Black Hebrew Israelites

Einen ausführlichen und lesenswerten Essay von Natalie Meinert zur dieser „Bewegung“, die „durch Prominente wie Kanye West mediale Aufmerksamkeit“ erhält, findet sich auf den Portal „Die Eule [„Nachrichten und Meinungen zu Kirche, Politik und Kultur“]. „Schnell werden warnende Antisemitismus-Rufe laut. Doch ganz so einfach ist es nicht“, heißt es im Einleitungstext.

Bild aus dem Beitrag: Montage (Kanye West: Cosmopolitan UK, Wikimedia Commons, CC BY 3.0; Demonstration der Israelite Church of God in Jesus Christ, Werbematerial)

Bekenntnisse deutscher Normalos von 1934 online

Der Berliner Zeitung erinnert – aus gegebenem Anlaß … an eine Publikation aus dem Jahr 2018 – und mit dem Link zu den Online-Daten:

„Vor 90 Jahren gesammelt, von der Stanford University digitalisiert: Hunderte individuelle Texte, die offenbaren, was normale Leute an Hitlers Ideen faszinierte.“

„Die (.) der großen Öffentlichkeit zugängliche Sammlung birgt Teile der Antwort auf die Frage, wie die Deutschen zu einem Volk wurden, das Raub und Massenmord als begrüßenswerte Methoden staatlichen Handelns erachtete. Die meisten der Schreiber werden sich über die sozialpolitischen Großtaten der Naziregierung ebenso gefreut haben wie über das Verschwinden der Juden. An der Kleinteiligkeit der Biogramme mögen Wissenschaftler verzweifeln.

Aber wer heute wissen möchte, warum nationalistische Ideen wieder Massen ergreifen, wird in den politischen Lebensberichten deutscher Normalos von 1934 einige Antworten finden. Was nervt heute? Parteiengezänk, laute Minderheiten, unfähige Politiker. Wir sehen den Zorn der Abgehängten, den Neid der Zukurzgekommenen, die Furcht vor neuer Konkurrenz, Abstiegsängste. Und erkennen sie wieder.“

Nicht die Augen verschließen

Und nicht den falschen Propheten folgen …

Im Podcast Weltzeit von Deutschlandfunk Kultur widmet sich Judith Poppe einem ungewöhnlichen, unbeliebten und sehr widerstänigen Thema, das nichtsdestotrotz oder gerade deswegen viel mehr Beachtung erfahren muß, auch wenn in Zeiten wie diesen es wenig aussichtsreich erscheint, die Regierungen dafür zu gewinnen:

Palästina: Das Tabuthema Holocaust

Bücher über die Shoa gibt in Palästina kaum. Wer über ihn informieren möchte, gilt schnell als einer, der die israelische Besatzung normalisiert, und muß sich auf Todesdrohungen einstellen. Einige Intellektuelle versuchen es trotzdem.

Unter anderem geht es um die Arbeit von Mohammed Dajani, der nicht zuletzt durch seine Reise mit palästinensischen Studierenden nach Auschiwtz bekannt wurde und um seine Arbeit mit und in der Nichtregierungsorganisation Wasatia.

(c) Photo: R.Zimmer-Winkel 2022

oder um den Filmemacher Mohammed Alatar, der 2022 auch mit seinen Arbeiten und Ideen auf Deutschlandreise war; von ihm stammen die Filme The Iron Wall, Jerusalem – the East Side Story, Broken und über Michel Sabbah, eh. Lat. Patriarch von Jerusalem.

Hier kann das das Audio von DLF Kulturheruntergeladen werd en.

100. Todestag von Elieser Ben-Jehuda

Am 16. Dezember 1922 stirbt der Sprach“erfinder“ mit 64 in Jerusalem

Das neue Hebräisch ist ohne ihn kaum denkbar…. Aus dem Archiv des Deutschlandfunks

Photo: id.lib.harvard.edu

Noch eine Würdigung

Schon mal ein Vorgriff

Unser Kalender 2023, der nächste Woche verschickt wird, hat das Thema „Essen“ – da paßt der Beitrag auf dem +972 Blog gut, um schon mal darauf einzustimmen – oder besser einzuschmecken…:

Izzeldin Bukhari’s Sacred Cuisine tour celebrates Palestinian food and culture, while honoring his family’s illustrious legacy of Sufi community-building.

Von Alice Austin – Guten Appetit!

Karimeh Abbud

Sie war die erste professionelle Photographin im arabischen Raum, eine Sammlung ihrer Photographien und Postkarten wird zur Zeit in Beer Sheva gezeigt. …es ist die Sammlung eines Israelis, was der BR-Beitrag mehrfach betont.

Was nicht erzählt wird: … daß sich an der Dar-al-Kalima Universität in Bethlehem seit Jahren mit der Pionierin befaßt wird

Der Beitrag auf BR-Klassik ist noch für sieben Tage nachhörbar (bis 5.12.2022)

https://www.br.de/radio/live/br-klassik/programm/2022-11-28/3305296/#t=08:41:43

Von Said bis Arendt denken

Über den Tellerrand hören …

Vortrag Prof Andrew N. Rubin. Washington, (Columbia UniversityEnglish and Comparative Literature,  Department Member, u.a. Herausgeber Gesammelte Werke von Edward Said und T.W. Adorna in Englisch)

Online auf academia.edu

In this 45 minutes lecture, Professor Andrew Rubin demonstrates the shared origins of modern European anti-Semitism and the histories of modern Islamophobia and Orientalism in early 19th century Europe. While this perspective does not deny the Holocaust its singularity as a historical catastrophe, it does suggest that as a singular event it produced a plurality of victims, another category of refugees, the Palestinians, the victims of the victims.

By apprehending the Shoa and al-Nakba together, Rubin argues that by interpreting the work of Said and Arendt together, we may better understand how Jews and Arabs belong to the same stream of European History.

Mediator und ‚Grenzgänger‘

Eine internationale Tagung am Franz Rosenzweig Minvera Reseach Center an der Hebräischen Universität in (West-)Jerusalem über den Dichter und Künster Manfred Winkler (1922-2014) | 29./30. November 2022

Other Israel Film Festival

Bis zum 13. November 2022 auch im Sofa-Kino

Programm und Hintergründe …. https://www.otherisrael.org/

other israel film festival

Mona Hatoum

Feministisch, politisch und ohne Schnörkel ist die Kunst der palästinensisch-britischen Mona Hatoum.
Deren Retrospektive in Berlin verteilt sich auf gleich drei Orte

Tom Mustroph in der taz:
„Für ihre klare, politische Kunst fand Mona Hatoum ab Mitte der 1990er Jahre weltweit Anerkennung. 1994 hatte sie ihre erste Schau im Pariser Centre Pompidou. Ein Jahr später wurde sie für den renommierten Turner Prize nominiert. Seit einem DAAD-Stipendium 2003 ist sie auch Berlin verbunden. Die jetzige Retrospektive ist nach vielen Jahren die erste Einzelausstellung in Deutschland.“

Austtellungen:

Neuer Berliner Kunstverein bis 13. November 2022
Georg Kolbe Museum bis 8. Januar 2023
Kindl Zentrum bis 14. Mai 2023

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