Fritz Bauer – Die Kriegsverbrecher vor Gericht

Noch im Exil verfasste Fritz Bauer sein bedeutendes Plädoyer für die Ahndung der nationalsozialistischen Verbrechen – und machte deren strafrechtliche Verfolgung zu seiner Lebensaufgabe.

Fritz Bauer legte am Ende des Zweiten Weltkriegs für ein breites Publikum dar, daßan der völkerrechtlichen Legitimität eines alliierten Strafgerichtshofs, der über die Verantwortlichen des »Dritten Reichs« zu Gericht sitzt, kein Zweifel bestehen könne. Sein Buch erschien bereits 1945 kurz nach Kriegsende auf dem deutschen Markt, nachdem es im Jahr zuvor im schwedischen Original publiziert worden war.

Es zeigt die Gedankenwelt des politischen Emigranten »vor Nürnberg«, spiegelt historisch weit ausgreifend die völkerrechtliche Diskussion wider und gibt Aufschluß über Bauers Erwartungen: Er fordert ein Straftribunal und setzt sich zudem eingehend mit den drängenden juristischen Fragen auseinander. In der Bundesrepublik Deutschland wurde sein Buch in juristischen Fachkreisen ignoriert, dies auch und gerade nachdem Bauer 1949 aus dem Exil zurückgekehrt war. Dennoch wurde Fritz Bauer später Generalstaatsanwalt in Hessen und Initiator des ersten Auschwitz-Prozesses, die strafrechtliche Verfolgung von NS-Verbrechen wurde zu seiner Lebensaufgabe. In seinem aufschlußreichen Nachwort ordnet Joachim Rückert Bauers Buch und dessen Bedeutung in den historischen Kontext ein.

Fritz-Bauer-Schriften, Band 1 – Neu erschienen – OPEN ACCESS

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Sicherheit braucht Recht – für Israelis und PalästinenserInnen

Ungrounding

Tribal Women and Empire-Building

Vortrag von Talha Çiçek // Die Veranstaltung findet im hybriden Format am ZMO statt. 
Link zur Teilnahme: https://zfl-berlin-org.zoom.us/meeting/register/E9iYf5ytShuA7zWWD64bIg

The tribal societies of the Ottoman Middle East underwent significant transformations from the latter half of the nineteenth century onwards, shaped by a complex interplay of the global trends, Ottoman centralization, and the resulting urban-rural intertwinements. While the available scholarship has addressed these developments, it is difficult to claim that they provide adequate contextualization of the female tribal agency. This talk will argue that the women of the Arab tribes played remarkable roles in the adaptation of their communities to Ottoman modernization, using the example of three sheikhas (wives, sisters and mothers of tribal chiefs). They contributed to evolving imperial policies in a negotiating direction. It will focus on how these  sheikhas emerged in the political, social, and judicial spheres of the urban and rural Middle East to defend their community’s interests. In addition, this talk will discuss how the tribal female leadership contributed to the development of the new political and social tools indicating how they actively participated in the tribal resistance against the Ottoman expansionism in early decades of the Tanzimat reformism and the processes of negotiations that followed and resulted with the integration of the tribal groups in the new system of the governance.

Talha Çiçek is an associate professor at the School of History, University College Dublin. Formerly, he was the British Academy Post-Doctoral Fellow at SOAS, England, and Humboldt Experienced Research Fellow at Leibniz-Zentrum Moderner Orient in Berlin. He is the author of the two books, War and State Formation in Syria: Cemal Pasha’s Governorate during World War I (Routledge, 2014) and Negotiating Empire in the Middle East: Ottomans and Arab Nomads in the Modern Era, 1840-1914 (Cambridge UP, 2021). Currently, he is working on the history of the Arabian horse in a global context and leading an ERC Consolidator Grant entitled „Global Capitalism and Rurality: Agency, Commodification and Socio-Ecological Transformation of the Middle Eastern Countryside, 1870-1945“.

„Wie aus Journalismus Propaganda wurde“

Essay von Fabian Goldmann auf dem Portal Jacobin

Zur Quelle die Selbstauskunft: „Jacobin ist eine führende Publikation der sozialistischen Linken. Wir bringen Euch scharfe und lesbare Analysen zu Politik, Wirtschaft und Kultur. 2011 in New York geboren, erscheint Jacobin auf Englisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Griechisch und Niederländisch – und seit 2020 auch auf Deutsch.“

Beschlüsse des Parteitags Die Linke in Potsdam

Dokumentation der Beschlüsse vom 19. Juni 2026

Auf dem Weg zu diplomatischen Beziehungen

22. Juni 2026 | 18.00 Uhr – Zoom Vortrag: Dr. Jonas Hahn

Noch bevor offizielle Beziehungen aufgenommen wurden, trafen sich junge Menschen aus Deutschland und Israel im Rahmen von Studiengruppen. Der Vortrag per Zoom von Dr. Jonas Hahn zeigt, wie diese frühen Kontakte zur Annäherung der beiden Länder Deutschland und Israel beitrugen und den Grundstein für die spätere Zusammenarbeit legten. Weitere Infos und das Anmeldeformular gibt es auf der ASF Homepage.Weniger anzeigen

Ein-Blicke nach Syrien

Mittwoch, 17. Juni 2026 – 18:00 – 20:00 Uhr – Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Genslerstr. 66, 13055 Berlin

Religion und Frieden

Giora Feidman – Seele der Klarinette

arte Mediathek – Verfügbar bis zum 28.Juli 2026

Kurz vor seinem 90. Geburtstag arbeitet Giora Feidman an seinem neuen Album „For A Better World“ – während im Nahen Osten erneut Krieg herrscht. Die Dokumentation begleitet ihn zwischen Tel Aviv, Hamburg und Zürich und zeigt einen Künstler, der persönliche Verluste, politische Realität und künstlerische Verantwortung zusammendenkt.