The Second Wave of Arab Uprisings: Moving Beyond Narratives of Defeat and Despair

You are kindly invited to the first EUME Berliner Seminar in the Winter Term 2022/23.

Where: Forum Transregionale Studien (Wallotstr. 14, 14193 Berlin) 

When: Wednesday, 12 October 2022 at 5 pm (CEST)

Zahra Ali (Rutgers University-Newark) – Leyla Dakhli (CNRS / Centre Marc Bloch) – Magdi El Gizouli (StillSudan.blogspot.com) – Cilja Harders (Freie Universität Berlin / EUME) – Jeffrey G. Karam (Lebanese American University / EUME Fellow 2020-23)

The roundtable discussion provides an alternative reading of the second wave of Arab revolutionary uprisings that erupted in 2018, especially in Sudan and later in Lebanon, Iraq, and other Arab states in 2019. By moving beyond narratives and analyses that primarily focus on moments of defeat and despair, the panelists will discuss if and how the uprisings that unfolded in Iraq, Lebanon, and elsewhere ushered a new and important phase in social activism and political subjectivities that deserves attention. By addressing the role of new alternative organizations, including professional associations, syndicates, political movements, and other entities, the roundtable highlights some vital social, economic, and political trends common across various Arab societies.

If you want to attend the seminar, we kindly ask you to register in advance via eume@trafo-berlin.de

For more information, please check our website:

https://www.polsoz.fu-berlin.de/polwiss/forschung/international/vorderer-orient/Termine/12_10_2022_EUME.html

Documentary Filmmaking in the Middle East and North Africa

A Virtual Book Talk with Viola Shafik, moderated by Naomi Sakr, Professor of Media Policy at The Communication and Media Research Institute, University of Westminster.

MONTAG, 10. OKTOBER 2022 VON 19:00 BIS 20:00
Register to attend the talk on Zoom Webinar through this link: https://bit.ly/3fLxy5G

Viola Shfik Documenatry Filmmaking

Here the link for the book.

Karlsruhe – zweimal gesehen

Ein (Teil-)Rückblick auf die Vollversammlung des Weltkirchenrates

Ziemlich unterschiedlich wahrgenommen und bewertet werden die Israel-Palästina/Palästina-Israel betreffenden Ereignisse in Karlsruhe.

Zwei Beispiel dafür:
Portal: Die Eule – hier der Abschnitt 2. ‚„Apartheid“-Antrag zum Nahost-Konflikt‘

Deutlich anders das Netzwerk Kairos Palästina Deutschland in seinem Offenen Brief.

(Weitere Reaktionen sollen noch später nachgetragen werden)

Prophetische Stimme für einen Paradigmenwechsel

Positionspapier christlicher Intellektueller im Nahen Osten

Die Herderkorrespondenz weist in einem aktuellen Beitrag von Hilde Naurath auf den Text Wir wählen das Leben in Fülle. Christen im Vorderen Orient auf dem Weg zu erneuerten theologischen, sozialen und politischen Entscheidungen, hin, der auch als Kleiner Text 88 im AphorismA Verlag erschienen ist.

Zwischen Verbundenheit und Entfremdung

Deutschland und Israel heute (September 2022)

Eine Studie der Bertelsmann Stiftung (Hrsg.) von Jenny Hestermann, Roby Nathanson und Stephan Stetter

Kostenloser PDF-Download

Deutschland und Israel haben sich in den vergangenen Dekaden in erstaunlicher Weise angenähert und pflegen heute intensive Beziehungen auf allen Ebenen und in den unterschiedlichsten Bereichen. Zugleich sind die deutsch-israelischen Beziehungen auch heute nicht frei von Mißverständnissen und Konflikten. Dies zeigt sich in der Studie: „Deutschland und Israel heute: Zwischen Verbundenheit und Entfremdung”.

Insgesamt sind die deutsch-israelischen Beziehungen heute gute Beziehungen. Allerdings blicken Israelis deutlich positiver auf Deutschland als umgekehrt die deutsche Bevölkerung auf Israel. Und: Gerade bei der jüngeren Generation beider Länder gibt es Anzeichen einer möglichen Entfremdung.

Bericht der Vereinten Nationen (UNSCO)

Die Bereitschaft der Palästinensischen Autonomiebehörde zur Staatsgründung abzusichern ist eine dringende Priorität

Die wachsende Kluft zwischen dem ins Stocken geratenen politischen Prozeß und den seit der Gründung der Palästinensischen Autonomiebehörde erzielten Fortschritten erreicht den Punkt der Unhaltbarkeit und gefährdet die historischen Errungenschaften in den besetzten palästinensischen Gebieten (OPT) erheblich

Freitag, 16. September 2022, Jerusalem – Ein kürzlich veröffentlichter Bericht der Vereinten Nationen nennt ein Paket strategischer Elemente, die, wenn sie von den Parteien und ihren Partnern umgesetzt werden, dazu beitragen können, die derzeitige negative Entwicklung vor Ort umzukehren, die palästinensische Wirtschaft und die palästinensischen Institutionen zu stärken und die Tragfähigkeit der Zweistaatenlösung zu erhalten, bis die formellen Verhandlungen wieder aufgenommen werden können.

Ein solches Paket wird in diesem Bericht detailliert beschrieben und umfaßt die folgenden vier Elemente:

  • Bekämpfung der anhaltenden Konflikt- und Instabilitätsursachen;
  • Stärkung der palästinensischen Institutionen und Bewältigung der Herausforderung der palästinensischen Staatsführung;
  • Verbesserung von Zugang, Bewegungsfreiheit und Handel und dadurch Schaffung von Raum für das Wachstum der palästinensischen Wirtschaft; und schließlich
  • bessere Anpassung des Rahmens der wirtschaftlichen und administrativen Beziehungen an die wirtschaftlichen Veränderungen der letzten Jahrzehnte.

Der Bericht, der vom Büro des Sonderkoordinators der Vereinten Nationen für den Nahost-Friedensprozeß (UNSCO) für die bevorstehende Sitzung des Ad-hoc-Verbindungsausschusses (AHLC) am 22. September 2022 in New York herausgegeben wurde, warnt vor der wachsenden Kluft zwischen dem festgefahrenen politischen Weg und der negativen Entwicklung vor Ort und den seit der Gründung der Palästinensischen Autonomiebehörde erzielten Fortschritten, die den Punkt der Unhaltbarkeit erreichen und die historischen Errungenschaften in den OPT gefährden. In dem Bericht wird dazu aufgerufen, die Bereitschaft der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) zur Erlangung der Eigenstaatlichkeit mit höchster Priorität sicherzustellen.

Im Bericht wird festgestellt, daß die israelische Regierung im vergangenen Jahr einige vielversprechende Maßnahmen ergriffen hat, insbesondere die Lockerung der Beschränkungen für den Personen- und Warenverkehr in das und aus dem besetzten Westjordanland und dem Gazastreifen. Die Anzahl der palästinensischen Arbeiter aus dem Westjordanland, die nach Israel einreisen dürfen, ist drastisch gestiegen. In dem Bericht wird hervorgehoben, daß im 2. Quartal 2022 rund 210.500 Palästinenser in Israel und in israelischen Siedlungen im Westjordanland arbeiteten. Dies entspricht einem Anstieg der Zahl der Pendler um 50 % seit 2019.

Für den Gazastreifen wird im Bericht festgestellt, daß bis Mitte September 2022 rund 15.500 Genehmigungen für Arbeiter, Händler und Geschäftsleute aus dem Gazastreifen ausgestellt wurden, um nach Israel zu pendeln. Das daraus erzielte Einkommen hat vielen Haushalten im Gazastreifen geholfen, Schulden zu tilgen, lebensnotwendige Anschaffungen zu tätigen, mehr Lebensmittel zu kaufen und sich medizinisch behandeln zu lassen.

Im Bericht wird jedoch betont, daß mehr getan werden muss und daß die Verbindung zwischen solchen wirtschaftlichen Schritten und einer Zwei-Staaten-Lösung klar und konsequent sein muß.

Die Berichterstatter warnen auch vor der derzeitigen Zersplitterung der palästinensischen Gebiete, wodurch der Raum für das Wachstum der palästinensischen Wirtschaft verkleinert, die humanitäre Not und der Konflikt verschärft und die Lebensfähigkeit eines künftigen palästinensischen Staates untergraben wird. Es werden Schritte zur weiteren Lockerung der israelischen Bewegungs- und Zugangsbeschränkungen im Westjordanland und im Gazastreifen sowie zur Verbesserung des Zugangs der Palästinenser zu Land und Ressourcen, zur besseren Verknüpfung der Wirtschaft im Westjordanland und im Gazastreifen und zur Überwindung der internen palästinensischen Spaltung skizziert.

Der Sonderkoordinator der Vereinten Nationen für den Friedensprozeß im Nahen Osten, Tor Wennesland, erklärte, daß „es strategische Initiativen gibt, die die Parteien sowohl gemeinsam als auch unabhängig voneinander und mit Unterstützung internationaler Partner ergreifen können, um die Palästinensische Autonomiebehörde zu stärken, den notwendigen Raum für eine lebensfähige palästinensische Wirtschaft zu schaffen und die humanitäre, entwicklungspolitische, steuerliche und regierungspolitische Situation der Palästinenser zu verbessern“. Er fügte hinzu, daß „diese Initiativen zusammen dazu beitragen würden, das palästinensische Engagement gegenüber den israelischen staatlichen Institutionen wieder ins Gleichgewicht zu bringen und der Zweistaatenlösung neue Impulse zu verleihen.“

Im Bericht wird unterstrichen, daß nur durch eine Umkehrung der negativen Trends vor Ort, insbesondere der wachsenden Unsicherheit im besetzten Westjordanland, echte Fortschritte in allen Bereichen erzielt werden können. „Letztendlich gibt es keinen Ersatz für einen legitimen politischen Prozeß, der die Parteien zu sinnvollen Verhandlungen zurückführt und die Kernfragen des Konflikts löst“, heißt es in dem Bericht weiter.

Sonderkoordinator Wennesland äußerte sich sehr besorgt über die sich verschlechternde Sicherheitslage und die nicht hinnehmbaren täglichen Verluste an Menschenleben im besetzten Westjordanland.  Er rief alle betroffenen Parteien auf, die Spannungen unverzüglich abzubauen und forderte die politischen und gesellschaftlichen Führer auf allen Seiten auf, jetzt zu handeln und in gutem Glauben einen Dialog aufzunehmen, um zu verhindern, dass die Situation außer Kontrolle gerät.

Quelle der Presseerklärung:

UN report: Ensuring the readiness of the Palestinian Authority (PA) for statehood is an urgent priority.

Vollständiger Bericht:

OFFICE OF THE UNITED NATIONS SPECIAL COORDINATOR FOR THE MIDDLE EAST PEACE PROCESS. Report to the Ad-Hoc Liaison Committee, 22 September 2022.

Von welcher israelischen Linken sprechen Sie?

„Eine Linke, die den Nahostkonflikt auf ihre Tagesordnung setzt, gibt es nicht. Eine Linke, die um die Verringerung der sozialen Diskrepanzen kämpft, auch nicht. Meretz kämpft abstrakt um Menschenrechte. Die Arbeitspartei um alles, nur nicht um die Belange der Arbeiter. Und die arabischen Parteien kommen ohnehin nicht gegen die Dominanz des zionistischen Establishments an. Eine israelische Linke gibt es nicht,“ resümiert der bekannte israelische Wissenschaftler und em. Hochschulprofessor Moshe Zuckermann im Interview in der heutigen Ausgabe der Tageszeitung Junge Welt.

Zum Thema siehe auch: Times of Israel | Washington Post | Haaretz

Es gibt keine einfachen Antworten

Weder Projektionen, noch das Verschließen der Augen, noch schräge Einseitigkeiten bringen uns zurück in einen Stand „davor“ – der Zivilsationsbruch unserer Geschichte bleibt eine Wunde, die es immer wieder und immer wieder neu anzugehen gilt – ohne je die eine Antwort zu finden …:

Heiner Roetz, seines Zeichens emeritierter Professor der Sinologie und in den 1970er Jahren in der „Frankfurter Szene“ akitv, lädt in beeindruckender Weise zu einer solchen Reflektion in einem Beitrag in der Frankfurter Rundschau ein:
Nach dem Holocaust: Die Last den anderen aufbürden. Die deutsch-israelische Freundschaft ist angespannt. Die unappetlichen Seiten der deutschen Solidarität mit Israel

Sparen am falschen Ende

Das Außenministerium will der renommierten Plattform die Fördermittel streichen. Stiftungen, Wissenschaft und Medienschaffende reagieren entsetzt.

Das Auswärtige Amt will offenbar die Förderung für das angesehene Onlineportal Qantara.de ab 2023 komplett einstellen. Das würde das Aus für die Plattform bedeuten, die sich seit fast 20 Jahren dem Dialog mit der arabisch-islamischen Welt verschrieben hat, kritisch die Lage von Menschenrechten und Demokratie in der Region kommentiert und Autor:innen zu Wort kommen lässt, die in ihrer Heimat nicht frei schreiben können. Wissenschaftler:innen, Medienschaffende und Vertreter:innen politischer Stiftungen reagierten entsetzt auf die Streichungspläne.

Es geht, angesichts eines Ministeriums-Etats von in diesem Jahr 7,1 Milliarden Euro, nicht um sehr viel Geld: Rund 360 000 Euro steckt das Ministerium derzeit noch in Qantara.de, das von der Deutschen Welle betrieben wird. Die Förderung müsse „aus Spargründen“ wegfallen, wurde dem Beirat mitgeteilt, wie die FR erfuhr. Eine Anfrage dazu ließ das Ministerium zunächst unbeantwortet. Im Beirat sitzen das Goethe-Institut und das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa).

Quelle: Frankfurter Rundschau

Arabische Musik – Im Gespräch

Auf rbb zum Nachhören: Arabic Music Days 2022

Ein Gespräch mit dem Kurator und Oud-Virtuosen Naseer Shamma
und dem Leiter des Pierre Boulez Saals Ole Bækhøj