Weltweites Friedensgebet am 26. März

Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK/WCC) lädt am 26. März 2026, 15.00 Uhr zu einem weltweiten Friedensgebet für den Nahen Osten ein.

Nachtrag 28.3.2026:

For those who participated live: the prayer offered a profound space for lament, hope, comfort, and solidarity, woven together through Psalms, music, and the spoken word. Voices from across the globe —Including Prof. Dr Michel Abs of the Middle East Council of Churches, Bishop Prof. Dr Heinrich Bedford-Strohm, Patriarch Theophilos III of Jerusalem, and youth from the region — gave the prayer its breadth and depth. We are grateful for your presence.

If you were unable to join us this time, we warmly invite you to watch the full recording at your own pace:

👉 https://youtu.be/hXwLtwnufRo 

Die Gebetsworte stammen von Christinnen und Christen aus der Region, die angesichts von Gewalt, Trauer und existenzieller Unsicherheit um Unterstützung bitten. Es besteht die Möglichkeit, online teilzunehmen und ein Zeichen für Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung zu setzen.

Angst vor neuen Angriffen, Trauer um getötete Angehörige und große Ungewissheit prägen das Leben vieler Menschen im Nahen Osten. Der anhaltende Konflikt erschüttert die Betroffenen zutiefst und belastet auch die christlichen Gemeinschaften in der Region, die dort zum Teil seit fast 2.000 Jahren leben.

Aufruf zum Friedensgebet am 26. März

Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) ruft deshalb weltweit zu einem Gebet für Frieden im Nahen und Mittleren Osten auf – am 26. März um 15 Uhr MEZ. Die Gebetsworte stammen von Christinnen und Christen aus der Region selbst. Mit dem gemeinsamen Friedensgebet seien laut ÖRK alle Menschen guten Willens eingeladen, „Zeugnis abzulegen von der gemeinsamen Sehnsucht nach Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung ist in diesen bedrückenden und leidvollen Zeiten ein ganz wichtiges Zeichen der Verbundenheit und Solidarität“, so Pfarrer Andreas Goetze, Referent im Fachbereich Interreligiöser Dialog und Ansprechpartner für Christ:innen im Mittleren Osten im Zentrum Oekumene EKHN und EKKW.

Online teilnehmen

Eingeladen sind Kirchen, Gemeinden, ökumenische Partner und alle Menschen rund um den Globus. Wer am Friedensgebet teilnehmen möchte, kann sich anmelden und digital per Zoom dazuschalten:
Registrierung und Teilnahme:
https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_6pNx4VgkSNqUnRzFhoMR7w#/registration

Bitte der Christinnen und Christen aus Nahost-Region

Im Vorfeld hatte sich der ÖRK über die humanitäre, sicherheitspolitische und pastorale Lage der betroffenen Kirchen informiert. An einer Online‑Konsultation nahm auch Bischof i. R. Prof. Dr. Heinrich Bedford‑Strohm, Moderator des Zentralausschusses des ÖRK, teil. Er berichtete, dass Christinnen und Christen aus der Region den ÖRK ausdrücklich gebeten hätten, für sie zu beten. Bedford‑Strohm sagte: „Wir haben zugesagt, ihrem Gebetsaufruf zu folgen und werden alles in unserer Macht Stehende tun, um ein Ende der Eskalation zu fordern.“

Existenzielle Bedrohung

Viele Gemeinden im Nahen und Mittleren Osten stehen unter existenziellem Druck. In Teilen Syriens etwa fühlen sich Christinnen und Christen durch wiederkehrende Militäroperationen bedroht; auch die medizinische Versorgung ist eingeschränkt. Beispielsweise hat das Zentrum Oekumene von einer Frau erfahren, die ihr Kind unter schwierigen Umständen zur Welt brachte: Wegen Personalmangels und begrenzter Versorgung war die Situation kritisch, umso größer war die Erleichterung, dass Mutter und Kind überlebten. Der Nahost‑Experte Matthias Kopp, Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz, warnt daher vor einem möglichen „schleichenden oder sogar eklatanten Christen‑Exodus“.

Sorge des ÖRK über zunehmende Instabilität in der Region und Appell

In einer gemeinsamen Erklärung betonte der ÖRK, dass sich humanitäre Risiken, Leid und Instabilität weiter verschärfen könnten, wenn die Gewalt anhält. Die Erklärung äußert tiefe Besorgnis über Berichte zu möglichen Verstößen gegen das humanitäre Völkerrecht und fordert alle beteiligten Akteure auf, Verantwortung für die Folgen ihres Handelns zu übernehmen. Abschließend heißt es: „Wir lehnen die brutale Logik von Krieg und Herrschaft ab. Wir bitten um Frieden.“

Was ist heute Faschismus?

Ein Beitrag in der ARD Mediathek aus dem Magazin ttt.

Die Philosophin Eva von Redecker definiert und erklärt den Rechtsruck unserer Gegenwart.

Ein Rechtsruck geht um die Welt – überall gewinnen autoritäre Kräfte an Macht und Einfluss. In der Folge werden Minderheiten ausgegrenzt oder körperlich angegriffen. Aber welche Entwicklungen in der Gesellschaft begünstigen dies? Der Faschismus der Gegenwart ist nicht mit dem der Vergangenheit zu vergleichen, er hat eine neue Gestalt, die nicht leicht zu erkennen und noch schwerer zu erklären ist. Mit „Dieser Drang nach Härte“ hat die Philosophin Eva von Redecker eine Analyse des neuen Faschismus vorgelegt, der hilft, ihn zu entschlüsseln und Strategien der Gegenwehr zu entwickeln.

Screenshot aus ttt - Eva von Redecker

Caravan Collective

EIn Fallbeispiel aus der Westbank: The Occupation of the Sun – digital aufbereitet vom Caravan Collective

»Sie nutzen jeden Moment, sobald niemand hinschaut«

Ein Gespräch mit Ziv Stahl auf der Seite von Zenith – Ziv Stahl leitet die israelische Menschenrechtsorganisation Yesh Din, die Siedlergewalt im Westjordanland dokumentiert und Palästinensern Rechtsbeistand bietet.

„Während die Welt Richtung Iran blickt, eskaliert im Westjordanland die Siedlergewalt. Bewaffnete Reservisten, illegale Außenposten: Was dort geschieht, ist kein Randphänomen, sondern staatlich gedeckte Politik. Ein Gespräch mit Ziv Stahl über Verbrechen, die strafrechtlich fast nie verfolgt werden.

Moral Clarity in a Time of Escalation

The Palestinian and Israeli members of Combatants for Peace are united in our profound alarm at the current military escalation between the United States, Israel, and Iran.

As a joint movement committed to nonviolence and to ending the occupation through political means, we firmly reject the belief that expanded military force will bring safety or stability to our region.But why do we feel like this?

A few days ago in the West Bank, two Palestinian brothers were shot and killed by settlers in the village of Qaryut, part of a documented rise in settler violence and displacement that human rights organizations and UN monitors have repeatedly warned the world about. Such attacks are not isolated eruptions of chaos; they unfold within a system of occupation that fragments Palestinian life, weakens accountability, and entrenches a reality of unequal rights that corrodes any genuine prospect for peace.

In Israel, civilians have been killed and injured by Iranian missile strikes on residential areas, a stark reminder that when confrontation escalates between states, it is ordinary people who absorb the consequences. International humanitarian law is unequivocal: civilians must never be targeted, and indiscriminate attacks on populated areas are unlawful. As governments invoke deterrence and security to justify their actions, Israeli and Iranian families mourn loved ones as the confrontation spreads. Official statements speak in strategic terms; on the ground, it is grief that endures.

We refuse the hierarchy of grief that measures one life against another, and we reject the logic that treats civilian deaths as currency in a wider struggle. What binds these realities together is not only escalation between states, but the political structures that normalize and perpetuate harm – occupation, annexation, collective punishment, and regional brinkmanship that treats civilian lives as leverage rather than as equal human beings entitled to protection and dignity.

Moral clarity at this moment requires holding these truths together: opposing attacks on civilians everywhere while confronting the underlying reality of occupation, oppression and entrenched injustice that makes repeated escalation inevitable. Expanding war will not resolve either; it will only prologue the suffering.

If we are serious about protecting civilian life, we must be serious about ending the systems that endanger it. 
In hope,


Donate to Combatants for Peace Today

Kalender 2026 – März

israel & palästina – Zeitschrift für Dialog | Ausgabe 4-2025

Gaza Little Lights provides long term support to between 60 – 90 malnourished infants monthly in North and
South Gaza.
https://chuffed.org/project/114252 – Instagram:gazalittlelights

Es war das elfte Mal, daß im Rahmen von israel & palästina | Zeitschrift für Dialog ein Photobegleiter in Kalenderform für das kommende Jahr erschienen ist:

Kalender 2026


Ethnische Säuberung?

Wenige Begriffe spalten so sehr in der Debatte um Isarel / Palästina – Palästina/Israel:

Hier drei aktuelle Berichte zu Situation:

Vereinten Nationen (OCHR)

Radio Vatikan:

Deutsche Welle

Gazas Zukunft?

European Council on Foreign Relations – Ein Beitrag von Muhammad Shehada (Visiting Fellow)

Israelis for Peace

Open Letter for German Action Against Human Rights Violations in the West Bank & More Updates

In the last days, we’ve been collecting signatures for an open letter against the atrocities in the West Bank. Here is a part of it:

“Since the announcement of a fragile ceasefire in Gaza in October 2025, international attention has largely shifted away from the region. However, the Israeli government has continued to severely violate the ceasefire and its human rights obligations, in Gaza and in the occupied West Bank. We call upon Germany, one of Israel’s closest allies, to fulfill its own obligations under international law and its commitment to human rights by acting decisively against these ongoing atrocities.

The situation in the West Bank is deteriorating rapidly. In recent months, there has been a surge in settler violence against Palestinians, particularly targeting herding communities in Area C. These attacks – which include the daily harassment of farmers, targeting of humanitarian activists – Israelis and internationals – and organized raids on Palestinian villages – often occur with the tacit agreement or active assistance of the Israeli military. According to the Israeli human rights organization B’Tselem, more than 44 communities have been displaced since October 2023.

Germany holds a unique position of influence in the West Bank as a primary financial supporter of both the Palestinian Authority and local civil society. While the U.S. has turned a blind eye to the escalation of extremist violence and ethnic cleansing in the West Bank, the many military raids on cities and villages in the region must not enjoy tacit international approval. We urge Germany to shift its policy and pressure Israel to cease the annexation and human rights violations.“

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Jüdisch, postsowjetisch, besatzungskritisch sucht …

Im Nachgang zu unserem DienstagsZoom am 3. Februar, hier ein Beitrag der Autorin in der taz vom 15. Februar 2026