Starke Frauen…

Auch wenn es noch andere gute Dinge gibt, die man:frau am 1. Mai tun kann, wer in Berlin sein sollte / nach Berlin kommen will:

Jahresfest des Jerusalemsvereins am 1. Mai 2022

Das Jahresfest findet am 1. Mai 2022 in der Passionskirche (Berlin-Kreuzberg) statt. Nach dem Festgottesdienst (11.30 Uhr) beleuchtet der Festnachmittag (14.00 bis 17.30 Uhr) das Thema „Starke Frauen“ mit Gästen aus Nahost.Der Jerusalemsverein lädt herzlich zu seinem 169. Jahresfest am Sonntag, den 1. Mai 2022 ein. In diesem Jahr sind wir zu Gast in der Passionskirche, Marheinekeplatz 1, 10961 Berlin-Kreuzberg.


Der Festgottesdienst beginnt um 11.30 Uhr. Es predigt Pfarrerin Barbara Deml, die stellvertretende Direktorin des Berliner Missionswerkes und Landeskirchliche Pfarrerin für Ökumene und Weltmission.

„Starke Frauen“ ist das Thema des Festnachmittags (14.00 bis 17.30 Uhr). Über dieses  Thema sprechen Rania Salsaa, Lehrerin in Talitha Kumi, und Sally Azar, Vikarin der ELCJHL in Berlin-Frohnau, Moderation: Sybille Möller-Fiedler, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Jerusalemsvereins.


Bischof Sani Ibrahim Azar berichtet über die Situation der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land (ELCJHL) und Schuldirektor Matthias Wolf über aktuelle Entwicklungen in Talitha Kumi. bDas Berliner Orient-Ensemble wird den Festnachmittag musikalisch begleiten.

Feuer – mitten in der Altstadt

Für die einen die Freude der Auferstehung in der Zeremonie des Hl. Feuers – hier der Link zu einem kleinen Video des Swedish Theological Institute

… für die anderen nur wenige Meter daneben die Sorge, daß sich ein Feuer anderer Art ausbreitet: Zvi Bar’el in der Haaretz über die Wirkungen der Ereignisse auf und um den Haram…

Mitten in der aufgeheizten Stimmung

Israelische Autoritäten beschränken den Zugang zu den orthodoxen Osterfeierlichkeiten in der Altstadt

Das griechisch-orthodoxe Patriarchat hat gegen die Entscheidung, die Zahl der Teilnehmenden an den Zeremonien, u.a. des Heiligen Feuers zu beschränken, protestiert:

„The Church in Jerusalem states that having access to churches in the Old City, especially during the Easter holidays „has become increasingly difficult in recent years“, and „that there is no justification” for the additional restrictions put into place this year. The Patriarchate “affirms its explicit, clear and complete rejection of all restrictions,“ and declares openly that they are „fed up with police restrictions on freedom to worship and with its unacceptable methods of dealing with the God given rights of Christians to practice rituals and have to access their holy sites in the Old City of Jerusalem.”

Eine öffentliche Petition, angestoßen von Sabeel, soll zumindest den Protest sichtbar machen.

Bleibt es beim status quo?

Trotz aller (oder wegen?) aller heiligen Zeiten, prägt wieder einmal Gewalt die Situation in Jerusalem, und nicht allein dort. Aber in Zeiten wie diesen steht alles in Frage. Ist es klug in dieser Zeit den staus quo, der bislang ein fragiles Konstrukt aufrecht erhalten hat, auch in Frage zu stellen? (Aber wer sagt, das Politik klug handelt?)

Hier eine Stimme aus Jordanien (sic), die einen kritischen Blick auf die Entwicklung wirft: Daoud Kuttab fragt in Arab News: Want quiet in Jerusalem? Respect the status quo

Karfreitag im Heiligen Land

On this day is crucified on the cross
He who suspended the earth upon waters

Auch wenn die Nachrichten so schlimm sind … ab Min 3:20 gibt es eine wunderschönen, gesungenen Hymnus zur Kreuzerhöhung, aufgenommen in diesem Jahr 2022 in der Kirche Unserer Lieben Frau in Haifa, der ehemaligen Bischofskirche der melkitischen Kirche, heute das Haus Gnade.

https://www.facebook.com/house.of.grace.haifa/videos/1170609667086078

Palmsonntag

DOMINICA IN PALMIS DE PASSIONE DOMINI – COMMEMORATIO INGRESSUS DOMINI IN IERUSALEM
in S.to Sepulcro D. N. Iesu Christi

Aam Hl. Grab in Jerusalem: Heilige Ungleichzeitigkeit!

Während das Evangelium (nach Lukas) in Latein gesungen wird (ab min 18), die Sänger in festliches Rot gewandet, sind die orthodoxen Geschwister mit ihren Gesängen (etwa min 26:50 u.ö.) noch in der Fastenzeit, wieder andere halten gerade Einzug in die Kirche, zu hören am Aufstoßen (min 21:45) der Stäbe der (osmanischen) Ehrengarde … – Vorgriff auf das Paradies.

Textbuch zum download

An Impossible Promise?

Sociology of Religion in Arab Countries

Donnerstag, den 28. April, 17.00 – 18.30 Uhr

Vortrag von Florian Zemmin (Freie Universität Berlin)

Many Arab sociologists have been criticising the rather weak establishment of sociology in their countries. This concerns structural issues, especially political constraints for research and the underfunding of universities, but also theoretical issues, not least the Eurocentric formation and workings of sociology. Both structural and theoretical issues are especially pronounced when it comes to sociology of religion: to position religion as an object of sociological study faces political constraints and societal scepticism, also due to its representing a secular, supposedly particularly European perspective on religion. That being said, sociological approaches to religion in Arabic do have a longer history and feature more widely than is often assumed. This talk will provide glimpses into the history and presence of these approaches and their characteristics, addressing both structural and theoretical questions. One larger set of current debates that this talk will speak to are attempts at “decolonizing sociology” or establishing a “post-colonial sociology”. Such attempts often remain on a theoretical level and, ironically, hardly consider research in languages other than English. In turn, this talk engages sociologies of religion in Arabic also in order to arrive at more nuanced answers to the question of which aspects of sociology are more widely shared and which are specific to certain societies and academic contexts.

The event will be held via Zoom. Please register here: https://tinyurl.com/mr29m9mp


Ergänzung – Ultraorthodox

Ultraorthodox – Mein Weg

Online auf orf.at

In seinem jüngst veröffentlichten Werk, „Ultraorthodox – Mein Weg“ erzählt Akiva Weingarten, wie er in der Satmarer-Gemeinschaft ultraorthodoxer Juden aufwuchs. Kritisch blickt er darin auf Regeln und Gesetze, die zunehmend zum Zwang für ihn wurden.

***

Ausstieg aus der Orthodoxie und dafür nach Dresden?

Wer würde diese beiden Fakten verbinden. Und doch hat hier ein junger US-amerikanischer Rabbiner eine Herberge geschaffen und hilft jungen Menschen, die aus der Orthodoxie „aussteigen“ wollen.

„Das Leben in ultraorthodoxen Gemeinden ist hermetisch und streng geregelt. Viele junge Jüdinnen und Juden wollen aussteigen. Wie schaffen sie den Weg in die Freiheit?“

Eine interessante Reportage über orthodoxes Leben in Israel und Versuche der jungen Generation, technologische Entwicklungen in den Alltag aufzunehmen, ist auch in einer Arte-Reportage thematisiert worden:

Israel: Junge Orthodoxe werden weltlich.

In Israel lebten die Gemeinden der orthodoxen Juden lange selbstbestimmt fern von der Gesellschaft. Hartnäckig lehnten sie die Moderne ab, sie beschränkten ihren Beziehungen zu den Weltlichen auf ein striktes Minimum, die Männer widmeten den größten Teil ihrer Zeit dem Studium der Tora.

Doch in dieser verschlossenen und wenig bekannten Welt ändern sich die Dinge allmählich. Getrieben von wirtschaftlicher Notwendigkeit und dem Drang nach einer neuen Offenheit sucht die neue Generation den Ausgang, raus in die Welt: Sie wenden sich Computern zu, der Mode, dem weltlichen  Gesang, sogar das Tabu der Wehrpflicht brechen junge Orthodoxe, zum Erstaunen und Erschrecken ihrer Väter (und Mütter).

Für den Staat Israel ist ihre Integration eine Herausforderung und eine Chance, denn der Kinderreichtum der orthodoxen Familien hat ihren demographischen Einfluss in Israel beständig vermehrt. Die Alten aber sträuben sich gegen die neue Offenheit der Jungen, viele lehnen jede Veränderung der Mentalitäten ab. Die jungen Orthodoxen müssen also kämpfen für ihre neuen Regeln.

Ultraorthodox? Nein danke!

Ausstieg aus der Orthodoxie und dafür nach Dresden?

Wer würde diese beiden Fakten verbinden. Und doch hat hier ein junger US-amerikanischer Rabbiner eine Herberge geschaffen und hilft jungen Menschen, die aus der Orthodoxie „aussteigen“ wollen.

„Das Leben in ultraorthodoxen Gemeinden ist hermetisch und streng geregelt. Viele junge Jüdinnen und Juden wollen aussteigen. Wie schaffen sie den Weg in die Freiheit?“

Eine interessante Reportage über orthodoxes Leben in Israel und Versuche der jungen Generation, technologische Entwicklungen in den Alltag aufzunehmen, ist auch in einer Arte-Reportage thematisiert worden:

Israel: Junge Orthodoxe werden weltlich.

In Israel lebten die Gemeinden der orthodoxen Juden lange selbstbestimmt fern von der Gesellschaft. Hartnäckig lehnten sie die Moderne ab, sie beschränkten ihren Beziehungen zu den Weltlichen auf ein striktes Minimum, die Männer widmeten den größten Teil ihrer Zeit dem Studium der Tora.

Doch in dieser verschlossenen und wenig bekannten Welt ändern sich die Dinge allmählich. Getrieben von wirtschaftlicher Notwendigkeit und dem Drang nach einer neuen Offenheit sucht die neue Generation den Ausgang, raus in die Welt: Sie wenden sich Computern zu, der Mode, dem weltlichen  Gesang, sogar das Tabu der Wehrpflicht brechen junge Orthodoxe, zum Erstaunen und Erschrecken ihrer Väter (und Mütter).

Für den Staat Israel ist ihre Integration eine Herausforderung und eine Chance, denn der Kinderreichtum der orthodoxen Familien hat ihren demographischen Einfluss in Israel beständig vermehrt. Die Alten aber sträuben sich gegen die neue Offenheit der Jungen, viele lehnen jede Veränderung der Mentalitäten ab. Die jungen Orthodoxen müssen also kämpfen für ihre neuen Regeln.

Erneuerung

Jerusalemer Auferstehungskirche: Renovierung in der ‚Grabeskirche‘ geht weiter

Fünf Jahre nach Abschluß der Arbeiten an der Grabkapelle geht die Restaurierung in ihre nächste Phase. In den kommenden Jahren soll der Fußboden samt Infrastruktur wiederhergestellt werden.

Hier ein Bericht auf Radio Vatikan und ein Bericht von Areej Hazboun und Joseph Krauss auf Crux:  Christians find unity in restoring holiest Jerusalem church