Antisemitismus und Shoah – Zwischen Historisierung und Gegenwartsbezug

Vortrag und Gespräch zum 79. Jahrestag der Wannsee-Konferenz | Januar 2021

Einführung: Prof. Dr. Michael Wildt, Humboldt Universität, Beiratsvorsitzender der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz: „Volksgemeinschaft und Antisemitismus“

Deborah Hartmann im Gespräch mit Michael Wildt, Marina Chernivsky und Eva Gruberová.

Die Veranstaltung wird am 20. Januar 2021, 19:00 Uhr (MEZ) als Livestream in Deutsch mit simultaner Übersetzung ins Englische und in deutsche Gebärdensprache stattfinden. Über die Chat-Funktion können Fragen an die Teilnehmer*innen gestellt werden. Anmeldung bis zum 19. Januar 2021 per Mail: veranstaltungen[at]ghwk.de.

Wahlen, die Vierte: Episode 4

Vier Wochen noch, bis die Wahllisten für die Wahlen zur nächsten Knesset eingereicht werden müssen – und das Feld sortiert sich weiter.

Aufbau einer jüdisch-arabischen israelischen Partei / A Jewish-Arab Israeli Political Party in the Making?

Ob es eine Zukunft für eine gemeinsame jüdisch-arabische Partei gibt, geht zwar in der Bedeutung weit über die kommende Knessetwahl hinaus, spielt aber auch aktuell schon ein Rolle. Der New Israel Fund weist dazu auf eine Initiative seiner Partner-Organisation J-Link hin, zu der auch weitere sechs Coordinating committee organizations gehören: The Jewish Democratic Initiative (South Africa), J-Amlat (Latin America), J-Call (Europe), JSpaceCanada (Canada), Ameinu (USA) and The Policy Working Group (Israel).

Sinntag, 17. Januar 2021, 13:00 EST/ 19:00 CET on Zoom.

Zur Registrierung für den Zugang geht es hier.

A Jewish-Arab Israeli Political Party in

Wahlen, die Vierte: Episode 3

Vier Wochen noch, bis die Wahllisten für die Wahlen zur nächsten Knesset eingereicht werden müssen – und das Feld sortiert sich weiter.

Die Frage des Verhätnisses von Religion und Politik, die Frage eines / des religiösen Zionismus‘ hat zum Zerbrechen einer Allianz zwischen (Verteidigungsminister) Naftali Bennet, früher Jüdisches Heim, heute Vorsitzender von Hajamin HeChadasch – Jamina [„Die Neue Rechte“] und Bezalel Joel Smotrich, Vorsitzender der rechts-religiösen Partei Tkuma, geführt. Smotrich will nun allein bei den nächsten Wahlen antreten, für ihn könne es keine Zukunft für eine Kooperation mit Yair Lapid, Huldai oder Avigdor Liberman geben, wie der Siedler-Sender Arutz7 und die Times of Israel berichten.

Gedenkkultur: Neue Veröffentlichung der FES in Israel

Erinnerungskultur und Gedenkansätze in israelischen Museen und Gedenkstätten der Shoah

In der neuen Studie des Büros der Friedrich Ebert Stiftung in Israel stellt Juliette Maresté die Geschichte, die Bildungsansätze und den Kontext der israelischen Erinnerungskultur anhand von vier Museen / Institutionen dar. Gleichzeitig wird die Frage der Wege der Vermittlung von Geschichte in Verbindung zum Gedenken aufgeworfen sowie die politische Bedeutung der Shoah in der israelischen Gesellschaft geprüft. Die Veränderungen der israelischen Erinnerungskultur lassen sich an den Museen gut beobachten und geben auch Aufschluß über die Entwicklung der israelischen Gesellschaft in den vergangenen Jahrzehnten.

Hier der Link zum PDF.

Rückkehr an die Taufstelle Jesu

Der Kalender der Lateinischen Kirche feiert am heutigen Sonntag, 10. Januar das Fest der Taufe des Herrn durch Johannes den Täufer am Jordan. 2021 ist dieses Fest auch verbunden mit der Rückkehr der Franziskaner in ihr Kloster am Jordan, daß seit dem 1967er Krieg militärisches Sperrgebiet und (durch vielen Mienen gesichert) unzugänglich war. Am heutigen Tag durften zumindest ein paar erste, sozusagen symbolische Pandemie-Vertreter(innen) wieder pilgernd an den Ort zurück, wo der Custos, Francesco Patton ofm, mit dem neu-alten Konvent den liturgischen Feiern vorstand. Auf das bald wieder mehr kommen können…

Ein ausführlicher Bericht bei Radio Vatikan.

Schützt die ‚Mauer‘ auch vor Covid?

Während sich Israel in einer Mischung von Lockdown und Impfweltmeister zum Musterknaben der Pandemiebekämpung entwickelt, zeigt die Mauer einmal mehr, daß sie sie nicht nur ein Instrument der Herrschaft ist, sondern auch eine Grenzziehung zwischen der „ersten“ und der „dritten“ Welt, zwischen arm und reich ist: Wer kann sich die Impfung(en) leisten, wer hat Zugang zum Impfstoff. Palästinenser und Palästinenserinnen ziehen dabei offensichtlich wieder einmal den Kürzeren.

Hier ein ausführlicher Bericht aus dem britischen Guardian zum Thema und ein Gespräch mit Mustafa Marghouti (Palestinian Medical Relief Society) über die Situation in Palästina.

Wahlen, die Vierte: Episode 2

Fünf Wochen noch, bis die Wahllisten für die Wahlen zur nächsten Knesset eingereicht werden müssen – und das Feld sortiert sich. Die Partei des amtierenden stellv. Ministerpräsidenten Gantz muß gar um den Wiedereinzug fürchten und das Anti-Netanyahu-Lager entwickelt sich, Labour (Avoda) ist einer Fußnote der Geschichte geworden.

Hier ein aktuelle Momentaufnahme einer Umfrage von Channel 12.

Im Gespräch mit Abdalhadi Alijla

Qantara.de: Vertrauen in den Staat ist ein kostbares Gut

Der pälästinensisch-schwedische Politikwissenschaftler Abdalhadi Alijla spricht im Online-Magazin Qantara.de mit Tugrul von Mende über die Krise des Staates im Nahen Nahen Osten. Von Alija erschien gerade ein neues Buch: Trust in Divided Societies.

https://de.qantara.de/sites/default/files/styles/editor_small/public/uploads/2020-12/1_cover_alijla_trust_in_divided_societies.jpg?itok=Pl8hecAp

Warenhaus – Geschichte(n)

In einem zweiteiligen Beitrag hat Daniel Bratanovic in der Tageszeitung Junge Welt einen spannenden (und dankenswerterweise frei zugänglichen) kulturgeschichtlichen Essay veröffentlicht: Tempel der Massengesellschaft.

„Für Antisemiten eine bedrohliche, »dem jüdischen Wesen gemäße« Erscheinung, von den Nazis schließlich enteignet. Zur Geschichte des Warenhauses in Deutschland“

Teil 1 (24. Dezember) / Teil 2 (28. Dezember)

In der Diskussion

Peter Beinart im Gespräch mit den beiden palästininensischen Wissenschaftlern Rashid Khalidi und Nadia Abu El-Haj. Anlaß ist die Erklärung von 122 arabischen Intelektuellen zur „Arbeitsdefinition Antisemitismus“ des IHRA. Beide Gesprächsteilnehmer weisen ausdrücklich darauf hin, daß es einen weltweiten Anstieg an antisemitischen Vorfällen gibt und verurteilen das eindeutig und unmißverständlich. Dennoch dürfe der Einsatz für die legitimen Rechte der palästinensischen Seite nicht danit vermischt oder gar diskreditiert werden: Ein spannendes Gespräch!