Immer wieder: Was wir wie – oder auch nicht – erinnern

Neuerscheinung Andreas Hackl – Bei Interesse am Erwerb: Mail genügt

The Invisible Palestinians: The Hidden Struggle for Inclusion in Jewish Tel Aviv

Within the heart of the Jewish city of Tel Aviv, there is a hidden reality—Palestinians who work, study, and live as an unseen minority without access to equal urban citizenship.

Grounded in the everyday lives of Palestinians in Tel Aviv, The Invisible Palestinians offers an ethnographic critique of the city’s self-proclaimed openness and liberalism. Andreas Hackl reveals that Palestinians‘ access to the social and economic opportunities afforded in Tel Aviv depends on keeping a low profile, which not only disrupts opportunities for true urban citizenship but also draws opposition from other Palestinians. By looking at the city from the perspective of this hidden urban minority, Hackl uncovers a critical opportunity to imagine and build a more inclusive and just future for Tel Aviv. 

An important read, The Invisible Palestinians explores the marginalized urban presence of both Palestinian citizens of Israel and Palestinian laborers from the West Bank in this quintessential Jewish Israeli city. Hackl reveals a highly diverse Palestinian population that includes young people, manual workers and middle-class professionals, residents and commuters, students, artists, and activists, as well as members of an underground Palestinian LGBT community who carefully navigate their place in a city that refuses to recognize them.

Andreas Hackl is a Lecturer in Anthropology of Development at the University of Edinburgh. His research has been published in leading academic journals such as World DevelopmentAmerican Ethnologist, and Social Anthropology. He has worked as a consultant with the International Labour Organization and as a newspaper correspondent based in Jerusalem.

Jedwabne – 10. Juli 1941

Essay von Gary Lucas im Forward (vier Artikel im Monat frei zugänglich) – Erinnerung bleibt eine schwierige Aufgabe, hier, dort, überall, nicht nur der scheren Zahlen wegn …

Beitrag im Forward zu jedwabne

When I was a boy, I often pondered the fate of my European relatives on my mother’s side. I knew my family had originally been named Piekareski and they had lived for many generations in a little town called Jedwabne, near Białystok in northeastern Poland. I knew that my grandfather Samuel had been smuggled out of Jedwabne and Poland by his doting mother at a very tender age. She had disguised him for the journey by dressing him up as a little girl to prevent him from being turned back at immigration as an able-bodied boy to be eventually conscripted into the Polish army. ….

Peter von der Osten-Sacken (1940-2022) r.i.p.

Generationen von Studierenden haben beim ihm gelernt – und von ihm: Gegenseitigen Respekt im Gespräch der Religionen, insbesondere in den Beziehungen zwischen Judentum und Christentum.

Am 28. Juni 2022 ist Prof. Dr. Peter von der Osten-Sacken, von 1973-2005 Prof. für Neues Testament in Berlin und von 1972-2007 Direktor des Instituts Kirche und Judentum gestorben. Neben anderen Würdigungen schreibt Christian Staffa in Die Kirche (10. Juli 2022).

Ausriß aus Die Kirche 27 / 2022

Für Frieden unterwegs

Für die einen aus der Zeit gefallen, für die anderen das Zeichen der Zeit:

Der Palästinenser Bassam Aramin und der Israeli Rami Elchanan waren vom 9. – 23. Juni 2022 in verschiedenen Orten zu Gast. Für November sind Veranstaltungen in Freiburg und der Schweiz geplant.

Bassam und Rami sind Freunde. Sie gehören beide dem Parents Circle Families Forum an, einer israelisch-palästinensischen Organisation, deren Mitglieder ein Familienmitglied durch Gewalt der „Gegenseite“ verloren haben. Beide sind auch mit den Combatants for Peace verbunden, den ehemaligen Kämpfern, die den Kampf mit der Waffe gegen friedensfördernde Aktivitäten eingetauscht haben.

Weitere Informationen

8. Juli – vor 50 Jahren

Ghassan Kanafani (1936-1972) – Gefeiert, verdammt, erinnert, umstritten, ein Leben wie im Brennglas der unterschiedlichen Narrationen – Zwischen Terror und Literatur – eine Ikone.

Cover Ghassan Kanafani

Die Lektüre „lohnt“ noch immer …

Cover Ghassan Kanafani

Und dazu das Kalenderblatt des Deutschlandfunk.

Maya Abu Al-Hayyat

TARB logo

Lily Shehady in der Tel Aviv Review of Books über die Dichtung von Maya Abu A-Hayyat.

The Disappointments Committed in Hope’s Name
The first English translations of Palestinian poet Maya Abu Al-Hayyat take the reader on a rollercoaster of emotions anchored in truth

Rosemary Radford Ruether zu Ehren

13. Juli 2022

|| Eine gesprächsweise Würdigung der am 21. Mai 2022 in den USA verstorbenen großen Befreiungs- und feministischen Theologin, die sich viele Jahrzehnte mit den Fragen der Gerechtigkeit in Israel und Palästina auseinandergesetzt hat ||

Webinar Radforf Ruether

5:00-7:00 pm London / 7:00-9:00 pm Palestine time

Webinar-Link (Sabeel)

Verdichtete Erinnerung

arte-Feature zum Werk des im Mai 2021 im Alter von 90 Jahren verstorbenen israelischen Künstlers Dani Karavan, der unter anderem in Berlin das Erinnerungsmal für die ermordeten Sinti und Roma im Tiergarten und an der Spree am Jakob Kaiser-Haus die transansparente Installation „Grundgesetz 1949“ gestaltet hat.

Karavn Walter Benjamin Denkmal in Portbou.
„Passagen“, ein Gedenkort für den deutschen Philosophen Walter Benjamin in Portbou.

Hier noch einmal der Nachruf von Alexandra Föderl-Schmid in der Süddeutschen Zeitung.

Den Schmerz der Anderen begreifen

Buchvorstellung als hybrides Ereignis: Donnerstag, 30. Juni 2022 19.00 – 21.00 Uhr
Heinrich Böll Stiftung Berlin – und im Livestream

Charlotte Wiedemann sucht in ihrem jüngsten Buch nach Wegen, Erinnerungskultur im Geist globaler Gerechtigkeit neu zu denken. Dazu bringt sie zwei Anliegen in einen Dialog, die ihr auch persönlich am Herzen liegen: Sensibilität und Verantwortung für die Shoah bewahren und einseitig europäisches Geschichtsdenken überwinden.

So haben Millionen Kolonialsoldaten gegen Nazi-Deutschland gekämpft, aber bis heute verbinden wir die Befreiung vom Nationalsozialismus nicht mit der Freiheit und Würde des kolonisierten Menschen.

Parallel zu den Nürnberger Prozessen wurden in den Kolonien nie geahndete Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen, eine moralische Asymmetrie, die bis heute andauert. Dabei folgt aus der Shoah, jedes Leben als gleichermaßen schutzwürdig zu erachten.

Erinnerungskulturen sind geprägt vom globalen Machtgefüge. Die Holocaust Memory Culture verfügt weltweit über das größte Prestige – aber wer darf sich jüdischem Schmerz anverwandt machen?

Und warum finden Deutsche den verzweifelten Widerstand im Warschauer Ghetto ergreifend, während sie der Widerstand gegen koloniale Besatzung in Deutsch-Ostafrika nicht berührt? Vergleiche, sagt die Autorin, können helfen, das Gemeinsame in den Prozessen von Entmenschlichung zu erkennen und unser Empathievermögen zu erweitern.

Charlotte Wiedemann, Autorin, Publizistin und Auslandsreporterin im Gespräch mit René Aguigah, Ressortleiter Literatur von Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur

Anne Frank und die Schweiz

Ausstellung in Zürich

Das Tagebuch der Anne Frank ist weltberühmt. Weniger bekannt ist, dass die globale Verbreitung grösstenteils aus der Schweiz erfolgte. Während Anne, ihre Schwester und ihre Mutter im Konzentrationslager ermordet wurden, überlebte Annes Vater als Einziger der Familie den Holocaust. Otto Frank zog in den 1950er-Jahren zu seiner Schwester nach Basel. Von dort machte er es sich zur Aufgabe, die Aufzeichnungen seiner Tochter in die Welt zu tragen und ihre Botschaft für Menschlichkeit und Toleranz für die kommenden Generationen zu erhalten.