Heute: 27. Juli 2022 – Register

Heute: 27. Juli 2022 – Register

Niemand wird – auch nicht von der amtierenden US-Regierung und schon gar nicht von diesem US-Präsidenten – bei diesem Besuch Schritte erwartet haben, die sich irgendwie in Zusammenhang mit dem Begriff Gerechtigkeit bringen lassen würden, dafür waren die Almosen für die palästinensische Seite fast großzügig zu nennen, ein Muster, das wir ja gut aus der deutschen Politik kennen. Freuen wird des die Menschen, die medizinische Hilfe brauchen, auch wenn der politische Preis dafür eben auch zu zahlen ist. [Aber Staaten haben eben Interessen, keine Moral]
Mit ein paar Tagen Abstand wollen wir am 26. Juli (18.00 Uhr) mit Steffen Hagemann, Leiter des Büros der Heinrich Böll Stiftung Tel Aviv, über die Entwicklungen sprechen, zum einen mit dem Blick auf den anstehenden Wahlkampf, aber auch auf die regionalen Entwicklungen.Interessant wird dabei sein zu verfolgen, ob die saudische Position, wie sie beim Besuch Bidens formuliert wurde,
Times of Israel: A senior Saudi minister described normalizing ties with Israel as a “strategic option,” while clarifying that a two-state solution between Israel and the Palestinians was a “requirement” before Riyadh would formalize ties with Jerusalem.
Perspektiven für Veränderungen enthält.
Eine Youtube Aufzeichnung einer Zoom-Begegnung organisiert von den American Friends of Combatants for Peace am 14. Juli 2022


Gemeinsame Erklärung der Außenministerien
Belgiens, Dänemarks, Deutschlands, Frankreichs, Irlands, Italiens, der Niederlande, Schwedens und Spaniens
„Am 22. Oktober 2021 hat Israel sechs palästinensische Zivilgesellschaftsorganisationen als terroristische Organisationen eingestuft. Terrorismusvorwürfe oder Vorwürfe, Verbindungen zu terroristischen Gruppen zu unterhalten, müssen ausnahmslos mit der größtmöglichen Ernsthaftigkeit behandelt werden. Daher war es geboten, diese Einstufungen sorgfältig und umfassend zu überprüfen. Aus Israel gingen keine wesentlichen Informationen ein, die es rechtfertigen würden, unsere Politik in Bezug auf die sechs palästinensischen zivilgesellschaftlichen Organisationen auf der Grundlage der Entscheidung Israels, diese Organisationen als „terroristische Organisationen“ einzustufen, zu widerrufen.
Sollten gegenteilige Belege zur Verfügung gestellt werden, würden wir dementsprechend handeln. Solange solche Belege nicht vorliegen, werden wir unsere Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft in den besetzten Palästinensischen Gebieten und unsere deutliche Unterstützung für sie fortführen. Eine freie und starke Zivilgesellschaft ist für die Förderung demokratischer Werte und für die Zwei-Staaten-Lösung unerlässlich.“
Pressemitteilung des Auswärtigen Amtes, Berlin, 12. Juli 2022
Joseph Croitoru widmet auf qantara.de einen langen, höchst lesenswerten Essay der gemeinsamen Arbeit des israelischen Shoa-Forschers Amos Goldberg und des in Israel lebenden palästinensischen Politikwissenschaftler Bashir Bashir:
Eine Annäherung von Israelis und Palästinensern, die sich beide als Opfergemeinschaften verstehen, wird nach Ansicht von Goldberg und Bashir vor allem deshalb erschwert, weil Shoa und Nakba gleichermaßen zur Legitimation nationaler Ansprüche herangezogen werden. Dennoch sollte es möglich sein, auch die Katastrophe der Anderen – ohne dass der aus den nationalen Traumata abgeleitete „ultimative Anspruch auf Gerechtigkeit“ aufgegeben werden müsste – in das eigene Narrativ einzubeziehen
.

Ghassan Kanafani (1936-1972) – Gefeiert, verdammt, erinnert, umstritten, ein Leben wie im Brennglas der unterschiedlichen Narrationen – Zwischen Terror und Literatur – eine Ikone.

Die Lektüre „lohnt“ noch immer …

Und dazu das Kalenderblatt des Deutschlandfunk.
13. Juli 2022
|| Eine gesprächsweise Würdigung der am 21. Mai 2022 in den USA verstorbenen großen Befreiungs- und feministischen Theologin, die sich viele Jahrzehnte mit den Fragen der Gerechtigkeit in Israel und Palästina auseinandergesetzt hat ||

5:00-7:00 pm London / 7:00-9:00 pm Palestine time
Webinar-Link (Sabeel)
US-Präsident Biden im Nahen Osten – Mitvim Webinar Invitation
President Biden’s Visit to Israel – Insights and Implications
| Wednesday, July 6, 2022 from 17:00-18:30 Jerusalem For any questions, please email vsolkovits@mitvim.org.il Please register below and the Zoom link will be sent to you prior to the event: To register for the Zoom, please click here |
Weltweit begangen vom 15. – 22. September 2022
Während dieser Woche, in die auch der Internationale Gebetstag für den Frieden am 21. September fällt, sind kirchliche Organisationen, Gemeinden und Gläubige zum gemeinsamen Friedenszeugnis aufgerufen, in dem sie an Gottesdiensten, Bildungsveranstaltungen teilnehmen und mit ihrem Handeln Frieden und Gerechtigkeit für Israelis und Palästinenser/innen unterstützen.
Der Ökumenische Rat der Kirchen – ÖRK/WKK (Genf) lädt Mitgliedskirchen, religiöse Gemeinschaften und zivilgesellschaftliche Organisationen aus der ganzen Welt ein, sich gemeinsam an einer Gebetswoche für einen gerechten Frieden für alle Menschen in Palästina und Israel zu beteiligen. Weltweit sollen Gemeinden und Einzelpersonen, die auf Gerechtigkeit hoffen, sich in dieser Woche zu friedlichen Aktionen zusammenschließen, um ein gemeinsames internationales Zeugnis zu geben.
