16 von 120: Neu – jedenfalls in der Knesset

Die Times of Israel hat die Mitglieder der Knesset zusammengestellt, nachdem das Endergebnis feststeht und zu den 16 Neulingen kurze biographische Hinweise zusammengestellt. (Rückkehrer, wie etwa Mossi Raz, sind dabei nicht unter die 16 gezählt).

Reform rabbi, Kahanist agitator, firebrand writer: The new Knesset’s 16 rookies

Jour Fixe Initiative Berlin | Rassismus und Antisemitismus im deutschen Kolonialismus

Zum Nachhören und Nachdenken:

Ideologische Verwandtschaftsverhältnisse: Rassismus und Antisemitismus im deutschen Kolonialismus von Stefan Vogt (Vortrag vom Sonntag, 07. März 2021)

Die jour fixe initiative berlin besteht seit Oktober 1997. Mit Vortragsreihen zur Kritik von Herrschaft, Ausbeutung und Unmündigkeit bietet sie eine Plattform für die Diskussion und Theoriebildung innerhalb der radikalen Linken an und will einen Beitrag zur Überwindung kapitalistischer Vergesellschaftung leisten.

So sieht die neue (24.) Knesset aus (… zu 99,5%)

Election results.
Quelle<. Haaretz -online

The Jerusalem Declaration On Antisemitism

Am heutigen Donnerstag, 25. März 2021, wurde diese neue Definition der Öffentlichkeit vorgestellt.

Antisemitismus ist Diskriminierung, Vorurteil, Feindseligkeit oder Gewalt
gegen Jüdinnen und Juden als Jüdinnen und Juden
(oder jüdische Einrichtungen als jüdische)

Hier die deutsche Fassung mit den dazugehörenden Leitlinien:

Hintergrund

In 2020, a group of scholars in Antisemitism Studies and related fields, including Jewish, Holocaust, Israel, Palestine and Middle East Studies, came together under the auspices of the Van Leer Jerusalem Institute to address key challenges in identifying and confronting antisemitism. During a year of deliberations, they reflected on the use of existing tools, including the working definition adopted by the International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA), and its implication on academic freedom and freedom of expression.

The JDA organizers and signatories represent a wide range of academic disciplines and regional perspectives and they have diverse views on questions related the Israeli-Palestinian conflict. But they agreed on the need for a more precise interpretive tool to help clarify conditions that are antisemitic as well as conditions that are not definitive proof of antisemitism.

Knapp vor dem Endergebnis: Pragmatismus gefragt oder neue politische Chemie oder…

Noch immer steht das endgültige Ergebnis der Knessetwaheln nicht fest und kleine Verschiebungen könn(t)en noch große Wirkungen haben, wie dieser lange „Wahlabend“ gezeigt haben: Ein Durchmarsch für Netanyahu ist es jedenfalls nicht geworden und noch ein paar mehr kleine „Wunder“ – dazu mehr, wenn das Endergebnis bekannt gegeben worden ist. Hier die Graphik von Haaretz am Donnerstagmittag.

Neue Mitvim Publikationen

New Publications on Israel’s Regional Foreign PoliciesMarch 2021

Das Israeli Institute for Regional Foreign Policies, Mitvim, hat eine Reihe von aktuellen Veröffentlichungen online gestellt, dazu zählen Texte zu How to Improve Israel’s Regional Foreign Policies? Summary of Mitvim’s Pre-Election Conference,  The Importance of International Partnerships for Israel’s Progressive Camp, The ICC Investigation is Israel’s Wake-Up Call (Nadav Tamir), The Palestinian Elections and Possible Reconciliation are an Opportunity for Israel, (Nadav Tamir), Israel Must Vaccinate Its Palestinian Neighbors (Nadav Tamir) oder auch The Middle East in the Eyes of Women Journalists and Researchers, An International Women’s Day event of the Mitvim Institute and the Truman Institute at the Hebrew University.

Superwahljahr (auch) in Palästina

Im Rahmen der Hintergrundanalysen hat in bewährter Weise die SWP ein Papier von Muriel Asseburg veröffentlicht zum Thema:

Das palästinensische Superwahljahr, Bedeutung, Herausforderungen und europäische Handlungsoptionen (SWP-Aktuell 2021/A 26, März 2021).

Volltext (HTML) – Volltext (PDF) – Kurzlink

Gibt es noch Hoffnung für Awoda?

Seit Merav Michaeli den Vorsitz der israelischen Arbeiterpartei übernommen hat, sieht diese sich wieder im Aufwind. Doch die eigentliche Bewährungsprobe für einen neuen Linkskurs kommt erst nach den Wahlen – Hier ein Artikel von Oliver Eberhardt im ND (Neues Deutschland).

Sieh hin

Immer wieder gelingt es Dr. René Wildangel, Historiker, Nahostwissenschaftler und jahrelanger Arbeiter in Ramallah, unseren Blick auf die Menschen in Nahost zu lenken, die als deren Teil ihre Gesellschaften selbst kritisch einschätzen. René Wildangel stellt uns nicht nur Zeitzeugen vor, die auf Leiden und Verurteilenswertes, auf historische Ursachen von heutigen Ungerechtigkeiten und Gewalt staatlicher und nichtstaatlicher Akteure in Israel und Palästina hinweisen, sondern zudem gesellschaftliche Aktivisten, die nicht nur kritisieren, sondern die gegen diese Ungerechtigkeit mit ihren Mitteln opponieren.

Diesmal macht René Wildangel uns auf Qantara.de mit dem israelischen Regisseur Avi Mograbi und dessen Dokumentation bekannt:

„In seinem Dokumentarfilm „The First 54 Years“ zeigt der israelische Regisseur Avi Mograbi, welche katastrophalen und traumatischen Folgen die Besatzungspolitik nicht nur für die Palästinenser, sondern auch für die israelische Gesellschaft hat.“


Dafür greift Mograbi „auf umfangreiches Material der israelischen Nichtregierungsorganisation Breaking the Silence (dt.: „Das Schweigen brechen“) zurück. Seit 2004 hat die Organisation Zeugenaussagen von israelischen Militärangehörigen gesammelt, die in den besetzen Gebieten eingesetzt waren. Manchmal anonym, oftmals aber auch mit ihrem vollen Namen, berichten die ehemaligen Soldaten von kleineren Verstößen und schwersten Vergehen gegen die Menschenrechte. Dabei will die Organisation der israelischen Öffentlichkeit zeigen: Bei den Verstößen handelt es sich nicht um vereinzeltes Fehlverhalten, sondern sie sind ein Ergebnis der langjährigen Besatzung und eines dauerhaft etablierten Unrechtssystems, das es zu beenden gilt. Darum geht es auch Mograbi: Die Auswahl der von Breaking the Silence gesammelten Zeugenaussagen gruppiert er für seinen „Besatzungsleitfaden“ in chronologische und inhaltliche Kapitel. So will er der Frage auf den Grund gehen: Wie ist es möglich, über 54 Jahre eine Besatzungssituation aufrecht zu erhalten?“

Aufbruch und Aufbrüche

Angesiedelt am Jüdischen Zentrum Synagoge Fraenkelufer in Berlin hat sich dieser Tage eine hierzulande noch neue Initiative vorgestellt:

LABA Berlin

is a new artist fellowship program launched in cooperation with LABA Global housed in New York

Mehr dazu, auch über das Stipendienprogramm auf der Website.

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