Ökumene als Aufgabe

Heute vor 20 Jahren, am 29. Juli 2002, starb der aus Engers am Rhein stammende Benediktinerabt (Dr. Dr. h.c. mult.) Laurentius Klein, viele Jahre der Dekan des «Theologische Studienjahres« der Benediktinerabtei Dormitio auf dem Zion in Jerusalem.

Laurentius Klein OSB (1928-2002)
Laurentius Klein OSB (1928-2002)

Unter Ökumene hat er immer verstanden als mehr als ’nur‘ das Gespräch unter den (christlichen) Konfessionen, er sah sie eingebunden in eine neues, zukunfsweisendes gemeinsam Unterwegs-Sein aller Zweige der abrahamitischen Familie.

Nachtrag: Inzwischen hat auch die Dormitio auf ihrer FB-Seite eine Erinnerung gepostet.


175 Jahre LPJ

Am 23. Juli 1847 verlegte der Bischof von Rom, Pius IX. p.p., den physischen Sitz des sog. Lateinischen Patriarchats ‚zurück‘ nach Jerusalem und entsandte mit Bischof G. Valerga wieder einen europäischen Kleriker in die Heilige Stadt – mit dem Anspruch eines Patriarchen.


Diese Entscheidung läßt sich nicht verstehen ohne das „neue“ Interesse Europas an der Region und das 1841 errichtete Anglikanisch-protestantische Bistum in Jerusalem … und woher stammten dann in der Folge all die guten neuen Katholik:innen?
Als ökumenisches Zeichen wäre es doch schön, wenn der lateinische (also der römisch-katholische) Bichof in der Stadt einfach nur der (Ritus-)Weihbischof des (griechisch-orthodoxen) Patriarchen wäre…

Über den Stand der Renovierungsarbeiten der Auferstehungskirche

Das Christian Media Center hat aus Anlaß einesGrabungsbesuches der Oberhäupter der Kirchen einen Filmbericht veröffentlicht, der einen kleinen Einblick in laufenden Arbeiten gibt.

Dazu ein Bericht auf der Seite der Holy Land Christian Ecumenical Foundation.

Wie weit ist der Weg zu Gleichheit / zur Gleichberechtigung …?

Es sind oft nicht die großen Gesten und Projekte, sondern die kleinen andministrativen Maßnahmen, die am Ende zählen – Irr Amin folgt den Entwicklungen:

In the framework of a long-term monitoring project, Ir Amim has been closely following the implementation of a five-year plan for socio-economic investment in East Jerusalem called Government Decision 3790 for the „Reduction of Socio-Economic Gaps and Advancement of Economic Development in East Jerusalem.” Adopted in 2018, the Decision allocates NIS 2.1 billion for investment into a variety of fields including: employment, education, transportation, infrastructure, health, and more.

Although Decision 3790 is the first significant step by the Israeli government to attempt to rectify the longstanding neglect of Jerusalem’s Palestinian population, it is also unequivocally driven by political considerations.

From the outset, the decision was effectively presented as an initiative to further apply Israeli sovereignty over East Jerusalem, which carries far-reaching ramifications on the political future of the city and its Palestinian residents.

Rosemary Radford Ruether zu Ehren

13. Juli 2022

|| Eine gesprächsweise Würdigung der am 21. Mai 2022 in den USA verstorbenen großen Befreiungs- und feministischen Theologin, die sich viele Jahrzehnte mit den Fragen der Gerechtigkeit in Israel und Palästina auseinandergesetzt hat ||

Webinar Radforf Ruether

5:00-7:00 pm London / 7:00-9:00 pm Palestine time

Webinar-Link (Sabeel)

Weltwoche für Frieden in Palästina und Israel

Weltweit begangen vom 15. – 22. September 2022

Während dieser Woche, in die auch der Internationale Gebetstag für den Frieden am 21. September fällt, sind kirchliche Organisationen, Gemeinden und Gläubige zum gemeinsamen Friedenszeugnis aufgerufen, in dem sie an Gottesdiensten, Bildungsveranstaltungen teilnehmen und mit ihrem Handeln Frieden und Gerechtigkeit für Israelis und Palästinenser/innen unterstützen.

Der Ökumenische Rat der Kirchen – ÖRK/WKK (Genf) lädt Mitgliedskirchen, religiöse Gemeinschaften und zivilgesellschaftliche Organisationen aus der ganzen Welt ein, sich gemeinsam an einer Gebetswoche für einen gerechten Frieden für alle Menschen in Palästina und Israel zu beteiligen. Weltweit sollen Gemeinden und Einzelpersonen, die auf Gerechtigkeit hoffen, sich in dieser Woche zu friedlichen Aktionen zusammenschließen, um ein gemeinsames internationales Zeugnis zu geben.

Abendlicher Blick über Jerusalem Altstadt

Frauen von gestern und heute

Von den Königinnen, Prostituierten, Kriegerinnen und Heiligen der Vergangenheit bis hin zum Engagement der heutigen Frauen in der palästinensischen Zivilgesellschaft.

Frauenprojekt proTerraSanta.org

Ein ungewöhlichen und ausführlichen Beitrag findet sich aktuell auf der Seite von Pro Terra Santa. Ein kulturgeschichtlicher Durchgang bis in heutige Arebitsbereiche, beschrieben durch Carla Benelli, Leiterin des Vereins für Kulturprojekte Pro Terra Sancta. Und am Ende ein Download-Link zu einem PDF zur Arbeit.

Auch bei einer neuen Regierung…

wie auch immer sie aussehen wird: Viele Fragen bleiben offen, wenn Recht auf Macht / wenn Macht auf Recht trifft…

Aus dem aktuellen Newsletter von Torat Tzedek / Rabbi Arik Asherman

Dear Friends and Supporters,
Will you be in Israel on June 29th in advance of the Hartman Rabbinic Torah Seminar, or for any other reason? – If so, please join us at a crucial Israeli Supreme Court hearing that may decide whether or not the KKL-JNF and Elad settler organization succeed in their unholy alliance to evict the Sumreen family from their home in Silwan, East Jerusalem.

Hier der Link:

Trotz – oder wegen – allem: Brücken bauen mit Gesang

Jede Woche treffen sich jüdische, christliche und muslimische Jugendliche, um gemeinsam zu singen. Und das mitten in einer Stadt, in der Israelis und Palästinenser oft Konflikte austragen.

Aus Jerusalem berichtet Anja Koch auf der Plattform Qantara.

Notstand im Auguste-Viktoria-Krankenhaus auf dem Ölberg

Aus dem Mailing des Jerusalemsvereins in Berlin – auch auf der Gedenkveranstaltung für Reiner Bernstein am heutigen 11. Juni in München wrd um Spenden für das Krankenhaus auf der Auguste Viktoria gesammelt, so wie sein letzter Wunsch war.

Eine ARD-Reportage berichtet über die aktuelle Notlage des Auguste-Viktoria-Krankenhauses auf dem Ölberg. Viele schwerkranke Patientinnen und Patienten könnten derzeit nicht behandelt werden, weil ein EU-Kommissar Zahlungen blockiere.

Sogar die Schließung droht: Das Auguste-Viktoria-Krankenhaus auf dem Ölberg in Ost-Jerusalem ist zurzeit finanziell besonders stark angeschlagen, weil zugesagte EU-Gelder nicht ausgezahlt worden sind. Laut Recherchen der Reporter:innen hält der ungarische EU-Kommissar Olivér Várhelyi  die Mittel zurück. Seine Begründung: Palästinensische Schulbücher hätten antisemitische Tendenzen und müssten überarbeitet werden. Das Krankenhaus muss als Konsequenz die Behandlung von Krebspatientinnen und -patienten unterbrechen.