
| So for now, we wish you Ramadan Kareem, Pesach Sameach, and Happy Easter. In Peace & Solidarity from Israel/Palestine |
| Rana SalmanPalestinian Director Yonatan Gher Israeli Director |

Navigating our Humanity: Ilan Pappé on the Four Lessons from Ukraine
Zum Krieg in der Ukraine hat der israelische Autor und Wissenschaftler Ilan Pappe seine sicher kontroversen Gedanken in vier Punkten dargelegt und diesen Text im The Palestine Chronicle veröffentlicht.
Zwar haben „an keinem Ort der Welt Friedensorganisationen von allein eine historische Veränderung und Transformation herbeigeführt“, wie Tamar Herman vom Israeli Democracy Institute in [West-Jerusalem mit Blick auf die Geschichte bemerkt, doch sie sind wichtiger denn je. Zochrot, Schalom Achschav, das Israelische Komitee gegen Hauszerstörung, Yesh Gvul und weitere israelische Organisationen sind seit Jahrzehnten aktiv. Sie setzen sich für eine „gemeinsame Zukunft von Palästinensern und Israelis ein“. Johannes Zang war vor Ort und berichtet von der Situation der Organisationen und deren schwierigen Tätigkeit im Alltag.
Selenskys Rede, gerichtet an die Abgeordneten der Knesset in (West-)Jerusalem
In seiner Analyse dieser Rede untersucht Anshelm Pfeffer die Motivation Selenskys, in einer Art Kampagne die Parlamente der westlichen Welt zu addressieren, u.a. das House of Parliament in London, den US-amerikanischen Kongress, den deutschen Bundestag etc. Diese Kampagne, so Pfeffer, ziele weniger darauf ab, bestimmte Entscheidungen der Abgeordneten auf den Weg zu bringen, als das Gewissen und die Aufmerksamkeit der Welt auf sein Land gerichtet zu sehen. Sie gleiche damit einer medialen Inszenierung, um im Fokus der Weltöffentlichkeit zu bleiben.
„Perhaps the most important component of Zelenskyy’s Knesset address was the repeated warning at the end of the dangers of “indifference” to Ukraine’s plight. He may have only four years of experience in politics, but he knows full well by now that speeches to parliaments, not just the Israeli one, are not going to change governments’ cold, calculated and pragmatic policies. That isn’t the reason Zelenskyy’s talking to parliaments.“
Zum gleichen Thema der Beitrag „Ein ungeheuerlicher Vergleich“ auf german-foreign-policy.com.
Nachtrag: 24. März 2022
Beitrag von Rachel Sharansky Danziger auf dem Blog der Times of Israel:
„Yes, Zelensky misspoke, but that really doesn’t matter – What matters is how Israel handles the present moment – and whether its actions will stand the test of time“
Mit dem Österreichisches Institut für internationale Politik – oiip trauern wir um einen hochgeschätzten Kollegen und Wissenschaftler: Dr. John Bunzl, der am 22. März 2022 gestorben ist.
Bunzl wurde 1945 als Sohn einer österreichisch-jüdischen Industriellenfamilie im Exil in London geboren und wuchs nahe der Papierfabrik seiner Familie im niederösterreichischen Pernitz auf. Nach dem Abitur in Wien und studierte Soziologie und Politikwissenschaften in Innsbruck.
John Bunzl war Wissenschaftler mit Leib und Seele und war in seinen Themenbereichen hoch angesehen. Mit besonderem Engagement setzte sich John Bunzl gegen Ungerechtigkeiten und die für die Anliegen der Palästinenser:innen ein und erntete dafür nicht immer Anerkennung. Für sein Umfeld war er stets da und hatte ein offenes Ohr für sämtliche Anliegen.
„Stets setzte er sich dafür ein, daß die Perspektive der Palästinenser und deren Leid durch die Vertreibung auch von jüdischer Seite anerkannt werden. In den letzten Jahren wurde ihm auch der Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit und Islamophobie ein zentrales Anliegen“ – so würdigte ihn die österreichische Tageszeitung Der Standard in ihrem Nachruf.
Mit Dankbarkeit denken wir die Beiträge zurück, die er im Rahmen der diAk-Publikationen zur Verfügung gestellt hat.
Neu gegründetes Hilfsnetzwerk will unterstützen
Deshalb haben sich auf Initiative des Vereins KONTAKTE-KOHTAKTbI rund 30 Gedenkstätten, Museen sowie verschiedene Initiativen und Vereine aus der ganzen Bundesrepublik dazu entschlossen ein Hilfsnetzwerk für Überlebende der NS-Verfolgung in der Ukraine aufzubauen, um schnell und unbürokratisch den hochbetagten Opfern der NS-Ausbeutungs- und Vernichtungspolitik und ihren Familien zu helfen. Zu vielen haben die im Netzwerk vertretenen Einrichtungen seit einigen Jahren und Jahrzehnten Kontakt. Zudem brauchen unsere langjährigen Partnerorganisationen nicht nur in der Ukraine, sondern auch in Russland und Belarus Unterstützung: Für ihr Personal, aber auch bei der Sicherung ihrer Arbeitsergebnisse, Archivalien und Daten.
Für diesen Zweck wurde ein Spendenkonto eingerichtet, welches von dem Berliner Verein KONTAKTE-KOHTAKTbI, der seit vielen Jahren Erfahrungen mit Spendenauszahlungen in dieser Region hat, treuhänderisch verwaltet wird.
Die Koordination des Netzwerkes wird freundlich unterstützt von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ).
Eine Internetseite, auf der fortlaufenden über den aktuellen Stand unserer Aktionen unterrichtet wird, findet sich hier: www.hilfsnetzwerk-nsverfolgte.de
#ÜberlebendeNSVerfolgungUkraine
Arte zeigt mehr als die Bilder
„Israel investiert viel Geld in neue Schnellstraßen, Tunnel, Viadukte und Parkhäuser im palästinensischen Westjordanland. Das ermutigt immer mehr Bürger:innen Israels, sich in den neuen Siedlungen niederzulassen, denn die sind ja jetzt durch moderne und sichere Straßen mit den großen Städten im Kernland verbunden.
Diese Straßen sind auch die Antwort auf Israels Bevölkerungszuwachs. Die meisten Israelis leben in Tel Aviv und Jerusalem, und in diesen Ballungsgebieten wird es allmählich eng. Also bauen sie die Siedlungen im Westjordanland aus. Doch allmählich gleicht das Ganze immer mehr einer schleichenden Übernahme der Palästinensergebiete.“
Eine sehr wichtige Arte-Reporte, die anschaulich macht, wie durch die Infrastrukturpolitik der Regierung die israelische Herrschaft über Territorium des Westjordanlandes und jenseits eines zwei-Staaten-Models systematisch ausgedehnt und dauerhaft fermentiert wird.
Anläßlich der internationalen Wochen gegen Rassismus / Vorstellung der Ergebnisse einer Befragung von arabischen Migrant/-innen in Gera
Am 14. März 2022 von 18 – 19.30 Uhr
Vor Ort oder im Livestream unter https://www.youtube.com/watch?v=zw-5CaACFz0
Sehr geehrte Damen und Herren,
die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb lädt Sie herzlich ein zur hybriden Veranstaltung „Diskriminierungserfahrung und Zivilcourage. Eine Befragung von arabischen Migrant/-innen in Gera“ am Montag, den 14. März 2022 um 18 Uhr im Eiscafé de Bernardo, Schloßstraße 2 in Gera. Der Vortrag von Soha Hallawe und die Diskussion wird auch als Livestream auf YouTube übertragen.
Soha Hallawe, Angestellte bei der Stadtverwaltung Gera, führte im Rahmen ihrer Studienabschlussarbeit eine Befragung zu Diskriminierungserfahrungen unter arabischen Migrant/-innen im Jahr 2021 durch. Dabei wurden ca. 150 syrische und irakische Bürger/-innen der Stadt Gera befragt, um ihre Erfahrungen der letzten fünf Jahre zu schildern.
Am 14. März 2022 stellt Frau Hallawe die Ergebnisse ihrer Studie vor und gibt einen Überblick über die Lebenssituation von Migrant/-innen in Gera. Im Anschluß an ihren Vortrag gibt es die Möglichkeit zur Diskussion.
Zeit: 14. März 2022, 18 – 19.30 Uhr
Ort: Vor Ort in Gera oder im Livestream unter https://www.youtube.com/watch?v=zw-5CaACFz0
Richten Sie sich jetzt die Erinnerungsfunktion auf YouTube ein, um die Veranstaltung nicht zu verpassen.
Weitere Informationen zur Veranstaltung und den Livestream finden Sie auf unserer Website www.bpb.de/505591
Seit mehr als siebzig Jahren leben palästinensische Geflüchtete in überfüllten Lagern im Libanon und sind mit Armut, Arbeitslosigkeit und unzureichendem Zugang zu Bildung konfrontiert. Erst recht unter den Zuständen eines immer instabiler werdenden politischen und ökonomischen Systems sind sie zunehmender Repression und Perspektivlosigkeit ausgesetzt und fordern ihre sozialen, politischen und ökonomischen Rechte durch kollektive Aktionen und Massenmobilisierung ein.
Dazu eine Bestandsaufnahme von Mai Abu Moghli auf al Shabaka vom 7. März 2022.
Zwangsräumung von Palästinenser:innen ausgesetzt
Die Lage von palästinensischen Familien in Ostjerusalem, die von Räumungen bedroht sind, könnte sich entspannen. Laut einem Urteil dürfen die Bewohner:innen vorerst bleiben – so lange bis die Eigentumsrechte geprüft sind – ein Verfahren, daß sich lange hinziehen kann und damit prinzipiell Möglichkeiten für eine politische Regelung eröffnet… ob diese gewollt sein wird, muß sich zeigen.
Hier der Bericht von Benjamin Hammer, ARD-Studio Tel Aviv, auf tagesschau.de.