Kollateralschäden …

Ein Beitrag auf ttt über den provokativen und gerade in Venedig ausgezeichneten Film, der in der inner-jüdisch-israelischen Auseinandersetzung zu heftigsten Debatten geführt hat – und von dem sich die Filmemacher Yuval Abraham und Rachel Szor insbesondere wünschen, daß er in Deutschland gesehen werden soll…

ttt-Beitrag

Zu den Angriffen auf die Filmschaffenden eine Petition der Kolleg:innen – Was ist eine Staatsbürgerschaft wert, wenn der Kulturminister wie gefordert, den beiden Künstlern die ihre entziehen lassen will …

Haaretz-Beitrag

Beitrag zum Film auf +972mag

Über Pluralismus in der jüdischen Welt

Ein Offener Brief in der Washington Post gibt einen interessanten Einblick, in die kontroversen Debatten, die innerhalb der jüdischen politischen Welt der USA zur Zeit geführt werden.

Zum Hintergrund:

„Abdul El-Sayed, the Democratic nominee in the Michigan Senate race, has faced a backlash from some Jewish Democrats for his intense criticism of Israel.

Former senator Al Franken (D-Minnesota) and more than two dozen other Jewish Americans are endorsing Abdul El-Sayed, the Democratic nominee for Senate in Michigan whose strong criticism of Israel has concerned some Jewish voters and leaders.

In an open letter first shared with The Washington Post, Franken and the other signatories acknowledged that El-Sayed’s positions on Israel “have been a concern for many” but argued that his views “are much less outside the mainstream” than the discourse around his campaign might suggest.

…
Eric Schwartz, a former State Department official during the Obama administration … organized the letter “based on the conviction that the conventional wisdom that most Jews are uneasy about the candidate is wrong, or at least not the whole story,” he wrote in an email to The Post.“

Jedes einzelne Leben

(Leider hinter der Bezahlschranke) … aber sehr lesenswert: Carolin Emcke fragt danach, wie wir unsere Empathie im Gaza-Konflikt? Was braucht es, um das Leid des jeweils anderen zu verstehen und anzuerkennen.

Am 23. September erscheint bei S. Fischer ihr Buch: Was zählt ein Mensch? (978-3-10-397698-4 / 24,00 €), der SZ-Magazin-Beitrag ist Collage und VOrabdruck daraus.

(Für private Kopien Mail an den diAk)

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Eine Anregung für Herrn Wadephul

Building in E1 or Business with Europe!

Israel’s new settlement construction plans threaten to split the occupied West Bank, poking a finger in the eye of those who support Palestinian statehood. With the Trump administration largely keeping mum, responsibility to try stopping this project falls most heavily on European governments.

Qusra Under Siege

Vereinzelte Übergriffe, Strategie zusammen mit (Teilen der) Armee – die Situation in der Westbank?

Ein Essay von David Shulman in der The New York Review (einzelner Artikel frei zugänglich)

David Shulman is the author of Tamil: A Biography, among other books. He is Professor Emeritus at the Hebrew University of Jerusalem and was awarded the Israel Prize for Religious Studies in 2016. He is a longtime activist with Ta’ayush, the Arab–Jewish Partnership, in the occupied Palestinian territories.

E1 – Was steht dahinter?

Linda Dayan in Haaretz über die Hintergründe…

Israel’s far-right government is advancing construction in the contentious E1 area between Jerusalem and Ma’aleh Adumim, issuing tenders for 1,200 new housing units despite decades of international opposition. Critics warn the move could divide the West Bank, sever East Jerusalem from Palestinian territory, undermine prospects for a Palestinian state and risk mass Palestinian displacement. With contracts imminent, it could soon become irreversible.

Wie geht es weiter in Gaza?

Hollow Promises: Resetting Gaza’s Ceasefire / Eine Analyse der International Crisis Group:

A July roadmap sponsored by the Board of Peace has failed to overcome obstacles that have mired Gaza’s ceasefire deal ten months on. A mix of sustained pressure and diplomatic guarantees is needed to break the logjam and centre Palestinian agency in the strip’s recovery.

IN EINEM AUSGELOBTEN LAND

Ein Essay der 1946 geborenen Elfriede Jelinek, Nobelpreisträgerin für Literatur (2004), auf ihrem Blog:

„… man spricht also Luftblasen, wenn man die Voraussetzungen für einen solchen Staat nicht grundlegend ändert.“

COMMUNIO-Preis 2026

Mönchsgemeinschaft der Dormitio-Abtei wird heute in Schwerte (29. August 2026) ausgezeichnet

»Wir wollen zwei Hoffnungsinseln in einem Ozean von Leid sein« (Abt Dr. Nikodemus C. Schnabel OSB). Diesen Anspruch verfolgen die Mönchsgemeinschaft der Dormitio-Abtei in Jerusalem und des Priorats Tabgha seit vielen Jahren. Für ihr konsequentes Zeugnis christlichen Lebens inmitten vielfältiger Konflikte erhalten sie 2026 den Communio-Preis der Gesellschaft zur Förderung der Katholischen Akademie Schwerte e.V. und der Campus-Weggemeinschaft e.V. Trotz wiederholter Anfeindungen und Übergriffe – darunter Brandanschläge, Schmierereien, Vandalismus und persönliche Angriffe – halten die Benediktiner an ihrer Präsenz fest und bieten Juden, Christen und Muslimen, Israelis und Palästinensern, Migranten, Asylsuchenden, Pilgern und Gästen gleichermaßen Hoffnungsoasen.

Engagement für Versöhnung, Dialog und Frieden
Mit dem Preis würdigt die Jury zugleich das vielfältige Engagement der Gemeinschaft: das Versöhnungswerk in der Begegnungsstätte Beit Noah für Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Kulturen in Tabgha, die zahlreichen Kontakte und Dialoginitiativen im Land sowie die friedensfördernden sozialen und kulturellen Projekte. Besondere Beachtung findet auch der von der Abtei ins Leben gerufene Mount Zion Award, der öffentlich die interreligiöse Verständigung zwischen Judentum, Christentum und Islam fördert.

Der COMMUNIO-Preis wurde 2014 im Gedenken an den 100. Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs gestiftet. Er wird alle zwei Jahre an Persönlichkeiten verliehen, die sich in herausragender Weise im Geist christlicher Wertorientierung um eine Kultur des Dialogs, der Verständigung und Versöhnung bemühen und zum Aufbau einer menschenwürdigen und lebenswerten Gesellschaft in versöhnter Verschiedenheit beitragen. Gestiftet wird die Auszeichnung von der »Gesellschaft zur Förderung der Katholischen Akademie e.V.« sowie der »Campus-Weggemeinschaft e.V.«, einem gemeinnützigen Verein junger engagierter Menschen.