Am Montag, 12. Juli 2021 findet die zweite gemeinsame online veranstaltete Zeremonie der Compatants for Peace zur Erinnerung an die Nakba statt, der bei vorheriger Registrierung live beigewohnt werden kann.
Wie gelingt Aufklärung in der Schule? Online-Materialkoffer erschienene
Die Corona-Pandemie verunsichert viele Menschen. Das begünstigt die Verbreitung von Verschwörungstheorien. Auch Kinder und Jugendliche sind zunehmend mit diesen konfrontiert. Wie Lehrerinnen und Lehrer dieses komplexe Thema im Unterricht aufgreifen und zu einem kritischen Umgang mit Querdenkern und Co. anregen können, zeigt der Politikdidaktiker Prof. Dr. Andreas Petrik von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) in einem Beitrag im Fachjournal ‚Gesellschaft. Wirtschaft. Politik'“. Er entwickelte einen konkreten Vorschlag für eine Unterrichtseinheit, in der sich Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen Verschwörungstheorien auseinandersetzen sollen.
„Der Verschwörungsglaube erschüttert die Grundfesten unserer Demokratie. Im schlimmsten Fall führt dies nicht nur zur Politikverdrossenheit und Wissenschaftsfeindlichkeit, sondern zu Gewalt, wie wir beispielsweise bei den Querdenken-Demonstrationen sehen können“, sagt Prof. Petrik, der an der MLU Didaktik der Sozialkunde und politische Bildung lehrt. Schulen hätten die Aufgabe, Kinder und Jugendliche über Verschwörungstheorien und die rhetorisch-manipulativen Mittel, die zu ihrer Verbreitung genutzt werden, aufzuklären, so Petrik.
Manifest der Zivilgesellschaftlichen Organisationen
Schluß mit der Lethargie gegenüber der AfD und ihrer Stiftung!
Dreizehn prominente zivilgesellschaftliche Organisationen rufen im Sommer 2021 in einem „Manifest der Zivilgesellschaft“ die Fraktionen im deutschen Bundestag dazu auf, ihre apathische Haltung gegenüber Parteien wie der AfD und ihrer Desiderius-Erasmus-Stiftung aufzugeben. Sie sollen schnellstmöglich ein Demokratiefördergesetz auf den Weg bringen, das sicherstellt, daß Verfassungsfeinde keine Steuergelder erhalten.
Die Jerusalemer Erklärung bleibt weiter in der Diskussion, damit hat sie schon ein wichtiges Ziel erreicht, nämlich kontroverse Auseinandersetzung, aufrichtiges Ringen im besten Falle. Hier der Beitrag von Sarah Judith Hofmann auf der Platfform Qantara.
Über den Weg als Panzersoldat der Roten Armee bis zur Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz und Lehren aus dem Zweiten Weltkrieg. Sevim Dagdelen (MdB Die Linke) im Gespräch mit David Dushman.
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Gedenken und Verantwortung – 80 Jahre Überfall auf die Sowjetunion
Eine Veranstaltung der Bundestagsfraktion Die Grünen (16.00 im Livestream), später auf Youtube.
Claudia Roth MdB, Vize-Präsidentin des Deutschen Bundestag | Agnieszka Brugger MdB, stellv. Fraktionsvorsitzende | Manuel Sarrazin MdB, Sprecher für Osteuropapolitik | Dr. Irina Rebrova, Zentrum für Antisemitismusforschung TU Berlin | Uwe Neumärker, Historiker und Direktor des Mahnmals für die ermordeten Juden Europas | Irina Scherbakowa, Historikerin, Autorin, Gründungsmitglied MEMORIAL | Katja Petrowskaja, Ukrainische Journalistin und Autorin, Trägerin des Ingeborg-Bachmann-Preis | Serhij Zhadan, Ukrainischer Autor – Künstlerische Beiträge von Juriy Gurzhy, Wladimir Kaminer, Koob Dele und Sasha Lurje.
Eigentlich soll man:frau mit Superlativen ja vorsichtig sein – aber diesen Beitrag in der Berliner Zeitung sollte gelesen haben, wer zu aktuellen Debatte eine vernüftige, pointierte und zudem auch eloquent geschriebene Position sucht: Hanno Hauenstein in der Berlienr Zeitung: Antisemitismus in Deutschland: Warum Springer-Medien hysterische Kritik üben
Der Prozeß gegen Adolf Eichmann, der 1961 in Jerusalem stattfand, gilt als Wendepunkt der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Holocaust. Kaum ein anderes Land berichtete ausführlicher über das Gerichtsverfahren als die BRD. Der NDR hatte zwei Korrespondenten entsandt, die in 36 Sendungen der Reihe Eine Epoche vor Gericht darüber hinaus das Land Israel vorstellten. In der DDR wurde keine eigene Sendung zum Prozeß entwickelt, aber sowohl in der Aktuellen Kamera als auch im Schwarzen Kanal wiederholt berichtet.
Die Thematisierung des Prozesses diente hier primär dazu, auf mögliche frühere NS-Täter in der Bonner Regierung zu verweisen. Das spannend zusammengestellte Material aus TV und Presse offenbart die Zuspitzung des deutsch-deutschen Konflikts und die Rhetorik des Kalten Krieges.
Bearbeiterinnen: Tabea Georges, Linda Graul, Anna Kokenge, Vivien Püschel
DVD mit Begleitbooklet: 14,90 € – 978-3-8488-2016-0 – absolut MEDIEN
Online-Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe: Literatur im Archiv – Nachlässe an der Israelischen Nationalbibliothek West-Jerusalem
Donnerstag 24. Juni 2021 | 18.00 Uhr Online – Bitte registrieren sie sich unter: office.cjs@uni-graz.at
Der Nachlaß von Else Lasker-Schüler an der Israelischen Nationalbibliothek ist in vielerlei Hinsicht ein typisches Beispiel für das Schicksal von Exilarchiven. Durch die erzwungene Auswanderung 1933, die Zwischenstation Zürich und den letzten Aufenthaltsort Jerusalem wurden die Manuskripte und Aufzeichnungen der Dichterin mehrfach aus ihrem Zusammenhang gerissen und sind bis heute nicht an einem Ort vereint. Durch die Bemühungen früherer Nachlaßverwalter befindet sich eine große Sammlung zu Lasker-Schüler in (West-)Jerusalem. Die heutigen Möglichkeiten der digitalen Verknüpfung bieten zeitgemäße Lösungen für eine virtuelle Zusammenführung an.
Vortrag: Stefan Litt (Israelische Nationalbibliothek) Kommentar: Caroline Jessen (Deutsches Literaturarchiv ) Moderation: Anne-Kathrin Reulecke (Institut für Germanistik, Karl-Franzens-Universität Graz)
Eine Kooperationsveranstaltung des Centrums für Jüdische Studien der Karl-Franzens-Universität Graz, der Israelischen Nationalbibliothek, des Instituts für Germanistik der Karl-Franzens-Universität Graz und des Lichtenberg-Kollegs an der Georg-August-Universität Göttingen.
Black and Palestinian Christians‘ Struggle for Freedom
Auf der Website von Sojourners – faith in action for social justice, findet sich aktuell ein spannender Beitrag von Matthew Vega (University of Chicago) zum Verhältnis von US-amerikanischer (Befreiungs-)Theologie und Palästinensischer, der nicht erst durch die Debatten um die Ermordung von George Floyd spannend geworden ist. Der Beitrag verlinkt übrigens auch auf ein Christ at the Checkpoint–Panel aus dem letzten Jahr: Injustice anywhere is a threat to justice everywhere. (Hier besonders, aber nicht ausshließlich – interessant Min 39-51).
„Indeed, every theologian’s task is a prophetic task, what Abraham Joshua Heschel called “an exegesis of existence from a divine perspective.” Theologians that do the work of justifying historical unfreedom are creating ideologies, not Christian theologies.“