In memoriam John Bunzl (27.4.1945-22.3.2022)

Mit dem Österreichisches Institut für internationale Politik – oiip trauern wir um einen hochgeschätzten Kollegen und Wissenschaftler: Dr. John Bunzl, der am 22. März 2022 gestorben ist.

Bunzl wurde 1945 als Sohn einer österreichisch-jüdischen Industriellenfamilie im Exil in London geboren und wuchs nahe der Papierfabrik seiner Familie im niederösterreichischen Pernitz auf. Nach dem Abitur in Wien und studierte Soziologie und Politikwissenschaften in Innsbruck.

John Bunzl war Wissenschaftler mit Leib und Seele und war in seinen Themenbereichen hoch angesehen. Mit besonderem Engagement setzte sich John Bunzl gegen Ungerechtigkeiten und die für die Anliegen der Palästinenser:innen ein und erntete dafür nicht immer Anerkennung. Für sein Umfeld war er stets da und hatte ein offenes Ohr für sämtliche Anliegen.

„Stets setzte er sich dafür ein, daß die Perspektive der Palästinenser und deren Leid durch die Vertreibung auch von jüdischer Seite anerkannt werden. In den letzten Jahren wurde ihm auch der Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit und Islamophobie ein zentrales Anliegen“ – so würdigte ihn die österreichische Tageszeitung Der Standard in ihrem Nachruf.

Mit Dankbarkeit denken wir die Beiträge zurück, die er im Rahmen der diAk-Publikationen zur Verfügung gestellt hat.

Hilfsnetzwerk für Überlebende der NS-Verfolgung in der Ukraine

Neu gegründetes Hilfsnetzwerk will unterstützen

Deshalb haben sich auf Initiative des Vereins KONTAKTE-KOHTAKTbI rund 30 Gedenkstätten, Museen sowie verschiedene Initiativen und Vereine aus der ganzen Bundesrepublik dazu entschlossen ein Hilfsnetzwerk für Überlebende der NS-Verfolgung in der Ukraine aufzubauen, um schnell und unbürokratisch den hochbetagten Opfern der NS-Ausbeutungs- und Vernichtungspolitik und ihren Familien zu helfen. Zu vielen haben die im Netzwerk vertretenen Einrichtungen seit einigen Jahren und Jahrzehnten Kontakt. Zudem brauchen unsere langjährigen Partnerorganisationen nicht nur in der Ukraine, sondern auch in Russland und Belarus Unterstützung: Für ihr Personal, aber auch bei der Sicherung ihrer Arbeitsergebnisse, Archivalien und Daten.

Für diesen Zweck wurde ein Spendenkonto eingerichtet, welches von dem Berliner Verein KONTAKTE-KOHTAKTbI, der seit vielen Jahren Erfahrungen mit Spendenauszahlungen in dieser Region hat, treuhänderisch verwaltet wird.
Die Koordination des Netzwerkes wird freundlich unterstützt von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ).

Eine Internetseite, auf der fortlaufenden über den aktuellen Stand unserer Aktionen unterrichtet wird, findet sich hier: www.hilfsnetzwerk-nsverfolgte.de

#ÜberlebendeNSVerfolgungUkraine

Israel: Neue Straßen fürs Westjordanland

Arte zeigt mehr als die Bilder

„Israel investiert viel Geld in neue Schnellstraßen, Tunnel, Viadukte und Parkhäuser im palästinensischen Westjordanland. Das ermutigt immer mehr Bürger:innen Israels, sich in den neuen Siedlungen niederzulassen, denn die sind ja jetzt durch moderne und sichere Straßen mit den großen Städten im Kernland verbunden. 

Diese Straßen sind auch die Antwort auf Israels Bevölkerungszuwachs. Die meisten Israelis leben in Tel Aviv und Jerusalem, und in diesen Ballungsgebieten wird es allmählich eng. Also bauen sie die Siedlungen im Westjordanland aus. Doch allmählich gleicht das Ganze immer mehr einer schleichenden Übernahme der Palästinensergebiete.“

Eine sehr wichtige Arte-Reporte, die anschaulich macht, wie durch die Infrastrukturpolitik der Regierung die israelische Herrschaft über Territorium des Westjordanlandes und jenseits eines zwei-Staaten-Models systematisch ausgedehnt und dauerhaft fermentiert wird.

Diskriminierungserfahrung und Zivilcourage

Anläßlich der internationalen Wochen gegen Rassismus / Vorstellung der Ergebnisse einer Befragung von arabischen Migrant/-innen in Gera

Am 14. März 2022 von 18 – 19.30 Uhr
Vor Ort oder im Livestream unter https://www.youtube.com/watch?v=zw-5CaACFz0

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb lädt Sie herzlich ein zur hybriden Veranstaltung „Diskriminierungserfahrung und Zivilcourage. Eine Befragung von arabischen Migrant/-innen in Gera“ am Montag, den 14. März 2022 um 18 Uhr im Eiscafé de Bernardo, Schloßstraße 2 in Gera. Der Vortrag von Soha Hallawe und die Diskussion wird auch als Livestream auf YouTube übertragen.

Soha Hallawe, Angestellte bei der Stadtverwaltung Gera, führte im Rahmen ihrer Studienabschlussarbeit eine Befragung zu Diskriminierungserfahrungen unter arabischen Migrant/-innen im Jahr 2021 durch. Dabei wurden ca. 150 syrische und irakische Bürger/-innen der Stadt Gera befragt, um ihre Erfahrungen der letzten fünf Jahre zu schildern.

Am 14. März 2022 stellt Frau Hallawe die Ergebnisse ihrer Studie vor und gibt einen Überblick über die Lebenssituation von Migrant/-innen in Gera. Im Anschluß an ihren Vortrag gibt es die Möglichkeit zur Diskussion.

Zeit: 14. März 2022, 18 – 19.30 Uhr

Ort: Vor Ort in Gera oder im Livestream unter https://www.youtube.com/watch?v=zw-5CaACFz0

Richten Sie sich jetzt die Erinnerungsfunktion auf YouTube ein, um die Veranstaltung nicht zu verpassen.

Weitere Informationen zur Veranstaltung und den Livestream finden Sie auf unserer Website www.bpb.de/505591

Palästinenser:innen im Libanon

Seit mehr als siebzig Jahren leben palästinensische Geflüchtete in überfüllten Lagern im Libanon und sind mit Armut, Arbeitslosigkeit und unzureichendem Zugang zu Bildung konfrontiert. Erst recht unter den Zuständen eines immer instabiler werdenden politischen und ökonomischen Systems sind sie zunehmender Repression und Perspektivlosigkeit ausgesetzt und fordern ihre sozialen, politischen und ökonomischen Rechte durch kollektive Aktionen und Massenmobilisierung ein.

Dazu eine Bestandsaufnahme von Mai Abu Moghli auf al Shabaka vom 7. März 2022.

Zeit gekauft – Blick auf Sheikh Jarrah

Zwangsräumung von Palästinenser:innen ausgesetzt

Die Lage von palästinensischen Familien in Ostjerusalem, die von Räumungen bedroht sind, könnte sich entspannen. Laut einem Urteil dürfen die Bewohner:innen vorerst bleiben – so lange bis die Eigentumsrechte geprüft sind – ein Verfahren, daß sich lange hinziehen kann und damit prinzipiell Möglichkeiten für eine politische Regelung eröffnet… ob diese gewollt sein wird, muß sich zeigen.

Hier der Bericht von Benjamin Hammer, ARD-Studio Tel Aviv, auf tagesschau.de.

Es ist nicht nur die Rheorik…

… die geschichtlichen „Vergleiche“ können schon erschrecken. Aber der Schrecken ist auch so groß genug: Yad Vashem zur Nazi-Rhetorik im Konflikt.

Hügeljugend?

The Hilltop Youth and Jewish Terrorism

Why do the IDF, the police, and society turn a blind eye towards these Israeli extremists? A discussion with ToI’s Senior Analyst Haviv Rettig Gur.

Ein Podcast der Times of Israel (From The Hartman Institute | Sponsored)

Wem nützt hier was warum?

Herzog is to visit Turkey in March with some reports saying that the visit will take place from March 9-10.

Relations between the two countries have been cold for more than a decade, but recently the countries have been working on reconciling.

Keinen Baum den Gegnern des Friedens

Solidarity With Victims of Settler Violence

Aus einem Mailing des NIF / New Israel Fund

More than 400 activists took part in a tree planting event in the Palestinian village of Burin near Nablus in the West Bank earlier this month to demonstrate solidarity with local Palestinians and human rights activists. The event was organized by Rabbis for Human Rights and funded by a New Israel Fund emergency grant.

Only two weeks earlier, settlers from the nearby illegal outpost of Givat Ronen attacked Rabbis for Human Rights activists in Burin. Unfortunately, this violence is nothing new. For years, Jewish settlers have targeted this area, frequently rampaging through the hillsides, burning and uprooting the olive trees of local farmers.

Rabbis for Human Rights Executive Director Avi Dabush said, “This picture of hundreds of Israelis, including those injured by Jewish terrorists returning to the scene of the attack two weeks after it occurred, represents a significant victory. We declared that we will not give in to violence and that we will return to the field to stand in solidarity with Palestinian olive farmers against those who regularly attack them. And that is what we did.”

Other organizations who took part in the rally included Mothers Against Violence, Zazim — Community Action, Combatants for Peace, Mehazkim – Fighting for a Progressive Israel, MachsomWatch, Omdim Beyachad (Standing Together), Breaking the Silence, Peace Now, and Torat Tzedek – Torah of Justice.

Zazim said, “Our community has rallied for the cause and we arrive here this morning to demonstrate that our answer to violence and hatred is partnership. They uproot and we plant until the occupation ends.”