Und um ihre Gesundheitsversorgung steht es nicht zum Besten: Beispiel Krebspatient:innen

Und um ihre Gesundheitsversorgung steht es nicht zum Besten: Beispiel Krebspatient:innen

Weltspiegel Doku – 17.Juli 2023 – 45 min
„Kein Strom mehr am Shabbat? Geschlechtertrennung im öffentlichen Nahverkehr? Ein Staat Groß-Israel in seinen ursprünglichen biblischen Grenzen? Das alles könnte Realität in Israel werden, wenn es nach dem Willen einiger Ultra-Orthodoxer oder nationalistisch-religiöser Hardliner geht. So stark wie nie zuvor sind sie derzeit in der Regierungskoalition vertreten. Sie lassen Premier Netanjahu spüren, daß er auf sie angewiesen ist und setzen sich kompromißlos für die eigenen Belange ein: ‚Land and Law‘, also ‚Land und religiöse Gesetze‘.“

Ein Meinungsbeitrag von Dahlia Scheindlin im „Stern“: „Die faktische Annexion des Westjordanlands kümmert kaum jemanden – dabei sind die Folgen viel dramatischer für Israels Demokratie.“ (Dahlia Scheindlin, eine der führenden politischen Analystinnen Israels, sie forscht am Think Tank Century International in Tel Aviv)

zu sein, könnte man:frau versucht sein zu denken, aber …
Der Diskurs eskaliert, schreibt Jakob Reimann in der heutigen Ausgabe der Tageszeitung Junge Welt und bringt einen Beitrag zur heftigen Debatte gegen die renommierte, international anerkannte Nahostwissenschaftlerin Drin. Muriel Asseburg.
Der eskalierte Diskurs
Besatzer gibt’s nur im Donbass, niemals auch in Palästina: Reaktionen auf Interview bei Jung & naiv zeigen »Unmöglichkeit der deutschen Nahostdebatte«. Von Jakob Reimann
Hanno Hauenstein twittert aktuell das Vorgehen der „faschistoiden Organisation Im Tirzu“ und die physischen Einschüchterungen gegen Muriel Asseburg in Tel Aviv.
Achtungszeichen von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) Berlin: In der gestrigen Presseerklärung stellt sich die SWP demonstrativ hinter Drin. Asseburg: „Unsere sehr geschätzte Kollegin Dr. Muriel Asseburg sieht sich seit geraumer Zeit scharfen Anfeindungen ausgesetzt..“ und: „Die aktuellen Vorwürfe haben jedoch eine andere Qualität: Wenn Zitate verkürzt oder verfälscht wiedergegeben und Interpretationen des Gesagten genutzt werden, um gezielt Empörungen zu schüren, dann sind diese Vorwürfe in der Sache und im Ton unangemessen. Dies betrifft insbesondere den Vorwurf des Antisemitismus. Dagegen verwahren wir uns entschieden.“
Zu einem demokratischen Stil zurückkehren, das erhofft sich pax Christi Deutschland in Bezug auf die aktuellen Ereignisse rund um die Äußerungen von Muriel Asseburg.
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Als diAk treten wir für einen sachlichen, offenen, fairen Austausch in der Debatte ein, der kontrovers sein mag und auch herausfordernd. Drin. Muriel Asseburg erleben wir als eine souverän abwägende, unverzichtbare akademische und wissenschaftliche Persönlichkeit und schätzen ihre Analyse und ihre Beiträge.
Persönliche und physische Angriffe von Kritiker:innen auf Personen, wie auf Muriel Asseburg gestern (12. Juli 2023) in Tel Aviv, lehnen wir entschieden ab.
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Ergänzung: (4. August 2023) Beitrag von Gert Krell vom Blog des Leibniz-Instituts Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung
Wer kann was wann wie erinnern – in der Auseinandersetzung um Geschichte geht es im um die Deutungshoheit in der Gegenwart
Ein Beispiel für diese Arbeit ist das israelische Institut Akevot
Akevot Institute for Israeli-Palestinian Conflict Research was founded in 2014 out of a recognition of the unique role archives can play in breaking conflict-enhancing myths, fostering fact-based discourse, and supporting the work of human rights defenders. We make archives a tool for change by researching and exposing mechanisms, processes and events who play a role in the perpetuation of the Conflict. We assist human rights defenders and civil society organizations in accessing archival documentation relevant to their work. We campaign to expand the public’s access to government archives to promote transparency and freedom of information.

Erster Teil der Justizreform in der Knesset abgesegnet

Im Bericht von Mareike Enghusen im Tagesspiegel heißt es:
Derweil scheinen die Forderungen nach einem härteren Vorgehen gegen Demonstranten Wirkung zu zeigen. Videos auf sozialen Medien zeigen, wie berittene Polizisten in Jerusalem und Tel Aviv Demonstranten mit ihren Pferden rammen. Mindestens ein Mensch soll dabei verletzt worden sein. Bis Dienstagnachmittag wurden zudem mindestens 60 Menschen wegen Störung der öffentlichen Ordnung festgenommen.
Die Organisatoren der Protestbewegung machen derweil klar, sich von dem härteren Vorgehen nicht einschüchtern lassen zu wollen. „Die Polizei setzt bereits Wasserwerfer ein“, meldeten sie am Dienstagnachmittag mit augenzwinkerndem Emoji über ihre Kanäle in den sozialen Medien. „Bringt Regenschirme mit.“
Hier die Sicht des ORF

Über die / aus der Arbeit der israelischen NGO ‚Zochrot‚
About iReturn
iReturn – Navigate Palestine, Imagine The Future, is an upgraded version of the famous trilingual iNakba App first launched in 2014.

The App is designed to enhance understanding of the Palestinian Nakba, it’s manifestations in the landscape and the possibility for redress.
With the iReturn app, Zochrot aims to use technology to re-tell a suppressed history and to reveal Israel’s hidden landscape of ethnic cleansing and forced expulsions. It gives users and beneficiaries a tool through which they could learn that history but also envision a just, viable, and peaceful solution to the ongoing crisis facing Palestinian refugees and internally displaced persons (IDPs). … (mehr)
Erich Maria Remarque (1898-1970)
Das „Erich Maria Remarque Jahrbuch“ und die die „Schriften des Erich Maria Remarque Archivs“, beide erscheinen im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht (heute BRILL Deutschland GmbH), erinnern an Wirken und Nachwirken diesen greoßen deutschen Autors.
Erich Maria Remarque in Osnabrück geboren, avancierte zu einem der renommiertesten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, vor allem durch den großen Erfolg seines Romans „Im Westen nichts Neues“. Während des ersten Weltkrieges wurde Remarque als Soldat eingezogen und erlebte die Grausamkeiten des Krieges an vorderster Front. Diese Erfahrungen prägten sein literarisches Schaffen.
Remarque veröffentlichte „Im Westen nichts Neues“ im Jahr 1928 und es wurde sofort zu einem internationalen Bestseller. Das Buch erzählt die Geschichte einer Gruppe junger Soldaten im Ersten Weltkrieg, deren anfängliche Euphorie schnell von der traumatischen Realität des Krieges eingeholt wird. Remarques Roman vermittelt die bedrückende Sinnlosigkeit des Krieges.
Von den Nationalsozialisten wurde Remarque als „entartet“ diffamiert und verfolgt. Deshalb emigrierte er 1931 erst in die Schweiz und später in die USA. Im nationalsozialistischen Deutschland wurden seine Bücher verboten und 1933 öffentlich verbrannt. 1938 wurde ihm die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt. 1939 emigrierte er in die USA. Er starb am 25. Spetember 1970.
Israeli forces’ operation in Jenin | Flash Update #2 as of 16:30, 4 July 2023 | Full report
Aus der Analyse von Jack Khoury in der heutigen Ausgabe (4. Juli 2023) von Haaretz:
Israel’s Jenin Op Merely Creates Another Generation of Hopeless Palestinian
“ (…) Israelis will go back to normal in a few days, and they expect the Palestinians to do the same – lick their wounds, bury their dead and move on. No one will show any interest in the future, or think of an outline for an agreement, because Israel wishes to cement a reality in which the Palestinians become accustomed to living under Israeli occupation and control, their civil affairs managed by a hobbled Palestinian Authority. From time to time, there’s a limited military operation, which is met with thundering silence by the international community, and particularly Uncle Sam. The issue of control over the Palestinians is of no interest to the decision makers. To them, the Chosen People can rule forever, the Palestinians don’t deserve a future and Palestinian youth must accept the situation.
Two decades ago, Israel embarked on a much broader operation against militants in Jenin, then backed by a leader like Yasser Arafat, and far better organized and funded. Today, Israel fights those who were babies and toddlers then, or not yet born at all. The generation born after the Oslo Accords grew up on the devastation of 2002, on Israeli arrogance and defiance, international indifference, and the disintegration of Palestinian national unity. A generation has arisen of angry, frustrated and hopeless youngsters, who have no purpose but to bear arms and shoot. To Israeli public opinion, a victory photo might have been achieved, but each such operation paves the way for more rounds of fighting and bloodshed.“