Ein Beitrag auf ttt über den provokativen und gerade in Venedig ausgezeichneten Film, der in der inner-jüdisch-israelischen Auseinandersetzung zu heftigsten Debatten geführt hat – und von dem sich die Filmemacher Yuval Abraham und Rachel Szor insbesondere wünschen, daß er in Deutschland gesehen werden soll…
Zu den Angriffen auf die Filmschaffenden eine Petition der Kolleg:innen – Was ist eine Staatsbürgerschaft wert, wenn der Kulturminister wie gefordert, den beiden Künstlern die ihre entziehen lassen will …
Ein Offener Brief in der Washington Post gibt einen interessanten Einblick, in die kontroversen Debatten, die innerhalb der jüdischen politischen Welt der USA zur Zeit geführt werden.
Zum Hintergrund:
„Abdul El-Sayed, the Democratic nominee in the Michigan Senate race, has faced a backlash from some Jewish Democrats for his intense criticism of Israel.
Former senator Al Franken (D-Minnesota) and more than two dozen other Jewish Americans are endorsing Abdul El-Sayed, the Democratic nominee for Senate in Michigan whose strong criticism of Israel has concerned some Jewish voters and leaders.
In an open letter first shared with The Washington Post, Franken and the other signatories acknowledged that El-Sayed’s positions on Israel “have been a concern for many” but argued that his views “are much less outside the mainstream” than the discourse around his campaign might suggest.
… Eric Schwartz, a former State Department official during the Obama administration … organized the letter “based on the conviction that the conventional wisdom that most Jews are uneasy about the candidate is wrong, or at least not the whole story,” he wrote in an email to The Post.“
(Leider hinter der Bezahlschranke) … aber sehr lesenswert: Carolin Emcke fragt danach, wie wir unsere Empathie im Gaza-Konflikt? Was braucht es, um das Leid des jeweils anderen zu verstehen und anzuerkennen.
Am 23. September erscheint bei S. Fischer ihr Buch: Was zählt ein Mensch? (978-3-10-397698-4 / 24,00 €), der SZ-Magazin-Beitrag ist Collage und VOrabdruck daraus.
International Crisis Group Statement: Israeli Actors Should Face a Choice Mit einer anschaulichen interaktiven Karte zu E1
Israel’s new settlement construction plans threaten to split the occupied West Bank, poking a finger in the eye of those who support Palestinian statehood. With the Trump administration largely keeping mum, responsibility to try stopping this project falls most heavily on European governments.
Vereinzelte Übergriffe, Strategie zusammen mit (Teilen der) Armee – die Situation in der Westbank?
Ein Essay von David Shulman in der The New York Review (einzelner Artikel frei zugänglich)
David Shulman is the author of Tamil: A Biography, among other books. He is Professor Emeritus at the Hebrew University of Jerusalem and was awarded the Israel Prize for Religious Studies in 2016. He is a longtime activist with Ta’ayush, the Arab–Jewish Partnership, in the occupied Palestinian territories.
Israel’s far-right government is advancing construction in the contentious E1 area between Jerusalem and Ma’aleh Adumim, issuing tenders for 1,200 new housing units despite decades of international opposition. Critics warn the move could divide the West Bank, sever East Jerusalem from Palestinian territory, undermine prospects for a Palestinian state and risk mass Palestinian displacement. With contracts imminent, it could soon become irreversible.
Hollow Promises: Resetting Gaza’s Ceasefire / Eine Analyse der International Crisis Group:
A July roadmap sponsored by the Board of Peace has failed to overcome obstacles that have mired Gaza’s ceasefire deal ten months on. A mix of sustained pressure and diplomatic guarantees is needed to break the logjam and centre Palestinian agency in the strip’s recovery.
Mönchsgemeinschaft der Dormitio-Abtei wird heute in Schwerte (29. August 2026) ausgezeichnet
»Wir wollen zwei Hoffnungsinseln in einem Ozean von Leid sein« (Abt Dr. Nikodemus C. Schnabel OSB). Diesen Anspruch verfolgen die Mönchsgemeinschaft der Dormitio-Abtei in Jerusalem und des Priorats Tabgha seit vielen Jahren. Für ihr konsequentes Zeugnis christlichen Lebens inmitten vielfältiger Konflikte erhalten sie 2026 den Communio-Preis der Gesellschaft zur Förderung der Katholischen Akademie Schwerte e.V. und der Campus-Weggemeinschaft e.V. Trotz wiederholter Anfeindungen und Übergriffe – darunter Brandanschläge, Schmierereien, Vandalismus und persönliche Angriffe – halten die Benediktiner an ihrer Präsenz fest und bieten Juden, Christen und Muslimen, Israelis und Palästinensern, Migranten, Asylsuchenden, Pilgern und Gästen gleichermaßen Hoffnungsoasen.
Engagement für Versöhnung, Dialog und Frieden Mit dem Preis würdigt die Jury zugleich das vielfältige Engagement der Gemeinschaft: das Versöhnungswerk in der Begegnungsstätte Beit Noah für Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Kulturen in Tabgha, die zahlreichen Kontakte und Dialoginitiativen im Land sowie die friedensfördernden sozialen und kulturellen Projekte. Besondere Beachtung findet auch der von der Abtei ins Leben gerufene Mount Zion Award, der öffentlich die interreligiöse Verständigung zwischen Judentum, Christentum und Islam fördert.
Der COMMUNIO-Preiswurde 2014 im Gedenken an den 100. Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs gestiftet. Er wird alle zwei Jahre anPersönlichkeiten verliehen, die sich in herausragender Weise im Geist christlicher Wertorientierung um eine Kultur des Dialogs, der Verständigung und Versöhnung bemühen und zum Aufbau einer menschenwürdigen und lebenswerten Gesellschaft in versöhnter Verschiedenheit beitragen. Gestiftet wird die Auszeichnung von der »Gesellschaft zur Förderung der Katholischen Akademie e.V.« sowie der »Campus-Weggemeinschaft e.V.«, einem gemeinnützigen Verein junger engagierter Menschen.