Zusammen-leben in Israel …

Givat Haviva Survey on Attitudes Between Jews and Arabs in Israel 2025

„‘The level of fear is very, very high. Our job is to tell them that this is not the time to duck down and wait for the tsunami to end. This is the time to show up,’ said Mohammad Darawshe, director of strategy for Givat Haviva, which organized the survey.“

Bericht von Michele Chain auf RNS

Aus dem Bericht von Givat Haiva:

Freiheit klingt …

„Make Freedom Ring“ is organizing an international classical concert series that draws attention to the current humanitarian catastrophe in Gaza and collects donations for various aid organizations. 

These concerts has been produced by a loose collective of musicians and culture workers across London, Berlin, Lisbon, and Barcelona. You can find us on Instagram @makefreedomring2024 and at makefreedomring.co.uk.

Tickets: 18. März 2025 Berlin | 7. April 2025 München – [Oxfam]

Das kostbarste aller Güter

© Studiocanal – Trailer

„Wie läßt sich heute einer jungen Generation von der Shoa erzählen? Der Franzose Michel Hazanavicius versucht es in seinem neuen Film »Das kostbarste aller Güter« mit einer mehrfachen Verfremdung: Er nutzt Animation, um keine realen Gräuel darstellen zu müssen, und er erzählt es in Form eines Märchens. Es war einmal … „

Filmkritik von Thomas Abeltshauser auf dem Portal: epd-film.de

Ein Vergleich

Moshe Zuckermann im Overton-Blog vom 1. März 2025 über die AfD und Kahanismus.

„Der Erfolg der AfD bei den diesjährigen Bundestagswahlen darf als Meilenstein der deutschen Nachkriegsgeschichte gewertet werden. Er ist mit einem israelischen Meilenstein vergleichbar.“

Und nun den Oscar

Der Dokumentarfilm «No Other Land» eines palästinensisch-israelischen Teams über die Räumung palästinensischer Dörfer im Westjordanland hat – nach Auszeichnungen auf der Berlinale 2024 und bei den European Film Awards – nun einen Oscar gewonnen. Die Regisseure Basel Adra und Yuval Abraham nutzten die Bühne in Los Angeles, um auf die Situation der palästinensischen Gemeinden unter israelischer Besatzung hinzuweisen. 

Trailer zum Film

Haim Goren (1946-2025)

Am 1. März 2025 verstarb Prof. Haim Goren. Der 1946 geborene Historiker war lange Zeit Professor am Tel Hai-College im äußersten Norden Israels und DER Experte für den deutschen, v.a. auch katholischen Beitrag zur Geschichte des Heiligen Landes ab dem 19. Jahrhundert. Mehrere seiner zahlreichen Werke wurden deshalb auch in die deutsche Sprache übersetzt, die er selbst so gut beherrschte, daß er auch Quellen in Sütterlin lesen und auswerten konnte – in Israel heute eine Seltenheit.

Für deutsche Leser:nnen sind dementsprechend auch die diesbezüglichen Werke besonders interessant: So behandelte er in „Zieht hin und erforscht das Land“ (Göttingen 2003) die deutsche Palästinaforschung im 19. Jahrhundert, in „Echt katholisch und gut deutsch“ (Göttingen 2009) das Engagement der deutschen Katholiken in Palästina vor dem 1. Weltkrieg – insbesondere das des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande (DVHL).

In dem von ihm und Yossi Leshem herausgegebenen Band über Pater Ernst Schmitz (2020) stellte er den Naturforscher und längjährigen Leiter der DVHL-Einrichtungen vor, und der Sammelband „Deutschland und Deutsche in Jerusalem“ (2011) versammelte Aufsätze zu ganz unterschiedlichen Aspekten – vom Besuch Kaiser Wilhelms II. bis zu deutschen Krankenhäusern und Photographen in Jerusalem. Weitere Werke aus den letzten Jahren waren den historischen Friedhöfen der Templer im Nahen Osten (1869-1948) gewidmet, aber auch dem ‚Vater‘ der modernen Palästina-Wissenschaft Edward Robinson oder der Erforschung des Toten Meeres. Außerdem galt sein besonderes Interesse der Geschichte Galiläas – wohnte er doch seit Jahrzehnten in Rosh Pinna.  

In zahlreichen Vorträgen und Exkursionen gab er sein Wissen weiter – selbst für den Tag vor seinem Tod war noch eine Führung in Tabgha geplant. Er wird fehlen.  

Dr. Georg Röwekamp (Tabgha)

Photo: Yoli Shwartz (יולי שוורץ) – Wikipedia

Was heißt heute Deutschland-Israel-Palästina zusammendenken?

Reframe Peacebuilding

Unter der Rubrik The Blog der Times of Israel (ToI) reflektiert Meredith Rothbart, (co-founder and CEO of Amal-Tikva, a Jerusalem-based organization creating the infrastructure needed for peacebuilding to become a professional field capable of achieving lasting, scalable social change within and across Israeli and Palestinian societies) über die Perspektiven der Friedensarbeit.

Libanons fragile Gegenwart

Aktuelles Crisis Group Briefing (Langfassung)

What’s new? Even as a fragile ceasefire holds, Lebanon is grappling with questions raised by the devastating 2023-2024 Israel-Hizbollah war. These include how hard Hizbollah’s opponents will press the weakened group to disarm, as the truce requires, and whether intracommunal tensions provoked by the displacement crisis will subside or flare again. 


Why does it matter? Lebanon has just emerged from two years with no president and only a caretaker government. The new leadership faces enormous economic challenges, including post-war reconstruction, and can ill afford a return to either political paralysis or domestic strife. 


What should be done? The country’s competing camps should move carefully and gradually rather than risk confrontation over Hizbollah’s disarmament. Foreign countries should no longer meddle in this debate. Instead, they can bolster Lebanon’s stability by financially supporting the cash-strapped army and organisations serving the tens of thousands who remain displaced.

Film-Launch – „Voices from Within“

Aus dem Mailing der Rosa-Luxemburg-Stiftung Israel,

Am 24. und 25. November 2024 versammelte sich eine Gruppe diverser Akteur:innen – palästinensische und jüdische Staatsbürger:innen Israels, politische und soziale Aktivist:innen, die tief in ihren jeweiligen Communities verwurzelt sind – in den Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Tel Aviv.

Diese Aktivist:innen sind langjährige Partner:innen für das Israel-Büro der RLS vor Ort und wir unterstützen sie daher in ihrem Engagement für politische, wirtschaftliche und soziale Gerechtigkeit für alle Menschen in Israel. Seit dem 7. Oktober 2023 sehen sie sich mit noch existenzielleren Bedingungen als zuvor konfrontiert, weshalb ihre Arbeit auch wichtiger ist als je zuvor. Wir baten sie daher, vor der Kamera eine Reihe von Fragen zu ihren Erfahrungen und Reflexionen der vergangenen knapp 14 Monate zu beantworten, und dokumentierten in diesem Film ihre bewegenden und inspirierenden Antworten für das deutschsprachige Publikum.

Dieses Projekt entstand aus dem Wunsch unserer Mitarbeiter:innen, Raum für persönlich-politische Geschichten zu schaffen, die oft ungehört bleiben. Es vereint authentische Zeugnisse von Trauer, Kampf, aber auch Hoffnung und unerschütterlicher Stärke von Menschen, die seit fast eineinhalb Jahren im Krieg leben und dennoch weiterhin sprechen, handeln und auf eine bessere Zukunft hoffen.

Wir sind dankbar für ihre Bereitschaft, ihre Geschichten mit uns und dem interessierten Publikum zu teilen. Sie geben persönliche Einblicke und bieten zugleich umfassendere politischen Reflexionen über die aktuelle unhaltbare Situation. Nicht zuletzt dokumentieren wir mit diesem Film, dass es weiterhin diejenigen progressiven Stimmen in Israel gibt, die Solidarität und die Unterstützung der internationalen Linken benötigen, heute mehr denn je.