Am 11.Mai 2026 hat der Europäische Rat Sanktionen gegen vier Siedlerorganisationen beschlossen (nachdem die neue ungarische Regierung im Amt war): Amana, HaShomer Yosh, Regavim und Nachala.
Hier ein Hintergrundbericht von Peace Now dazu.

Am 11.Mai 2026 hat der Europäische Rat Sanktionen gegen vier Siedlerorganisationen beschlossen (nachdem die neue ungarische Regierung im Amt war): Amana, HaShomer Yosh, Regavim und Nachala.
Hier ein Hintergrundbericht von Peace Now dazu.

A Jerusalem Voice for Justice: An ecumenical witness for equality and a just peace in Palestine/Israel In these turbulent times.
May 14 commemorates the end of the British Mandate in 1948, a time when our people were driven out of their homes (the Nakba). Today, as they commemorate the 1967 occupation of Jerusalem, thousands of radical Israelis march through the city, sowing fear.
Many of our children and loved ones in this holy and blessed land are living in a state of turmoil, fear, and anxiety about an uncertain future. They are asking: Is constant war our fate, leaving in its wake unending bloodshed, pain, sorrow, and destruction?
As Christians, we are committed to the message of the Gospel. We have repeatedly emphasized that we reject war in all its forms. We reject armed conflict and consistently call for peaceful solutions, reason, and dialogue, which can spare our region further war, bloodshed, destruction, and sorrow.
We had hoped that the war that has erupted between the United States of America and Israel and Iran could be avoided. We continue to believe that agreements could be reached through negotiations and diplomatic channels. Yet today, we hear threats that the war will continue „until victory“. We ask, what kind of victory death, destruction, desolation?
To those who promote war as the only way, we say: war is not the way. We reiterate our call for an end to the bloodshed and destruction. We reject war and threats of war, because we believe that war is an absolute evil, benefiting only warmongers. The losers are civilians and among them the most vulnerable. They pay a heavy price in blood for the sake of the economic and political interests of warmongers.
If we truly seek an end to war in the Middle East, we must all focus on the core issue: the plight of the Palestinian people, who have been suffering since 1948. After October 2023, the catastrophe they face has intensified in the midst of an ongoing war in Gaza, waged to wipe out Palestine and Palestinians. And the war has spread to the West Bank, Lebanon, and beyond. We remind those in this world who need reminding that our Holy Land yearns for equality, justice and peace. The peace we speak of is a peace that guarantees the freedom and dignity of every human being.
For us, humanity is indivisible. Every drop of innocent blood spilled is our blood, precious and unique. Humankind was created in the image and likeness of God. God seeks for each one of us life, security, peace.
We call upon the wise and the reasonable of this world to continue to work tirelessly for peace. Let us silence the language of threats, intimidation, and violence for the sake of our children, the next generation, whose future we are ravaging.
We must not remain silent. Our people are suffering. They are attacked daily by police, soldiers and settlers. They are targeted among all those bearing the brunt of the violence. Those wearing religious attire and religious symbols are not spared in the atmosphere of violence that dominates. Racism is justified within the logic of war. We must tirelessly reject this language of hate and war.
Jerusalem is a holy city. It is venerated by Muslims, Jews and Christians. It is also the center of Palestinian life, culture and society. It is a city in which different peoples, religions and communities encounter one another. The hatred and racism that reign threaten the city’s identity and vocation. Jerusalem is called to be a city of peace, but today it is far from peace.
As Christians in this land, we fervently offer our prayers for this land, for its peace, and for every person suffering and oppressed within it. As Christians, we are called upon today, more than ever, to be a voice for every person who is suffering, oppressed, and tormented. We must be a voice for the voiceless.
This blessed land is our home. It is also a holy land of sacred sites, where Jesus was born, lived and taught, suffered and died, and rose from the dead. We are called to make his voice heard. Through us, he continues to teach equality, justice, peace, forgiveness and reconciliation.
„Blessed are the peacemakers, for they will be called children of God.“
Signatories:
Latin Patriarch of Jerusalem Michel Sabbah (emeritus) | Lutheran Bishop of the Holy Land Munib Younan (emeritus) |Greek Orthodox Archbishop Attallah Hanna | Mr. Yusef Daher | Ms. Sawsan Bitar | Mr. Samuel Munayer | Ms. Dina Nasser | Mr John Munayer | Ms. Sandra Khoury | Rev. David Neuhaus SJ | Rev Frans Bouwen MAfr | Rev Firas Abdrabbo | Mr. Rafi Ghattas | Rev Alessandro Barchi and other members
Zwei durchaus unterschiedliche Berichte dazu auf der Seite vom +972mag:
Und was sagt ein bekannter Besucher – zitiert nach Vatican News


Befreiung, ja, Stunden 0 – doch wohl eher nein…
Eine gute Gelegenheit (noch) einmal online zu schauen, wer von den Deutschen, wer (… unser Großeltern, Urgroßeltern …) im Jahr 1945 Mitglied der NSDAP gewesen ist.
Zugang zu den „Berlin Documents“


Erinnerung an die Nazi-Zeit
in neues Buch für Studierende und Lehrkräfte zeigt, wie Nationalsozialismus und Holocaust im Deutschunterricht zeitgemäß vermittelt werden können. Mitherausgeber ist Professor Dieter Wrobel von der Uni Würzburg.
Wer zu einer älteren Generation gehört, hatte in der Regel Eltern oder Großeltern, welche die Zeit des Nationalsozialismus selbst erlebt hatten und davon erzählen konnten. Für die Schülerinnen und Schüler von heute gilt das nicht mehr – die Ära der Zeitzeugen geht zu Ende.
Auch die herkömmlichen Formate der Erinnerungskultur – wie Gedenkveranstaltungen oder Kranzniederlegungen – erreichen Jugendliche kaum oder gar nicht. Stolpersteine und Straßen- oder Platznamen sind zwar gut sichtbar, bieten den Betrachtern aber oft keinen Kontext.
Wissen muss neu aufgebaut werden
„Für junge Menschen muss das Wissen über die Nazi-Herrschaft und den Holocaust darum didaktisch neu aufgebaut werden, auch im Deutschunterricht“, sagt Professor Dieter Wrobel, Leiter des Lehrstuhls für die Didaktik der deutschen Sprache und Literatur an der Universität Würzburg. Sein Team und er bilden unter anderem Lehramtsstudierende aus, die später an den Schulen Deutsch unterrichten.
Wie aber kann eine zeitgemäße Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus aussehen? Diese Frage beantwortet der neue Sammelband „Praktiken der Erinnerung. Holocaust und Nationalsozialismus im Deutschunterricht der Zukunft“. Dieter Wrobel hat ihn gemeinsam mit den Professorinnen Anja Ballis (LMU München) und Anette Sosna (Universität Greifswald) herausgegeben.
Der Sammelband zeigt unter anderem, welche Möglichkeiten Comics, Graphic Novels, Filme und multimediale Lernformate für den Schulunterricht bieten. Die Autorinnen und Autoren hinterfragen diese Formate aus fachdidaktischer, interdisziplinärer und literaturwissenschaftlicher Perspektive und geben praxisorientierte Impulse für die Gestaltung des Unterrichts. Dabei haben sie besonders die nächste Generation von Lehrkräften im Blick – „denn deren Überzeugungen und Zugänge zur Erinnerungskultur sind ja ebenfalls anders als bei früheren Generationen“, so Dieter Wrobel.
Drei Beispiele für den Unterricht
Der Würzburger Deutschdidaktiker zeigt in einem Beitrag des Buches zusammen mit Dr. Michael Veeh von der LMU München exemplarisch auf, wie mit Comics und anderen Bild-Text-Verbünden Geschichte vermittelt werden kann. Hier drei Beispiele:
* In der Graphic Novel „Der Duft der Kiefern“ (2021) berichtet Bianca Schaalburg von einer Spurensuche in der Geschichte ihrer Familie. Im Mittelpunkt steht nicht die Opferperspektive, sondern die Frage nach einer möglichen Rolle ihres längst verstorbenen Großvaters als Täter. Das Werk ist teils als Collage angelegt, in die Fotos von Stolpersteinen und andere Bilder einbezogen sind.
* An dem Comic-Projekt „Wie geht es dir?“ (2025) hat eine größere Gruppe von Künstlerinnen und Künstlern mitgewirkt. Es zielt auf eine Auseinandersetzung mit der aktuellen politischen Situation in Nahost nach dem 7. Oktober 2023 ab, stellt aber immer wieder Verbindungen zum Holocaust her.
* Alexandra Klobouks „Das geheime Erni-Buch“ (2025) schließlich ist ein hybrides Medium zwischen Graphic Novel und Bilderbuch. Es erzählt die Erfahrungen des Holocaust-Überlebenden Ernst Otto Krakenberger für ein jüngeres Zielpublikum.
Angeknüpft an die „Paderborner Erklärung“
Das Herausgabeteam knüpft mit seinem Band an die „Paderborner Erklärung“ von 2022 an: Darin fordert der Fachverband Deutsch des Deutschen Germanistenverbands eine verbindliche Verankerung von Holocaust-Literatur in den Lehrplänen aller Schularten, gerade auch mit Blick auf das Ende der Zeitzeugenschaft und neue mediale Formen des Erinnerns. Der Verband plädiert ebenfalls dafür, fiktionale Comics, Filme oder digital gespeicherte Zeitzeugen-Interviews in den Unterricht miteinzubeziehen.
Der Sammelband ist 2026 im Wissenschaftlichen Verlag Trier erschienen. Auf den Webseiten des Verlags steht er als Open-Access-Publikation zur Verfügung.

„Praktiken der Erinnerung. Holocaust und Nationalsozialismus im Deutschunterricht der Zukunft“, herausgegeben von Anja Ballis, Anette Sosna und Dieter Wrobel als Band 15 der Reihe „DDG – Beiträge zur Didaktik der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur“. 274 Seiten,
37,50 Euro (Print), ISBN Print: 978-3-98940-109-9 / ISBN Open Access: 978-3-98940-110-5
In der Reihe „Um 7 – Aktuelles im Gespräch“ – Dialog für eine Stunde
Mittwoch, 15. April, 19-20 Uhr (online)
Das „Land der Zedern“ zwischen Trauma und der Suche nach Hoffnungsspuren
Impuls und Gesprächspartnerin: Friederike Weltzien, Pfarrerin i.R. und Trauma-Therapeutin
Moderation: Dr. Andreas Goetze, Zentrum Oekumene Frankfurt/Main
Wie leben die Menschen in einer Situation ständiger Bedrohung? Die israelischen Drohnen begleiten den Alltag und die Bombardierungen gehen täglich weiter. Könnte die Entwaffnung der Hisbollah gelingen und damit dem Libanon die Chance auf einen wirtschaftlichen Aufschwung eröffnen? Welche Perspektiven gibt es für eine bessere Zukunft? Was sind die Hoffnungsmomente?
Friederike Weltzien ist biographisch wie von Herzen eng mit dem Libanon verbunden. Sie wuchs teilweise in Beirut auf und war mit ihrem Mann Uwe von 1999 bis 2008 Pfarrerin in der Deutschsprachigen Evangelischen Gemeinde zu Beirut. Dort bringt sie sich immer wieder, wenn nötig, als Vertretung ein. Ansonsten arbeitet sie als Traumtherapeutin für den Verein Frieden und kultureller Austausch – Libanon e.V. in dem Begegnungszentrum Dar Assalam in Wardaniye, was nach der Zerstörung durch israelische Bomben wieder im Aufbau ist. Sie war zuletzt in den palästinensischen Flüchtlingslagern des Libanon unterwegs, um Sozialarbeiterinnen und Psychologinnen vor Ort fortzubilden.
Zoom-Link | Meeting-ID: 670 0280 4545 | Kenncode: 126811
Schnelleinwahl mobil: +496938079884
Veranstalter: Zentrum Ökumene der EKHN und EKKW in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Limburg (KEB Diözesan-Bildungswerk) und dem Religionspädagogisches Institut der EKKW und EKHN
HRFFB zeigt 24 herausragende Dokumentarfilme vom 10. bis 18. April 2026
Insgesamt präsentiert das HRFFB in diesem Jahr 24 Dokumentarfilme, die ein breites Themenspektrum abdecken: von Klimagerechtigkeit, Konflikten und Frieden sowie Dekolonisierung bis zu wirtschaftlicher Gerechtigkeit, Meinungsfreiheit, Geschlechtergerechtigkeit und Flüchtlingsrechten. Zahlreiche Filmemacher:innen, Protagonist:innen und Aktivist:innen kommen nach Berlin, um mit dem Publikum nach den Filmscreenings zu diskutieren.
Für das vollständige Programm und weitere Informationen zum Festival: www.hrffb.de / Programm
