Israel: Geimpfte Tourist:innen dürfen ins Land
Mitten in der Omikron-Welle lockert Israel seine Einreisebeschränkungen. Ab 9. Januar dürfen gegen das Coronavirus geimpfte Touristen wieder einreisen. Allerdings gilt eine Einschränkung.
Mitten in der Omikron-Welle lockert Israel seine Einreisebeschränkungen. Ab 9. Januar dürfen gegen das Coronavirus geimpfte Touristen wieder einreisen. Allerdings gilt eine Einschränkung.
Libanon: Maronitische Liga legt Einspruch gegen Zugang von palästinensischen Flüchtlingen zum Arbeitsmarkt ein
Aus einer Meldung der Agentur Fides, die hier einen Mosaikstein der komplexen Lage im Libanon beleuchtet:
Die maronitische Liga hat beim libanesischen Staatsrat Einspruch gegen das jüngste Dekret des libanesischen Arbeitsministers Mustafa Byram eingelegt, das palästinensischen Flüchtlingen im Libanon den Zugang zum Arbeitsmarkt in Sektoren eröffnet, die bisher libanesischen Bürger:innen vorbehalten waren.
Wie Nehmetallah Abi Nasr, der derzeitige Vorsitzende der Liga, berichtete, wurde eine entsprechende Beschwerde am Dienstag, den 28. Dezember 2021, beim Staatsrat eingereicht. Der Ministerialerlaß stehe im Widerspruch „zu den institutionellen und politischen Grundlagen der libanesischen Nation“. Die maronitische Lige, fügte Abi Nasr hinzu, „sah sich desahlb veranlaßt, gegen den Ministerialerlaß vorzugehen, weil sie aus ihren eigenen Gründungsgründen dazu aufgerufen ist, sich allen Operationen und Manipulationen zu widersetzen, die darauf abzielen, das moderne und historische Profil des Libanon zu verändern und zu versuchen, einen neuen demographischen Status quo zu erzwingen“.
Das von der Liga angefochtene Dekret wurde am vergangenen 25. November vom schiitischen Minister Mustafa Bayram erlassen. Mit dem Ministerialerlaß wurden die Beschränkungen für den Zugang palästinensischer Flüchtlinge zu bestimmten Berufen aufgehoben, insbesondere zu Berufen, die eine Pflichtmitgliedschaft in einer Gewerkschaft oder einem Berufsverband voraussetzen (u.a. Ärzte und Rechtsanwälte) und die bisher libanesischen Bürgern vorbehalten waren.
Im Libanon leben rund 190.000 palästinensische Flüchtlinge, von denen die meisten immer noch in den Flüchtlingslagern leben, die nach der Gründung des Staates Israel eingerichtet wurden, um die palästinensisch-arabische Bevölkerung dort unterzubringen, die aus den Städten und Dörfern floh, die von der israelischen Armee während der verschiedenen Konflikte in den ersten Jahrzehnten des jüdischen Staates erobert wurden.
Die maronitische Liga wurde in den 1970er Jahren als Organisation zur Förderung der maronitischen Identität und Präsenz im Libanon und in der Welt gegründete. Ziel der Organisation ist es, die Verbindungen zwischen den in der ganzen Welt verstreuten maronitischen Christ:innen zu unterstützen und wiederzubeleben und die Souveränität und Unabhängigkeit des Libanon in einem demokratischen und pluralistischen Kontext zu schützen.
Der Erlaß von Minister Byram zur Ausweitung des Arbeitsmarktes für palästinensische Flüchtlinge hatte auch unter libanesischen Politikern heftige Reaktionen hervorgerufen, die in einigen Fällen von fremdenfeindlichen Argumenten und Tönen geprägt waren.
Libanesische Analysten warnen unterdessen im Gespräch mit Fides vor Interpretationen, die dazu neigen, selbst dar rechtliche Vorgehen der maronitischen Liga als Ausdruck einer Reaktion zu betrachten, die von Ressentiments gegenüber Flüchtlingen geprägt ist. Alles, was sich in dem verzerrten Szenario der gegenwärtigen Situation im Libanon abspiele – so die lokale Analysten vor -, müsse objektiv und realistisch betrachtet werden, wobei die Prozesse und Konflikte zu berücksichtigen seien, die seit Jahrzehnten die Ängste der Völker des Nahen Ostens schüren.
Hinter der Debatte um die neuen Regeln für den Zugang der Palästinenser zum libanesischen Arbeitsmarkt steht die ungelöste Frage nach dem endgültigen Status der Flüchtlinge, die im Libanon Zuflucht gefunden haben, nachdem sie ihre Heimat in Palästina verlassen mußten. Der Libanon ist in den letzten Jahren im Zuge des Syrienkonflikts erneut zu einem Zufluchtsort für große Flüchtlingsströme geworden. Vor dem Hintergrund einer verschärften Wirtschaftskrise erhitzt das ungelöste Flüchtlingsproblem die Gemüter, was das fragile demographische Gleichgewicht zwischen den verschiedenen ethnischen und religiösen Zugehörigkeiten, auf dem die Identität des Libanon beruht, zusätzlich gefährdet.
Die Aufnahme von Flüchtlingen und Vertriebenen, die aus Kriegsgebieten fliehen, sollte nach Ansicht der Analysten deshalb unter Wahrung des nationalen Gefüges erfolgen.
Unterdessen haben die im Libanon tätigen internationalen Hilfsorganisationen die für die Unterstützung der palästinensischen Flüchtlinge bereitgestellten Mittel fast vollständig gestrichen, während sie für die syrischen Flüchtlinge Pro-Kopf-Hilfen vorsehen, die inzwischen höher sind als das monatliche Einkommen des größten Teils der libanesischen Bevölkerung. Vor dem Hintergrund dieser problematischen Ungleichgewichte und latenter Konflikte, wird die Aussicht auf die „Nationalisierung“ der vielen syrischen und palästinensischen Flüchtlinge und die Stabilisierung ihrer Präsenz im Libanon von vielen als eine objektive Störung der Identität des Libanon betrachtet.
Online-Portal zu Fragen der Finanzierung der Weltorganisation
Ein Service der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN)
Spätestens mit der Gründung der Vereinten Nationen im Jahr 1945 stellte sich die Frage, wie die Arbeit der Weltorganisation finanziert werden sollte. Welche Ausgaben gehörten in den zentralen VN-Haushalt und welche nicht? In welcher Höhe würden die verschiedenen Mitgliedstaaten Beiträge zahlen? Wie sollte der Haushaltsprozeß gestaltet werden, in dem über Einnahmen und Ausgaben entschieden wird?
Derartige Finanzfragen sind seit jeher hochpolitisch, wie sich an den Unterorganisationen wie der UNRWA oder an der UNESCO sehen läßt. Neben einem Einmaleins zur VN-Finanzierung finden sich hier der umfangreiche und einzigartige DGVN-Datensatz zur Finanzierung des VN-Systems mit aktuellen Finanzdaten, die bis zur Gründung der Vereinten Nationen im Jahr 1945 zurückreichen.auch
Wofür steht die Ampelkoalition in der Außenpolitik und speziell in den Beziehungen zu Israel?
Nach 16 Jahren Regentschaft Angela Merkel und enger deutsch-israelischer Partnerschaft werden der hiesige Regierungswechsel und die Einführung des neuen Bundeskanzlers Olaf Scholz auch in Israel kontinuierlich verfolgt und bewertet.
Shimon Stein war 2001 bis 2007 Botschafter Israels in der BRD und kennt die deutsche Politiklandschaft. Als Senior Research Fellow am israelischen Think Tank INSS, dem Institut für Nationale Sicherheitsstudien, hat er die Parteien der Ampelkoalition und den neuen Koalitionsvertrag betrachtet und die Schwerpunkte der Ampelkoalition in den internationalen Beziehungen für das Institut zusammengefaßt.
Das Stöbern ‚lohnt‘ immer mal wieder in der ARD-Mediathek…
Das aromatische Harz des boswellia sacra Baumes zählte zu den begehrtesten Handelsgütern der antiken Welt. In Ägypten wurde Weihrauch ebenso verbrannt wie an den Höfen indischer Maharadschas. Von der Blütezeit des Weihrauchhandels künden indes nur noch Ruinenstädte: Häfen wie Samharam und al-Balid verdienten am Seehandel, Oasen wie Wubar wurden als Karawanenstationen reich und mächtig – Stationen an der omanischen Weihrauchstraße, die nun zum Weltkulturerbe erklärt wurden.
Mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen und die Reisebegegnungen des israelischen Ministerpräsidenten in der arabischen Welt, lohnt sich noch einmal ein Blick (zurück) auf die Umstände der sog. Abraham-Accords im Rahmen der US-amerikanisch-israelischen Beziehungen.
Zu finden in der ARD Mediathek
(An diesem Sonntag Gaudete schon ein kleiner Vorgeschmack, das Wort Vorduft kennt die deutsche Sprache ja nicht…)
Bei diesem Kulturdenkmal handelt es sich um die nabatäischen Wüstenstädte im Negev: Haluza, Mamshit, Avdat, Shivta. Früher lag dort das Reich der Nabatäer, Herrscher über die Handelswege, über die das kostbare Gut Weihrauch vom südlichen Arabien in die Metropolen Europas gebracht wurde.
Dar al-Kalima University cordially invites you to attend our 23rd International Conference entitled „Art and Citizenship“ Conference on Wednesday and Thursday, December 15th and 16th, 2021 from 10:00AM to 19:30PM via this zoom link; where you can choose between Arabic and English languages.
Simultaneously with the Conference – held in Bethlehem – and as part of the Conference, three sessions shall be held in Lebanon, Gaza, and Amman, according to the following schedule:
15.12.2021 In Amman in cooperation with the Royal Institute of Religious Studies
16.12.2021 In Gaza, at the headquarters of Dar Al-Kalima University.
16.12.2021 In Beirut: in cooperation with the Dar Al-Kalima Association for Arts and Culture.
Please note that all the times are based on Jerusalem time (GMT+2).
To Check the Program, please click the link below:
https://www.daralkalima.edu.ps/uploads/files/Program%20in%20english.pdf
For more information or inquiries please contact: conference23@daralkalima.edu.ps
Der ehemalige israelische Diplomat Avi Primor
Eine Sendung des Deutschlandfunks vom 25. November 2021 | Link: Deutschlandfunk
„Die Nahost-Politik von Bundeskanzlerin Angela Merkel ist aus Sicht des früheren israelischen Botschafters in Deutschland, Avi Primor, stark von ihrer DDR-Vergangenheit geprägt gewesen. Merkel habe ihm erklärt, daß sie sich nie gegen israelische Interessen wenden würde, sagte Primor im Deutschlandfunk. Zentraler Grund dafür neben der Shoa sei ihre Erfahrung in der DDR gewesen. Die Regierung in Ost-Berlin habe nicht nur Propaganda gegen Israel geführt, so Primor. Sie habe palästinensischen Terror unterstützt und Terroristen ausgebildet. Dies habe Merkel weder vergessen noch verziehen.“
Aus der ARD-Mediathek zum 2. Advent
„Die Begebenheit, die im Alten Testament erzählt wird, gehört zu den Grundlagen des christlichen Glaubens und Welt-Philosophie. Moses erhielt, so die Legende, die zehn Gebote. Seitdem gehört der Berg Sinai, der Berg Moses, Djebel Mosa, zu den heiligsten Stätten der christlichen Glaubenswelt. An seinem Fuß liegt das Kloster St Katherina, ein griechisch-orthodoxes Zentrum, das seit dem 6. Jahrhundert besteht. Mohammed, arabische Kalifen, türkische Sultane und Napoleon, die ägyptischen Könige und die heutigen Staatspräsidenten, alle stellen das Kloster unter ihren Schutz und bewahren es so vor Plünderung und Zerstörung.“