‚Game Changer?‘ Naomi Chazan über die Wahl von Avi Gabbay

Neben den seit Tagen andauernden Unruhen und den ‚Status Quo‘ in der Jerusalemer Altstadt (siehe israel & palästina I 2016) ist die Nachricht über den Ausgang der parteinternen Wahlen der israelischen Arbeitspartei hierzulande ziemlich untergegangen. Naomi Chazan legt in ihrem Blogeintrag für die Times of Israel eine lesenswerte Analyse zur Wahl des ‚Außenseiters‘ und Neulings in der Partei, Avi Gabbay, vor.

Naomi Chazan: When religion and nationalism spawn sexism

Eine der bekanntesten israelischen Publizistin und Politikwissenschaftlerin Naomi Chazan, frühere Sprecherin der Knesset und heute Direktorin des Academic College in Tel Aviv-Jaffa, hat die in letzter Zeit sich häufenden Zwischenfälle von sexuellen Übergriffen hochrangiger Politiker und Militärs zum Anlass genommen, eine der Ursachen für diese Übergriffe zu analysieren. Sie stellt eine Verbindung her zwischen der Ablehnung von Geschlechtergleichheit und extremen religiös begründetem Nationalismus.

Ihrer Ansicht nach haben die rechten Parteien (Habayit Hayehudi, Teile des Likud und Israel Beyteinu und die ultra-orthodoxen Parteien) nicht nur die Macht im Regierungslager übernommen, sie beeinflussen auch das gesellschaftliche Klima. Sie identifiziert besonders die Armee als ein Ort, an dem die Forderung nach der Gleichstellung von Frauen die männliche Vorherrschaft in Frage stellt. Die Nationalisten reagieren darauf, indem sie Frauen ihren Platz in der Gesellschaft (wieder) zuweisen, egal mit welchen Mitteln.

Hier der Artikel in voller Länge: http://blogs.timesofisrael.com/religion-nationalism-and-sexism/