Hermann Sieben gestorben – r.i.p

Am 13. Januar 2022 ist der langjährige Vorsitzende des deutschen Freundeskreises Wahat al-Salam – Neve Shalom und der Bruno Hussar-Stiftung gestorben.

Ausführlicher Nachruf des deutschen Freundeskreises von WaS/NeSh.

Links im blauen Hemd, gut gelaut auch über 80jährig noch weiter aktiv, auch nachdem er den Vereinsvorsitz niedergelegt hatte. (Aus dem Rundbrief des FK, Mai 2022)

Hier der Hinweis auf die Seite von Wahat al-Salam – Neve Shalom

diAk online – 17. Januar 2022

Was ist los in Palästina ? Wohin steuert Palästina?

Impuls und Gespräch mit Amjad Mitri, von 2018 bis Ende 2022 Weltfriedensdiest (WFD)-Regionalkoordinator in Palästina und Israel (und ab 2023 Kurve Regionalkoordinator Westliches Balkan).

Dienstag, 10. Januar 2023 – 18.-19.00 Uhr

Wir schicken vor der Veranstaltung den Zoom-Link an diejenigen, die sich angemeldet haben: online@diAk.org

diAk-online – 10. Januar 2022

Alles nicht so schlimm – oder kalter Staatsstreich?

Mit der neuen Regierung ist der historische Gründungskompromiß Israels offensichtlich an ein Ende gekommen.  Die Vorstellung eines demokratischen jüdischen Nationalstaates, der durch eine Friedenslösung seine Grenzen sichern könnte, erodierte in den letzten Jahren zusehends.

Mit der Ankündigung der Annexion der Westbank und einer nationalreligiösen Aufladung der Politik in allen Bereichen des öffentlichen Lebens droht Israel nicht nur seine demokratische Konstitution zu verlieren, sondern auch die Traditionen eines liberalen Zionismus über Bord zu werfen.

Vortrag und Gespräch mit dem deutsch-israelischen Soziologen und Philosophen Moshe Zuckermann, Tel Aviv.

Dienstag, 10. Januar 2023 – 18.-19.00 Uhr

Wir schicken vor der Veranstaltung den Zoom-Link an diejenigen, die sich angemeldet haben: online@diAk.org

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Vorankündigung:

Am Dienstag, 17. Januar 2023 – 18.-19.00 Uhr ist Amjad Mitri unser Gast und spricht über die aktuelle Situation auf der palästinensischen Seite.

Nicht die Augen verschließen

Und nicht den falschen Propheten folgen …

Im Podcast Weltzeit von Deutschlandfunk Kultur widmet sich Judith Poppe einem ungewöhnlichen, unbeliebten und sehr widerstänigen Thema, das nichtsdestotrotz oder gerade deswegen viel mehr Beachtung erfahren muß, auch wenn in Zeiten wie diesen es wenig aussichtsreich erscheint, die Regierungen dafür zu gewinnen:

Palästina: Das Tabuthema Holocaust

Bücher über die Shoa gibt in Palästina kaum. Wer über ihn informieren möchte, gilt schnell als einer, der die israelische Besatzung normalisiert, und muß sich auf Todesdrohungen einstellen. Einige Intellektuelle versuchen es trotzdem.

Unter anderem geht es um die Arbeit von Mohammed Dajani, der nicht zuletzt durch seine Reise mit palästinensischen Studierenden nach Auschiwtz bekannt wurde und um seine Arbeit mit und in der Nichtregierungsorganisation Wasatia.

(c) Photo: R.Zimmer-Winkel 2022

oder um den Filmemacher Mohammed Alatar, der 2022 auch mit seinen Arbeiten und Ideen auf Deutschlandreise war; von ihm stammen die Filme The Iron Wall, Jerusalem – the East Side Story, Broken und über Michel Sabbah, eh. Lat. Patriarch von Jerusalem.

Hier kann das das Audio von DLF Kulturheruntergeladen werd en.

israel & palästina 3-2022

Das Heft 3 wurde heute – zusammen mit dem Kalender 2023 (Heft 4-2022) – verschickt…

Die radelnden Ladies von Gaza 

Wieder einmal ein lesenswerter Beitrag auf Qantara.de – und ein neuer Beleg dafür wie kurzsichtig und falsch es ist, an dieser Stelle Mittel der auswärtigen Kulturpolitik einzusparen: Lernen, hinhören, differenzieren <und nicht vergessen>!

„Fahrradfahren gilt für Frauen im Gaza-Streifen als unschicklich. Nur an einem Ort können sie es lernen: bei Rania Shaik. Sie will den Frauen helfen, mit dem Fahrradfahren auch ein bisschen Freiheit zu erleben.“ Von Ziad Bakri

qantara radfahren gaza

Neu in der 9. Auflage …

Kleine Geschichte des israelisch-palästinensischen Konflikts

Von Jörn Böhme und Christian Sterzing, beide Jahrzehnte im diAk aktiv und unseren Anliegen verbunden …

Das Buch bietet einen kurzen, aber multiperspektivischen Überblick über die komplexe Konfliktgeschichte. Auch wird diskutiert, welche Friedensregelungen nach mehr als fünfzig Jahren israelischer Besatzung palästinensischer Gebiete noch denkbar sind und menschen- wie völkerrechtlichen Maßstäben genügen. Ist die international geforderte, aber heftig umstrittene Zwei-Staaten-Regelung noch machbar? Die Spaltung Palästinas, ein Rechtsruck in Israel und der völkerrechtswidrige Siedlungsbau sowie Krisen und Kriege in arabischen Staaten rücken den Frieden in immer weitere Ferne. Die Kernpunkte kontroverser Debatten werden knapp geschildert: eine erste Orientierung in einem vielschichtigen Diskurs.

978-3-7566-1527-8 | 248 S. | 9. überarbeitete, erweiterte und aktualisierte Auflage | 18,00 €

Zusammen denken / Zusammendenken

Im Online-Magazin +972 eine spannende Außensicht, auf das, was in Deutschland mit Blick auf das Dreieck Deutschland Israel-Palästina geschieht – oder jedenfalls, was wahrgenommen wird.

How Palestine became a ‘forbidden word’ in German high schools

From textbooks to trips, Germany’s education system is aggressively pushing a pro-Israel narrative hostile to any Palestinian dissent in the classroom.

By Hebh Jamal – December 5, 2022

No More ‘My Ally, Right or Wrong’

Ein Meinungsbeitrag von Susie Becher, Kommunikationsdirektorin der Policy Working Group, einer Gruppe von Israelis, darunter ehemaligen Mitgliedern des diplomatischen Dienstes und der Sicherheitseinrichtungen des Landes, die sich gegenüber der internationalen Gemeinschaft weiterhin für eine Regelung des Israelisch-Palästinensischen Konflikts auf der Basis der einer Zwei-Staaten-Regelung einsetzen:

„Not only the Israeli left but progressive governments everywhere are reeling from the outcome of the Israeli elections.  It is not so much the decisive victory of the right-wing, pro-Netanyahu camp, whose voters showed utter disregard for the values of honesty, integrity, and truth as characteristics for leadership, that has shaken liberals around the world.  What is far more worrisome is the impressive 12% of the seats in parliament won by the extremist Religious Zionism party, the wretched alliance of the Kahanist Itamar Ben-Gvir with the fundamentalist Bezalel Smotrich that has both Jews and Arabs, quaking at the thought of the racist, reactionary, homophobic, chauvinistic policies they may seek to advance.

Smotrich, Ben-Gvir, senior Likud members, and commentators identified with the right wing are busy trying to assure the public that there is nothing to fear, that the status quo on gay rights, abortion laws, and other issues related to civil rights will be preserved.  It is too early to assume that that will not be the case, to no small degree because of the Religious Zionist leaders’ understanding that the surge in this popularity did not come from a public hungry for halakhic rule but rather from a public that loathes the Arabs among whom we live. Despite assurances to the contrary, there may yet be a turn on the domestic scene that makes the current level of religious coercion in Israel look like a liberal paradise, but what is an absolute certainty is that we will see an increase in anti-Arab discourse designed to delegitimize the Arab political parties and make the entire Palestinian population in Israel appear suspect and entitled to no more than conditional citizenship.  Furthermore, the incoming government – right wing from end to end with a large percentage of religious parties – will be united not only in its objection to the establishment of a Palestinian state but also in its refusal to recognize the very need for a diplomatic resolution of the Israel-Palestine conflict and its portrayal of the expansion of settlement in East Jerusalem and the West Bank as the fulfillment of the destiny of the “chosen people” on its own land.

Germany, as a leading EU member state but, even more importantly, as a country that has committed itself to the defense of the security of the Jewish people and the State of Israel as its raison d’etat, is facing a unique challenge. Its leaders are wondering how Germany can chastise the Israeli Government or impose punitive measures without breaking the promise that lies at the foundation of German-Israel relations and without being perceived as reverting to an antisemitic stance reminiscent of the Nazi era.  The real question, however, is how can it not?

Following the approach adopted by the Biden administration, Europe and Germany in particular must stress that democratic values are fundamental to their relations with Israel and that they expect to see these values upheld both domestically and in its treatment of the Palestinians.

Such a change in German policy would not constitute abandonment of its unwavering commitment to the security of Israel; rather, it would demonstrate willingness to act when Israel strays from the path of justice and democracy because it recognizes that the greatest danger to the security of the state and of world Jewry would be giving license to a racist, fascist government whose policies ignite the Middle East.“