Dr. Mahdi Abdul Hadi (1944-2025) r.i.p.

Schon am 15. Januar ist „Dr. Mahdi“ gestorben, eine Stimme Jerusalems, eine Stimme der palästinensischen Sache – eine Institution in sich selbst und untrennbar mit PASSIA verbunden … sein Büro in Wadi Joz war ein Anlaufpunkt für Information, für Analyse, für Kontakte, für Dialog und Gespräch …

Khalil Assali hat ihn in wunderbarerweise gewürdigt.

Der Nachruf von PASSIA, auch das Photo oben stammt von (c) PASSIA

No other Land

Eine Besprechung / Würdigung auf ORF Topos

Israelische Stimme für einen umfassenden Waffenstillstand

Standing together hat eine Petition gestartet, um den Druck zu erhöhen, umfassend zu einem Ende der Gewalt zu kommen …

After more than a year of this disaster, finally we can feel some hope. Israel and Hamas have signed a deal to end the war in Gaza – this means an end to the hostilities, the return of hostages to their families, and calm after relentless bombardment for Palestinians in Gaza. Finally, we can breathe a sigh of relief and start to rebuild and recover.

Alongside this hope there is a real fear that our government will sabotage the deal before its second phase can be completed. The extremist far right is already pushing for the war to resume after the first phase: Smotrich is talking about guarantees he received from Netanyahu about the future of Gaza and Ben-Gvir has said he will return to the government only after fighting resumes. For them, the release of just 33 hostages is enough, and the ceasefire can collapse after 42 days.

We are demanding no less than a complete deal. We will not accept a situation in which the government ignores the will of the majority and drags us back toward the abyss. We refuse the continuation of the brutal war in Gaza and the abandonment of the hostages on the altar of messianic ideas of occupation and settlement.

The immense public pressure we exerted on the government was crucial to reaching this ceasefire and hostage deal. Now we have 42 days to demand that the deal continue to its second phase. We have 42 days to fight for our future here. Raise a global voice and help us demand a complete end to the war. No less.

Zum unterschreiben

Auf daß jetzt alle gewinnen …

Wenigstens etwas, nach all dem Leid …

Die ersten drei israelischen Geiseln sind frei (Haaretz):

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Und hier etwas zu den Palästinenser:innen, die freigelassen werden, einmal cnn, einmal eine türkische Agentur (Anadolu Ajansı).

Alle haben verloren …

Am Abend vor dem Inkrafttreten dieses lange erwarteten, erhofften, von machen aber auch befürchteten Waffenstillstands, gibt es erst Recht kein Schwarz und Weiß, es gibt nicht Sieger und Besiegte, all die Opfer, all das Leid und Leiden so vieler Menschen … und der jetzige Deal ist (nicht viel) anders als der Biden-Vorschlag vom Mai 2024 …

Wie jetzt weiter, wenn es überall Kräfte gibt, die nicht nach Ausgleich und Kompromiß suchen?

Eine sehr kritische Stimme heute im US-Portal Mondoweiss, der man:frau nicht zustimmen muß, um sie doch als eine Stimme wahrzunehmen

Auf daß er Unrecht behält

Radio 1 (rbb): Interview von Kerstin Hermes und Julia Menger mit dem Historiker Tom Segev

Israels Ministerpräsident Netanjahu hat eine Einigung in den noch ausstehenden Streitpunkten des Gaza-Abkommens bekanntgegeben. Wie sein Büro mitgeteilt hat, soll das israelische Kabinett das Abkommen heute [17. Januar 2025] billigen. Ursprünglich war das schon gestern geplant. Dann gab es aber Verzögerungen. Netanjahu warf der Terror-Organisation Hamas vor, von Teilen der Vereinbarung abgerückt zu sein, um in letzter Minute Zugeständnisse zu erreichen. Die Hamas wies die Vorwürfe zurück. Der israelische Historiker und Journalist Tom Segev äußerte sich zur Umsetzung und den Zielen des Abkommens sehr skeptisch.

Ein Blick in die Zukunft (?)

In der Zeit der Wartens auf den Beginn des Waffenstillstandes und all dessen, was da kommen soll, ein kleiner Ausschnitt aus der Berichterstattung von Haaretz:

„The hollow expression coined by Trump, „all hell will break out“ – without indicating what hell and who will walk through its gates – is the factor that turned the magic key needed to compel Netanyahu to agree to a deal that Biden laid on his desk many months ago. Could Biden have opened the gates of hell himself at an earlier stage? No commission of inquiry will be established in the U.S. to examine all the administration’s failures regarding the handling of the war in Gaza, but it appears that both administrations, Biden’s and Trump’s, can already draw a clear conclusion: Israel only understands force.

Der ganze Artikel ist hinter der Bezahlschranke von Haaretz.

Parents Circle Families Forum (PCFF) in Berlin und Potsdam

28.01.2025 um 19:00 Uhr in der Katholischen Akademie Berlin (Hannoversche Str. 5, 10115 Berlin) Moderation: Jörn Böhme, Ko-Vorsitzender des NIF Deutschland e.V.

29.01.2025 um 19:00 Uhr im Einstein Forum (Am Neuen Markt 7, 14467 Potsdam)
Moderation: Dr. Amir Theilhaber, Ko-Vorsitzender des NIF Deutschland e.V.

Was sagen uns Schulnamen (nicht)?

Neue Studie der Arbeitsstelle Holocaustliteratur der JLU und KiKA (von ARD und ZDF) untersucht, welche Menschen Schulen in Deutschland ihre Namen geben

Maria Montessori, Johann Heinrich Pestalozzi und die Geschwister Scholl stehen an der Spitze der bundesweiten TOP10: Nach diesen Persönlichkeiten werden Schulen in Deutschland besonders häufig benannt.

So lautet das Ergebnis einer ersten umfassenden und flächendeckenden Studie zu Schulnamen, die die Arbeitsstelle Holocaustliteratur der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und KiKA (von ARD und ZDF) am Dienstag in Gießen vorgestellt haben. Auch wenn mit Maria Montessori eine Frau die Rangliste anführt: Die Studie belegt, daß nur etwa ein Sechstel der Schulen in Deutschland, die den Namen einer historischen Persönlichkeit tragen, nach Frauen benannt sind. Ein weiteres Ergebnis: Zwar tragen viele Schulen die Namen sowohl von Opfern des Nationalsozialismus als auch von (deutschen) Widerstandskämpferinnen und -kämpfern gegen das NS-Regime, aber der jüdische Widerstand ist so gut wie kaum repräsentiert.

„Die Benennung deutscher Schulen spiegelt damit ein zentrales Defizit der deutschen Erinnerungskultur“, betont der Studienleiter und Leiter der Arbeitsstelle Holocaustliteratur, Prof. Dr. Sascha Feuchert. Das Projekt „Wir geben Schulen den Namen“ begleitet die neue Staffel des KiKA-Geschichtsformats „Triff…“ (KiKA/WDR/hr), das unter anderem in einem mehrteiligen Schulnamen-Spezial die am häufigsten vertretenen Namensgeber vorstellt.

Als Schulnamen sind die Großen (und auch die Kleinen) unserer Geschichte in der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen gegenwärtig und werden ihnen als Vorbilder präsentiert. „Von den rund 31.000 deutschen Schulen tragen etwa 40 Prozent den Namen mehr oder weniger berühmter Personen. Neben den zu erwartenden Paten gibt es auch einige handfeste Überraschungen“, erklärt Prof. Feuchert. Zu diesen zählt zum Beispiel Udo Lindenberg, der in Bayern einer Schule den Namen verleiht. Die breit angelegte Studie, deren Datenbasis auf Listen der Kultusministerien der 16 Bundesländer beruht, kartographiert erstmals ein zentrales Feld der Erinnerungskultur, das bislang kaum systematisch untersucht wurde, obwohl die Namensgebung mancherorts immer wieder für heftige Diskussionen sorgt.

„Namen sind eben mehr als Schall und Rauch – die erinnerten Personen geben uns schließlich auch ihre Werte mit. Deshalb darf es Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern sowie den Eltern nicht egal sein, wie eine Schule heißt“, so Feuchert weiter. Gerade in Zeiten, in denen die Demokratie massiven Bedrohungen ausgesetzt sei und viel von der Resilienz der Schulen die Rede sein müsse, liege hier viel Potenzial brach, das zu einer kritischen, lebensnahen Auseinandersetzung mit demokratischen Werten und Normen beitragen könne. Während viele Schulen sich bereits intensiv und zum Teil auch kritisch mit dem Leben und Wirken ihrer Namensgeberinnen und Namensgeber beschäftigten, scheuten andere nach Einschätzung der Forschenden diesen Umgang. „Und rund 60 Prozent der deutschen Schulen haben zudem eben gar keine Patin oder Paten – auch da liegt ein großes Potenzial“, wie die Co-Autorin Jennifer Ehrhardt von der AHL betont.

Zentrale Ergebnisse der Studie können hier eingesehen werden.

Parallel zur Studie erzählen mehrere animierte Kurzbeiträge des preisgekrönten KiKA-Geschichtsformats „Triff…“, das Kindern auf unterhaltsame Weise bedeutende Persönlichkeiten der Weltgeschichte näherbringt, im Fernsehen und nonlinear von den häufigsten Namensgebern deutscher Schulen.

Die neue Staffel startete am 8. Januar 2025 und ist auch auf kika.de und im KiKA-Player, barrierefrei mit Untertiteln, Audiodeskription und Gebärde, verfügbar. Außerdem können Kinder mit „Triff… Spezial – Das Schulnamen-Quiz“ in der KiKA-Quiz App ebenfalls seit dem 8. Januar die Vielfalt der Schulnamenslandschaft auch spielerisch entdecken.

Das Geschichtsformat ist eine Produktion von Crossmedia (Halle/Saale) und Ifage (Wiesbaden) im Auftrag von KiKA und hr. Verantwortliche Redakteure bei KiKA sind Tina Wilß und Matthias Huff und Tanja Nadig beim hr. Die Fachberatung der Reihe „Triff…“ liegt bei Prof. Jörg Rüpke von der Universität Erfurt, die Fachberatung für das Namens-Special bei Prof. Sascha Feuchert.

Quelle: https://idw-online.de/de/news845620