Am Abend des 29. Oktober

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Am Abend des 28. Oktober

Daniel Bax schreibt auf qantara.de einen Kommentar mit Blick auf die Wahrnehmung der Palästinenser:innen bei „uns“:

Mati Shemoelof schreibt im Rahmen der Open-Source-Initiative der Berliner Zeitung über seine Zerissenheit in/an der aktuellen Situation:

Und mit Jonathan Shamir schauen wir in JewishCurrents über unsere deutsche Debatte hinaus und ordnen die Entwicklungen in einen europäischen Kontext ein:

Am Abend des 27. Oktober

As this time of violence and unfathomable loss threatens to divide us, Combatants for Peace calls on us to come together. Please join CfP this Sunday, October 29th, for a conversation, „Solidarity: A Path to Liberation.“

The talk will be led by Palestinian activists, Rana Salman and Souli Khatib, and Israeli activists, Eszter Koranyi and Avner Wishnitzer. It will be moderated by the Director and Producer of „Disturbing the Peace,“ Stephen Apkon, and A’ida Shibli, Palestinian Bedouin activist and co-worker at the Tamera biotope in Portugal.

Sunday October 29th 9pm Jerusalem | 7pm London | 1pm New York

Click here to join the meeting; Join the Zoom – A Path to Liberation

Am Abend des 25. Oktober

Der 19. Tag – was läßt sich noch sagen? Wohin schauen, um jenen Teufelskreis der Gewalt, der mit dem 7. Oktober begonnen wurde, zu durchbrechen? Was soll, was kann, was muß „danach“ kommen?

Ein Blick auf ein Webinar am 29. Oktober … (Register): Solidarity speaks

Am Abend des 24. Oktober

Solche Stimmen gehen leicht verloren oder unter, aber sie haben einen wichtigen Platz, +972.mag hat einige in ihrem Mailing zusammen getragen!

Am Abend des 23. Oktober

Auch in so schwierige Tagen, deren Ende noch nicht abzusehen ist, gibt es brennende Fragen und dringende Analysen, gerade mit Blick auf den Gaza-Streifen und die menschlichen Katastrophen, die dort jetzt täglich geschehen – Gibt es einen Weg aus der Spirale von Gewalt und Vernichtung…?

Dalia Scheindlin (Policy fellow at The Century Foundation) fragt in Ha’aretz in einem langen Artikel danach, ob die Blockade richtig war/ist, was die Perspektiven sind, wie mit Fehlern umzugehen sein wird – ohne einfache Antworten zu haben….:

(Screensho, 23.10.2023 (c) Haaretz)

Am Abend des 22. Oktober

Etgar Keret ist einer der bekanntesten Autoren Israels und hat sich immer wieder für einen Frieden mit den Palästinensern ausgesprochen. Ein Gespräch über das, was der Krieg ihn gelehrt hat – und welche Art von Solidarität er sich nun wünscht. (rbb, 21. Oktober 2023)
[Auszug:]

Welche Art von Solidarität wünschen Sie sich?

Ich würde mir wünschen, dass Menschen ihre Augen und ihr Herz öffnen, reflektieren, kritisch sind, wenn sie helfen wollen. Ich habe das Gefühl, dass wir in einer Zeit leben, in der Aktivismus bedeutet, jemand anderen zu beleidigen und anzugreifen. Hier im Nahen Osten haben wir Bedürfnisse. Wirkliche Bedürfnisse. Aktivismus heißt also Medikamente schicken, Freiwilligenarbeit leisten. Ich schätze jeden, der Freiwilligenarbeit für Palästinenser leistet und der Israelis hilft. Wenn man etwas machen möchte: Macht etwas, das menschlich ist.

Zur Ergänzung ein Interview mit E.Keret im Stern (13. Oktober 2023).

Am Abend des 21. Oktober

DIe Zerissenheit und die Spannung aushalten, die Menschen nicht auch noch in unseren Herzen trennen, ernstnehmen, wie unterschiedlich die Zugänge sind, wie verschieden die Verbindungen sind und wir am Gemeinsamen, am Zusammendenken festhalten wollen, dazu zwei Hinweise:

Die Wochenzeitung DIE ZEIT bringt Stimmen junger Deutsch-Palästinenserinnen, die es aktuell noch schwerer als sonst haben, gehört, gewürdigt zu werden.

Rabbiner Andreas Nachama (Berlin) im Interview mit dem Tagesspiegel:

(…)

Am Abend des 19. Oktober

In (hoffentlich) allen Medien stellen sich diese Fragen. An diesem Abend fogt hier ein Brief des Verlegers/Herausgebers von Jewish Current*, Daniel May, der die Spannungen und Zerrissenheiten, aber auch die Herausforderungen bemerkswert klar und eindringlich benennt.

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Am Abend des 9. Oktober

Hin und hergerissen in diesen Tagen zwischen all den Nachrichten, all der Gewalt, all dem Haß – es ist nicht einfach noch Worte zu finden: Wo wird diese Blutvergießen enden und wann? Was ist das Schicksal der Geiseln, wohin sollen die Menschen flüchten, die nicht flüchten können und nicht beteiligt sind … so viele offene Fragen, die Wut, die Trauer, der Schmerz der Menschen, das Schicksal der Freund:innen in Israel und Palästina so ungewiß … die Region am Abgrund zu noch mehr Gewalt.

Drei kleine Hinweise, unfertig, unzulänglich und suchend:

Ein Zitat aus der Erklärung der EMS (Stuttgart), das kein einfaches sowohl als auch sein soll, sondern Auftrag zu echter Freundschaft …

  1. Die Stellvertreterkriege, die Israel- und Palästinafreunde weltweit auf der Straße, an Hochschulen und in den sozialen Medien gegeneinander führen, sind nicht dazu geeignet, zu konstruktiven Lösungen im Nahen Osten beizutragen. Insbesondere in diesen Tagen wird häufig gefordert, sich ganz für die eine und gegendie jeweils andere Seite zu positionieren. In der Folge solcher Forderungen, die teilweise mit ebenso starken wie verständlichen Emotionen vorgetragen werden, scheinen auch die letzten offenen Gesprächskanäle zwischen den unterschiedlichen Positionen abzureißen. Wir werden solchen Forderungen nicht nachgeben, sondern mit allen im Gespräch bleiben, die weiter an einem Miteinander in Frieden und gerechten Beziehungen arbeiten.

Zwei Pole der aktuellen Reflektionen:
Ein kurzes Gespräch mit Tom Segev im ORF – Konflikt der keine Lösung hat

Ein Zitat aus einem ausführlichen Papier der International Crisis Group

Today, all signs point to Israel and Hamas fighting things out, with devastating consequences. Ideally, the hopelessness of the continued confrontation will blow new life into moribund peace efforts, including by empowering peace camps in both Israel and Palestine. Fresh thinking on that front cannot start early enough. For now, though, world powers should counsel restraint, at least behind closed doors, even as they publicly excoriate Hamas for the attack, lay the groundwork for attempts to bring about a ceasefire and hold on to the small hope that the power balance at that point opens space for a way forward that does not repeat the destructive patterns of the past.

Bruchstücke, Mosaiksteine, keine Anworten in der Situation, die uns alle mit sovielen Fragen zurückläßt und wir wissen wohl nur, daß es trotz allem keine einfachen Antworten gibt. (rzw, 9.10.2023)