Was der Boden alles noch verbirgt …

Großartige Funde aus byzantinischer Zeit (4./5. Jahrhundert) bei Ashdod endeckt

Die Überreste zeigen nicht zuletzt eine lebendige weibliche Tradition in der alten Kirche.

Ein ausführlicher Magazin-Bericht von Ariel David mit zahleichen Bildern in Haaretz

60 Jahre Orient Institut in Beirut

Ein Blick in den Libanon

Key Visual zur Jubiläumsfeier am Orient-Institut Beirut“

Vom 2. bis 4. Dezember 2021 feiert das Orient-Institut Beirut sein 60-jähriges Bestehen mit einem 2-tägigen akademischen Festprogramm. Neben Workshops und Podiumsdiskussionen zu historischen und aktuellen Themen der Arabistik und Islamwissenschaft, die auch die Bibliothek des Orient-Instituts zur Geltung bringen, wird es Ehrungen langjähriger Weggenossen und eine Foto-Ausstellung zu den Gründungsjahren des Instituts unter der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft geben.

In diesem Jahr feiert das Orient-Institut Beirut sein 60-jähriges Bestehen. „Gerade im Angesicht der mannigfachen Krisen, die unser Gastland Libanon in der letzten Zeit erschüttert haben und noch erschüttern, und nach der Explosion im letzten Jahr in Beirut, die das Institut schwer beschädigt hat, wollen wir dieses Jubiläum besonders festlich begehen“, sagt Institutsdirektorin Birgit Schäbler. „Wir möchten damit vor allem ein Zeichen der Verbundenheit setzen, indem wir Persönlichkeiten ehren, die das Institut seit seiner Gründung loyal begleitet und es durch ihre Forschungen und Veröffentlichungen mit geprägt haben. Das Orient-Institut folgt seit seiner Gründung und avant la lettre dem aktuellen Motto des Bildungs- und Forschungsministeriums ‚forschen mit, nicht forschen über‘, und nichts zeigt dies deutlicher als unser wissenschaftliches Programm und unsere Buchreihen mit ihren vielfältigen Forschungstraditionen, in denen die Kolleginnen und Kollegen vertreten sind.“

Eine Photo- und Buchausstellung widmet sich den Anfangsjahren des Instituts, in denen das ikonische Wörterbuch von Hans Wehr eines der ersten Werke der Forschungsbibliothek war, die ihm einen Workshop widmet. Eine Podiumsdiskussion über den „Mehrwert der Koranwissenschaft“, und eine Podiumsdiskussion zum aktuellen Verhältnis von Islamwissenschaft und Islamischer Theologie, die mit dem gegenwärtigen Forschungsschwerpunkt des Instituts „Relations“ verknüpft ist, runden das akademische Programm ab.

Das Programm zur Veranstaltung finden Sie hier:
https://www.orient-institut.org/fileadmin/user_upload/60_Years_Program_2.pdf

Das Orient-Institut Beirut wurde 1961 durch die Deutsche Morgenländische Gesellschaft gegründet. Es betreibt und fördert Forschung in den Geistes- und Sozialwissenschaften mit Bezug auf die arabische Welt und den weiteren Mittleren Osten.
Das Orient-Institut Beirut wurde 1961 durch die Deutsche Morgenländische Gesellschaft gegründet. Es betreibt und fördert Forschung in den Geistes- und Sozialwissenschaften mit Bezug auf die arabische Welt und den weiteren Mittleren Osten.

Aus dem achten Jahrhundert: Ein Muster an Tradition

Geschichte ist nie abgeschlossen, weder die akademisch betrachtet ’neueste‘ noch die ‚alte‘, und sie ist immer Teil der aktuellen politischen Debatte und erst recht der Konflikte.

Im palästinensischen Jericho haben palästinensische und japanische Archäologen ein kulturhistorisch wertvolles Bodenmosaik aus dem 8. Jahrhundert freigelegt. Eine neue Kulturstätte ist entstanden, die nun für Besucher zugänglich ist und zahlreiche Interessenten nicht nur wegen des im Winter attraktiven Klimas in einer der ältesten Städte der Welt anziehen dürfte. Christian Meier hat das „spektakuläre Bodenmosaik“ gesehen und berichtet vom Ausflug nach Jericho.

„Wäre die Geschichte der Restauration des Bodenmosaiks von Jericho eine alte arabische Fabel, so könnte sie vielleicht „Die Geschichte von den Vögeln und den drei Füchsen“ heißen. Sie lautete in etwa so: Fast ein Jahrhundert nach ihrer Entdeckung sollen die spektakulären Bodenmosaike in einem Badehaus aus dem achten Jahrhundert endlich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Palästinensische und japanische Archäologen entwerfen einen ausgefeilten Plan für ein riesiges Kuppeldach aus Metall, das über das Gebäude gespannt wird, um die frei­gelegten Überreste vor Hitze und Feuchtigkeit zu schützen. Nach fünf Jahren Bauzeit ist alles bereit, da bemerken die Archäologen ein Problem, mit dem sie nicht gerechnet hatten: Vögel, die durch die Metallgitter an den Seiten der Schutzhülle schlüpfen, könnten durch ihre Hinterlassenschaften die Mosaike schädigen. Und auch drei Füchse haben es schon in den Innenraum geschafft.“

Hier der Link zur FAZ

Kalender November 2021

Zum sechsten Mal erschien in israel & palästina | Zeitschrift für Dialog ein Bildbegleiter für das ganze Jahr. 2016 haben wir auf Andere Visionen geschaut. 2017 Erfahrungen aus der Arbeit der Combatants for Peace zum Thema genommen, 2018 waren es Visual Correspondences, zweier junger Frauen, 2019 waren alte Postkarten als Träger für die unterschiedlichen Narrationen zu sehen. 2020 haben uns Photographien von Felix Koltermann durch die realen und imaginierten Landschaften begleitet.

2021 begleiten Gedichte – jeweils in arabisch, deutsch und hebräisch – uns als Dreiklang durch das Jahr, zusammen mit Photos von Andreas Schröder zu jedem Monat. Beim AphorismA Verlag sind noch ein paar letzte Exemplare verfügbar.

Der November wird von der Sure 93 („Der helle Morgen“) des Koran begeleitet.

Neunzehn Mal …

Eine Serie von Portraits … Neunzehn Frauen des Jahrgangs 1991 | Von Nadine Nashef

Hadiyeh | Haia | Dana | Maria | Duaa | Ghada | Haya | Lena | Mai | Nadeen | Rawan | Sajeda | Sameja | Siwar | Waad | Wakar | Serene

https://www.nadinenashef.com/wp-content/uploads/2020/08/NN_WebsiteENlogo_closer-300x201.png

Series of 17 photographs, scanned 8×10 negatives, giclée prints; 2021.

This project began from thoughts about my network of women who have been supportive, safe and influential in my life, especially since I moved to living on my own. These thoughts slowly formed into a desire to situate myself among a generation of women who I feel are living in a time where Palestinian society is going through slow but radical change. A generation who slowly was pushing societal boundaries and questioning their roles in unexpected ways.
As I turn 30 this year, I decided to seek out  Palestinian women who were born in the same year as me to try and create a picture of where we stand today. The result is this work in progress which currently includes 17 portraits of Palestinian women all born in 1991. The portraits were made mainly using a large format film camera and were taken in the place each person feels is their own or their home.

Iber der Grenets / Über die Grenze

20. Nov. 2021, 18:30 – 20:00 Uhr MEZ – Live Digital Event – Kostenfreie und unverbindliche Anmeldung

Einladung zum Podiumsgespräch  „Iber der grenets / Über die Grenze. Jiddische Literatur und Kultur heute“ ein, um dieses spannende und relevante Thema näher zu beleuchten.

Mit „Iber der grenets / Über die Grenze“ erscheint erstmals in einem deutschen Verlag eine umfangreiche Sammlung jiddischer Kurzgeschichten in standardisierter Orthographie. Die Anthologie vermittelt Einblicke in die Lebenswelten einer weltweit zerstreuten Kulturgemeinschaft.

Das Jüdische Museum Berlin und düsseldorf university press | De Gruyter präsentieren diesen Meilenstein im Rahmen eines Podiumsgesprächs zum Thema „Jiddische Literatur und Kultur heute“ und einer jiddisch-deutschen Lesung.

Vortragende: Prof‘in. Drin. Efrat Gal-Ed, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Institut für Jüdische Studien; Tal Hever-Chybowski, Maison de la culture yiddish – Bibliothèque Medem Paris, Directeur, Prof. Dr. Andreas Kilcher, ETH Zürich, Professor für Literatur- und Kulturwissenschaft, Drin. Ane Kleine-Engel, Jüdisches Museum Berlin, Leiterin ANOHA, Prof‘in. Drin. Sabine Koller, Universität Regensburg, Institut für Slavistik, Professur für Slavisch-Jüdische Studien

Zum Buch: Iber der grenets / Über die Grenze – Herausgegeben von Efrat Gal-Ed, Simon Neuberg und Daria Vakhrushova.

Die Anthologie „Iber der grenets / Über die Grenze“ umfaßt Werke von dreißig Autorinnen und Autoren und vermittelt Einblicke in die jiddischen Lebenswelten im Europa der Zwischenkriegszeit, in Nord- und Südamerika, der Sowjetunion und Israel vor bzw. nach der Schoah. Einige der zuvor nur in Periodika publizierten Kurzgeschichten werden hier erstmalig in Buchform zugänglich gemacht. „Iber der grenets“ ist der vierte Band der Reihe „Jiddistik: Edition und Forschung“. Sie ist bislang weltweit die einzige, die moderne jiddische Literatur in wissenschaftlichen Editionen veröffentlicht.

Kommentierte Bibliographie online

Hilfreicher Service der Rosa Luxemburg Stiftung

Linke und Antisemitismus, Nationalsozialismus, Shoah, (links-)jüdische Geschichte, Nahostkonflikt“

Das Projekt, das von Lisa Albrecht, Christoph Gollasch, Peter Ullrich und Florian Weis betreut wird und auf der kommentierten Bibliographie «Linke, Nahostkonflikt und Antisemitismus», erstmals erschienen im Jahr 2012, aufbaut, soll zu einer Versachlichung der Diskussion beizutragen. Im Zentrum steht das Anliegen, Zugänge zu Hintergrundwissen, insbesondere wichtigen Forschungsergebnissen aufzuschließen. Damit soll eine Grundlage zur (selbst-)kritischen Reflexion des schwierigen Themas geschaffen werden. Zugleich soll das Unterfangen anregen, den einseitigen Positionen, schablonenhaften Schuldzuschreibungen und ritualisierten Phrasen komplexere Perspektiven entgegensetzen. Schließlich befinden sich die Gesellschaft und somit auch die miteinander verschränkten Themen in einem steten Wandel. Umso wichtiger, aber auch schwieriger ist es, einen Überblick über die Vielzahl relevanter Publikationen und Debattenbeiträge zu behalten.

Es werden (ohne Vollständigkeit garantieren zu können) einige der aus der Sicht der Betreuenden wichtigen Beiträge zum Themenfeld «Linke, Antisemitismus, Nationalsozialismus, Shoah, jüdisch-linke Geschichte und Nahostkonflikt» in Form von Rezensionen vorgestellt.

Als Darstellung der – aus politisch linker wie wissenschaftlicher Perspektive – elementaren Beiträge ist diese kollektive Bibliographie vor allem für die Nutzung in der politischen Bildungsarbeit gedacht. Doch auch Studierende, Wissenschaftler:innen und alle anderen Interessierte werden sich schnell einen Überblick zum Stand der Forschung verschaffen können. Neben der thematischen Gliederung bietet eine Suche nach Schlagwörtern und Autor:innen weitere Zugänge. Schriften, die in der Bibliothek der RLS oder online verfügbar sind, sind auch direkt verlinkt.

Wie die Debatte selbst ist diese Bibliografie work in progress – Gerade die Übersichtlichkeit der Website scheint noch ausbaufähig.

Literaturhinweise und eigene Beitragsvorschläge werden per Mail erbeten an florian.weis@rosalux.org

The Other Israel Film Festival

Online dabei sein – in Manhatten…

Americans for Peace Now is thrilled to be sponsoring this year’s Other Israel Film Festival, which will take place from November 4-11, both virtually and at the Marlene Meyerson JCC in Manhattan. The Other Israel Film Festival, founded in 2007, presents cinema and television that takes an in-depth look into Israeli and Palestinian societies through human stories and social issues, in order to engage the community, deepen views, challenge perspectives, and drive communities to action.

At the festival, there will be both dramatic and documentary films, as well as panels and events exploring the relationship between history, culture, and identity.  Personally, I am most excited to watch A Reel War: Shalaal, which tells the story of a lost Palestinian film archive seized by the Israeli military.

The film will show some of that never-before-seen footage, while telling the story of the Israeli-Palestinian conflict from a new point of view. Tickets are on sale now for both in-person and virtual screenings.

And, you can use APN’s discount code „PEACEOI21“ to get 20% off individual tickets.

Filmtipp: Die tausend Türen

Ein Film von Daniel Cohn-Bendit und Niko Apel in der ARD-Mediathek

„Ich bin Jude. Was bedeutet das?“, fragt sich Daniel Cohn-Bendit in diesem begegnungsreichen Film. Er bricht auf nach Israel und beginnt eine persönliche Suche nach seinem eigenen Judentum. Die Menschen und Orte, denen er auf seiner Reise begegnet, könnten unterschiedlicher kaum sein, und doch kreist die Diskussion immer um die zentrale Frage dieses Films: Was ist „Jüdische Identität“?
Auf seiner Reise wird er – immer wieder von Neuem – auf sein Verhältnis zum eigenen Judentum zurückgeworfen und gezwungen, es zu überprüfen. Cohn-Bendit diskutiert mit liberalen und ultrafrommen Juden, mit einer Siedlerin in der Westbank, einem Palästinenser in Ost-Jerusalem und sogar mit einem besatzungskritischen Ex-Geheimdienstchef, der zugibt: Wäre er ein Palästinenser, würde er zu den Waffen greifen.“

Und ausführlicher Artikel dazu auf der Website des Süddeutschen Zeitung von Nils Minkmar.

Kalender Oktober 2021

Zum sechsten Mal erschien in israel & palästina | Zeitschrift für Dialog ein Bildbegleiter für das ganze Jahr. 2016 haben wir auf Andere Visionen geschaut. 2017 Erfahrungen aus der Arbeit der Combatants for Peace zum Thema genommen, 2018 waren es Visual Correspondences, zweier junger Frauen, 2019 waren alte Postkarten als Träger für die unterschiedlichen Narrationen zu sehen. 2020 haben uns Photographien von Felix Koltermann durch die realen und imaginierten Landschaften begleitet.

2021 begleiten Gedichte – jeweils in arabisch, deutsch und hebräisch – uns als Dreiklang durch das Jahr, zusammen mit Photos von Andreas Schröder zu jedem Monat. Beim AphorismA Verlag sind noch ein paar letzte Exemplare verfügbar.

Der Oktober wird vom Gedicht „Schatten“ von Amir Or begeleitet