Mit der Initiative „Make Freedom Ring“ macht Geiger Michael Barenboim auf die humanitäre Katastrophe in Gaza aufmerksam. Viele Landsleute kritisieren ihn dafür. Ende Juli veranstaltet die Initiative ein Benefizkonzert in der Himmelfahrtskirche in München – Ein Beitrag (Kathrin Hasselbeck) auf br-klassik.de
Auf der Plattform quantara.de, die sich in diesen Tagen von der Deutschen Welle zur ifa, dem Institut für Auslandbeziehungen, verabschiedet – zum Schluß ein spannender Beitrag von Stefan Buchen über (die) Entwicklungen im jüdisch-national-religiösen Bereich:
Diskussion mit Moshe Zimmermann, Angelika Timm und Gil Shohat
Analog in der Bibliothek der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Straße der Pariser Kommune 8A 10243 Berlin
02. Juli 2024, 19:00 – 21:00 Uhr oder digital im Livestream – anmeldung erfoderlich
Der israelische Historiker Moshe Zimmermann nimmt den Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 zum Ausgangspunkt, um in seinem neuen Buch eine kritische Bilanz des israelisch-palästinensischen Konflikts und der Geschichte des Staates Israel zu ziehen. Er zeigt historische Linien auf und hinterfragt Optionen für ein künftiges Miteinander jüdischer und palästinensischer Bürgerinnen und Bürger.
Sein Fazit ist sowohl pessimistisch als auch konstruktiv; es sieht nicht nur die regionalen Akteure, sondern auch die internationale Gemeinschaft in der Verantwortung, um dem Teufelskreis von Gewalt und Gegengewalt zu entfliehen.
Angelika Timm, erste Büroleiterin der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Israel, diskutiert mit Moshe Zimmermann über dessen Buch «Niemals Frieden? Israel am Scheideweg». An dem Gespräch beteiligt sich, zugeschaltet aus Tel Aviv, auch Gil Shohat, der gegenwärtige Büroleiter der RLS in Israel.
Eine Anmeldung ist erforderlich, bitte geben Sie bei der Anmeldungim Bemerkungsfeld an, ob die Teilnahme vor Ort oder digital gewünscht ist.
Es gibt auch ‚andere‘ Nachrichten aus Israel und Palästina … wir weisen an dieser Stelle immer wieder einmal auf ermutigende, neue, andere Initiativen hin, heute A Land for All:
Our Vision
A Land for All is a shared movement of Israelis and Palestinians who believe that the way towards peace, security and stability for all passes through two independent states, Israel and Palestine, within a joint framework allowing both peoples to live together and apart. Israeli-Jews and Arab-Palestinians are heavily intertwined on both side of the Green Line and therefore building walls between them is neither realistic nor desirable. Recognizing that both Jews and Palestinians are part of the same shared homeland, and respecting their equal individual and national rights, A Land for All provides pragmatic and viable solutions to the obstacles that have stymied prior negotiations, moving us from a paradigm of separation towards a future based on power sharing and shared interests.
Der Gründer von Holy Land Trust und palästinensische Friedensaktivist Sami Awad im Gespräch mit Sonja Howard „about Germany’s role in the conflict“ and about „more understanding between our deeply intertwined countries“.
Ausstellungseröffnung am 21. Juni 2024 in Oranienburg: Erich Mühsam (1878-1934)
„Sich fügen heißt lügen“ heißt es in einem vielzitierten Gedicht des deutsch-jüdischen Literaten Erich Mühsam. Diese Worte sind mehr als nur eine Gedichtzeile; es ist das Credo des 1878 in Berlin geborenen und in der Nacht vom 9. auf den 10. Juli 1934 im KZ Oranienburg ermordeten Literaten gewesen.
Eine umfangreiche Veranstaltungsreihe – inklusive Ausstellung und Kongreß – zum 90. Todestag des Schriftstellers Erich Mühsam, der 1934 von der SS im KZ Oranienburg ermordet wurde.
Am 10. Juli 2024 jährt sich die Ermordung von Erich Mühsam im KZ Oranienburg. Zum 90. Mal. Erich Mühsam steht wie kaum ein zweiter Dichter für die gesellschaftlichen Umbrüche der Weimarer Republik.
Ein Kreis von Menschen aus dem Kulturverein Alte Mosterei Eden e.V., dem Demokratieforum Oranienburg, dem Förderverein der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen e.V. sowie der Erich Mühsam-Gesellschaft hat sich zum Ziel gesetzt, an den 90. Todestag von Erich Mühsam mit einem Veranstaltungsreigen zu erinnern.
Das „Enviroment programme“ der Vereinten Nation (UNEP) hat einen ersten, vorläufigen Bericht über die Lage im Gazastreifen vorgelegt, hier das PDF des Gesamtberichtes.
Fania Oz-Salzberger, em. Professorin der Universität Haifa (und Tochter von Amos Oz), zitiert in ihrem Beitrag für das jpg-journal ihren Vater:
„Ich bin weder für Israel noch für Palästina“, pflegte mein Vater zu sagen. „Ich bin für Frieden.“ Doch solange die Gemäßigten schwach bleiben, wird es einen Frieden der Gemäßigten nicht geben.