Fikra is an online Palestinian literary magazine founded in 2022. We publish essays, short stories, poetry, and visual art in both Arabic and English. Fikra Magazine is a platform for Palestinians and by Palestinians. We don’t accept funding from governments or politically affiliated donors to ensure complete editorial independence.
Fikra Magazine is part of a cultural ecosystem in Palestine that publishes high-quality and uncensored literature and art. We believe in the importance of original and provocative pieces that express different perspectives on Palestine. The occupation has continuously attempted to silence Palestinian voices wherever they can. In the face of apartheid and injustice, a magazine might not seem like much. Still, the ideas, perspectives, and dialogue that Fikra Magazine offers can contribute to the resistance and resilience that are part and parcel of Palestine.
Nachtrag 3. Oktober 2023:
Hier noch ein Bericht bei 972mag über das Magazin.
Vielfach wird in diesen Tagen der politischen Auseinandersetzung in Israel darauf verwiesen, daß es dem Land ein einer Verfassung gebricht, die einen Grundkonsens der unterschiedlichen Positionen darstellen könnte und mit diesem Rahmen auch ein weiteres Auseinanderdriften verhinden könnte.
Der Weg zu einem solchen Dokument scheint lang, auch weil es schwer zu sehen ist, auf welcher Basis die unterschiedlichen Vorstellungen von Demokratie, von Judentum und gar von der Kombination der beiden, zueinander gebracht werden können.
Asefam.org, vertreten durch Prof. Netta Barak-Corren, Rabbanit Dr. Tirza Kelman, Prof. Hanna Lerner, Dr. Yehuda Maimaran, Ms. Ghadir Hani, Rabbi Joseph Kaminer und Prof. Moshe Halbertal, schlagen einen solchen Prozeß zu einer Verfassungsgebenden Versammlung vor.
Das Fritz Bauer Institut – Geschichte und Geschichte des Holocaust legt seinen umfangreichen Jahresbericht vor, der auf jeden Fall die Lektüre lohnt. Sein Inhalt gibt einen guten Überblick über aktuelle Forschungen und Debatten.
Der Jahresbericht des Fritz Bauer Instituts informiert über die vielfältigen Tätigkeiten des Instituts im vorangegangenen Jahr. Er gibt einen Überblick über die Editions- und Forschungsprojekte, Lehre, Publikationen, Veranstaltungen und Ausstellungen, über Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie die Gremien der Stiftung. Das Erscheinen des Jahresberichts wird unterstützt vom Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.
Auf dem Wege der Versöhnung: Rückgabe von Glocken an die Gemeinden in Straszewo und Frombork
Bischof Gebhard Fürst von Rottenburg-Stuttgart und Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis90/Die Grünen) haben am Wochenende drei Glocken ihren früheren Besitzern in Polen zurückgebracht. Die Instrumente waren von den Nationalsozialisten abgehängt worden und wurden später in württembergischen katholischen Kirchen genutzt.
Die Geschichte braucht manchmal einen langen Atem. Gut 80 Jahre nachdem sie vom Nazi-Regime aus ihren Kirchtürmen heruntergenommen worden waren, um zur Rüstungsproduktion eingeschmolzen zu werden, sind am Samstag im Rahmen des Projektes „Friedensglocken für Europa“ zwei historische Glocken in ihre Heimat im Ermland zurück gekehrt: Im Anschluss an einen Gottesdienst am Vormittag in der Kathedrale St. Nikolaus in der polnischen Stadt Elbląg (Elbing) hat Bischof Dr. Gebhard Fürst eine Glocke aus der Kirchengemeinde St. Albertus Magnus in Oberesslingen an Vertreter ihrer Ursprungsgemeinde Straszewo (Dietrichsdorf) übergeben.
Dienstag, 27. Juni 2023 – 18.-19.00 Uhr – Anmeldung zum Zoom unter online@diAk.org
Wir sprechen am für ungefähr eine Stunde mit Prof. em. Dr. Daniel Bar-Tal, Tel Aviv: What’s going on in Israel? – Das auf englisch geführte Gespräch moderiert Marianne Zepp.
Anmeldung bitte an online@diak.org, wir verschicken dann die Zoom-Zugangsdaten.
Der andauernde Konflikt, der aktuell einen neuen Höhepunkt erreicht, und die Kriege, die Israel seit seiner Gründung um seine Existenz geführt hat, sind auch deshalb unlösbar, weil sie in der politischen Kultur, in der spezifischen Mentalitätsbildung und aus der Tradition heraus zu erklären sind. Diese Prägungen gehen bis in die Gründungszeit des Staates zurück und haben u.a. ihre Ursachen in einem abwertenden Bild der Palästinenser, die als primitiv und gewalttätig gesehen werden, während die eigene Kultur als friedensbereit und fortschrittlich wahrgenommen wird. Die Wellen von Gewalt und die Trennung der beiden Ethnien haben diese Wahrnehmungen noch verstärkt. Die Bedrohungslage und deren Herausforderungen werden mit dem Recht auf Abschreckung, Bestrafung und mit der ständigen Bereitschaft zum Kampf beantwortet.
Der Wille zu einer friedlichen, auf gegenseitige Anerkennung beruhenden Zusammenleben in Israel/ Palästina erscheint angesichts der aktuellen Entwicklungen ferner denn je. Durch die Übernahme der Regierungsmacht durch extremistische nationalistisch-religiöse Kräfte in Israel droht eine Gewalteskalation auf beiden Seiten und eine wie auch immer geartete Friedenslösung scheint unrealistischer denn je. Daniel Bar Tals Analysen aus sozialpsychologischer Sicht ermöglicht ein tieferes Verständnis dessen, was die israelische Gesellschaft bis heute prägt und worin die eigentlichen Ursachen der derzeitigen Entwicklung liegen.
Daniel Bar Tal gehört zu den einflußreichsten und prominentesten Stimmen der israelischen Soziologie. Er ist promovierter Sozialpsychologe und leitete von 2002 bis 2005 das Walter Lebach Research Institute for Jewish-Arab Coexistence through Education. Er war Ko-Herausgeber des Palestine Israel Journal. Zuletzt erschien von ihm: Unbekümmert in den Abgrund. Die Folgen von Konflikt und Besatzung für die jüdisch-israelische Gesellschaft (AphorismA, Berlin 2023)
Film Dokumentation von Ma’ayan Schwartz auf dem Jüdischen Filmfestival Berlin/Brandenburg 13.-18. Juni 2023
Screenshot vom Jüdischen Filmfestival Wien vom April 2023
Children of Peace
wurde in Neve Shalom • Wahat al-Salam (Oase des Friedens) gedreht, dem einzigen Ort in Israel, in dem mitten im Israel-Palästina-Konflikt jüdische und palästinensisch-arabische Israelis gleich-berechtigt miteinander leben und arbeiten – eine Insel der Hoffnung. Die Dorfgemeinschaft zeigt seit gut 50 Jahren täglich, dass Frieden zwischen Israel und den Palästinensern gelingen kann.
In diesem Kontext wuchsen die Kinder der zweiten Generation des Dorfes auf; viele von ihnen haben inzwischen selbst Kinder. Sie müssen spannende und brisante Identitätsfragen für sich klären: Die jüdischen Jugendlichen müssen z. B. entscheiden, ob sie zur Armee gehen oder nicht; ihre palästinensisch-arabischen Freunde müssen entscheiden, was ein „Ja“ ihrer Freunde bzw. Freundinnen zum Armeedienst für ihre Freundschaft bedeutet.
Der Film wurde erstmals 2022 beim Doku-Filmfestival in Tel Aviv gezeigt. Im April 2023 lief er beim Jüdischen Filmfestival Wien und nach dem Jüdischen Filmfestival Berlin/Brandenburg (13.-18. Juni 2023) wird er Teil des Filmfestivals Kitzbühel/Österreich.
Hier noch einmal zusammenfassend Informationen in einer Papier des deutschen Freundeskreises von Neve Shalom • Wahat al-Salam (Oase des Friedens)
The International Institute for Peace, in cooperation with the Herbert C. Kelman Institute, cordially invites to the online event with this Speakers:
OFER ZALZBERG, Middle East Director, Herman C. Kelman Institute for Interactive Conflict Transformation
RABBANIT DR. TIRZA KELMAN, Ben Gurion University; Talpiot Teachers College
Moderation:
HANNES SWOBODA, President of the IIP and former MEP
Content:
Israelis are celebrating their country’s 75th anniversary in a time of turmoil. From domestic political disarray to new regional dynamics, the country is experiencing unprecedented challenges.
To better understand these issues, our two guest experts will explore the tectonic shifts that have occurred in Israeli society and politics, and examine how these changes have given rise to the current state of affairs. In addition, the panel will discuss the transitions between old and new forces and how they interact, as well as the country’s social trends alongside regional and international policies under the current right-wing government.
Nachrichten aus Israel-Palästina/Palästina-Israel gibt es viele und auch nicht wenige, in denen das Dreieck Deutschland-Israel-Palästina eine Rolle spielt, genau die Schnittstelle, die uns in der Arbeit des diAk besonders interessiert.
Zusammen denken und zusammendenken – dafür bieten wir an dieser Stelle jeden Tag einen Beitrag, manchmal mit einer Einordnung/Einleitung, oft ein Hinweis auf eine spannende Verstaltung oder ein Onlineformat, dann auch wieder eine Erinnerung, zu der die Kalender und die unterschiedlichen Narrationen Anlaß geben.
Das wollen wir möglichst vielfältig tun, ohne uns jeden Beitrag oder jede Position zu eigen zu machen, aber immer in dem Bemühen über die Zeit hin die Vielfalt und die Verwobenheiten erkennbar werden zu lassen …