Weibliche Pionierinnen aus dem alten Ägypten und dem Nahen Osten

Interdiziplinäre Neuerscheinung

Wenn man:frau nach weiblichen Pionierinnen in der Wissenschaft fragt, fallen den meisten Menschen berühmte Physikerinnen wie Lise Meitner und Marie Curie ein. „Aber nur wenige wissen von den Frauen, die eine Schlüsselrolle in der Entwicklung der Wissenschaft aus dem Osten gespielt haben“, sagt Radwa Khalil, Neurowissenschaftlerin an der Jacobs University Bremen und postdoctoral fellow von Professor Ben Godde.

Um zu einer breiteren Wahrnehmung des Themas beizutragen, die vielleicht sogar die heutigen Geschlechterrollen vorantreibt, haben Wissenschaftler:innen der Jacobs University und der australischen Western Sydney University an einem kürzlich erschienenen Buch zusammengearbeitet – über verschiedene Disziplinen und geographische Regionen hinweg.

„Ich wurde von großen weiblichen Vorbildern aus dem Nahen Osten beeinflußt, die mich dazu inspiriert haben, meine Gedanken und Visionen zu bereichern“, sagt Khalil, die in Ägypten geboren wurde. Ihre akademische Karriere führte sie 2011 nach Europa. Seit 2017 forscht sie an der Jacobs University und hat kürzlich ihren PhD mit Auszeichnung erhalten.

„Geschichte spielt in der Gender-Psychologie eine Rolle“, erklärt Khalil. Ihre Forschung belege, daß das Wissen über die historischen Beiträge östlicher Pionierinnen in Wissenschaft, Politik und Kunst die heutigen Geschlechterrollen in den Ländern des Nahen Ostens fördern und junge Frauen mit östlichem Migrationshintergrund, die in westlichen Gesellschaften leben, ermutigen kann. Die Verbreiterung der öffentlichen Wahrnehmung dieser bedeutenden historischen Persönlichkeiten hat daher eine sehr hohe gesellschaftliche Relevanz.

Radwa Khalil, ihr Kollege Professor Ahmed A. Karim, Psychologe und Neurowissenschaftler an der Jacobs University, und Professor Ahmed Moustafa, Experte für kognitive und verhaltenswissenschaftliche Neurowissenschaften an der australischen Western Sydney University, haben daher gemeinsam an einem kürzlich erschienenen Buch mit dem Titel „Female Pioneers from Ancient Egypt and the Middle East. On the Influence of History on Gender Psychology“ gearbeitet.

Das Buch bietet eine detaillierte Auswertung der Geschlechterrollen von Frauen im alten Ägypten und im Nahen Osten und skizziert deren Bedeutung und Einfluß. Es erörtert auch die möglichen psychologischen und sozialen Auswirkungen dieses Wissens auf die heutigen Geschlechterrollen. Die Auswertung erfolgte durch verschiedene Disziplinen, wie Naturwissenschaften, Neurowissenschaften, Psychologie, Soziologie, islamische Theologie, Geschichte und Kunst und bezieht Beiträge aus verschiedenen geographischen Regionen der Welt ein.

Hinweis auf die Originalpublikation.

Auch Bretter, die die Welt bedeuten

Bei den Jerusalem Skater Girls leben jüdische, christliche und muslimische Frauen ihren Sport aus. Nebenbei reißen sie gesellschaftliche Barrieren ein – darüber ein Artikel in der taz von Tobias Grießbach.

Erinnerung ist nicht teilbar, aber mitteilbar

Was ein Baum zu erzählen hat

In der neuen Ausgaben (August 2021) von This Week in Palestine findet sich eine kleiner Essay von Claudette Habesch, die viele Jahre ehremamtliche Präsidentin der Caritas in Jerusalem war. Sie erinnert an ihre Jugend und die ihres verstorbenen Mannes, beide wurden aus Talpiot (Talbiyeh), heute in West-Jerusalem, vertrieben.

This Week in Palestine

Virtuelle Ausstellung

Leben im Exil“ – so heißt es in der Digitalen Kunsthalle von ZDFkultur. Sie erzählt die bewegenden Geschichten von neun Menschen: von Irma und Hanns W. Lange, Mutter und Sohn; von den Antifaschist*innen Hubertus Prinz und Helga Prinzessin zu Löwenstein; dem Schriftsteller Walter Meckauer und seiner Familie; dem Photographen Eric Schaal und der späteren Bestsellerautorin Stefanie Zweig. Sie alle waren aufgrund ihrer jüdischen Herkunft oder politischen Haltung gezwungen, während der NS-Zeit aus Deutschland zu fliehen.

Anhand ausgesuchter Objekte und Dokumente aus dem Deutschen Exilarchiv 1933–1945 – die sich sozusagen digital ergehen lassen – zeichnet die Ausstellung ihre Lebenswege nach. Die Ausstellung ist ein gemeinschaftlich kuratiertes Projekt zwischen dem Deutschen Exilarchiv und ZDFkultur (-> soviel nur nebenbei zum Inflationsausgleich für die öffentlich-rechtlichen Programme….)

Photo: ZDF Digital, Patrick Pees

Es gibt immer Zeichen der Hoffnung

Eran Aviv wurde wegen seiner Verweigerung erneut zu 20 Tagen Haft verurteilt, aktuelle Informationen auf Refuser.org. Auf Youtube findet sich sein Statement vom Frühjahr: Es sei ihm Kraft gewünscht, seinen eingeschlagenen Weg durchzuhalten!

Freundschaft, jüdisch-palästinensisch …

in diesen Tagen | Eine Geschichte von Dina Kraft (Tel Aviv) im Forward

(Vier Artikelim Monat können frei gelesen werden)

Eichmann im Kalten Krieg

Die deutsch-deutsche Berichterstattung über den Eichmann-Prozeß

Herausgeberinnen: Judith Keilbach und Irmgard Zündorf

Online Booklet: https://absolutondemand.de/booklet/eichmann-im-kalten-krieg/

Der Prozeß gegen Adolf Eichmann, der 1961 in Jerusalem stattfand, gilt als Wende­punkt der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Holocaust. Kaum ein anderes Land berichtete ausführlicher über das Gerichtsverfahren als die BRD. Der NDR hatte zwei Korrespondenten entsandt, die in 36 Sendungen der Reihe Eine Epoche vor Gericht darüber hinaus das Land Israel vorstellten. In der DDR wurde keine eigene Sendung zum Prozeß entwickelt, aber sowohl in der Aktuellen Kamera als auch im Schwarzen Kanal wiederholt berichtet.

Die Thematisierung des Prozesses diente hier primär dazu, auf mögliche frühere NS-Täter in der Bonner Regierung zu verweisen. Das spannend zusammengestellte Material aus TV und Presse offenbart die Zuspitzung des deutsch-deutschen Konflikts und die Rhetorik des Kalten Krieges.

Bearbeiterinnen: Tabea Georges, Linda Graul, Anna Kokenge, Vivien Püschel

DVD mit Begleitbooklet: 14,90 € – 978-3-8488-2016-0 – absolut MEDIEN

Bestellbar auch über : bestellung@aphorisma.eu

Das Online Booklet: https://film.absolutmedien.de/ Eichmann im Kalten Krieg

https://absolutmedien.de/bilddatenbank/isbnbilder/2016/9783848820160.jpg

Arnold Schönberg

Aus der langen und unsäglichen Geschichte des Antisemitismus

Online-Gedenkausstellung: Arnold Schönberg und der Sommerfrischen-Antisemitismus im Salzkammergut

Kurz nach der Machtergreifung Hitlers 1933 wurde Arnold Schönberg seine Professur an der Berliner Musikhochschule aberkannt und er ging wenig später über Paris in die USA ins Exil.

Das mehr als zehn Jahre frühere sogenannte „Mattsee-Ereignis“ während Schönbergs Sommerurlaub im Salzkammergut hatte jedoch weitreichende Folgen für ihn und auch für sein Werk. Das Wiener Arnold Schönberg Center hat die im Juni vor 100 Jahren sich abspielende Begebenheit nun zum Anlaß für eine Online-Ausstellung genommen.

100 Jahre Mattsee-Ereignis
Arnold Schönberg und der Sommerfrischen-Antisemitismus im Salzkammergut
Online-Gedenkausstellung | 2. Juni 2021 – 26. Juli 2021

Über die Dauer der Ausstellung wird täglich ein neues Objekt vorgestellt.

Zur Online-Ausstellung

Der Bericht auf BR-Klassik: https://www.br.de/mediathek/podcast/embed?episode=1828861

Gewalt, Raketen und ein neuer Erzbischof

Eine Momentaufnahme zur Situation in Israel und Palästina, unter diesem Titel hat das evangelische Magazin Zeitzeichen aus Anlaß der Ergreifung des Bischöflichen Stuhls in anglikanischen Diözese von Jerusalem durch den neuen Bischof, des palästinensischen Erzbischof Hosam Elias Naoum, Reflektionen und Gedanken des ehemaligen Propstes in Jerusalem und jetzigen Nahostreferenten der Evangelischen Mission in Solidarität (EMS) und Geschäftsführers des Evangelischen Verein für die Schneller-Schulen, Pfr. Dr. Uwe Gräbe online gestellt.

Deutschland und die EU müssen handeln

Gefährliche Eskalation um Jerusalem

Unter der Rubrik SWP kurz gesagt haben Muriel Asseburg und Peter Lintl ihre Einschätzung zur aktuellen Situation veröffentlicht.