Am 19. April 2023 hat Sabeel, ein ökumenisches palästinensisches Zentum für Befreiungstheologie, das aus der anglikanischen Kirche heraus entstanden ist, online sein neues Buch vorgestellt, die Veranstaltung wurde aufgezeichnet und ist bei Youtube nachhörbar.
Eine deutsche Ausgabe diese Reflektionen, die das Ergebnis mehrjähriger Überlegungen sind, wird 2023 im AphorismA Verlag erscheinen.
Im Freitag hat der Autor Peter Prange einen Gastbeitrag geschrieben: Die Diskussion über rassistische Sprache in Wolfgang Koeppens „Tauben im Gras“ erinnere ihn an eine ähnliche Debatte über seinen letzten Roman „Der Traumpalast“ …
„Nein, wenn wir begreifen wollen, wie wir wurden, was wir sind, dürfen wir uns unsere Vorfahren nicht nach heutigen Maßstäben schönreden, sondern müssen sie beim Wort nehmen, wollen wir aus ihren Fehlern lernen, um uns selbst weiter zu entwickeln. So unerträglich eine solche Vergegenwärtigung der Vergangenheit manchmal sein mag, bleibt uns nichts anderes übrig, als uns ihr zu stellen. „Nur wer weiß, woher er kommt“, so Theodor Heuss, der erste Präsident der Bundesrepublik Deutschland mit Blick auf die problematische deutsche Geschichte, „weiß, wohin er geht.“ Schauen wir also der Vergangenheit ins ungewaschene Gesicht, damit wir den Blick frei bekommen für eine Zukunft, wie wir sie uns erwünschen und wie sie uns lebenswert erscheint.“
In Warschau wurden Photographien entdeckt, die ein neues Licht auf den Aufstand und die Situation werfen und die einen Blick auf die Opfer zeigen, nicht wie bislang nur durch die Linse der Nazis.
Ein Beitrag auf der Seite des Forward (vier Artikel können dort kostenlos eingesehen werden) berichtet über die aufgefunden Bilder, die Zbigniew Leszek Grzywaczewski, ein Warschauer Feuerwehrmann, gemacht hat.
-> Beitrag der Bundeszentrale für politsche Bildeung zum 75. Jahrestag 2018
Nach Jahren ohne eine Messe in Leipzig wird der diAk auf der Leipziger Buchmesse in diesem Jahr ganz analog – auch nicht ’nur‘ analog – mit einem Stand in Kooperation mit unserem Verlag AphorismA, in dem die Zeitschrift israel & palästina erscheint und auch die Schriftenreihe, (Halle 2 Stand F 406) präsent sein – Herzlich willkommen zu einem Besuch!
Wir stellen in Leipzig das neue Heft 1/2023 und den Band 46 (Daniel Bar-Tal) vor
Lesungen und Vorträge von Daniel Bar-Tal gibt es auch in Heidelberg, Berlin und Hamburg (Näheres auch per Mail!)
Immer wieder ist den letzten Monaten von den „Lions’ Den“ die Rede, von ‚kleinen Gruppen junger bewaffneter Aktivisten‘, besonders in der nördlichen Westbank, eine neu-alte Form des Widerstands?
Das neue Papier der International Crisis Group versucht eine Annäherung an das Phänomen, die sie selbst mit dem Tenor anstoßen:
„But both Israel and the Palestinian Authority have found reason to exaggerate the threat they pose to the status quo.“
Ostern – orthodoxer Kalender – 2023 – Während in der Altstadt von Jerusalem die Gläubigen versuchen, die zahlenmäßigen Begrenzungen, die von der israelischen Besatzungmacht erlassen wurden, um Zeuge/Zeugin des Heiligen Feuers aus der Grabeskapelle in der Auferstehungskirche zu werden, zu durchbrechen (Ha’aretzbericht), verbrennen anderenorts junge (jüdische) Israelis ihre Einberufungsbescheide …
Ein Essay in Haaretz von Menachem Klein, emeretierter Professor der Politikwissenschaft an der Bar Ilan Universität
„There is no precedent in Jewish history for the existence of a Jewish state that constitutes a regional power and rules another people. Never before has the Jewish people possessed a combination like this of sovereignty, power and control, which are being exploited to oppress another people.“
„As long as Jewish nationalism is bound up with Judaism as a historic religion and people, equality and partnership of non-Jews in sovereignty cannot be seen as just a secular phenomenon involving a division of power and government. One could of course argue against the self-determination of the State of Israel as a Jewish state, and endeavor to divorce it completely from historic Judaism and from the ideology and practice of Jewish supremacy. Separation of that kind would create an Israeli nation in which all the citizens are equal – a far-reaching move that has failed in the past, in society and in the Supreme Court.“