1947 | 2021 – 29. November

MESSAGE ON THE INTERNATIONAL DAY OF SOLIDARITY WITH THE PALESTINIAN PEOPLE

Erklärung des Generalsekretärs der Vereinten Nationen zum heutigen Tag

On this International Day of Solidarity with the Palestinian People, the situation in the Occupied Palestinian Territory — including East Jerusalem — continues to pose a significant challenge to international peace and security.  Persistent violations of the rights of Palestinians along with the expansion of settlements risk eroding the prospect of a two-State solution.  

The overall goal remains two states living side-by-side in peace and security, fulfilling the legitimate national aspirations of both peoples, with borders based on the 1967 lines and Jerusalem as the capital of both states.

I commend the generous donors who support UNRWA and call for Member States to provide timely and predictable funding to allow the Agency to conduct its vital work.

Together, let us reaffirm our unwavering commitment to the Palestinian people in their quest to achieve their inalienable rights and build a future of peace, justice, security, and dignity for both Palestinians and Israelis.

Hier die Arabische Fassung

Der Truman Institut Atlas des jüdisch-arabischen Konflikts

Verfasser: Dr. Shaul Arieli

Wenn auch unter einem sehr diskussionswürdigen Titel ist am Harry S. Truman Forschungsinstitut für Frieden an der Hebräischen Universität in Jerusalem ein gelungener illustrierter Atlas erschienen, der – mit Unterstützung der Böll Stiftung (Tel Aviv) – auch frei herunterladbar ist (Englisch und Deutsch).

The Truman Institute Atlas of the Jewish–Arab Conflict

The Israeli-Palestinian conflict has already raged for a century, and will probably continue to be the chief concern of the two peoples that live in Israel/Palestine for many years to come. This atlas offers a clear and concise explanation of the development of the conflict in its various aspects, focusing particularly on territorial, demographic, and diplomatic aspects. It begins with the start of modern Jewish immigration to the country and ends at the present day.

Dozens of colored maps present a wealth of information in an accessible form, providing a clear graphic illustration of the historical course of the confl­ict. Concise accompanying texts enhance the maps and create a credible and informative historical narrative.

Was der Boden alles noch verbirgt …

Großartige Funde aus byzantinischer Zeit (4./5. Jahrhundert) bei Ashdod endeckt

Die Überreste zeigen nicht zuletzt eine lebendige weibliche Tradition in der alten Kirche.

Ein ausführlicher Magazin-Bericht von Ariel David mit zahleichen Bildern in Haaretz

Zur Zukunft der Taufstelle…

Jordanien ernennt Experten-Kommission

Entwicklung zwischen religiösem Respekt, historischer Verantwortung und einem attraktiven Profil für Tourist:innen und deren Geld… Öffentliche Präsentation in Jordanien sogar in Anwesenheit des Königs.
Auch Israel will auf der palästinensischen Seite des Jordans investieren…

Jordan has announced plans to develop the site along the Jordan River – where John is believed to have baptized Jesus – into a destination for Christian pilgrims from around the world.
King Abdullah himself attended a ceremony last week to officially appoint the board which was formed last year to provide a strategic vision to develop the site. The plan includes improving the infrastructure to accommodate more pilgrims and establishing a village with hotels and hospitality, an area for religious ceremonies, as well as agricultural parks and gardens.
“The board will oversee the development of these areas, while ensuring the protection of the Baptism Site as a UNESCO World Heritage Site,” according to the Royal Hashemite website. “The advisory board groups areexperts from around the world in development, tourism, cultural heritage and hospitality, among other key fields.”

Bericht in AllArabNews | Vatikan News

Zusammen – nicht beten, aber Verantwortung übernehmen

Holy Land Jewish, Muslim, Christian, Druze, Baháʼí represtantives urge world to vaccinate

“We believe that our role as senior representatives of the religions of the Holy Land is to stand at the forefront of the battle against the virus and to help the World Health Organization, health ministries, and healthcare systems to defeat the COVID-19 pandemic and save countless lives — by any means that the proper authorities may demand, and in particular the vaccination of all eligible populations.”

Israel’s President Isaac Herzog joins (only male) religious leaders in Israel to call for believers to get vaccinated against COVID-19, and to pray for the afflicted, November 11, 2021
(Photo: Kobi Gideon/GPO)

Hier der Bericht in der Times of Israel.

Aus dem achten Jahrhundert: Ein Muster an Tradition

Geschichte ist nie abgeschlossen, weder die akademisch betrachtet ’neueste‘ noch die ‚alte‘, und sie ist immer Teil der aktuellen politischen Debatte und erst recht der Konflikte.

Im palästinensischen Jericho haben palästinensische und japanische Archäologen ein kulturhistorisch wertvolles Bodenmosaik aus dem 8. Jahrhundert freigelegt. Eine neue Kulturstätte ist entstanden, die nun für Besucher zugänglich ist und zahlreiche Interessenten nicht nur wegen des im Winter attraktiven Klimas in einer der ältesten Städte der Welt anziehen dürfte. Christian Meier hat das „spektakuläre Bodenmosaik“ gesehen und berichtet vom Ausflug nach Jericho.

„Wäre die Geschichte der Restauration des Bodenmosaiks von Jericho eine alte arabische Fabel, so könnte sie vielleicht „Die Geschichte von den Vögeln und den drei Füchsen“ heißen. Sie lautete in etwa so: Fast ein Jahrhundert nach ihrer Entdeckung sollen die spektakulären Bodenmosaike in einem Badehaus aus dem achten Jahrhundert endlich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Palästinensische und japanische Archäologen entwerfen einen ausgefeilten Plan für ein riesiges Kuppeldach aus Metall, das über das Gebäude gespannt wird, um die frei­gelegten Überreste vor Hitze und Feuchtigkeit zu schützen. Nach fünf Jahren Bauzeit ist alles bereit, da bemerken die Archäologen ein Problem, mit dem sie nicht gerechnet hatten: Vögel, die durch die Metallgitter an den Seiten der Schutzhülle schlüpfen, könnten durch ihre Hinterlassenschaften die Mosaike schädigen. Und auch drei Füchse haben es schon in den Innenraum geschafft.“

Hier der Link zur FAZ

Einlaß – nach 20 Monaten

Seit dem 1. November können wieder (mehr) Tourist:innen kommen …

Under the new regulations, only tourists who have been vaccinated during the 180 days before they boarded the plane will be allowed to enter Israel. Fourteen days days must elapse between the traveler’s second or third shot and entry to Israel (for Johnson & Johnson, one dose is required).

Only tourists from countries that aren’t defined as “red” due to high infection rates will be allowed in, although currently there are no countries labeled as such.

Gotha Manuscript Talks

20. Oktober 2021, 18.15 Uhr

Link zur Veranstaltung: https://uni-erfurt.webex.com/meet/veranstaltungen.fb

Eine Handschriftensammlung als Spiegel ihrer Besitzer – was die arabischen Handschriften der Kustodie des Heiligen Landes in Jerusalem über das Interesse der Franziskanermönche an ihrer Lebensumwelt verraten

Dr. Carsten Walbiner

Als offizielle vatikanische Hüter der heiligen Stätten in Palästina sind die Franziskaner der älteste katholische Orden mit einer ununterbrochenen Präsenz in der arabischen Welt. Die Kustodie des Heiligen Landes in Jerusalem, die ursprünglich auf dem Zionsberg beheimatet war, ehe sie ihren jetzigen Platz im Erlöserkloster im christlichen Viertel der heiligen Stadt fand, beherbergt eine ungemein reiche Sammlung an Büchern, Handschriften und Archivmaterial.

Der Vortrag von Dr. Carsten Walbiner wird sich den arabischen Handschriften widmen, die in Sankt Salvator verwahrt werden. Die Leitfrage wird dabei sein, inwieweit diese Dokumente Zeugnis für ein Interesse und tieferes Verständnis seitens der Franziskaner gegenüber jener arabischen Gesellschaft ablegen, in deren Mitte sie lebten. Entwickelten sie ein vergleichbares Interesse an den intellektuellen und literarischen Errungenschaften des Islam, das aus den Sammlungen der melkitischen Mönchskongregationen des Libanon herausgelesen werden kann? Fanden die Traditionen der vielen lokalen christlichen Gemeinschaften Berücksichtigung? Besondere Aufmerksamkeit wird dem 19. und frühen 20. Jahrhundert gewidmet werden. Gibt es Spuren der bekannten arabischen Nahḍa in den Handschriftenbeständen der Bibliothek? Inwieweit finden die massiven politischen Veränderungen, die sich in der späten Osmanen- und frühen Mandatszeit vollzogen, Widerspiegelung in den Manuskripten? Traten die Franziskaner in Jerusalem selbst als Autoren hervor und falls ja, welche Themen wurden behandelt?

Die Analyse wird sich auf den publizierten Katalog von Vincent Mistrih (2000) stützen, der 65 Handschriften umfaßt, sowie die vom Verfasser zwischen 2013 und 2020 vorgenommene Untersuchung von 65 weiteren, bisher nicht katalogisierten Manuskripten. In einem kleinen Exkurs werden auch die frühen Drucke der franziskanischen Presse einer Betrachtung unterzogen. Auch wenn die Sphäre des Lernens und der Gelehrsamkeit im 19. Jahrhundert immer noch von handschriftlichen Manuskripten geprägt war, änderte sich die Situation doch in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts, und die Franziskaner gehörten mit ihrer Tipografia Franciscana zu den Vorreitern einer Druckkultur in Palästina.

Dr. Carsten Walbiner, derzeit für den DAAD in Beirut/Libanon tätig, ist ein Spezialist für das arabische Christentum in der Osmanenzeit. Er ist Mitglied der Forschungsstelle Christlicher Orient an der Universität Eichstätt-Ingolstadt und Sektionsherausgeber für christlich-arabische Texte im internationalen Großprojekt “Christian Muslim relations, a bibliographical history (CMR)” (Birmingham/Leiden). Seine wissenschaftlichen Arbeiten basieren in einem hohen Maße auf handschriftlichen Materialien. Aktuell arbeitet er an der Katalogisierung der Sammlung Rehm (Kloster Andechs) sowie der noch nicht erfassßten arabischen Handschriften der Kustodie des Heiligen Landes in Jerusalem.

Die Tore öffnen sich .. (bald)

Touristische und andere Reisen nach Israel und Palästina bald wieder möglich

Die Zeichen mehren sich, daß bald wieder (mehr) Reisen ins „Heilige Land“ möglich sein werden. Hier einige Informationen dazu:

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HCEF: Pilgrimages to the Holy Land, Update on health protocols.

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Radio Vatikan online: Heiliges Land: Pilgerfahrten wieder möglich

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Israel Could Soon Reopen to Tourists. Here’s What You Need to Know

Vaccinated citizens from 40 countries could be welcomed back in Israel as early as November 1, but U.S. tourists will likely need to request individual approval to get into the country (PDF)

Der Patriarch des Volkes

Verzweiflung und Hoffnung aus dem Heiligen Land

Eine Hybrid-Veranstaltung am 24. September 2021 um 18:00 Uhr über und mit Patriarch em. Dr. Michel Sabbah

Der Priester und ehemalige Präsident der katholischen Universität Betlehem, Dr. Michel Sabbah, war von 1987 bis 2008 das Oberhaupt der katholischen Kirche von Israel, Palästina, Jordanien und Zypern. Johannes Paul II. p.p. hatte den Palästinenser 1987 zum Lateinischen Patriarchen von Jerusalem ernannt. 2008 stimmte Benedikt XVI. p.p. zu, daß Patriarch Sabbah sich im Alter von 75 zur Ruhe setzte. Von 1999 bis 2007 war Patriarch Sabbah Präsident von pax christi international. Er ist immer noch aktiv in vielen Initiativen und Aktivitäten, um seine humane und spirituelle Botschaft in Palästina und in der Welt zu verbreiten.


Im Rahmen der weltweiten Ökumenischen Woche für Frieden in Israel und Palästina des Weltkirchenrates.

Veranststaltung – Programm