Zwischen Verdrängung, Betroffenheit und heimlicher Verehrung: Seit vier Generationen setzen sich Menschen in Deutschland mit der NS-Zeit auseinander. Auf verschiedenste Weise, wie eine Bonner Ausstellung zeigt. – ein Beitrag von Katarzyna Domagala-Pereira, Journalistin und Publizistin, stellvertretende Leiterin von DW-Polnisch.
oder unter all dem sich auftürmenden Schrecklichen dieser Tage:
Ein Beitrag von Ahmed Abu Abdu aus Gaza auf Mondoweiss über die Situation der Müllentsorgung im Gazastreifen oder besser der nicht mehr funktionierenden Abfallentsorgung und all dem, was darauf folgt …
David Grossman erhält auch den Marion Dönhoff-Preis 2024
24. September 2024
Für seinen unermüdlichen Einsatz im Nahostkonflikt für die Versöhnung zwischen Israelis und Palästinensern, wird der israelische Schriftsteller David Grossman mit dem Hauptpreis ausgezeichnet.
Erst vor kurzem erhielte er auch den den Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln 2024
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Heine Heine Preis
„Mit David Grossman ehrt die Landeshauptstadt Düsseldorf einen der bedeutendsten Vertreter der israelischen Gegenwartsliteratur, der sich für Verständigung und Toleranz nicht nur im Nahost-Friedensprozeß einsetzt“, sagte Oberbürgermeister Stephan Keller.
„Ich freue mich sehr über die Auszeichnung Grossmans, mit der ein Schaffen geehrt wird, das ganz in der Tradition Heinrich Heines Versöhnung und Dialog in den Mittelpunkt stellt.“
David Grossman wurde nach der Jury-Sitzung durch den Düsseldorfer Oberbürgermeister Stephan Keller telephonisch über die Auszeichnung informiert. „Ich freue mich sehr. Eine gute Nachricht in einer Zeit mit so vielen schlechten Nachrichten“, wird Grossman in der Mitteilung zur Auszeichnung zitiert.
Die Jury begründet ihr Votum wie folgt:
„Den Heine-Preis der Landeshauptstadt Düsseldorf 2024 erhält David Grossman, eine der bedeutendsten Stimmen der Gegenwartsliteratur. Seine Prosa ist durchdrungen vom tiefen Verständnis und empathischer Nähe zu den Menschen mit ihren unauflöslich erscheinenden Konflikten. Ganz im Sinne Heinrich Heines tritt er klarsichtig für die Zusammengehörigkeit aller Menschen ein und setzt auf die verbindende Kraft der Literatur. In seinen intellektuell bestechenden, differenzierten Reden und Essays wirbt er unaufhörlich für Frieden und Aussöhnung im Nahen Osten. Er wird nicht müde, der Menschlichkeit eine Stimme zu geben.“
Regelmäßig schreibt Helga Baumgarten in der jungen Welt
21. September: »Wer schweigt, ist Mittäter« Der palästinensische Pfarrer Munther Isaac klagt die christliche Welt an
14. September »Christ und Palästinenser« Erzbischof »Abuna« kämpft für Gerechtigkeit jenseits religiöser Grenzen
Helga Baumgarten ist emeritierte Professorin für Politikwissenschaften an der Universität Birzeit nördlich von Jerusalem im Westjordanland und Autorin mehrerer Werke zum Nahostkonflikt.
Teil eins der Briefe erschien in der jungen Welt vom 29./30. Juni, die Folgebriefe wurden in den jW-Ausgaben vom 8., vom 13./14., vom 20./21., vom 27./28. Juli, vom 10., 17. und 24.8. sowie 7.9. veröffentlicht-
„Mit David Grossman ehrt die Landeshauptstadt Düsseldorf einen der bedeutendsten Vertreter der israelischen Gegenwartsliteratur, der sich für Verständigung und Toleranz nicht nur im Nahost-Friedensprozeß einsetzt“, sagte Oberbürgermeister Stephan Keller.
„Ich freue mich sehr über die Auszeichnung Grossmans, mit der ein Schaffen geehrt wird, das ganz in der Tradition Heinrich Heines Versöhnung und Dialog in den Mittelpunkt stellt.“
David Grossman wurde nach der Jury-Sitzung durch den Düsseldorfer Oberbürgermeister Stephan Keller telephonisch über die Auszeichnung informiert. „Ich freue mich sehr. Eine gute Nachricht in einer Zeit mit so vielen schlechten Nachrichten“, wird Grossman in der Mitteilung zur Auszeichnung zitiert.
Die Jury begründet ihr Votum wie folgt:
„Den Heine-Preis der Landeshauptstadt Düsseldorf 2024 erhält David Grossman, eine der bedeutendsten Stimmen der Gegenwartsliteratur. Seine Prosa ist durchdrungen vom tiefen Verständnis und empathischer Nähe zu den Menschen mit ihren unauflöslich erscheinenden Konflikten. Ganz im Sinne Heinrich Heines tritt er klarsichtig für die Zusammengehörigkeit aller Menschen ein und setzt auf die verbindende Kraft der Literatur. In seinen intellektuell bestechenden, differenzierten Reden und Essays wirbt er unaufhörlich für Frieden und Aussöhnung im Nahen Osten. Er wird nicht müde, der Menschlichkeit eine Stimme zu geben.“
+ Aufhebung des israelischen Einreiseverbots für unabhängige internationale Berichterstatter:innen ins Kriegsgebiet!
+ Keine ungeprüfte Übernahme von Darstellungen von Kriegsparteien in der Berichterstattung! Stattdessen: Quellenvielfalt, Einbettung in den historischen und politischen Kontext, Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit palästinensischen Journalist:innen.
Der Autor unseres Schriftenreihen-Bandes 46 | Unbekümmert in den Abgrund. Die Folgen von Konflikt und Besatzung für die jüdisch-israelische Gesellschaft in einem ganzseitigen Gespräch in der ZEIT (aktuell hinter der Bezahlschranke, aber im folgenden ein paar Zitate):
Offenes Haus. Eine hundertjährige Moschee in Berlin
Die Moschee in der Brienner Straße in Wilmersdorf ist ein besonderer Erinnerungsort. Im September 1924 begannen die Arbeiten an dem Kuppelbau mit seinen beiden hohen Minaretten. Die Lahore Ahmadiyya-Bewegung im Islam, eine muslimische Reformbewegung aus dem damals britisch kolonisierten Indien, beauftragte den Bau. Sie ist die älteste noch bestehende Moschee in Deutschland und wird bis heute von der Gemeinde genutzt.
Die Architektur zeugt vom Selbstvertrauen ihrer Gründer, die Kontakt zum intellektuellen deutschen Milieu suchten. Auch für diasporische Gemeinschaften muslimischen Glaubens, die damals bereits in Berlin lebten, wird die Moschee zum Ankerpunkt. In der Moschee begegneten sich zwischen den Kriegen verschiedenste Lebensentwürfe: Spiritualität und Lebensreform, antikoloniale Netzwerke und kosmopolitische Weltsichten, Freundschaften, Ehen und Familien. Das änderte sich im Nationalsozialismus. Nach dem Krieg gelang der Neuanfang.
Anläßlich des einhundertjährigen Entstehens ruft die Ausstellung die Geschichte dieser Moschee in Erinnerung, und die Geschichte derjenigen, die eine bald blühende Gemeinde aufbauten. Als ab den 1960er Jahren die Arbeitsmigration neue muslimische Gemeinden in West-Berlin befördert, ist die besondere Gründungsgeschichte der Moschee in Wilmersdorf weitgehend in Vergessenheit geraten.
Das Gemeindearchiv wurde vor wenigen Jahren bei Sanierungsarbeiten geborgen. Dokumente aus der Gemeindeverwaltung, Missionsschriften und viele Photographien werden in der Ausstellung gezeigt. Erinnerungsstücke aus weiteren privaten Familienarchiven unterstreichen die besondere Bedeutung der Moschee in vielen Berliner Lebenswegen.