Innerpalästinensische Einigung? Nachtrag

26. Juli 2024: Mondoweiss:
Palestinian factions strike a reconciliation deal – will this time be any different?

Von den einen erhofft, von anderen gefürchtet, von dritten nicht gewünscht … in Peking haben sich unter ‚Vermittlung‘ der chinesischen Regierung 14 palästinensische Gruppen auf eine „gemeinsame Politik“ verständigt. Es ist bei weitem nicht der erste Versuch und es ist keineswegs ausgemacht, daß er diesmal zum Erfolg der „Einheit der Nation“ führen wird, auch wenn die palästinensische Seite in ihrer strategischen Schwäche daran interessiert sein muß … Das Abkommen zeigt auch den wachsenden Einfluß der Chinesen in der Region, Ausdruck der eklatanten Schwäche insbesondere der Europäer bzw. der Eu, in der Region „vor ihrer Haustür“ eine eigene, konstruktive und vermittelnde Rolle zu spielen, die über Geld hinausginge…

Analyse im Schwerizer SRF

Deutschlandfunk

Die ZEIT

Text des Abkommens auf Maan (wird nachgereicht, die englische Website ist aktuell nicht erreichbar)

Bericht auf Wafa.ps (mit ausführlicherer Zitation, aber nicht der eigentliche Wortlaut)

Die Ermittlung

Das Theaterstück „Die Ermittlung“ von Peter Weiss (erstmals erschienen 1965) wurde gerade verfilmt – ein Hybrid aus Theater und Kino über den ersten Frankfurter Auschwitzprozeß.

Eine Würdigung und Empfehlung von Walli Müller auf NDR.de

Ergänzung 29. Juli 2024

Filmkolumne von Tilman Schumacher (Perlentaucher)

Martin Indyk (1951-2024)

Der (zweimalige) US-amerikanische Botschafter in Israel (1995-1997 und 2000-2001) starb im Alter von 73 Jahren. 2013 ernannte in B. Obama zum Sondergesandten für die Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen zwischen Israelis und Palästinsern. Er diente auch im Board des New Israel Fund.

Nachruf Times of Israel

Nachruf NIF

Nachruf Haaretz

Nachtrag, 28. Juli 2024

Aus einem Nachruf von Dennis Ross in Haaretz [Premiumausgabe] (28. Juli 2024)

„Martin knew he would not live to see this outcome and in April spoke of what he believed would eventually happen. Like Moses, he said „I’ve seen the Promised Land, I’ve seen what it looks like. I’ve negotiated the details. I know where they end up … And so even though I won’t cross over, I’m still confident that in the end, as all conflicts come to an end, this one will too, and its result will be a two-state solution.“

SBB: Provinienzforschung

Das 1959 gegründete Zentralantiquariat der DDR (ZA) spielte bei der Fragmentierung und Verteilung historisch gewachsener öffentlicher und privater Buchsammlungen eine zentrale Rolle. Das ZA hatte als Handelsunternehmen Devisen für die DDR zu erwirtschaften. Zu diesem Zweck verkaufte es Buchbestände in das – nach DDR-Sprachgebrauch – Nichtsozialistische Wirtschaftssystem (NSW), insbesondere in die Bundesrepublik, nach Schweden, in die Niederlande und in die Schweiz. Die Verkäufe des ZA erfolgten über die Deutsche Buch-Export und -Import GmbH (ab 1971/1972 Außenhandelsbetrieb Buchexport) meist an als Zwischenhändler fungierende Antiquariate im sog. NSW, so dass relevante Erwerbungen in Bibliotheken nur schwer nachvollziehbar sind. …

Mehr Infos:

Staatsbibliothek
Deutsche Zentrum Kulturgutverluste

Innerpalästinensische Einigung?

Von den einen erhofft, von anderen gefürchtet, von dritten nicht gewünscht … in Peking haben sich unter ‚Vermittlung‘ der chinesischen Regierung 14 palästinensische Gruppen auf eine „gemeinsame Politik“ verständigt. Es ist bei weitem nicht der erste Versuch und es ist keineswegs ausgemacht, daß er diesmal zum Erfolg der „Einheit der Nation“ führen wird, auch wenn die palästinensische Seite in ihrer strategischen Schwäche daran interessiert sein muß … Das Abkommen zeigt auch den wachsenden Einfluß der Chinesen in der Region, Ausdruck der eklatanten Schwäche insbesondere der Europäer bzw. der Eu, in der Region „vor ihrer Haustür“ eine eigene, konstruktive und vermittelnde Rolle zu spielen, die über Geld hinausginge…

Analyse im Schwerizer SRF

Deutschlandfunk

Die ZEIT

Text des Abkommens auf Maan (wird nachgereicht, die englische Website ist aktuell nicht erreichbar)

Bericht auf Wafa.ps (mit ausführlicherer Zitation, aber nicht der eigentliche Wortlaut)

Libanon: Inside the Hezbollah

Ein Blick in das Innenleben des Libanon – Eine Filmdokumentation auf Arte (bis 25.9.2025)

Hisbollah entsteht 1982 aus dem Zusammenschluß verschiedener schiitischer Gruppen während der israelischen Invasion des Libanons. Seit ihrer Gründung steht der bewaffnete Kampf gegen Israel im Zentrum ihres Handelns. In der arte-Dokumentation sprechen Kämpfer und Anhänger ausnahmsweise über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Hisbollah.

Zum gleichen Themenberich ein aktueller Essay (23. Juli 2024) bei Foeigns Affairs, Autor ist der Haaretz Journalist Amos Harel.

Der Kontext ist entscheidend

Der Nahosthistoriker Lorenzo Kamel im Gespräch auf Quantara.de (jetzt neu unter derm Dach des ifa – Institut für Auslandsbeziehungen, Stuttgart) über die Möglichkeiten der Europäischen Union (EU), die bislang keine nennenswerte Vermittlerrolle im Nahen Osten übernommen hat. Wie könnte sie wirksam zu einer dauerhaften Friedenslösung nach dem Gaza-Konflikt beitragen? Welchen Kurs sollte sie gegenüber autoritären Regimen in der Region einnehmen?

The Palestinian Authority Is Collapsing

Shira Efron und Michael J. Koplow in einem Beitrag für Foreign Affairs, klingt (leider) ein wenig wie das Pfeifen im Wald …

Moses Mendelssohn (1729–1786)

Neuer Podcast (englisch) von Shmuel Feiner in der Reihe Jewish Lives

The “German Socrates,” Moses Mendelssohn (1729–1786) was the most influential Jewish thinker of the 18th and 19th centuries. A Berlin celebrity and a major figure in the Enlightenment, Mendelssohn suffered the indignities common to Jews of his time while formulating the philosophical foundations of a modern Judaism suited for a new age.

Hier das Titelblatt einer seiner Schriften
Jerusalem oder über religiöse Macht und Judentum

(Berlin 1783 / Sammlung Zimmer-Winkel)

International Court of Justice

Hier die Schlußseite mit einem Teil der Einzelentscheidungen: (S.78)

Das gesamte Dokument (78 Seiten) findet sich hier. (neben der englischen gbt es auch eine französische Fassung.