A letter from Amos Schocken

Ein Aufruf des Haaretz-Herausgebers Amos Schocken anläßlich des zwanzigjährigen Jubiläum der englischsprachigen Ausgabe zur Bedeutung von kritischem Journalismus in unserer heutigen Zeit.

On September 1, 1997, Haaretz English Edition was published for the first time, as part of a joint venture with the International Herald Tribune.

On the front page of the inaugural edition were two reports which encapsulated the very reasons that we, the publishers of Israel’s oldest daily newspaper, decided to venture into English-language publishing.

In the first article, the paper’s diplomatic correspondent reported that the United States was pressing Israel to accept a formula by which settlement expansion would be limited to existing communities. The second article reported that Prime Minister Benjamin Netanyahu had been seeking a private donation to help him pay an outstanding debt to the lawyer who had represented him in court.

Two decades later, despite the best efforts of many courageous people and organizations, and notwithstanding spectacular advances in many fields, Israel is no nearer a solution to many of its most pressing problems.

One of the charges most often levelled against the voices of opposition in Israel is that they ‘air the country’s dirty laundry’ in public – and in English. They are told that to do so is treasonous and feeds the monster of anti-Semitism.

Haaretz is proud to be one of the few critical voices in Israel – and in English – speaking out against injustice. We believe that we are serving the best interests of our country, which we love, and that our reporting, our analysis and our commentary enrich the discussion and deepen our readers’ understanding of hugely complex issues. Our writers – in English and Hebrew – are Israel’s most thought-provoking and original and our digital platforms are updated around the clock by two news desks.

In today’s climate, the voice of Haaretz is more important than ever before, both here in Israel and in the United States, where recent events are of grave concern to Jews in both countries. That is why it is just as important for Haaretz’s voice to be heard in English.

With your continued support, we will continue to produce the kind of journalism that is vital in these perilous times. We will continue to create cutting-edge multimedia content on all our platforms and we will continue to invest in making our apps and websites even better.

Yours faithfully,

Amos Schocken
Publisher, Haaretz

Zum Jubiläum bietet die Zeitung das digitale Abo für Haaretz.com im Sonderangebot an.

 

Das Kalenderblatt im September 2017

An dieser Stelle präsentieren wir zu jedem Monatsanfang ein neues Kalenderblatt aus dem diAk-Kalender für das Jahr 2017 (erschienen als Ausgabe IV/2016) – mit vielen Photos und Geschichten zu den Personen und Projekten hinter der Initiative Combatants for Peace. Im September berichtet Avner von der Möglichkeit, in der Begegnung und besonders während des israelisch-palästinensischen Gedenktages der Opfer des Konfliktes gemeinsam zu gedenken.

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Steigende Spannungen um die ‚Holy Esplanade‘

Mit Blick auf die sich weiter steigenden Spannungen um die ‚Holy Esplanade‘ in der Altstadt und das bevorstehende Freitagsgebet, das zweite seit dem Beginn der Spannungen, sei das Statement von Ir Amim zur Lektüre empfohlen.

Besonders der Satz

What is important to underscore is that perception matters and all events that happen on the Temple Mount / Haram al-Sharif will be seen through the political lenses of the multiple parties involved.

sollte den politisch Verantwortlichen einleuchten.

http://messages.responder.co.il/2660335/82465888/7649373d51a0e5b181dd82c2781a7336

‚Game Changer?‘ Naomi Chazan über die Wahl von Avi Gabbay

Neben den seit Tagen andauernden Unruhen und den ‚Status Quo‘ in der Jerusalemer Altstadt (siehe israel & palästina I 2016) ist die Nachricht über den Ausgang der parteinternen Wahlen der israelischen Arbeitspartei hierzulande ziemlich untergegangen. Naomi Chazan legt in ihrem Blogeintrag für die Times of Israel eine lesenswerte Analyse zur Wahl des ‚Außenseiters‘ und Neulings in der Partei, Avi Gabbay, vor.

Das Kalenderblatt im Juli 2017

An dieser Stelle präsentieren wir zu jedem Monatsanfang ein neues Kalenderblatt aus dem diAk-Kalender für das Jahr 2017 (erschienen als Ausgabe IV/2016) – mit vielen Photos und Geschichten zu den Personen und Projekten hinter der Initiative Combatants for Peace. Das Kalenderblatt im Juni erzählt von Ahmad, ein ehemaliges Mitglied der lokalen Hamas-Bewegung und Rettungssanitäter, der trotz schmerzvollen Erfahrungen und Verlusten bis heute daran glaubt, daß ein Dialog mit den Israelis der einzige Weg ist, die Besatzung zu beenden und in Frieden zu leben.

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Jetzt lieferbar: 100 Dokumente aus 100 Jahren

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100 Dokumente aus 100 Jahren
Teilungspläne, Regelungsoptionen und Friedensinitiativen im israelisch-palästinensischen Konflikt (1917-2017).

Herausgegeben von Angelika Timm

Buchvorstellung am 3. Juli in der Heinrich Böll Stiftung in Berlin und am 10. Juli im Moses Mendelssohn Zentrum Potsdam. Ab dem früheren Herbst werden auch in Südwestdeutschland (Heidelberg, Kaiserslautern, Mainz u.a.) Buchvorstellungen mit der Herausgeberin stattfinden.

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Erstmals in kommentierter Gesamtschau – die wichtigsten ‚Palästina-Papiere‘ der vergangenen 100 Jahre: Positionsbestimmungen internationaler Mächte und Organisationen bzw. israelischer, arabischer und palästinensischer Akteure sowie binationale israelisch-palästinensische Friedensinitiativen, unterlegt durch themenrelevantes Kartenmaterial.


 

 

 

 


Hier ein paar Eindrücke unserer gutbesuchten Buchvorstellung in der Heinrich Böll Stiftung Berlin am 3. Juli 2017 mit der Herausgeberin Angelika Timm und Christian Sterzing, moderiert von Marianne Zepp.

1967 – Jahr der Entscheidung

Die Deutung der Folgen von 1967, den Beginn der Besatzung der Westbank durch Israel, ist im Jubiläumsjahr höchst umstritten. Noam Sheizaf, Blogger und freier Journalist bei zahlreichen israelischen Zeitungen, u.a. auch bei Ma’ariv und Ha’aretz, greift die zeitgenössische Debatte auf. Er stellt zwei offene Briefe gegeneinander und zeigt, daß eine marginalisierte linke Minderheit bereits bei der Besetzung 1967 die Konsequenzen dieser Entscheidung erkannte. Er argumentiert, daß von Anfang an offizielle Stellen in Israel keine Verantwortung für die dort lebende Bevölkerung übernahmen und als einzige Maßnahme nur die Unterdrückung der Palästinenser kannten und kennen.“

Der englische Text erschien am 26. Mai 2017 in Ha’aretz und ist hier als PDF einsehbar.

A Divided City Jerusalem/Al־Quds 1967-2017 – Evening Event in the Van Leer Jerusalem Institute

Thursday, 15 June, 2017, 18:00 to 20:00

 

Evening Event within the Framework of the International Conference „Histories in Conflict: Cities, Buildings, Landscapes“ that take place on Tuesday-Thursday, June 13-15, 2017

For further information: martin.hershenzon@gmail.com

You can find the programme online.

Gedenk- und Protestveranstaltung in Neve Shalom – Wahat al Salam

Am nächsten Samstag, den 10. Juni 2017, wird in Neve Shalom – Wahat al Salam ein Gedenk- und Protestevent zu 50 Jahren Besatzung stattfinden.

Die Veranstaltung wird ab 19:30 Uhr live im Internet übertragen und läßt sich entweder unter http://wasns.org/50-out-event-en oder https://ssl1.go-live.co.il/0009E3/neve_shalom/neve_david1_dcp.html mitverfolgen.

100 Dokumente aus 100 Jahren. diAk-Schriftenreihe Band 42-43

Angelika Timm (Hrsg’in.): 100 Dokumente aus 100 Jahren. Teilungspläne, Regelungsoptionen und Friedensinitiativen im israelisch-palästinensischen Konflikt (1917-2017)

diAk-Schriftenreihe Bd. 42-43
Hardcover | Leseband und Fadenheftung
ISBN 978-3-86575-063-1 | 728 S. | 35,00 € | AphorismA Berlin 2017

Erscheint am 30. Juni 2017

 

diAk_SR-Bd-43_Umschlag_Druck.inddDas israelisch-palästinensische Spannungsverhältnis hat die Entwicklung des Nahen Ostens seit Beginn des 20. Jahrhunderts maßgeblich geprägt. Stets war Militanz vom Bestreben internationaler, regionaler und nationaler Kräfte begleitet, den Konflikt einzuhegen und friedlich zu regeln. Zahlreiche Friedensinitiativen, Regelungsoptionen, Teilungspläne und Empfehlungen legen davon Zeugnis ab. Der Band stellt – erstmals in vorliegender kommentierter Gesamtschau – die wichtigsten ‚Palästina-Papiere‘ der vergangenen 100 Jahre vor: Positionsbestimmungen internationaler Mächte und Organisationen bzw. israelischer, arabischer und palästinensischer Akteure sowie binationale israelisch-palästinensische Friedensinitiativen, unterlegt durch themenrelevantes Kartenmaterial. Er will gleichermaßen die Verbreitung authentischen Wissens fördern, Hintergrundmaterial für konkrete Recherchen liefern, politische Erfahrungswerte und Entwicklungstendenzen sichtbar machen und gedankliche Anstöße bzw. konkrete Vorschläge für jedes produktive künftige Konfliktmanagement geben.

Dr’in. Angelika Timm ist Nahostwissenschaftlerin und Israel-Expertin. Sie lehrte an der Humboldt-Universität (1988 – 1998), an der Freien Universität Berlin (1999 – 2002) und an mehreren israelischen Universitäten, u. a. an der Bar-Ilan Universität in Ramat Gan (2002 – 2007). Zahlreiche Publikationen über den Nahen Osten und deutsch-israelische Beziehungen.