Deutung und Moral – Zu den Thesen von Achille Mbembe im Widerstreit

Die Kampfansage, die der bekannte kamerunische Intellektuelle Achille Mbembe gegen die israelische Politik im Namen des Postkolonialismus formulierte, geriet in Deutschland zum Skandal. Aus Anlaß seiner Einladung zur Ruhrtriennale wurde eine Debatte in Gang gesetzt, die einen bereits international schon geraume Zeit andauernden Deutungskampf reinszenierte. Er wurde gerade hierzulande so aufgeladen, weil eine moralische Delegitimierung Israels, Stichwort Boykott, in Deutschland mit ganz anderen historischen Konnotationen verbunden ist.

Der israelische Soziologe Natan Sznaider skizziert in seinem Beitrag die Ursprünge der beiden Narrative. Die großen Katastrophen des 20. Jahrhunderts, der Holocaust und der Kolonialismus, beanspruchen nicht nur wissenschaftlich eine universale Wahrheit, sie leiten daraus auch eine politische Moral ab, die sie unversöhnlich gegeneinander stehen läßt.

„Debatte um den Intellektuellen Achille Mbembe verläuft nach Drehbuch“

Der Berliner Tagesspiegel hat Sznaiders Beitrag unter diesem Titel hier veröffentlicht, wir verweisen hier darauf ausdrücklich mit freundlicher Genehmigung des Autors.

 

 

 

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