Vortrag von Professor Derek Penslar (Harvard)

Zionism as Hated Object and Hating Subject

Zentrum für Antisemitismusforschung in Kooperation mit dem New Israel Fund Deutschland

Dienstag 06. Dezember, 18.00–20.00 Uhr

Moderation: Stefanie Schüler-Springorum

This talk traces the interdependence of those who hate and the objects of hatred in two different aspects of Zionism: hatred of Zionism and hatred in the name of Zionism. It begins by exploring the historic relationship between antisemitism and Zionism before turning to more recent expressions of anti- Zionism and the circumstances under which they are and are not hateful. The second part of the talk explores forms of Zionist hatred, particularly hatred of Arabs. It details the suppression and denial of this hatred in Zionist public discourse until the turn of the twenty-first century, when it became socially acceptable and more visible.

Der renommierte Historiker Derek Penslar befaßt sich in seinem Vortrag mit der Verflechtung zwischen denjenigen, die hassen, und den Objekten des Hasses anhand zwei verschiedener Aspekte des Zionismus: Er thematisiert sowohl den Haß auf den Zionismus als auch den Haß im Namen des Zionismus.

Zunächst untersucht er die historische Beziehung zwischen Antisemitismus und Zionismus. Im weiteren Verlauf geht er auf neuere Ausdrucksformen des Antizionismus und die Umstände ein, unter denen sie jeweils haßerfüllt sind oder nicht. Im zweiten Teil des Vortrags werden Formen des zionistischen Hasses untersucht, insbesondere der Haß auf arabische Menschen.

Penslar setzt sich mit der Verdrängung und Leugnung dieses Hasses im öffentlichen zionistischen Diskurs bis zur Wende zum 21. Jahrhundert auseinander, als er zusehends gesellschaftlich akzeptiert und sichtbarer wurde.

Derek Penslar ist William Lee Frost Professor für jüdische Geschichte an der Harvard University in den USA. Zu seinen Veröffentlichungen gehören u.a. Shylock’s Children: Economics and Jewish Identity in Modern Europe (2001), Israel in History: The Jewish State in Comparative Perspective (2006), Jews and the Military: A History (2013), und Theodor Herzl: The Charismatic Leader (2020). Sein Buch Zionism: An Emotional State ist im Druck.

Sein aktuelles Forschungsprojekt ist eine globale Geschichte des Palästinakrieges 1947–1949.

Der Vortrag findet in englischer Sprache statt.

Ort: Hauptgebäude der TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, H 1012
Zeit: Dienstag 06. Dezember, 18.00–20.00 Uhr

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