Ein Text von Georg Diez am 20. Juli 2022: „Anklagepunkt: ‚BDS-Nähe'“
Ein höchst lesenswerter Beitrag, in der „Hitze“ dieser Tage, aber einer Hitze, die wahrscheinlich leider nicht in ein paar Tagen erst mal vorbei sein wird:
„…wenn das alles in Ausschüssen im Bundestag vom Hörensagen zu politischer Realität wird, dann hat hier längst eine gefährliche Eigendynamik eingesetzt, Kurzschlüsse einer sich selbst hysterisierenden Hysterieproduktion.“
Neuerscheinung Andreas Hackl – Bei Interesse am Erwerb: Mail genügt
The Invisible Palestinians: The Hidden Struggle for Inclusion in Jewish Tel Aviv
Within the heart of the Jewish city of Tel Aviv, there is a hidden reality—Palestinians who work, study, and live as an unseen minority without access to equal urban citizenship.
Grounded in the everyday lives of Palestinians in Tel Aviv, The Invisible Palestinians offers an ethnographic critique of the city’s self-proclaimed openness and liberalism. Andreas Hackl reveals that Palestinians‘ access to the social and economic opportunities afforded in Tel Aviv depends on keeping a low profile, which not only disrupts opportunities for true urban citizenship but also draws opposition from other Palestinians. By looking at the city from the perspective of this hidden urban minority, Hackl uncovers a critical opportunity to imagine and build a more inclusive and just future for Tel Aviv.
An important read, The Invisible Palestinians explores the marginalized urban presence of both Palestinian citizens of Israel and Palestinian laborers from the West Bank in this quintessential Jewish Israeli city. Hackl reveals a highly diverse Palestinian population that includes young people, manual workers and middle-class professionals, residents and commuters, students, artists, and activists, as well as members of an underground Palestinian LGBT community who carefully navigate their place in a city that refuses to recognize them.
Andreas Hackl is a Lecturer in Anthropology of Development at the University of Edinburgh. His research has been published in leading academic journals such as World Development, American Ethnologist, and Social Anthropology. He has worked as a consultant with the International Labour Organization and as a newspaper correspondent based in Jerusalem.
Ghassan Kanafani (1936-1972) – Gefeiert, verdammt, erinnert, umstritten, ein Leben wie im Brennglas der unterschiedlichen Narrationen – Zwischen Terror und Literatur – eine Ikone.
The Disappointments Committed in Hope’s Name The first English translations of Palestinian poet Maya Abu Al-Hayyat take the reader on a rollercoaster of emotions anchored in truth
arte-Feature zum Werk des im Mai 2021 im Alter von 90 Jahren verstorbenen israelischen Künstlers Dani Karavan, der unter anderem in Berlin das Erinnerungsmal für die ermordeten Sinti und Roma im Tiergarten und an der Spree am Jakob Kaiser-Haus die transansparente Installation „Grundgesetz 1949“ gestaltet hat.
„Passagen“, ein Gedenkort für den deutschen Philosophen Walter Benjamin in Portbou.
Hier noch einmal der Nachruf von Alexandra Föderl-Schmid in der Süddeutschen Zeitung.
Von den Königinnen, Prostituierten, Kriegerinnen und Heiligen der Vergangenheit bis hin zum Engagement der heutigen Frauen in der palästinensischen Zivilgesellschaft.
Ein ungewöhlichen und ausführlichen Beitrag findet sich aktuell auf der Seite von Pro Terra Santa. Ein kulturgeschichtlicher Durchgang bis in heutige Arebitsbereiche, beschrieben durch Carla Benelli, Leiterin des Vereins für Kulturprojekte Pro Terra Sancta. Und am Ende ein Download-Link zu einem PDF zur Arbeit.
Buchvorstellung als hybrides Ereignis: Donnerstag, 30. Juni 2022 19.00 – 21.00 Uhr Heinrich Böll Stiftung Berlin – und im Livestream
Charlotte Wiedemann sucht in ihrem jüngsten Buch nach Wegen, Erinnerungskultur im Geist globaler Gerechtigkeit neu zu denken. Dazu bringt sie zwei Anliegen in einen Dialog, die ihr auch persönlich am Herzen liegen: Sensibilität und Verantwortung für die Shoah bewahren und einseitig europäisches Geschichtsdenken überwinden.
So haben Millionen Kolonialsoldaten gegen Nazi-Deutschland gekämpft, aber bis heute verbinden wir die Befreiung vom Nationalsozialismus nicht mit der Freiheit und Würde des kolonisierten Menschen.
Parallel zu den Nürnberger Prozessen wurden in den Kolonien nie geahndete Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen, eine moralische Asymmetrie, die bis heute andauert. Dabei folgt aus der Shoah, jedes Leben als gleichermaßen schutzwürdig zu erachten.
Erinnerungskulturen sind geprägt vom globalen Machtgefüge. Die Holocaust Memory Culture verfügt weltweit über das größte Prestige – aber wer darf sich jüdischem Schmerz anverwandt machen?
Und warum finden Deutsche den verzweifelten Widerstand im Warschauer Ghetto ergreifend, während sie der Widerstand gegen koloniale Besatzung in Deutsch-Ostafrika nicht berührt? Vergleiche, sagt die Autorin, können helfen, das Gemeinsame in den Prozessen von Entmenschlichung zu erkennen und unser Empathievermögen zu erweitern.
Charlotte Wiedemann, Autorin, Publizistin und Auslandsreporterin im Gespräch mit René Aguigah, Ressortleiter Literatur von Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur
Yazan Khaliliim Gespräch mit Hanno Hauenstein von der Berliner Zeitung
[Berliner Zeitung] „Vor wenigen Wochen ist die unsachliche Debatte um vermeintlichen Antisemitismus in den Reihen der Documenta eskaliert. Ende Mai wurde der Ausstellungsraum des Kollektivsin Kassel mit Graffiti beschmiert. Der Akt des Vandalismus richtet sich offenbar gezielt gegen das palästinensische Kollektiv. Die Zahl „187“ und der Name „Peralta“ wurden dabei auf mehrere Wände gesprüht. Wandoberflächen wurden mit einem Feuerlöscher beschädigt.
The Question of Funding war in den vergangenen Monaten auf einem obskuren Online-Blog in die Kritik geraten, Antisemitismus nahezustehen. Die Kritik wurde weitestgehend unkritisch von deutschsprachigen Mainstream-Medien wie Zeit und Welt übernommen. Wir sprachen anlässlich der Eröffnung der Documenta mit einem prominenten Vertreter des palästinensischen Kollektivs, Yazan Khalili.“