
Gedenkstätten-Direktor Jens-Christian Wagner über die Gefahr von rechts und Vergleiche mit der NSDAP. Ein Interview von Pitt von Bebenburg.


Gedenkstätten-Direktor Jens-Christian Wagner über die Gefahr von rechts und Vergleiche mit der NSDAP. Ein Interview von Pitt von Bebenburg.

Eine Glosse von Stefan Buchen auf qantara.de
Wer Deutscher werden möchte, soll sich zum Existenzrecht Israels bekennen. Die Regeln für die Einbürgerung sollen entsprechend verschärft werden. Das Land Sachsen-Anhalt ist mit einem besonderen Erlass zum Staatsangehörigkeitsrecht vorangeprescht. …

29. Januar 2024 | 10:00 s.t. – 12:30
Das Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023 und die militärische Reaktion Israels haben weltweit für emotionale und verbitterte Debatten gesorgt. Auch in Deutschland äußern sich bereits bestehende Konfliktlinien in einer neuartigen Vehemenz: auf der einen Seite das Bekenntnis zum Staat Israel aufgrund der deutschen Geschichte. Auf der anderen Seite wird Israel als „Kolonialstaat“ delegitimiert. Der Konflikt äußert sich auf den Straßen, in sozialen Medien und in Hörsälen. Im Vortrag wird der Frage nachgegangen, warum der Nahostkonflikt so viel Emotionalität und Aggressivität hervorbringt und zeichnet Möglichkeiten auf, wie die Debatte differenzierter geführt werden kann.
Freie Universität Berlin lädt alle Interessierten herzlich zu diesem Vortrag ein.

Hörsaal A, Henry-Ford-Bau – Garystraße 35, 14195 Berlin

Die Aufzeichnung der Lesung aus den CORRECTIV-Recherchen
„Geheimplan gegen Deutschland“ vom 17. Januar 2024 sowie den Download
des Textes. Im Rahmen der Lesung im Berliner Ensemble enthüllte das
investigative Team von CORRECTIV weitere Details ihrer Recherche zum
rechtsextremen Geheimplan gegen Deutschland.
Sage niemand, man:frau habe das nicht wissen können …

Harry Nutt im Gespräch mit dem Philosophen Christoph Menke (In: Berliner Zeitung„)
Vergleiche mit der McCarthy-Zeit treffen nicht zu. Aber es besteht die Gefahr, Probleme durch staatliche Überwachung lösen zu wollen.
Aus dem Gespräch:
„Ich halte das für einen falschen Versuch, Antisemitismus zu bekämpfen. Allein die Absicht, hier mit nur einer Definition des Antisemitismus arbeiten zu können und diese staatlicherseits verpflichtend zu machen, ist kontraproduktiv. Man sieht das bei der Frage nach dem Verhältnis von Israelkritik und Antisemitismus. Wie jetzt mit Formeln wie „israelbezogener Antisemitismus“ die Grenze zwischen beidem verwischt wird, zeigt eine Instrumentalisierung des Antisemitismusvorwurfs zu anderen Zwecken.“

Auch wenn das Feature schon etwas älter ist, manchmal lohnt es sich auch in Dinge noch mal reinzuhören und sie mit dem aktuellen Ohr zu hören: Lange Nacht zu Amos Gitai vom DFKultur

Die US-amerikanische Rabbinerin Sharon Brous über Leid und Trauer. Und über Empathie, die keine Grenzen haben darf…
Podcast auf Haaretz – ein bewegendes Hördokument!

Ein herausforderndes Interview hat Naomi Klein Hanno Hauenstein gegeben (veröffentlicht in der Frankfuter Rundschau), das zum Nachdenken anregen müßte, (ohne es gleich damit abzutun, was die Publizisten unterschreibt, unterstützt und gefordert hat).
„Die Geschichte, an die Deutschland sich erinnert, bleibt unvollständig, weil sie den Holocaust als radikalen Bruch mit den anderen genozidalen Zuckungen der europäischen Geschichte verklärt. Deshalb hat die deutsche Erinnerungskultur heute zunehmend diese eingefrorene Qualität. Die Lehre, die sich aus ihr ableitet, besteht im Kern aus einem Regelwerk über Antisemitismus, das in meinen Augen nicht annähernd elastisch genug ist, um auf neue Bedrohungslagen zu reagieren.“
Fragt Prof. em. Moshe Zimmermann – Hier ein längerer Essay über seine Gedanken und Analysen von Ofer Aderet in Haaretz.

