit dieser Ausgabe des Newsletters Markus Bickel. Der Nahe Osten ist mir seit Jahrzehnten vertraut: Als Kind einer Krankenschwester und eines Entwicklungshelfers lebte ich in den 1980er Jahren in Saudi-Arabien, als Journalist zog ich in den 2000er Jahren in den Libanon, von wo ich für Spiegel Online und die Berliner Zeitung unter anderem über den Krieg zwischen Israel und der Hisbollah 2006 berichtete. Und als Nahostkorrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit Sitz in Kairo erlebte ich nach 2011 vor Ort mit, wie die arabischen Regime die revolutionären Aufstandsbewegungen sukzessive niederschlugen – in Ägypten und Syrien ebenso wie in Libyen und dem Jemen. Bevor ich im September für die Rosa-Luxemburg-Stiftung nach Tel Aviv zog, arbeitete ich in Berlin als Chefredakteur des Amnesty Journals, der Zeitschrift für Menschenrechte. Diese zu verteidigen, für gerechtere Verhältnisse, gleiche Aufstiegschancen für alle und Frieden zu streiten, wird auch in Israel Richtschnur meines Handelns bleiben – ich freue mich darauf!“

Zum Schluß sei noch auf die neue Papierpublikation der Stiftung hingewiesen, „Israel – ein Blick von innen heraus“, Band drei, die bei der rls bestellt werden kann.