Im Zentrum steht ein in jeder Hinsicht außergewöhnlicher Vorgang: Der vollständige Schreibprozeß einer Sefer Tora – der handgeschriebenen Rolle der fünf Bücher Mose – wird öffentlich sichtbar gemacht.
Auf dem Vorplatz des Stadtmuseums Dresden entsteht in einem eigens konzipierten, gläsernen Schreibpavillon über 18 Monate hinweg ein Werk, das in jüdischer Tradition als heilig gilt – und nun zum Anlaß für Austausch, Lernen und gemeinsame Erfahrungen wird.
Hier schreibt ein Sofer Stam – ein ausgebildeter Schreiber heiliger Texte – auf koscherem Pergament nach den überlieferten Regeln der Halacha, Buchstabe für Buchstabe, in höchster Präzision und mit tiefer geistiger Konzentration. Ein Akt, der sonst im Verborgenen geschieht, wird so zum kulturellen Ereignis, das die Stadtgesellschaft mit einbezieht – als Zeugin, Fragende, Teilhabende.
On April 20, 2026, the Joint Israeli–Palestinian Memorial Day Ceremony, hosted by Combatants for Peace and the Parents Circle Families Forum, will bring forward a message that challenges entrenched violence and calls upon humanity.
Bereaved families, Palestinian and Israeli, will stand together and refuse to let their profound losses be used to justify more harm. Side by side, they will call for a future grounded in dignity, equality, an end to the occupation, and collective liberation.
This message is not only needed – sharing it is a public act of courage, co-resistance, and vital hope. But it will not spread on its own.
To reach beyond those already listening, it must be lifted up collectively. Here are 3 ways to use your voice:
SPONSOR
We’re deeply grateful to the sponsors who have already stepped forward. It’s not too late to join them.
Do you know a place of worship, campus group, or organization that would stand behind this call? Your connection can make the difference. Sponsoring organizations do more than lend their name. They extend the reach of the ceremony into new communities. Become a Sponsor
GATHER
Around the world, people are organizing satellite gatherings, bringing the ceremony into their cities, campuses, and homes. In doing so, they transform a single event into a shared, global act of participation. Find a Local Satellite Ceremony to Attend
If there isn’t one near you, consider hosting. Even a small group can advance this message into new spaces. Sign up to host here.
RAISE SUPPORT
Join our global network of Ambassadors and play a vital role in advancing the ceremony’s message while raising the funds needed to bring it to life. As an Ambassador, you’ll receive your own personalized page on our Drove campaign site, along with simple tools and support to help you get started and amplify your voice. Get Started – Download the Ambassador’s Guide
At a time when dehumanization and division are accelerating around us, this ceremony offers a clear refusal. A refusal of more violence. A refusal of separation as the only path forward. And a different choice. To choose one another. To choose peace. To begin carving out a path that moves beyond what we have been told is inevitable. Thank you for making that choice and spreading the message.
Eine Ausstellung der Stiftung Topographie des Terrors
Noch lange nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs behaupteten viele Deutsche, nichts von den Massenmorden während der NS-Zeit gewusst zu haben. So wollten sie sich dem Vorwurf entziehen, für die Verbrechen mitverantwortlich zu sein. Bis heute beschäftigt viele Menschen die Frage, was die Deutschen tatsächlich wussten.
Welche Informationen über den Holocaust waren im Deutschen Reich zugänglich? Was nahmen die Deutschen wahr, die nicht direkt an den Taten beteiligt waren und nicht selbst verfolgt wurden? Wie verbreiteten sich damals entsprechende Informationen und Gerüchte? Und was machten einzelne Menschen mit ihrem Wissen? Diesen Fragen geht die Ausstellung nach.
Die Ausstellung besteht aus drei Teilen: „Propaganda“ beleuchtet, was das NS-Regime über die Verfolgung und Ermordung der Jüdinnen und Juden öffentlich bekannt gab. „Hinweise im Alltag“ rückt Gerüchte und inoffizielle Nachrichten über die Massenmorde in den Blick. „Vom Puzzleteil zum Bild“ zeigt, wie einzelne Personen Informationen zusammenfügten, um sich ein Gesamtbild zu verschaffen.
Ein Beitrag in der ARD Mediathek aus dem Magazin ttt.
Die Philosophin Eva von Redecker definiert und erklärt den Rechtsruck unserer Gegenwart.
Ein Rechtsruck geht um die Welt – überall gewinnen autoritäre Kräfte an Macht und Einfluss. In der Folge werden Minderheiten ausgegrenzt oder körperlich angegriffen. Aber welche Entwicklungen in der Gesellschaft begünstigen dies? Der Faschismus der Gegenwart ist nicht mit dem der Vergangenheit zu vergleichen, er hat eine neue Gestalt, die nicht leicht zu erkennen und noch schwerer zu erklären ist. Mit „Dieser Drang nach Härte“ hat die Philosophin Eva von Redecker eine Analyse des neuen Faschismus vorgelegt, der hilft, ihn zu entschlüsseln und Strategien der Gegenwehr zu entwickeln.
Leon Weintraub nahm 1946 sein Medizinstudium in Göttingen auf. Zuvor hatte er mehrere Konzentrationslager überlebt. Seitdem setzt sich der Auschwitz-Überlebende für die Menschlichkeit ein. Im März 2026 erhielt er die Ehrendoktorwürde und den Friedenspreis.
Eine Rezension für H-Soz-Kult von Magdalena Saryusz-Wolska (Deutsches Historisches Institut Warschau)
Polen ist im Kontext der Erinnerungsforschung ein besonderes Land. Die Überreste aller sechs nationalsozialistischen Vernichtungslager – Auschwitz-Birkenau, Belzec, Kulmhof, Majdanek, Sobibor und Treblinka – befinden sich auf dem Gebiet der heutigen Republik Polen. Hinzu kommen Überreste weiterer Lager wie Stutthof, Groß-Rosen oder Plaszow sowie unzählige andere killing sites. Dass die Gedenkstätten des Landes immer wieder Forschungsinteresse hervorrufen, ist also verständlich. Auch die zahlreichen Museen, beispielsweise das POLIN Museum der Geschichte der Polnischen Juden in Warschau oder das Museum des Zweiten Weltkriegs in Danzig, werden seit einigen Jahren immer intensiver erforscht.
In dieser umfangreichen Literatur hat Diana I. Popescu eine relevante Lücke identifiziert und internationale Autor:innen eingeladen, diese zu füllen …
NS-Gedenkstätten sehen sich vermehrt Angriffen ausgesetzt. Entsprechende Straftaten haben in der Mehrzahl einen rechtsextremen Hintergrund, bei jeder siebten Tat besteht ein Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt.
#6 Deutsche Erinnerungskultur – Ein Podcast von dis:orient mit Charlotte Wiedemann
In der sechsten Podcast Folge ist die Journalistin und Schriftstellerin Charlotte Wiedemann zu Gast und spricht über Deutschlands Erinnerungskultur und die ungleichmäßig verteilte Empathiefähigkeit hierzulande. Was hat das mit der derzeitigen Politik der Bundesrepublik bezüglich Palästina/Israel zu tun und was mit der (fehlenden) Aufarbeitung deutscher Kolonialverbrechen? …