Wir würden auch mit ultraorthodoxen Parteien regieren

„Vor zehn Jahren sagten sie, dass die israelische Linke von Meretz angeführt werde. Heute bangt Ihre Partei um den Einzug in die Knesset. Weshalb stehen die Zeiten so schlecht für Israels Linke?“

Eine Analyse von Markus Bickel, Tel Aviv, Rosa Luxemburg Stiftung

Kulturzeit

Das 3Sat-Magazin „Kulturzeit“ hat den Deutschen Fernsehpreis 2022 in der Kategorie ‚Information‘ gewonnen!

Aktuell (noch bis zum 27.11.) steht in seiner Mediathek ein beachtenswerter Beitrag über die israelische Medienlandschaft.

In der Sendung vom 27. Oktober 2022 ging es um DemocraTV – Israels alternative Medien !

Kulturzeit

Zwei-Staaten? … kein Thema mehr im Wahlkampf in Israel

Während der israelische Premier Yair Lapid auf der Generalversammlung der Vereinten Nationen im September noch betonte, daß Israel einer Regelung mit den Palästinensern sehr offen gegenüberstehe und diese Politik zu befördern sei, und dafür gelobt wurde, ist dies heute kurz vor der Wahl am 1. November kaum noch ein Thema.

Im Gegenteil. Die Gewalt im Westjordanland eskaliert, doch die Frage der Konfliktregelung in Richtung einer Zwei-Staaten-Regelung „schrumpft zum Ende des Wahlkampfs“. Und weiter: „Sogar Premierminister Yair Lapid, der international für seine Unterstützung der Zweistaatenlösung vor den VN gelobt wurde, hat aufgehört, das Thema im Wahlkampf zu vertreten“, schreibt die Kolumnistin Mazal Muallem am 25. Oktober auf dem Nachrichtenportal al Monitor.

Der EU-Vertreter „regret“ / bedauerte die Gewalt des israelischen Militärs im Westjordanland und die Tötung von sechs Palästinensern. Diese Auseinandersetzungen werden anhalten, bis es eine Neuaufnahme von Gesprächen zwischen der israelischen und der palästinensischen Seite gebe und eine entsprechende Regelung vereinbart würde, die die (Sicherheits)Interessen beiden Seiten berücksichtigt.

Inzwischen hat der PLO-Generalsekretär die Botschafter der sog. ‚Münchner Gruppe‘ über die gefährliche Eskalation unterrichtet: Hussain al-Shaikh, der Generalsekretär des Exekutivkomitees der PLO, traf am Dienstag mit den Botschaftern von Ägypten, Jordanien, Frankreich und Deutschland zusammen, wo er sie über die jüngsten Entwicklungen vor Ort informierte. Ziel war einerseits ein Austausch über Mechanismen hinsichtlich der Rolle der Gruppe auf regionaler und internationaler Ebene. Schließlich gehe es darum, gemeinsam dahingehend zu wirken, daß die israelische Seite einseitige Maßnahmen einstellt. Und er dankte den vier Ländern für deren Bemühungen und kontinuierliche Unterstützung für die Notwendigkeit einer politischen Vision, die auf internationaler Legitimität beruht, um die israelische Besatzung zu beenden.

Two-state solution shrinks as campaigning wraps up in Israel

EU expresses regret over killing of six Palestinians during Israeli aggression in West Bank

PLO Secretary-General briefs ambassadors of Munich Group on dangerous Israeli escalation

Erinnerung: Morgen, 25. Oktober

diAk-online: Im Gespräch mit Rasmus Brandt, Ost-Jerusalem | Anmeldung: online@diak.org

DIAK ONLINE RASMUS BRANDT

Neuer Versuch

„Versöhnungsabkommen“ von 14 palästinensischen Fraktionen, darunter Fatah, Hamas, Peoples Party, Palestinian National Initiative und der PFLP, unter algerischer Vermittlung in Algier unterzeichnet.

Mitte Oktober wurde dabei unter anderem vereinbart, daß innerhalb eines Jahres Wahlen (unter Einschluß Ost-Jerusalems) zum Palästinensischen Präsidenten (Ra’is) und zum Palästinensischen Legislativrat (PLC) abgehalten werden sollen … ob es diesmal „funktionieren“ wird, bleibt abzuwarten und liegt sicher nicht nur in den Händen der palästinensischen Seite. Deren gemeinsame Position wäre aber sicher ein wichtiger Bestandteil…

Bedrohliche Mächte oder mächtige Bedrohung?

Konferenz „Strategien gegen Verschwörungsideologien und Desinformation“ am

Freitag, dem 18. November 2022 von 9:00-17:00 Uhr im Deutschen Bundestag

„Gesellschaftliche Krisen und Zeiten der Unsicherheit, wie sie die Corona-Pandemie oder der brutale Krieg Rußlands gegen die Ukraine mit sich bringen, sind ein Nährboden für Fake News und krude Verschwörungsideologien. Aktionen von Corona-Leugner*innen und die rasante Verbreitung von Desinformation im Internet zeigen dies deutlich. Wir nehmen diese Gefahr für unsere Demokratie sehr ernst. Als grüne Bundestagsfraktion wollen wir den Kampf gegen Rechtsextremismus und Verschwörungsideologien sowie für gesellschaftlichen Zusammenhalt entschieden vorantreiben.“

Daher laden wir Sie und euch herzlich zu unserer Konferenz in den Deutschen Bundestag (Paul Löbe-Haus) ein. Anmeldung hier.

Mit dabei: Dr. Konstantin von Notz MdB, Lamya Kaddor MdB, Marina Weisband, Ben Scott, Katharina Nocun, Thomas Haldenwang, …. und viele weitere Abgeordnete und Fachleute.
Die Moderation der Konferenz übernimmt die Journalistin Thembi Wolf.

Jerusalem – so und so…

Die neue australische Regierung widerruft (nach vier Jahren) die Anerkennung West-Jerusalems als Hauptstadt Israels, die britische Regierung unter der neuen, sehr besonders agierenden Ministerpräsidentin, erwägt gerade die Anerkennung…

Hier die Erklärung des Council of the Patriarchs and Heads of the Churches in Jerusalem zu den britischen Überlegungen.

Eine Stadt als Hauptstadt zweier Staaten – warum nicht das anerkennen?

Umdeutung des Islams

Bundesdeutsche Wahrnehmungen von Muslim*innen 1970-2000

Auch online dabei sein ….: https://tinyurl.com/ubn2uhfy. 12. Oktober 2022 – 18.30 Uhr

Der Buchautor Dr. Alexander Konrad (Assoziierter Wissenschaftler am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam) im Gespräch mit Prof. Dr. Udo Steinbach (Leiter des MENA Study Centre der Maecenata Stiftung)

Moderation: Prof. Dr. Frank Bösch, Direktor des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam

Analog in der DAFG-Geschäftsstelle – Friedrichstraße 185, 10117 Berlin

Die Wahrnehmung des Islams in Deutschland hat Auswirkungen sowohl auf die außenpolitischen Beziehungen zur islamisch geprägten Welt als auch auf die innen- und gesellschaftspolitische Stellung der Musliminnen. Vor diesem Hintergrund stellt Autor Alexander Konrad sein Buch vor, das den Wandel der bundesdeutschen Wahrnehmungen von Musliminnen von den Siebzigerjahren bis zur Jahrtausendwende untersucht. In der anschließenden Diskussion sollen die Fäden seiner zentralen Aussagen in die Gegenwart fortgesponnen werden.

Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung (dafg@dafg.eu; Telephon: 030-2064 9413; Fax: 030-2064 8889 oder online) notwendig. Die analoge Teilnehmer:innenzahl ist begrenzt. Eine Anmeldebestätigung wird nicht versandt.

The Second Wave of Arab Uprisings: Moving Beyond Narratives of Defeat and Despair

You are kindly invited to the first EUME Berliner Seminar in the Winter Term 2022/23.

Where: Forum Transregionale Studien (Wallotstr. 14, 14193 Berlin) 

When: Wednesday, 12 October 2022 at 5 pm (CEST)

Zahra Ali (Rutgers University-Newark) – Leyla Dakhli (CNRS / Centre Marc Bloch) – Magdi El Gizouli (StillSudan.blogspot.com) – Cilja Harders (Freie Universität Berlin / EUME) – Jeffrey G. Karam (Lebanese American University / EUME Fellow 2020-23)

The roundtable discussion provides an alternative reading of the second wave of Arab revolutionary uprisings that erupted in 2018, especially in Sudan and later in Lebanon, Iraq, and other Arab states in 2019. By moving beyond narratives and analyses that primarily focus on moments of defeat and despair, the panelists will discuss if and how the uprisings that unfolded in Iraq, Lebanon, and elsewhere ushered a new and important phase in social activism and political subjectivities that deserves attention. By addressing the role of new alternative organizations, including professional associations, syndicates, political movements, and other entities, the roundtable highlights some vital social, economic, and political trends common across various Arab societies.

If you want to attend the seminar, we kindly ask you to register in advance via eume@trafo-berlin.de

For more information, please check our website:

https://www.polsoz.fu-berlin.de/polwiss/forschung/international/vorderer-orient/Termine/12_10_2022_EUME.html

Kritik der Diskriminierung

Über das spannungsreiche Verhältnis von Anti-Antisemitismus und Postkolonialismus

Podiumsgespräch am 13. Oktober 2022, 19:00 Uhr in der Katholischen Akademie in Berlin

An der Diskussion nehmen teil:

Prof. Dr. Dan Diner,
Profin. Drin. Christina von Braun,
Prof. Dr. Gregor Maria Hoff
Als Gastgeber Prof. Dr. Elad Lapidot.

Die Veranstaltung ist Teil des interreligiösen Dialogprojekts „Kohäsion durch Konflikt“.

Ort: Katholische Akademie in Berlin, Hannoversche Str. 5, 10115 Berlin

Die Leo Baeck Foundation (Berlin), die Eugen-Biser-Stiftung (München), der Lehrstuhl für Fundamentaltheologie und Ökumenische Theologie an der Paris-Lodron-Universität Salzburg und die Katholische Akademie bilden das Netzwerk Religion und Demokratie. Die vier Institutionen nehmen sich in dem über mehrere Jahre angelegten Projekt zentraler Konflikt- und Streitfelder im Verhältnis von Religion und Demokratie an. Theoretische Grundlegung, praktische Bildungs- und Dialogarbeit und öffentliche intellektuelle Debatte werden aufeinander bezogen, um Konfliktlinien des interreligiösen Gesprächs auszuleuchten.

Zeitgenössische Debatten zeigen eine wachsende Spannung zwischen dem theoretischen und politischen Kampf gegen Antisemitismus einerseits und dem theoretischen und politischen Diskurs des Postkolonialismus andererseits.

Anmeldung unter info@bohnen-pa.com.